{"entities":{"Q1441609":{"pageid":1452349,"ns":120,"title":"Item:Q1441609","lastrevid":67429779,"modified":"2026-04-12T17:40:15Z","type":"item","id":"Q1441609","labels":{"en":{"language":"en","value":"Zum Problem von Lagrange. 4 Vortr\u00e4ge, gehalten im Mathematischen Seminar der Hamburgischen Universit\u00e4t (7.-24. 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M. 53, 483 (JFM 53.0483.*). Bei allen Gegenst\u00e4nden der vorliegenden Abhandlung weist Verf. auf die Bedeutung der noch nicht gen\u00fcgend ausgenutzten gruppentheoretischen Gesichtspunkte hin. Er beginnt mit einer neuen Herleitung der \\textit{Lagrange}schen Gleichungen \\((L)\\), die wie folgt mit unterbestimmten Systemen von Differentialgleichungen zusammenh\u00e4ngt. Gen\u00fcgt im Grundbereiche \\(a \\leqq x \\leqq b\\) ein Bogen \\(C_0\\) mit den Gleichungen \\(y_i=y_i^0(x)\\) \\((i=1,2,\\dots,n)\\) den \\(m<n\\) Differentialgleichungen  \\[  (M)\\quad \\varphi_\\mu(x,y,y')=\\varphi_\\mu(x,y_1,\\dots,y_n,y_1',\\dots,y_n')=0 \\;(\\mu=1,2,\\dots,m),  \\]  so hei\u00df\\ t er frei, wenn es m\u00f6glich ist, von demselben Anfangspunkte \\((a,y_i^0(a))\\) aus einen ebenfalls \\((M)\\) befriedigenden Bogen nach dem beliebigen Endpunkte \\((b,\\gamma_i)\\) zu ziehen, der nur hinl\u00e4nglich nahe an \\((b,y_i^0(b))\\) liegt. Andernfalls hei\u00df\\ t \\(C_0\\) hinsichtlich \\(M\\) gebunden. Es gilt der Satz, da\u00df\\ es zu jeder gebundenen L\u00f6sung von \\((M)\\) Multiplikatoren gibt, stetige Funktionen \\(\\lambda_\\mu(x)\\), nicht s\u00e4mtlich verschwindend, welche den Gleichungen gen\u00fcgen:  \\[  \\lambda_\\mu \\varphi_{\\mu y_i}-\\frac{d}{dx}(\\lambda_\\mu \\varphi_{\\mu y_i'})=0.  \\]  Handelt es sich jetzt um den Kleinstwert des Integrals \\(I=y_0(b)=\\int_a^b f(x,y,y')dx\\) mit den Nebenbedingungen \\((M)\\), so liefert die Tatsache, da\u00df\\ der Bogen \\(y_i=y_i^0(x)\\), \\(y_0=\\int_{x_0}^{x} f(t,y^0,y^0{}')dt\\) gebunden ist hinsichtlich des aus \\((M)\\) und aus \\(y_0'-f(x,y,y')=0\\) bestehenden Systems, gerade die \\((L)\\). -- Verf. gewinnt dann die Grenzformel  \\[  \\left.\\delta I=(F-y_i' F_{y_i'})\\delta x+F_{y_i'} \\delta y_i \\right|_{x_1}^{x_2}  \\]  und zeigt ihre Bedeutung f\u00fcr gruppentheoretische Integration der \\((L)\\): Sind z. B. \\(I\\) und \\((M)\\) invariant bei einer eingliedrigen Gruppe mit der infinitesimalen Transformation \\(\\delta x \\frac{\\partial}{\\partial x}+\\delta y_i \\cdot \\frac{\\partial}{\\partial y_i}\\), dann ist  \\[  (F-y)i' F_{y_i'})\\delta x+F_{y_i'}\\delta y_i  \\]  ein Integral der \\((L)\\). So kommen bei dem Integrale \\(\\int f(k)ds\\) (\\(k\\) erste Kr\u00fcmmung, \\(s\\) kommen bei dem Integrale Bogen einer Raumkurve) mit Hilfe der Bewegungsgruppe 6 Integrale der \\((L)\\) zustande. Es folgen \u00e4hnliche Bemerkungen in gewissen F\u00e4llen allgemeineren Verhaltens von \\(I\\). Sonderergebnisse dieser Art sind: Die 10 Integrale der Dynamik eines Punktsystems, dessen Potential zeitunabh\u00e4ngig und bewegungsinvariant ist; die Ermittelung der \\(\\infty^4\\) Extremalen des Integrals \\(\\int y^{\\prime\\prime-\\frac 12}y^{\\prime\\prime\\prime 2}dx\\) aus einer einzigen \\(x=\\zeta u,y=\\zeta^2u-\\wp u\\) (\\(\\wp u,\\zeta u\\) \u00e4quianharmonische Funktionen).   Nachdem Verf. durch die Ans\u00e4tze \\(F_{y_i'}=p_i\\), \\(y_i' F_{y_i'}-F=H(x,y,p)\\) die kanonischen Gleichungen  \\[  \\frac{dy_i}{dx}=H_{p_i},\\;\\frac{dp_i}{dx}=-H_{y_i}  \\]  bereitgestellt hat, leitet er \\textit{Jacobi}s Bedingung aus dem Gedanken von \\textit{Bliss} her: Die zweite Variation \\(\\delta^2I\\) kann zu negativen Werten kommen, wenn es eine L\u00f6sung der zum Integrale \\(\\delta^2I\\) geh\u00f6rigen \\textit{Lagrange}schen Gleichungen gibt, die f\u00fcr ein \\(\\xi\\) im Innern des Grundbereiches verschwindet, ohne dort identisch null zu sein. Dann lassen sich n\u00e4mlich Variationen angeben, die \\(\\delta^2I\\) zu null machen, aber nicht zu einem Kleinstwerte. Die gefundene notwendige Bedingung kann man dahin aussprechen, da\u00df\\ der Bogen \\(C_0\\) keinen zum Anfangspunkte konjugierten Punkt enthalten darf, d. h. da\u00df\\ auf \\(C_0\\) eine gewisse Determinante \\(\\Delta(a,x)\\neq 0\\) ist. Zur wirklichen Aufsuchung konjugierter Punkte kann bei bestimmten Invarianzeigenschaften der Extremalen wieder die Gruppentheorie dienen: Die Bahnkurven einer gewissen eingliedrigen Gruppe ber\u00fchren die Extremalen in \\(a\\) und \\(x\\). Sonderf\u00e4lle: Sind die Extremalen des Integrals \\(\\int f(x,y,y')dx\\) invariant gegen Schiebung in der \\(x\\)-Richtung und Streckung von \\(O\\) aus, so schneiden sich die Tangenten konjugierter Punkte auf der \\(x\\)-Achse. Sind die Extremalen des Integrals \\(\\int f(x,y,y',y'')dx\\) invariant bei den \u00c4hnlichkeitstransformationen, so sind konjugierte Punkte \\(P, P'\\) dadurch gekennzeichnet, da\u00df\\, wenn \\(K, K'\\) die zugeh\u00f6rigen Kr\u00fcmmungsmittelpunkte sind, \\(PP'\\bot KK'\\) ist.   Verf. behandelt weiter \\textit{Clebsch}s Umformung der zweiten Variation, die einen unmittelbaren Schlu\u00df\\ auf deren Vorzeichen erlaubt. Er gewinnt, kanonische Ver\u00e4nderliche benutzend, eine matrizenrechnerische Gestalt von \\(\\delta^2I\\). Es tritt eine Differentialgleichung \\((R)\\) auf, die man als \\textit{Riccati}sche Gleichung der Matrizenrechnung bezeichnen kann. Besitzt ein gewisses mit \\((R)\\) zusammenh\u00e4ngendes lineares System eine konjugierte L\u00f6sung (vgl. obige Anf\u00fchrung), so kann man \\(\\delta^2I\\) die Form geben  \\[  \\delta^2I=\\int_a^b (\\delta p'-\\delta y'W)\\Gamma(\\delta p-W \\delta y)dx.  \\]  (\\(W\\) L\u00f6sung der \\((R)\\); \\(\\Gamma=(H_{p_ip_k})\\); der Strich bezeichnet die Vertauschung der Matrizenreihen mit den Spalten). Hieraus l\u00e4\u00df\\ t sich bei passenden Voraussetzungen folgern, da\u00df\\ die quadratische Form \\(H_{p_ip_k}\\alpha_i \\alpha_k\\) nicht negativ werden darf.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1441609$1663A91E-97DD-4406-BC96-A583363072DD","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"65ae6448478bf06bc863a273d26cea4d90f39269","datavalue":{"value":"2577362","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1441609$D6B5E99D-8E60-4EF1-9142-D0D9FA8BAAFD","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1441609$FF79F020-D890-4C82-8E63-FD7018FBAC86","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"098f0195c378fe69c8bc59c3cf52107ef6b85280","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6480671,"id":"Q6480671"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1441609$BD44E330-5055-40A3-A7DA-BFC16EF6AE71","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Zum Problem von Lagrange. 4 Vortr\u00e4ge, gehalten im Mathematischen Seminar der Hamburgischen Universit\u00e4t (7.-24. 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