{"entities":{"Q1441996":{"pageid":1452736,"ns":120,"title":"Item:Q1441996","lastrevid":67747050,"modified":"2026-04-12T19:35:58Z","type":"item","id":"Q1441996","labels":{"en":{"language":"en","value":"Dimensionstheorie."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2577814"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1441996$634DD30B-6AD9-4C34-ACBA-E8D3B79AFA45","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"b459371221eff3f3785f2ea1f3b69a1b0651655d","datavalue":{"value":{"text":"Dimensionstheorie.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1441996$76B158C1-7148-4A97-9B81-4B8C4707ED46","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"7a0d0e7c9bb63a9ae7ea93f64482c5413cd08d42","datavalue":{"value":"54.0617.03","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1441996$7D63F789-98DC-42B5-8E91-3BEE95A4C10D","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"cee67bf913068b532a11633afecd10dd06aeb073","datavalue":{"value":{"time":"+1928-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1441996$E9443637-6414-41CE-8450-EC234C67C9B0","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"3f1ab2456c131a8a09821a88dc72fa167bdb2488","datavalue":{"value":"Das vorliegende Werk ist die erste lehrbuchartige Zusammenfassung der Dimensionstheorie jener Richtung, die von \\textit{Poincar\u00e9} gefordert, von \\textit{Brouwer} begr\u00fcndet und von \\textit{P. Urysohn}, Verf. und andern ausgebaut worden ist. Das meiste an allgemeiner Theorie, was bei der Abfassung vorlag, ist in dem Buche ber\u00fccksichtigt worden, und wenn auch inzwischen die Theorie weitere Fortschritte gemacht hat, so erscheint das Buch auch heute noch als ein in sich abgeschlossenes Ganzes. Ungern vermi\u00dft man in ihm allerdings die sch\u00f6ne \\textit{Urysohn}sche Kurventheorie [Verhandelingen Amsterdam 18, Nr. 4, 172 p. (1928; JFM 54.0619.01)], die in den Rahmen des Werkes doch vielleicht noch hineingepa\u00dft h\u00e4tte. Musterg\u00fcltig ist die Disposition des Stoffes zu nennen, und nur die Anordnung der einzelnen Abschnitte sieht etwas unnat\u00fcrlich aus. Dem ``klassischen Satz von der Dimensionsinvarianz'', dem historischen Fundament der ganzen Theorie, schreibt Verf. keine gro\u00dfe Bedeutung zu, und so kommt es, da\u00df\\ nicht nur der Rechtfertigungssatz, sondern auch die topologische Invarianz der Dimension bei ihm eine untergeordnete Rolle spielt. Verf. sagt z. B. (S. 243): ``Und es sollte hier kein Vorschub geleistet werden dem aus historischen Gr\u00fcnden (n\u00e4mlich durch Her\u00fcbernahme elementargeometrischer \u00dcberlegungen in die Punktmengenlehre) entstandenen Vorurteil, da\u00df\\ der Invarianz einer Eigenschaft gegen\u00fcber einer Transformationsgruppe und insbesondere der topologischen Invarianz einer Eigenschaft eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Bedeutung zukomme. W\u00e4re die Dimension nicht topologisch invariant, so w\u00fcrde dies h\u00f6chstens der Wichtigkeit der topologischen Abbildungen Abbruch tun, die ganze im vorangehenden entwickelte Dimensionstheorie bliebe hierdurch jedoch unber\u00fchrt.''   Die Darstellung beginnt mit einem Abschnitt ``Einf\u00fchrung in die mengentheoretische Geometrie''; hier wird nach einigen Vorbemerkungen der Begriff des \\textit{Hausdorff}schen separablen regul\u00e4ren Raumes eingef\u00fchrt (da\u00df\\ Verf. diese R\u00e4ume schlechthin separabel nennt, k\u00f6nnte doch wohl, da mit dem \u00fcblichen Sprachgebrauch nicht ganz im Einklang stehend, Verwirrung stiften); es werden die Begriffe abgeschlossene Menge, H\u00e4ufungspunkt, offene Menge, Begrenzung, dicht, perfekt, erste und zweite Kategorie, \\(f_\\sigma,G_\\delta\\). Produktraum usw. erkl\u00e4rt. An wichtigen S\u00e4tzen ist zu erw\u00e4hnen: Normalit\u00e4t der betrachteten R\u00e4ume, Additionssatz f\u00fcr Begrenzungen offener Mengen, Einbettbarkeit der betrachteten R\u00e4ume in den \\textit{Hilbert}schen Raum, das \\textit{Brouwer}sche Reduktionstheorem und schlie\u00dflich eine ganze Reihe von \u00dcberdeckungss\u00e4tzen, die mit der unmittelbaren Verallgemeinerung des \\textit{Borel}schen Satzes beginnt und mit den Ausnahmef\u00e4llen der verallgemeinerten \u00dcberdeckbarkeit endet. Wesentlich neu sind hier die Untersuchungen \u00fcber ``ausgezeichnete Doppelfolgen'' [System \\(\\{U_n^k\\}\\) \\((k=1,2,\\ldots;\\;n=1,2,\\dots)\\) von offenen Mengen derart, da\u00df\\ zu jedem Punkt \\(p\\) und zu jedem \\(k\\) ein \\(n_k\\) existiert mit \\(p\\prec U_{n_k}^k\\), und da\u00df\\ die \\(U_{n_k}^k\\) f\u00fcr jede unendliche Folge \\(\\{n_k\\}\\) h\u00f6chstens einen Punkt gemein haben], die sich mit der Auswahl solcher Systeme aus unbegrenzt feinen \u00dcberdeckungss\u00e4tzen besch\u00e4ftigen.  Im zweiten Abschnitt wird der Dimensionsbegriff erst anschaulich und dann exakt eingef\u00fchrt, und es wird eine Reihe naheliegender Folgerungen gezogen.   Der Summensatz, von dem der dritte Abschnitt handelt, wird unter Benutzung eines Gedankens von \\textit{Hurewicz} mit der ``Methode der Modifikation der Umgebungen'' [Verf., Acad. Amsterdam Proc. 27, 639--648 (1924; JFM 50.0131.03)] bewiesen, und zwar erst f\u00fcr \\(n = 0\\) und dann allgemein. Ein zweiter Beweis bringt die einfachere Methode [\\textit{W. Hurewicz}, Math. Ann. 96, 736--764 (1926; JFM 53.0559.02)] der Anwendung des Zerspaltungssatzes. Im Anschlu\u00df\\ daran wird eine Reihe von Folgerungen gezogen, besonders \u00fcber rationaldimensionale R\u00e4ume, d. h. \\(n\\)-dimensionale R\u00e4ume, die sich als Summe einer abz\u00e4hlbaren und \\(n\\) anderer nulldimensionaler Mengen darstellen lassen; schlie\u00dflich wird die \\textit{Hurewicz}sche Theorie der Normalbereiche (JFM 53.0559.02) entwickelt.   Der vierte Abschnitt, ``Theorie der dimensionellen Raumstruktur'', enth\u00e4lt vom Verf. als Fundamentaltheoreme bezeichnete S\u00e4tze \u00fcber die Dimensionsteile (\\(\\Re^n\\) = Menge der Punkte, in denen \\(\\Re\\) mindestens \\(n\\)-dimensional ist): Der \\(n\\)-te Dimensionsteil \\(\\Re^n\\) eines kompakten Raumes ist homogen \\(n\\)-dimensional, eines beliebigen Raumes mindestens \\((n-1)\\)-dimensional, seine abgeschlossene H\u00fclle in allen Punkten des Dimensionsteils \\(n\\)-dimensional, in allen \u00fcbrigen h\u00f6chstens \\((n-1)\\)-dimensional; notwendig und hinreichend daf\u00fcr, da\u00df\\ der h\u00f6chste Dimensionsteil die Dimension des Raumes hat, ist, da\u00df\\ er von zweiter Kategorie ist. Endlich wird das \\textit{Sierpi\u0144ski}sche Beispiel  [Fundam. Math. 2, 81--95 (1921; JFM 48.0208.02)] eines eindimensionalen Raumes mit abz\u00e4hlbarem h\u00f6chstem Dimensionsteil wiedergegeben.  Im f\u00fcnften Abschnitt kommt Verf. zum Zerlegungssatz der Dimensionstheorie, den er gleich in der allgemeinen Form ausspricht: Jeder \\(n\\)-dimensionale Raum ist Summe von endlich vielen beliebig kleinen St\u00fccken, die zu. je \\(k\\) einen h\u00f6chstens \\((n-k+1)\\)-dimensionalen Durchschnitt haben. F\u00fcr diesen Satz werden zwei Beweise gegeben, die sich zueinander in bezug auf die verwendete Methode \u00e4hnlich verhalten wie die beiden Beweise des Summensatzes. Voraus geht ein Beweis f\u00fcr den Fall \\(k=n+2\\). Zum Beweise der Umkehrung des Zerlegungssatzes folgt Verf. wesentlich dem \\textit{Urysohn}schen Wege [Fundam. Math. 8, 225--351 (1926; JFM 52.0590.01)]. An die Kapitel \u00fcber den Zerlegungssatz schlie\u00df\\ t sich eines \u00fcber die \\textit{Alexandroff}sche Definition der kompakten R\u00e4ume durch Folgen von Komplexen an; von diesem \\textit{Alexandroff}schen Gedanken ist ja inzwischen eine wesentliche Fortentwicklung der Dimensionstheorie ausgegangen (vgl. insbesondere [Ann. Math. (2) 36, 1--35 (1935; JFM 61.1361.01)]). Mit R\u00fccksicht auf sp\u00e4tere Anwendungen wird auch der \\textit{Hurewicz}sche Additionssatz [Math. Ann. 100, 618--633 (1928; JFM 54.0622.01)] bewiesen.  ``Die Zusammenhangseigenschaften der R\u00e4ume'' ist der sechste Abschnitt des Buches \u00fcberschrieben. Es geht hier einmal um die Untersuchung der Begriffe diskontinuierlich, zusammenhangslos, total zusammenhangslos, nulldimensional, die sich an den gew\u00f6hnlichen Zusammenhangsbegriff anschlie\u00dfen, und der Begriffe \\textit{Cantor}sche Mannigfaltigkeit und \\(n\\)-stufiges Kontinuum, in denen der h\u00f6herstufige Zusammenhang grundlegend ist. Verf. gibt seinen Beweis f\u00fcr die Aequivalenz seines Charakterisierungstheorems (unter den kompakten R\u00e4umen sind die ~dimensionalen dadurch gekennzeichnet, da\u00df\\ sie ein \\(n\\)-stufiges, aber kein \\((n+1)\\)-stufiges Teilkontinuum enthalten) mit der \\textit{Urysohn}schen Vermutung (jeder \\(n\\)-dimensionale kompakte Raum enth\u00e4lt eine \\(n\\)-dimensionale \\textit{Cantor}sche Mannigfaltigkeit) wieder, desgleichen den von Verf. und \\textit{Hurewicz} gemeinsam aufgestellten Beweis des charakterisierungstheorems.  Der siebente Abschnitt ``\u00dcber stetige Abbildungen'' bringt den Begriff der stetigen und der beiderseits stetigen Abbildung [\\textit{Hurewicz}, Proc. Amsterdam 30, 159--165 (1927; JFM 53.0562.01)], den \\textit{Hahn-Mazurkiewicz}schen Satz, die \\textit{Hurewicz}sche Theorie der dimensionserh\u00f6henden und -erniedrigenden Abbildungen (JFM 53.0562.01) und schlie\u00dflich den Satz von der Dimensionsinvarianz.  Den Rechtfertigungssatz (jedes Gebiet des \\(n\\)-dimensionalen euklidischen Raumes \\(R_n\\) ist \\(n\\)-dimensional im Sinne der Dimensionstheorie) findet man im achten Abschnitt. Er wird einerseits nach \\textit{Brouwer-Sperner}, andererseits nach \\textit{Lebesgue-Hurewicz} bewiesen. Der Satz, welcher besagt, da\u00df\\ jede \\(n\\)dimensionale Teilmenge des \\(R_n\\) ein Gebiet enth\u00e4lt, wird erstens nach Verf., zweitens nach \\textit{Urysohn} bewiesen. Bei Verf. und \\textit{Urysohn} findet sich auch der in diesem Abschnitt enthaltene Satz, da\u00df\\ die offenen Mengen des \\(R_n\\), deren Komplement \\((n-1)\\)- oder \\(n\\)-dimensional ist, eine \\((n-1)\\)dimensionale Begrenzung besitzen. Ferner wird der \\textit{Alexandroff}sche Satz von der Deformierbarkeit der kompakten R\u00e4ume in gleichdimensionale Komplexe wiedergegeben.     ``Endlich-dimensionale R\u00e4ume und Cartesische R\u00e4ume'' hei\u00dft der neunte Abschnitt, der den \\textit{Hurewicz}schen Satz von der Einbettbarkeit der endlichdimensionalen R\u00e4ume in gleichdimensionale kompakte R\u00e4ume behandelt und f\u00fcr \\(n=1\\) den inzwischen allgemein durch \\textit{G. N\u00f6beling} [Math. Ann. 104, 71--80 (1930; JFM 56.0506.02)] bewiesenen Satz von der Einbettbarkeit der \\(n\\)-dimensionalen R\u00e4ume in den \\(R_{2n+1}\\) beweist.  Im zehnten und letzten Abschnitt gibt Verf. einen \u00dcberblick \u00fcber die behandelten Ideenkreise und \u00fcber ungel\u00f6ste Probleme der Dimensionstheorie.  Zur Disposition des Stoffes ist noch zu bemerken, da\u00df\\ der Gang der Darstellung durch keinerlei Literaturhinweise unterbrochen wird; am Schlu\u00df\\ der einzelnen Kapitel finden sich die zugeh\u00f6rigen historischen Notizen. Einigen dieser historischen Angaben hat \\textit{L. E. J. Brouwer} [Proc. Amsterdam 31, 953--957 (1928; JFM 54.0007.03)] scharf widersprochen. Vgl. auch die inzwischen erschienene Antwort von \\textit{Menger} [Monatsh. Math. 37, 175--182 (1930; JFM 56.0006.02)].   Besprechungen: Mathesis 43 (1929), 26-27. P. A. Smith; Bulletin A. M. 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