{"entities":{"Q1457665":{"pageid":1468405,"ns":120,"title":"Item:Q1457665","lastrevid":67778028,"modified":"2026-04-12T19:41:34Z","type":"item","id":"Q1457665","labels":{"en":{"language":"en","value":"Zur Theorie der fastperiodischen Funktionen. I. Eine Verallgemeinerung der Theorie der Fourierreihen."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2595718"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1457665$BA5A9888-0BB1-44EC-98D0-907AA02C5C4C","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"7a5e21a104fa1cca56f47c148afc8df26235225e","datavalue":{"value":{"text":"Zur Theorie der fastperiodischen Funktionen. I. 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F. d. M. 49, 189 (JFM 49.0189.*)-190, 1923) hat H. Bohr die ersten Mitteilungen \u00fcber einige der wesentlichsten Resultate seiner Untersuchungen \u00fcber fastperiodische Funktionen gemacht. In zwei gro\u00dfen, je \u00fcber 100 Seiten langen Abhandlungen, von denen die erste hier zu besprechen ist, entwickelt er ausf \u00fchrlich die von ihm geschaffene Theorie, die eine hochbedeutsame Verallgemeinerung der Theorie der Fourierreihen rein periodischer Funktionen darstellt, und zwar nach einer Richtung, in der sich u. a. wichtigste Anwendungen in der Theorie der Dirichletschen Reihen erschlie\u00dfen.  Eine (komplexe) Funktion \\(f(x)\\) der reellen Ver\u00e4nderlichen \\(x\\) soll eine \\textit{fast periodische Funktion} \\((fpF)\\) genannt werden, wenn sie f\u00fcr alle reellen \\(x\\) definiert und stetig ist und wenn sich jedem \\(\\varepsilon > 0\\) eine L\u00e4nge \\(l=l(\\varepsilon)\\) so zuordnen l\u00e4\u00dft, da\u00df\\ in jedem Intervall der L\u00e4nge \\(l\\) mindestens eine ``zu \\(\\varepsilon\\) geh\u00f6rige Verschiebungszahl'' \\(\\tau\\) existiert, so da\u00df\\ also f\u00fcr alle \\(x\\) stets \\(| f(x+\\tau)f(x)| <\\varepsilon\\) ist. Zu jedem \\(\\varepsilon\\) soll es also unendlich viele Verschiebungszahlen geben; deren Menge aber soll nicht beliebig gro\u00dfe L\u00fccken aufweisen. Dieser letztere, zun\u00e4chst vielleicht befremdliche Zusatz ist dabei sehr wesentlich, er erm\u00f6glicht erst die ganze Theorie. -- Die rein periodischen stetigen Funktionen \\((rpF)\\) sind nat\u00fcrlich in der Klasse der \\(fpF\\) enthalten.  Ein Hauptresultat der Untersuchungen besteht nun in dem Nachweis, da\u00df\\ die \\(fpF\\) gewi\u00df\\ in eine endliche oder abz\u00e4hlbare Anzahl von rein periodischen Schwingungen \\(a_n e^{i \\lambda nx}\\) aufgel\u00f6st werden k\u00f6nnen, bei denen die \\(\\lambda_n\\) ganz beliebige reelle Zahlen sind und das dabei in bezug auf rationale ganze Operationen die formalen Rechenregeln (samt dem Eindeutigkeitssatz) gelten.  Als Hauptsatz der Theorie der Fourierreihen der \\(rpF\\) kann man den folgenden Satz ansehen: ``Zu jeder rein periodischen (stetigen) Funktion \\(f(x)\\) mit der Periode \\(p=2\\pi/k\\) geh\u00f6rt eine bestimmte Reihe der Form \\(\\sum_{-\\infty}^{+\\infty} a_ne^{tnkx}\\), die Fourierreihe von \\(f(x)\\), welche ihrerseits die Funktion \\(f(x)\\) eindeutig bestimmt und welche im Mittel gegen \\(f(x)\\) konvergiert in dem Sinne, da\u00df\\ der Ausdruck  \\[  \\frac 1p \\int_0^p \\left| f(x)-\\sum_{-N}^N a_ne^{-nkx} \\right| ^2 dx  \\]  f\u00fcr \\(N \\to \\infty\\) gegen 0 konvergiert''. Das Hauptziel der vorliegenden ersten Abhandlung ist der Beweis des folgenden vollst\u00e4ndigen Analogons hierzu bei den \\(fpF\\):  ``Zu jeder \\(fpF\\) \\(f(x)\\) geh\u00f6rt eine eindeutig bestimmte Folge von reellen Zahlen \\(\\lambda_1,\\lambda_2,\\dots,\\lambda_n, \\dots\\) und eine Reihe der Form \\(\\sum a_n e^{i \\lambda nx}\\), die Fourierreihe der Funktion \\(f(x)\\). Diese Fourierreihe bestimmt ihrerseits die Funktion \\(f(x)\\) in eindeutiger Weise und konvergiert im Mittel gegen \\(f(x)\\) in dem Sinne, da\u00df\\ der Ausdruck  \\[  \\lim_{T=\\infty} \\frac 1T \\int_0^T \\left| f(x)-\\sum_1^N a_n e^{t \\lambda nx} \\right| ^2 dx  \\]  f\u00fcr \\(N \\to \\infty\\) gegen 0 konvergiert''.  Das erste Kapitel behandelt die allgemeine Theorie der \\(fpF\\).  \\S\\,1. Die Invarianz der Fastperiodizit\u00e4t gegen\u00fcber einfachen Rechenoperationen. Hier wird insbesondere der durchaus nicht triviale (Haupt-)Satz bewiesen, da\u00df\\ Summe und Produkt zweier \\(fp\\) wieder fast periodisch sind, und da\u00df\\ dasselbe mit der Grenzfunktion einer gleichm\u00e4\u00dfig konvergenten Folge von \\(fpF\\) der Fall ist. In \\S\\,2 (Mittelwertsatz) wird bewiesen, da\u00df\\ f\u00fcr jede \\(fpF\\) der oben schon benutzte Mittelwert  \\[  M \\{ f(x) \\} = \\lim_{T \\to \\infty} \\frac 1T \\int_0^T f(x) dx  \\]  existiert. Dieser Satz, zusammen mit dem \u00fcber das Produkt zweier \\(fpF\\), bildet den Schl\u00fcssel zu der Aufl\u00f6sung einer \\(fpF\\) in rein periodische Schwingungen im \\S\\,3: Zu jeder \\(fpF\\) gibt es eine h\u00f6chstens abz\u00e4hlbar unendliche Anzahl von reellen Zahlen \\(\\lambda\\), f\u00fcr welche der Mittelwert \\(M \\{ f(x) e^{-i \\lambda x} \\}\\) von 0 verschieden ist. Werden diese \\(\\lambda\\)Werte in irgend einer Reihenfolge mit \\(\\Lambda_1,\\Lambda_2,\\dots,\\Lambda_n,\\dots\\) bezeichnet, die zugeh\u00f6rigen Mittelwerte mit \\(A_1, A_2, \\dots, A_n, \\dots\\), so soll  \\[  f(x) \\sim \\sum A_n e^{i \\Lambda_nz}  \\]  geschrieben und diese letztere Reihe als die zu \\(f(x)\\) geh\u00f6rige Fourierreihe bezeichnet werden.  Ohne Schwierigkeit ergibt sich f\u00fcr die Koeffizienten \\(A_n\\), da\u00df\\ die Quadratsumme ihrer Betr\u00e4ge \\(\\sum | A_n| ^2\\) konvergiert und \\(\\leqq M \\{ | f(x)| ^2 \\}\\) ist. Dagegen liegt es sehr tief und bildet den Fundamentalsatz der ganzen Theorie, da\u00df\\ auch hier der zum Parsevalschen Theorem analoge Satz gilt, da\u00df\\ bei der letzten Beziehung stets das Gleichheitszeichen gilt. (In etwas anderer Form besagt dies: Die Abschnitte der Fourierreihe konvergieren im Mittel gegen \\(f(x)\\); s. o.).  Bevor dieser Satz im 2. Kapitel bewiesen wird, bringen die \\S\\,4 und 5 einige einfache Folgerungen aus diesem Fundamentalsatz. \\S\\, 4 beweist den Eindeutigkeitssatz (Eine \\(fpF\\) ist durch ihre Fourierreihe eindeutig bestimmt) und \\S\\,5 bringt einige S\u00e4tze \u00fcber das formale Rechnen mit den Fourierreihen der \\(fpF\\).  Das zweite Kapitel liefert den recht schwierigen, aber \u00e4u\u00dferst interessanten Beweis des Fundamentalsatzes.  Im dritten Kapitel endlich wird ein besonders \u00fcberraschender und sch\u00f6ner Konvergenzsatz bewiesen. W\u00e4hrend die gew\u00f6hnlichen Fourierreihen der \\(fpF\\) ``im allgemeinen'' nicht zu konvergieren brauchen, sind hier die Fourierreihen der \\(fpF\\) ``im allgemeinen'' absolut konvergent. Genauer: Wenn zwischen den Fourierexponenten \\(\\Lambda_n\\) von \\(f(x)\\) keine homogene lineare Relation mit ganzzahligen Koeffizienten besteht, ist nicht nur \\(\\sum| A_n| ^2\\), sondern sogar \\(\\sum| A_n| \\) konvergent, d. h. die Fourierreihe von \\(f(x)\\) ist f\u00fcr alle \\(x\\) absolut und gleichm\u00e4\u00dfig konvergent!  Der Reiz der ganzen Abhandlung, die in vollendetem Wurf eine neue sch\u00f6ne Theorie aufbaut, wird noch dadurch erh\u00f6ht, da\u00df\\ bei den wichtigsten S\u00e4tzen, insbesondere dem Fundamentalsatz, die verschiedenen Beweism\u00f6glichkeiten gr\u00fcndlich erwogen werden, und ferner da\u00df\\ in einem Anhang mannigfache M\u00f6glichkeiten diskutiert werden, in anderer als der beschriebenen Weise vorzugehen und eine Verallgemeinerung der klassischen Theorie der Fourierreihen \\(rpF\\) zu versuchen. Es zeigt sich u. a., da\u00df\\ man bei einer sich zun\u00e4chst etwa aufdr\u00e4ngenden M\u00f6glichkeit nicht zum Ziele kommen kann, da bei ihr die Summe zweier Funktionen der Klasse nicht wieder zur Klasse zu geh\u00f6ren braucht.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1457665$2B47C75F-2C5E-4673-90FB-CA52132E71C1","rank":"normal"}],"P226":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P226","hash":"c3a0cffdbdea5f7c87c3c84ac020691cc45a8c4f","datavalue":{"value":"42A75","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1457665$5B8AD302-5696-43C0-B4A9-C989961C08CB","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"601a72194cdf3ef590a912712e6f0035a2b42473","datavalue":{"value":"2595718","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1457665$75FD1BC8-C1DC-46CB-8037-FC3B48D2090C","rank":"normal"}],"P12":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P12","hash":"b4c4be1b15517327b2c108d4e095032fb27d69a6","datavalue":{"value":"Q56060226","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1457665$EE0A959D-FAEB-4ABA-AF7C-9150187C015A","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1457665$41CCEF76-E33A-4C3D-B006-5DBF2B71F7C8","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"6aa38995ee7436ccc2201a2b3e801466e00fb7f5","datavalue":{"value":"https://doi.org/10.1007/bf02395468","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1457665$BF27813D-FE3E-4578-A547-32656845F3B8","rank":"normal"}],"P388":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P388","hash":"0426b3f26772de618048f2b2d620849a44881647","datavalue":{"value":"W2313615708","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1457665$D4297DFB-45F8-467D-B394-2E6B0634878E","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"86293ded2e21cc4aacee81226e7b848dfaf46dc6","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6481558,"id":"Q6481558"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1457665$E2943817-3946-4933-8362-54E88954FCF0","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Zur Theorie der fastperiodischen Funktionen. 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