{"entities":{"Q1439480":{"pageid":1450220,"ns":120,"title":"Item:Q1439480","lastrevid":67553184,"modified":"2026-04-12T18:46:29Z","type":"item","id":"Q1439480","labels":{"en":{"language":"en","value":"Le th\u00e9or\u00e8me de Picard-Borel et la th\u00e9orie des fonctions m\u00e9romorphes."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2573078"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1439480$5848DEE9-B769-48AE-84CA-8BBA1B3B8AE8","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"9ebb3a0badaba9f6860a264bb69f1f197034b19e","datavalue":{"value":{"text":"Le th\u00e9or\u00e8me de Picard-Borel et la th\u00e9orie des fonctions m\u00e9romorphes.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1439480$96E93539-6871-4ECE-89FC-1876A6D0825F","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"e29a6948763a9e35b9d5436d54b255b80769a476","datavalue":{"value":"55.0773.03","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1439480$C8BE69EB-9285-496B-8631-1596B402A1A3","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"bf0ec0ec92278a4e809216de2b4777e9692e96ea","datavalue":{"value":{"time":"+1929-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1439480$5EFEBA09-D1D3-415C-BD31-0A93B754195F","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"12f7d96f51f5228c496b9d6db48f978d08c84d1f","datavalue":{"value":"F\u00fcr die allgemeine Tendenz des vorliegenden Buches darf auf die Besprechung der gro\u00dfen Acta-Arbeit des Verf. (1925; F. d. M. 51, 254 (JFM 51.0254.*)-256) verwiesen werden; ebenso f\u00fcr den Inhalt des ersten Hauptsatzes der Theorie der meromorphen Funktionen und f\u00fcr die Erkl\u00e4rung der Grundbegriffe.  Die ersten drei Kapitel (Der erste Hauptsatz; S\u00e4tze von \\textit{Hadamard} \u00fcber die ganzen Funktionen endlicher Ordnung und ihre Erweiterungen auf meromorphe Funktionen; Kanonische Darstellung einer meromorphen Funktion endlicher Ordnung) stehen im Zeichen des ersten Hauptsatzes. Im zweiten Kapitel werden die neuen Begriffe -- die durch \\(N (r, z), m (r, z), T (r, f)\\) bezeichneten Gr\u00f6\u00dfen -- zu denen der \u00e4lteren Theorie in Beziehung gesetzt und die Hilfsmittel zur Charakterisierung des Wachstums dieser Funktionen erl\u00e4utert. Nun ergeben sich die alten \\textit{Hadamard}schen S\u00e4tze \u00fcber die Beschr\u00e4nkung der Nullstellenzahl durch das Wachstum einer ganzen Funktion, sowie \u00fcber die Beschr\u00e4nkung ihres Betrages nach unten auf beliebig gro\u00dfen Kreisen neben anderen \u00e4hnlichen als einfache Korollare zum ersten Hauptsatz.  Im dritten Kapitel wird zuerst nach einer Methode von \\textit{F. Nevanlinna} (1923; F. d. M. 49, 214 (JFM 49.0214.*)) die Darstellung einer meromorphen Funktion als Quotient zweier \\textit{Weierstra\u00df}scher Produkte abgeleitet. Es folgen die Beziehungen zwischen Geschlecht und Ordnung und \u00c4hnliches ; hier schon ergeben sich gewisse Versch\u00e4rfungen des \\textit{Picard}schen Satzes f\u00fcr Funktionen von nicht ganzzahliger Ordnung.  Das vierte Kapitel behandelt den zweiten Hauptsatz und seine Anwendungen. Er beruht auf einer Absch\u00e4tzung nach oben von \\( m\\left( r, \\dfrac {f^\\prime}{f} \\right)\\) durch \\(T (r, f)\\), die, wie der erste Hauptsatz, mittels der \\textit{Jensen-Nevanlinna}schen Formel gewonnen wird; es ergibt sich im wesentlichen  \\[  m\\left( r, \\dfrac {f^\\prime}{f} \\right) = O (\\log T (r, f)).  \\]  Wendet man dies auf \\(m\\left( r, \\sum\\limits_{\\nu=1}^q \\dfrac {f^\\prime}{f-z_\\nu} \\right)\\) an und beachtet, da\u00df \\(m\\left( r, \\sum\\limits_{\\nu=1}^q \\dfrac {1}{f-z_\\nu} \\right)\\) im wesentlichen gleich der Summe der Konvergenzkomponenten gegen die beliebigen Werte \\(z_\\nu\\) ist, so gelingt es leicht unter Benutzung einfacher Rechenregeln f\u00fcr das \\(m\\) einer aus mehreren Funktionen rational zusammengesetzten Funktion, sowie mit Heranziehung des ersten Hauptsatzes f\u00fcr \\(f\\) und \\(f^\\prime\\), die Summe aller Konvergenzkomponenten mittels \\(T (r, f)\\) nach oben abzusch\u00e4tzen, wobei noch die Dichte der Nullstellen und Pole der Ableitung, also der mehrfachen Stellen von \\(f\\), eingeht. Man erh\u00e4lt so die folgende allgemeine Form des zweiten Hauptsatzes:  \\[  (q-2) T (r) < \\sum_{\\nu = 1}^q N (r, z_\\nu) - N_1 (r) + S (r). \\tag{\\text{II}}  \\]  Hier sind die \\(z_\\nu\\) beliebige, voneinander verschiedene, nicht notwendig endliche Werte; \\(N_1 (r)\\) mi\u00dft die Dichte der mehrfachen Stellen in analoger Weise wie \\(N (r, z)\\) die Dichte der \\(z\\)-Stellen, wobei eine \\(k\\)-fache Stelle \\((k - 1)\\)-mal z\u00e4hlt; \\(S (r)\\) ist eine Funktion, f\u00fcr die im wesentlichen gilt \\(S(r)< O (\\log T (r, f) + \\log r)\\).  Dieser Satz ist nun der Kern der meisten Versch\u00e4rfungen des \\textit{Picard}schen Satzes (ausgenommen sind nat\u00fcrlich dabei die Fragen, die sich auf die Verteilung der \\(z\\)-Stellen hinsichtlich des Argumentes beziehen, auf deren Er\u00f6rterung im vorliegenden Werke ganz verzichtet wird). Vergleicht man zun\u00e4chst nur die Ordnungen der beiden Seiten von (II), so ergeben sich die \\textit{Borel}schen S\u00e4tze, bei denen als Ausnahmewerte solche z\u00e4hlen, deren Dichtefunktion \\(N (r, z)\\) von niedrigerer Ordnung als \\(T (r)\\) ist; \u00e4hnlich auch die Verallgemeinerungen, die entstehen, wenn man in der Gleichung \\(f (x)= z \\) anstelle der Konstanten \\(z\\) meromorphe Funktionen \\(\\varphi (x)\\) von niedrigerer Ordnung als \\( f (x)\\) treten l\u00e4\u00dft.  Doch ergibt sich aus (II) viel mehr, wenn man den sch\u00e4rferen Vergleich von \\(N (r, z)\\) und \\(T (r)\\) mittels der Unbestimmtheitsgrenzen von \\(\\dfrac {N(r,z)}{T(r)}\\) anwendet.  \\[  \\delta (z) = 1 - \\limsup \\frac {N(r,z)}{T(r)}  \\]  wird Defekt des Wertes \\(z\\) genannt; nach dem ersten Hauptsatz gilt \\(0 \\leqq \\delta (z) \\leqq 1\\), und f\u00fcr einen \\textit{Borel}schen Ausnahmewert ist offenbar \\(\\delta (z) = 1\\). Nun werden als Ausnahmewerte schon solche angesehen, f\u00fcr die \\(\\delta (z) > 0\\). Von ihnen kann es zwar unendlich, aber nur abz\u00e4hlbar viele geben, und die Summe ihrer Defekte ist h\u00f6chstens zwei.  Es werden dann kurz einige noch wenig gekl\u00e4rte Fragen gestreift, wie die, eine Funktion mit vorgegebenen Defekten zu bilden, sowie die Beziehungen zwischen Ausnahmewerten und asymptotischen Werten.  Der Satz \u00fcber die Defektsumme ist gewonnen unter Vernachl\u00e4ssigung des Gliedes \\(N_1 (r)\\) in (II), das die Dichte der mehrfachen Stellen mi\u00dft. Definiert man analog zum Defekt den Verzweigungsindex durch  \\[  \\mu (z) = \\liminf \\frac {N(r,z) - \\overline{N} (r,z)}{T(r)},  \\]  wo \\(\\bar N (r, z)\\) die Dichte der \\(z\\)-Stellen ohne R\u00fccksicht auf ihre Vielfachheit bedeutet, so ist nat\u00fcrlich wieder \\(0 \\leqq \\mu (z) \\leqq 1\\), und es gibt nur abz\u00e4hlbar viele Werte mit positivem Verzweigungsindex. Der Satz \u00fcber die Defektsumme ist nun zu versch\u00e4rfen durch  \\[  \\sum \\delta (z) + \\sum \\mu (x) \\leqq 2.  \\]  Vernachl\u00e4ssigt man hier \\( \\sum \\delta (z)\\), so folgt in Analogie zum \\textit{Picard}schen Satz, da\u00df es h\u00f6chstens vier total verzweigte Werte geben kann, d. h. solche, die nur als mehrfache auftreten. Die \\textit{Weierstra\u00df}sche \\(\\wp\\)-Funktion z. B. gibt den Beleg, da\u00df die Schranke scharf ist. -- Es folgen noch einige S\u00e4tze \u00fcber die charakteristischen Funktionen der Ableitung einer meromorphen Funktion.  Endlich lassen sich aus dem zweiten Hauptsatz fast unmittelbar Folgerungen \u00fcber die eindeutige Bestimmtheit einer meromorphen Funktion durch die Gesamtheit ihrer \\(z\\)-Stellen f\u00fcr eine gewisse Anzahl von \\(z\\)-Werten ziehen. Es ergibt sich der Satz, da\u00df zwei meromorphe Funktionen, die f\u00fcnf Werte immer gleichzeitig annehmen (ohne R\u00fccksicht auf ihre Vielfachheit) identisch sind; ferner entsprechende Versch\u00e4rfungen, in denen das asymptotische Verhalten der Dichte solcher Stellen, in denen beide Funktionen denselben Wert annehmen, von Bedeutung ist.  Das f\u00fcnfte Kapitel (meromorphe Funktionen, die durch eine lineare Relation verkn\u00fcpft sind) besch\u00e4ftigt sich mit Verallgemeinerungen von \\textit{Borel}schen S\u00e4tzen \u00fcber linear abh\u00e4ngige ganze und nullstellenfreie Funktionen (1896, 1897; F. d. M. 27, 321 (JFM 27.0321.*); 28, 360), die bekanntlich den \\textit{Picard}schen Satz unifassen. Auch hier werden analoge Verallgemeinerungen wie die obigen des \\textit{Picard}schen Satzes gewonnen; es gen\u00fcgt z. B. jetzt die Voraussetzung, da\u00df die Nullstellen nur in einer gewissen geringen Dichte auftreten. Dieser \\textit{Borel}sche Satz, ohne die genannte Verallgemeinerung, dient nur als Grundlage zur Gewinnung sch\u00e4rferer Eindeutigkeitss\u00e4tze. Eine meromorphe Funktion ist schon durch die Verteilung von vier Werten, wenn die Vielfachheit mitber\u00fccksichtigt ist, im wesentlichen eindeutig bestimmt, ja sogar schon durch die von drei Werten, wenn man von gewissen angebbaren Ausnahmen absieht.  Im letzten Kapitel werden die im Einheitskreise meromorphen Funktionen betrachtet. Zun\u00e4chst l\u00e4\u00dft sich der erste Hauptsatz \u00fcbertragen. Doch ergibt sich sofort ein wesentlicher Unterschied: \\(T(r, f)\\) kann nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sein, und es wird gezeigt, da\u00df das dann und nur dann der Fall ist, wenn \\(f(x)\\) sich als Quotient zweier beschr\u00e4nkter Funktionen darstellen l\u00e4\u00dft. Die Ordnung wird hier definiert durch Vergleich von \\(T(r)\\) mit der Skala \\(\\dfrac{1}{(1-r)^\\lambda}\\) anstelle von \\(r^\\lambda\\).  Auch der zweite Hauptsatz l\u00e4\u00dft sich \u00fcbertragen, doch kann jetzt das Glied \\(S(r)\\) wesentlich werden. So ergibt sich, da\u00df der \\textit{Picard}sche Satz nur g\u00fcltig bleibt f\u00fcr Funktionen, f\u00fcr die  \\[  \\frac{T(r)}{\\log \\dfrac{1}{1-r}}  \\]  nicht beschr\u00e4nkt ist; und noch sch\u00e4rfer: Wenn die Defektsumme die Zahl \\(p >2\\) \u00fcbertrifft, so ist  \\[  \\varlimsup \\frac{T(r)}{\\log \\dfrac{1}{1-r}} \\leqq \\frac{6}{p-2}.  \\]  Schlie\u00dflich werden noch einige Eindeutigkeitss\u00e4tze abgeleitet.  In einem Anhang wird die Methode von \\textit{F. Nevanlinna} zur Untersuchung der Werteverteilung (1927: F. d. M. 53, 300 (JFM 53.0300.*)) skizziert.  Am Schlu\u00df des Buches findet sich ein ausf\u00fchrliches Literaturverzeichnis.  Besprechungen: Mathesis 43 (1929), 172-173. G. Loria; Bollettino di Mat. (2) 11 (1932), XVI. H. T. H. P.; Nature 124 (1929), 542. L. Potin; Revue g\u00e9n\u00e9rale des Sc. 40 (1929), 613-614.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1439480$327E3461-943C-4E35-960B-69713759C6F8","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"b4285807b5e0b461bfd4f0a01d2d44694e32e5d7","datavalue":{"value":"2573078","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1439480$0D6D29D8-6EF7-47F3-9508-412357C467D5","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"d243b3b9d8e612bcad1892f7acd57a4654c07f2c","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":767015,"id":"Q767015"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1439480$F5E9FC51-2854-4049-8D60-0FA881F34129","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1439480$FF3BF125-412D-4599-941F-8F46B313BB2B","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Le th\u00e9or\u00e8me de Picard-Borel et la th\u00e9orie des fonctions m\u00e9romorphes.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Le_th%C3%A9or%C3%A8me_de_Picard-Borel_et_la_th%C3%A9orie_des_fonctions_m%C3%A9romorphes."}}}}}