{"entities":{"Q1447343":{"pageid":1458083,"ns":120,"title":"Item:Q1447343","lastrevid":67566858,"modified":"2026-04-12T18:50:17Z","type":"item","id":"Q1447343","labels":{"en":{"language":"en","value":"Allgemeine Theorie der Riemannschen Mannigfaltigkeiten (Konforme Abbildung und Uniformisierung). (Preisschrift.)"}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2581972"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1447343$662E8DD7-E412-4B6B-AEAA-7E263DFE06B7","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"92f01053ac35324cbb16f6cba095901f3366d25d","datavalue":{"value":{"text":"Allgemeine Theorie der Riemannschen Mannigfaltigkeiten (Konforme Abbildung und Uniformisierung). 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Die Hauptuniformisierende ist bis auf lineare Transformationen v\u00f6llig bestimmt (Unit\u00e4tssatz).  In der vorliegenden Preisschrift wird eine streng potenzreihentheoretische Begr\u00fcndung der Uniformisierung sowohl der algebraischen als auch beliebiger analytischer Funktionen gegeben und dar\u00fcber hinaus das Problem der Fundamentalabbildung beliebiger (zweiseitiger) Riemannscher Mannigfaltigkeiten in ersch\u00f6pfender Weise behandelt und erledigt.  Die Arbeit zerf\u00e4llt in vier Teile.  Im ersten Teil wird die Fundamentalabbildung der elliptischen und hyperelliptischen Riemannschen Fl\u00e4chen mit Hilfe von Iterationsmethoden durchgef\u00fchrt. Der Fall der elliptischen Riemannschen Fl\u00e4che wird durch eine einfache Kette von Fundamentaltransformationen (geeignet normierte Quadratwurzeltransformationen) erledigt. Unter Anwendung des so gefundenen elliptischen Integrales sowie einer ebenfalls du\u00edch eine Iterationskette erledigten Voraufgabe (Spitzenpolygonaufgabe, Abbildung des Einheitskreises auf ein Orthogonalkreisbogenpolygon mit lauter Spitzen), l\u00e4\u00dft sich nunmehr der Fall der allgemeinen hyperelliptischen Riemannschen Fl\u00e4che auf den Fall einer mit vorgegebener Relativverzweigung zu uniformisierenden Kreisscheibe zur\u00fcckf\u00fchren, eine Aufgabe, die wiederum durch eine Iterationskette gel\u00f6st wird.  Die angewandten Iterationsmethoden gestatten auch die Bestimmung von relativ verzweigten Uniformisierenden beliebiger algebraischer Riemannscher Fl\u00e4chen; aus einer solchen Uniformisierenden l\u00e4\u00dft sich dann, wie im zweiten Teil n\u00e4her begr\u00fcndet wird, die Hauptuniformisierende mittels eines unendlichen Produktes gewinnen.  Der dritte Teil behandelt die Uniformisierung beliebiger analytischer Funktionen und die Fundamentalabbildung beliebiger offener Riemannscher Fl\u00e4chen. Hierbei werden nur gew\u00f6hnliche Punkte und Verzweigungspunkte endlicher Ordnung als Punkte der Riemannschen Fl\u00e4che betrachtet, w\u00e4hrend Verzweigungspunkte unendlich hoher Ordnung als Grenzstellen aufzufassen sind. Jede solche Fl\u00e4che \\(F\\) l\u00e4\u00dft sich im Sinne allm\u00e4hlicher Aussch\u00f6pfung auffassen als Grenzfl\u00e4che von ``Hauptn\u00e4herungsbereichen'', das sind ``gew\u00f6hnliche'', d. h. endlichvielbl\u00e4ttrige, nur endlich viele Windungspunkte enthaltende Riemannsche Fl\u00e4chenst\u00fccke, welche von geschlossenen, die Fl\u00e4che \\(F\\) zerst\u00fcckenden Linien (Hauptschnitte) so begrenzt werden, da\u00df an jede einzelne derartige Linie ein selbst\u00e4ndiges, grenzstrebiges Restst\u00fcck der Fl\u00e4che \\(F\\) anschlie\u00dft. Unter einem ``Spezialbereich'' wird ein ein- oder mehrbl\u00e4ttriger Bereich verstanden, der aus endlich vielen kongruenten Quadratfl\u00e4chen eines quadratischen Gitters zusammengesetzt gedacht werden kann. Besteht eine Fl\u00e4che nur aus gew\u00f6hnlichen Punkten, so l\u00e4\u00dft sie sich insbesondere durch Spezialbereiche aussch\u00f6pfen.  Der Gedankengang des Uniformisierungsbeweises (vgl. auch Berichte Leipzig 66 (1914), 67-75; F. d. M. 45, 670 (JFM 45.0670.*)) ist nun der folgende: Aus der Fl\u00e4che \\(F\\) entsteht durch Entfernung aller Windungspunkte und der Unendlichpunkte eine ``punktierte'' Fl\u00e4che \\(F'\\), welche nur aus gew\u00f6hnlichen endlichen Punkten besteht. \\(F'\\) kann durch Spezialn\u00e4herungsbereiche ausgesch\u00f6pft werden. Nun wird zun\u00e4chst mit Hilfe der \\(\\mathfrak k\\)-Funktion in Verbindung mit Iterationsniethoden und durch Bildung absolut konvergenter unendlicher Produkte die Hauptuniformisierende des Spezialbereiches \\(S_n\\) erhalten. Durch einen Grenz\u00fcbergang ergibt sich sodann eine Fundamentalabbildung der Fl\u00e4che \\(F'\\), also eine relativ verzweigte Fundamentalabbildung der Fl\u00e4che \\(F\\), aus welcher wiederum durch Bildung eines unendlichen Produktes schlie\u00dflich die gesuchte Fundamentalabbildung der Fl\u00e4che \\(F\\) gewonnen wird.  Das Verfahren umfa\u00dft nat\u00fcrlich auch die Fundamentalabbildung geschlossener Riemannscher Fl\u00e4chen, welche in der vorliegenden Arbeit in den ersten beiden Teilen durch andere, der Struktur dieser Fl\u00e4chen organisch angepa\u00dfte Methoden geleistet wird, bei welchen insbesondere das unorganische Element der Approximation durch mehr oder weniger willk\u00fcrlich begrenzte N\u00e4herungsbereiche vermieden wird.  Auf Grund der Existenz der Hauptuniformisierenden ergibt sich mit Hilfe Poincar\u00e9scher Reihen noch der Satz, da\u00df zu jeder Riemannschen Fl\u00e4che eine eigentlich zu ihr geh\u00f6rende analytische Funktion existiert (vgl. auch C. R. 148 (1909), 1446-1448; F. d. M. 40, 471 (JFM 40.0471.*)). Die Probleme der Uniformisierung analytischer Funktionen und beliebiger Riemannscher Fl\u00e4chen sind also \u00e4quivalent.  Der vierte Teil behandelt die allgemeinen Riemannschen Mannigfaltigkeiten. Als ``Riemannsche Mannigfaltigkeit'' wird hier jede Mannigfaltigkeit von Dingen (``Punkte'' genannt) bezeichnet, welche eineindeutig bezogen ist auf die Punkte einer ``idealen Riemannschen Fl\u00e4che'', d. h. einer Fl\u00e4che, welche aus endlich oder unendlich vielen, durch analytische Bezugssubstitutionen zwischen vorhandenen freien analytischen R\u00e4ndern zu einer Einheit verbundenen gew\u00f6hnlichen Riemannschen Fl\u00e4chenst\u00fccken zusammengesetzt ist. Als Bezugsfl\u00e4che kann dann insbesondere auch eine ``triangulierte ideale Riemannsche Fl\u00e4che'' gew\u00e4hlt werden.  Der Begriff der ''Riemannschen Mannigfaltigkeit'' umfa\u00dft neben den gew\u00f6hnlichen Riemannschen Fl\u00e4chen u. a. ebenfl\u00e4chige, kugelfl\u00e4chige sowie analytisch begrenzte zweiseitige Polyeder, insbesondere auch die durch Fundamentalgruppen erzeugten Fundamentalmannigfaltigkeiten.  ``Fundamentalgruppen'' sind Gruppen linearer Substitutionen ohne infinitesimale Substitutionen, deren Substitutionen in ihrer Gesamtheit entweder die Vollebene (sph\u00e4rische Fundamentalgruppe) oder die punktierte Ebene (parabolische Fundamentalgruppen) oder das Innere des Einheitskreises (hyperbolische Fundamentalgruppen) in sich transformieren, und deren von der Identit\u00e4t verschiedene Substitutionen in den betreffenden Grundbereichen keinen Fixpunkt haben. Jedes System von (durch die Substitutionen der betrachteten Fundamentalgruppe) \u00e4quivalenten Punkten des Grundbereiches bildet einen Punkt der zugeh\u00f6rigen ``Fundamentalmannigfaltigkeit''.  Die Fundamentaltheoreme besagen nun, da\u00df jede Riemannsche Mannigfaltigkeit einer Fundamentalmannigfaltigkeit (erster \u00c4quivalenzsatz), einer gew\u00f6hnlichen Riemannschen Fl\u00e4che (zweiter \u00c4quivalenzsatz), einem analytischen Gebilde (dritter \u00c4quivalenzsatz) \u00e4quivalent ist. Die beiden letzten \u00c4quivalenzs\u00e4tze folgen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht aus dem ersten, der pr\u00e4ziser so ausgesprochen werden kann: Jede Riemannsche Mannigfaltigkeit ist einer und wesentlich nur einer Fundamentalmannigfaltigkeit \u00e4quivalent, wobei Fundamentalmannigfaltigkeiten, welche durch eine lineare Transformation der sie definierenden Fundamentalgruppen ineinander \u00fcbergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, als nicht wesentlich verschieden gelten (vgl. Annali di Mat. (3) 21 (1913), 67-64; F. d. M. 44, 495 (JFM 44.0495.*)).  Der Fall einer idealen Riemannschen Fl\u00e4che mit linearen Bezugssubstitutionen l\u00e4\u00dft sich fast unmittelbar auf die Betrachtung gew\u00f6hnlicher Riemannscher Fl\u00e4chen zur\u00fcckf\u00fchren. Im allgemeinen Falle gelingt dies durch Benutzung der Tatsache, da\u00df eine analytische Substitution durch rationale Substitutionen approximiert werden kann. Da die letzteren in der ganzen Ebene erkl\u00e4rt sind, kann jede einzelne derartige Randbeziehung sofort durch tats\u00e4chliche Aus\u00fcbung der Substitution in die Identit\u00e4t verwandelt werden, w\u00e4hrend dies bei beliebigen analytischen Substitutionen im allgemeinen nicht m\u00f6glich ist.  In beiden F\u00e4llen erh\u00e4lt man zun\u00e4chst eine Uniformisierende mit Relativverzweigung, aus der dann wiederum durch Bildung unendlicher Produkte die Hauptuniformisierende erhalten wird.  Als instruktive Beispiele werden sowohl kugelfl\u00e4chig begrenzte als auch von beliebigen regul\u00e4ren analytischen Fl\u00e4chenst\u00fccken gebildete zweiseitige Polyederfl\u00e4chen behandelt. Insbesondere ergibt sich, da\u00df jede derartige Fl\u00e4che eineindeutig konform, in den Eckpunkten jedenfalls noch stetig auf eine gew\u00f6hnliche Riemannsche Fl\u00e4che abgebildet werden kann. Zum Schlu\u00df wird eine Klassifikation der Riemannschen Mannigfaltigkeiten nach dem Diskoutinuit\u00e4tstypus ihrer Fundamentalgruppen vorgenommen, und es werden einige damit zusammenh\u00e4ngende S\u00e4tze aufgestellt. Schlie\u00dflich sei noch der Satz erw\u00e4hnt, da\u00df parabolische Substitutionen in einer Fundamentalmannigfaltigkeit immer als Umlaufssubstitutionen parabolischer \u00d6ffnungen der Mannigfaltigkeit auftreten.  Eine Weiterf\u00fchrung der vorliegenden Untersuchungen findet man in den Arbeiten des Verf: Riemannsche Mannigfaltigkeiten und nichteuklidische Raumformen I (Sitzungsberichte Akad. Berlin 1927, 164-196; F. d. M. 53, Abschn. V, Kap. 2); II, III (ibidem 1928; 345-384, 385-442; F. d. M. 54); IV (ibidem 1929, 414-457; F. d. 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