{"entities":{"Q1455075":{"pageid":1465815,"ns":120,"title":"Item:Q1455075","lastrevid":70442730,"modified":"2026-04-13T14:47:25Z","type":"item","id":"Q1455075","labels":{"en":{"language":"en","value":"Zur Theorie der meromorphen Funktionen."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2591672"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1455075$F407711E-6BC3-4D16-AA8A-0196616283FA","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"6e5e4389e2b37eec3c6557e8fd95bbd2e76d03ae","datavalue":{"value":{"text":"Zur Theorie der meromorphen Funktionen.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1455075$CCBEC682-C11D-4C57-854F-CDBF486D1E14","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"69cea6ce5c15d9a38790d4650123e0d35ccd5bde","datavalue":{"value":"51.0254.05","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1455075$561C3543-931E-43C9-B87A-6CE601DDD14F","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"46096a5042ab1cb79219d08b20074648def61bbf","datavalue":{"value":"10.1007/BF02543858","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1455075$A5A38FA9-3BDD-40F5-A2AD-FD3FF8966C5A","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"09f456a274e455e5e5b05b055e42e0cbb108679d","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":163102,"id":"Q163102"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1455075$31CF7610-583A-4531-810F-E3BA0AD8FA92","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"37a132353a602ce312cbea629fdef315c3ee1619","datavalue":{"value":{"time":"+1925-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1455075$26638EFB-37E8-427D-997E-1797FE642390","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"d2280b3076e25b11926e916388a18cf51e31936d","datavalue":{"value":"In der Theorie der ganzen Funktionen \\(g(x)\\) besch\u00e4ftigt man sich haupts\u00e4chlich mit den Beziehungen zwischen den beiden Funktionen \\(M (r) = \\operatorname{Max}|g(x)|\\) f\u00fcr \\(|x|=r\\) und \\(n(r,z)=\\) Anzahl der \\(z\\)-Stellen in \\(|x|<r\\). Ist  \\[  \\begin{aligned} \\mu =& \\varlimsup\\dfrac{\\log\\log M(r)}{\\log r} \\;\\text{die ``Ordnung'' von} \\;\\log M (r) \\;\\text{und} \\\\ \\nu =& \\varlimsup\\dfrac{\\log n(r,z)}{\\log r} \\;\\text{diejenige von} \\;n(r,z), \\end{aligned}  \\]  so besagt der erste \\textit{Hadamard}sche Satz, da\u00df stets \\(\\nu\\leqq\\mu\\) ist. Hierdurch ist die Anzahlfunktion \\(n(r,z)\\) nach oben beschr\u00e4nkt. Nach unten bleiben offenbar alle M\u00f6glichkeiten offen, wenn man nur \\textit{einen} Wert \\(z\\) ins Auge fa\u00dft (vgl. \\(e^x\\) f\u00fcr \\(z=0\\)). Aber schon nicht mehr, wenn man zwei Werte \\(z\\) betrachtet; denn \\textit{Borel} hat den Picardschen Satz sehr wesentlich dahin verallgemeinert, da\u00df er bewies: Ist \\(\\mu\\) endlich, so ist f\u00fcr alle Werte von \\(z\\) mit h\u00f6chstens einer Ausnahme \\(\\nu=\\mu\\).  Will man diese (und verwandte) Betrachtungen auf meromorphe Funktionen \\(f(x)\\) erweitern, so entsteht als erste Schwierigkeit die, da\u00df \\(M(r)\\) sich nicht mehr als eine wachsende endliche Funktion von \\(r\\) definieren l\u00e4\u00dft. Der Begriff des Anwachsens scheint seinen Sinn zu verlieren. \\textit{Borel} vermeidet in seinen ``Le\u00e7ons sur les fonctions meromorphes'' diese Schwierigkeit dadurch, da\u00df er \\(f(x)\\) als Quotienten zweier ganzer Funktionen darstellt, im Nenner ein Weierstra\u00dfsches kanonisches Produkt w\u00e4hlend und als Ordnung von \\(f(x)\\) die gr\u00f6\u00dfere der Ordnungen von Z\u00e4hler und Nenner nehmend. Er hat dann den eben zitierten Satz dahin verallgemeinert, da\u00df er f\u00fcr meromorphe Funktionen von endlicher Ordnung bewies, da\u00df die Ordnung von \\(n(r,z)\\) f\u00fcr alle \\(z\\) mit h\u00f6chstens zwei Ausnahmen gleich der Ordnung von \\(f(x)\\) ist.  Da bei diesen Untersuchungen von einer willk\u00fcrlich gew\u00e4hlten Darstellungsform der meromorphen Funktion und nicht von ihren inneren Eigenschaften ausgegangen wird, so scheint es dem Verf. auf diesem von Borel eingeschlagenen Wege nicht m\u00f6glich zu sein, eine allgemeine Theorie der meromorphen Funktionen zu entwickeln.  Das ist aber das Ziel des Verf. in der vorliegenden Arbeit.  Daher mu\u00df zun\u00e4chst statt \\(\\log M(r)\\) eine andre Hilfsgr\u00f6\u00dfe eingef\u00fchrt werden. Zu dieser gelangt Verf. folgenderma\u00dfen: Als Ausgangspunkt w\u00e4hlt er die allgemeine Integralformel  \\[  \\begin{multlined} \\log f(x)=\\dfrac1{2\\pi}\\int_0^{2\\pi}\\log|f(re^{i\\vartheta})|\\cdot \\dfrac{re^{i\\vartheta}+x}{re^{i\\vartheta}-x}d\\vartheta\\sum_{|a_{\\mu}|<r}\\log\\dfrac{r^2-\\bar{a}_{\\mu}x}{r(x-a_{\\mu})} \\\\ +\\sum_{|b_{\\nu}|<r}\\log\\dfrac{r^2-\\bar{b}_{\\nu}x}{r(x-b_{\\nu})} +i\\cdot\\text{Const}, \\end{multlined}  \\]  bei der \\(f(x)\\) in \\(|x|\\leqq r\\) eindeutig und meromorph vorausgesetzt wird und \\(a_{\\mu}\\) ihre dortigen Nullstellen, \\(b_{\\nu}\\) ihre Pole durchl\u00e4uft. Diese Formel liefert, wenn man \\(x=\\varrho e^{i\\varphi}\\) setzt und beiderseits den reellen Teil nimmt, die Poissonsche Integralformel und f\u00fcr \\(x=0\\) die Jensensche Formel. Sie wird darum die Poisson-Jensensche Integralformel genannt. -- Weiter werden die folgenden Bezeichnungen eingef\u00fchrt:  \\[  \\displaylines{\\rlap{\\hskip\\parindent 1)} \\hfill m(r,z)=\\dfrac1{2\\pi}\\int_0^{2\\pi}\\operatornamewithlimits{log}^+\\left| \\dfrac{1}{f(re^{i\\vartheta})-z}\\right|d\\vartheta, \\hfill}  \\]  bei der \\(\\operatornamewithlimits{log}\\limits^+ t\\) die Zahl \\(\\log t\\) oder Null bedeutet, je nachdem \\(t>1\\) oder \\(0\\leqq t\\leqq 1\\) ist. F\u00fcr \\(z=\\infty\\) soll au\u00dferdem \\(\\dfrac 1{f-z}\\) durch \\(f\\) ersetzt werden.  \\[  \\displaylines{\\rlap{\\hskip\\parindent 2)} \\hfill N(r,z)=\\int_0^r\\dfrac{n(t,z)}{t}dt= \\sum\\limits_{r_{\\nu}<r}\\log\\dfrac r{r_{\\nu}(z)}, \\hfill}  \\]  wenn \\(r_{\\nu}(z)\\) die absoluten Betr\u00e4ge und \\(n(r,z)\\) die Anzahl der \\(z\\)-Stellen von \\(f(x)\\) in \\(|x|<r\\) bedeuten.  Dann lautet der erste Hauptsatz der Theorie: Zu jeder meromorphen Funktion \\(f(x)\\) geh\u00f6rt eine positive Funktion \\(T(r)\\) von folgenden Eigenschaften:  1. \\(T(r)\\) ist eine wachsende Funktion von \\(r\\) und eine konvexe Funktion von \\(\\log r\\).  2. Es ist f\u00fcr jedes endliche oder unendliche \\(z\\)  \\[  \\displaylines{\\rlap{\\hskip\\parindent(I)}\\hfill m(r, z) + N(r, z) = T (r)+ O(1). \\hfill}  \\]   Da \\(m(r,z)\\) sozusagen ein Ma\u00df f\u00fcr die St\u00e4rke der mittleren Konvergenz der Funktion gegen den Wert \\(z\\) f\u00fcr \\(r\\to\\infty\\) angibt, und da \\(N(r,z)\\) die Dichte der \\(z\\)-Stellen mi\u00dft, so kann man die Summe beider als die ``\\(z\\)-Komponente'' in der Variation von \\(f(x)\\) f\u00fcr \\(x\\to\\infty\\) bezeichnen. Sie charakterisiert die St\u00e4rke der Affinit\u00e4t, welche die Funktion \\(f(x)\\) zum Werte \\(z\\) besitzt.  Der erste Hauptsatz dr\u00fcckt dann aus, da\u00df s\u00e4mtliche \\(z\\)-Komponenten gleich stark sind.  Die Klassifikation der meromorphen Funktionen geschieht nun in nat\u00fcrlichster Weise durch Einf\u00fchrung der Ordnung  \\[  \\varlimsup_{r\\to\\infty}\\frac{\\log T(r)}{\\log r}.  \\]   Es gelten S\u00e4tze wie diese:  a) Wenn \\(T(r) = O(1)\\) ist, so reduziert sich \\(f(x)\\) auf eine Konstante.  b) Wenn \\(T(r) =O(\\log r)\\), so reduziert sich \\(f(x)\\) auf eine rationale Funktion.  c) Wenn \\(T(r)=O(r^{\\lambda})\\), \\(\\lambda\\) endlich, so ist  \\[  f(x)=x^{\\alpha}\\cdot e^{P_k(x)}\\cdot\\frac{\\varPi_1(x)}{\\varPi_2(x)},  \\]  wobei \\(\\alpha\\) eine ganze Zahl ist, \\(P_k(x)\\) ein Polynom eines Grades \\(\\leqq\\lambda\\), und \\(\\varPi_1\\) und \\(\\varPi_2\\) kanonische Produkte, deren Geschlechter \\(\\leqq\\lambda\\) sind.  Tiefer f\u00fchrt nun die Frage nach der St\u00e4rke der einzelnen Teilkomponenten \\(m\\) und \\(N\\) in (I), -- eine Frage, die zum Picardschen Ideenkreise geh\u00f6rt. Alle Erscheinungen in dieser Richtung werden beherrscht durch den zweiten Hauptsatz der Theorie: Sind \\(a\\), \\(b\\), \\(c\\) drei von einander verschiedene Zahlen (endlich oder \\(\\infty\\)), so ist stets  \\[  \\displaylines{\\rlap{\\hskip\\parindent(II)}\\hfill T(r)\\leqq N(r,a)+N(r,b)+N(r,c)-N_1(r)+S(r). \\hfill}  \\]  Dabei ist \\(N_1(r) =\\displaystyle\\int_0^r \\frac{n_1(t)}{t}dt\\), wenn \\(n_1(t)\\) die Anzahl der multiplen Stellen in \\(|x|<r\\) in der Weise abz\u00e4hlt, da\u00df eine \\(m\\)-fache Stelle \\((m-1)\\)-mal gez\u00e4hlt wird. Und \\(S(r)\\) ist ein Restglied, f\u00fcr das die Absch\u00e4tzung \\(O(\\log T (r))\\) gilt au\u00dfer m\u00f6glicherweise im Falle einer Funktion von unendlicher Ordnung f\u00fcr eine Wertmenge \\(r\\) von endlichem Gesamtma\u00df.  Dieser Satz, der u. a. den Picardschen Satz enth\u00e4lt, leitet unschwer zu einer ganzen Reihe von Ergebnissen \u00fcber das asymptotische Verhalten der einzelnen Komponenten \\(m\\) und \\(N\\) in (I).  Beide S\u00e4tze, auf ganze Funktionen angewendet, enthalten die wesentlichsten bis jetzt bekannten Resultate des Picardschen Fragenkreises, meist in erweiterter und versch\u00e4rfter Form.  Da sich diese S\u00e4tze auf die asymptotischen Eigenschaften von \\(f(x)\\) f\u00fcr \\(x\\to\\infty\\) beziehen, ist klar, da\u00df sie auch f\u00fcr das Verhalten von Funktionen in der N\u00e4he isolierter wesentlich singul\u00e4rer Stellen ausgesprochen werden k\u00f6nnen, in deren Umgebung die Funktion sonst eindeutig und meromorph ist.  Endlich -- dies f\u00fchrt der 4. Teil der Arbeit aus -- zeigt sich, da\u00df die Methoden in nur wenig modifizierter Form auch f\u00fcr die Untersuchung von Funktionen benutzt werden k\u00f6nnen, die in einem festen Kreise, etwa dem Einheitskreis, eindeutig und meromorph sind.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1455075$20EADCE1-1797-4796-9B4D-33AC1C51E0D3","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"280dc289920ff9010b1cce18cd389e0cf6834c7c","datavalue":{"value":"2591672","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1455075$7C7A0721-74C6-4B61-8DEC-0039B5931D3D","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"d243b3b9d8e612bcad1892f7acd57a4654c07f2c","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":767015,"id":"Q767015"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1455075$9EBAEB79-694C-4778-9ACB-9C1E5C7C7C41","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1455075$83B30117-F707-4A02-9AD6-A4FF4F2D84B2","rank":"normal"}],"P12":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P12","hash":"a8a724f13415d30a96bbc5e27a52a250cf83be92","datavalue":{"value":"Q56017887","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1455075$D4F4E038-77BB-4159-A39F-25E8BAFCB31B","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"abaf4208d364ae29392a7d255375cd6069174b98","datavalue":{"value":"https://doi.org/10.1007/bf02543858","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1455075$C2675AB5-D7BA-4E6D-A98C-71B7B83A100C","rank":"normal"}],"P388":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P388","hash":"ee0bb99d4daa1b748ea90f5ed1b36b7e8cb5cc66","datavalue":{"value":"W2059412282","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1455075$2FC4690E-FA05-43A8-A10E-FE0032648762","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Zur Theorie der meromorphen Funktionen.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Zur_Theorie_der_meromorphen_Funktionen."}}}}}