{"entities":{"Q1462829":{"pageid":1473569,"ns":120,"title":"Item:Q1462829","lastrevid":70457238,"modified":"2026-04-13T14:50:19Z","type":"item","id":"Q1462829","labels":{"en":{"language":"en","value":"Introduction to mathematical philosophy. 1. Auflage 1919, 2. Auflage 1920."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2605495"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1462829$FF15AA18-6A0B-4B98-A6C1-9F2B263D558E","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"77370ed1d8e2bf83ecce87a94851d666411fc9c1","datavalue":{"value":{"text":"Introduction to mathematical philosophy. 1. Auflage 1919, 2. 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Das Buch ist bei Gelegenheit einer Gef\u00e4ngnisstrafe geschrieben, die der Autor 1918 wegen antimilitaristischer Propaganda erhalten hatte. Bei der au\u00dferordentlichen F\u00fclle und Konzentration des Stoffes vermag der Referent nur einen ganz ungen\u00fcgenden und unanschaulichen Ausschnitt wiederzugeben. Aufgabe der mathematischen Philosophie ist es, die allgemeinsten Ideen und Prinzipien aufzufinden, die unserm heutigen Ausgangspunkt der Mathematik zugrunde liegen. Zun\u00e4chst wird Peano's Ableitung der nat\u00fcrlichen Zahlen aus drei Grundideen und f\u00fcnf Grunds\u00e4tzen dargestellt und gezeigt, warum sie, weil sie zuviel darstellt, unbefriedigend ist. Dann wird die Zahl mengentheoretisch mit Hilfe des Begriffes der Zuordnung (der dem Z\u00e4hlen vorausgeht) definiert und die Begriffe \u00c4hnlichkeitbereich, Beziehung samt diversen Eigenschaften (Reflexivit\u00e4t, Symmetrie, Transitivit\u00e4t) und die Nachkommenschaft eingef\u00fchrt. Dadurch kommt man zu der Definition: Die nat\u00fcrlichen Zahlen sind die Nachkommenschaft der Null hinsichtlich der Beziehung des unmittelbaren Vorangehens. Ganz eingehend wird nat\u00fcrlich der tief liegende Grundsatz der mathematischen Induktion behandelt und gezeigt, wie dieser Vorgang der Definition der ganzen Zahlen zugrunde liegt. Dar\u00fcber hinaus wird eine Erweiterung dieses Begriffs, der Begriff der ``Erblichkeit'' eingef\u00fchrt. Wesentlich ist, da\u00df\\ beide Schlu\u00dfmethoden nur f\u00fcr endliche Zahlen gelten. Zu jeder Menge geh\u00f6rt immer eine Anzahl von Ordnungsm\u00f6glichkeiten. Doch liegt die Ordnung nicht in der Menge selbst, sondern in den Arten der Beziehungen der Elemente. Damit eine Beziehung eine Ordnung erzeuge, mu\u00df\\ Asymetrie, Transitivit\u00e4t und Zusammenhang vorhanden sein. Dies f\u00fchrt zur Einf\u00fchrung der Begriffe der Aliorelativit\u00e4t, des Quadrats einer Beziehung, des Begriffs ``zwischen'', der in der Geometrie eine gro\u00dfe Rolle spielt, der Ein-Eindeutigkeit, der Ein- Mehrdeutigkeit und der Mehr-Eindeutigkeit. Alle mathematischen Funktionen entstehen aus ein-mehrdeutigen Beziehungen.  Eine gro\u00dfe Rolle spielt die \u00c4hnlichkeit von Reihen und Beziehungen. Sie f\u00fchrt auf den Begriff der ``Beziehungszahl''. Dies ist ein der gew\u00f6hnlichen Ordinalzahl \u00fcbergeordneter Begriff F\u00fcr diese Reihenzahl gilt eine besondere Arithmetik, f\u00fcr welche das assoziative und eine Form des distributiven, nicht aber das kommutative Gesetz gilt.  Bei den rationalen, reellen und komplexen Zahlen legt der Autor gro\u00dfen Wert darauf, da\u00df\\ die Auffassung, wonach jede Erweiterung der Zahlbegriffe die fr\u00fcheren Zahlen als Spezialf\u00e4lle enthalten m\u00fcsse, irrig sei und die Aufstellung korrekter Definitionen in diesem Gebiet verz\u00f6gert habe. Man m\u00fcsse diese Zahlen vielmehr neu konstruieren und nicht etwa postulieren Der Unterschied ist nach ihm etwa der von ehrlicher Arbeit und Diebstahl. Entsprechend werden die Br\u00fcche als Beziehungen, die reellen Zahlen als Schnitte, die komplexen Zahlen als geordnete Paare von reellen Zahlen definiert.  Als unendliche Kardinalzahlen werden Zahlen definiert, die dem Induktionsgesetz nicht gen\u00fcgen. Doch ist nicht bewiesen, da\u00df\\ die zu ihnen geh\u00f6rigen Mengen reflexiv sein m\u00fcssen, also echte Teilmengen besitzen, die der Menge selbst \u00e4quivalent sind. Dann werden die Grundlagen der Mengentheorie, die Arithmetik der unendlichen Kardinal- und Ordinalzahlen dargestellt. Beim Grenzwert wird gezeigt, da\u00df\\ er kein quantitativer, sondern ein ordinaler Begriff ist. Zwischen dem Cantorschen und Dedekindschen Begriff der Stetigkeit ist zu unterscheiden. Dabei treten die Begriffe dicht, in sich dicht, abgeschlossen und perfekt auf. Der limes wird zuerst f\u00fcr Beziehungen, dann f\u00fcr Funktionen eingef\u00fchrt. Im allgemeinen hat eine Funktion 4 Grenzwerte. Nur wenn alle 4 zusammenfallen, kann man von \\textit{einem} Grenzwert sprechen. Besonders wichtig in Anbetracht der heutigen Grundlagenkrise der Mathematik sind die Kapitel gegen Ende des Buches, welche das Auswahlprinzip, das multiplikative Axiom, das Unendlichkeitsaxiom und, wenn auch nur gelegentlich, die logischen Typen behandeln. Ohne das Unendlichkeitsaxiom kann man Addition, Multiplikation und Potenzieren von endlichen Zahlen und die Br\u00fcche auf stellen Sobald man jedoch alle induktiven Kardinalzahlen oder alle Br\u00fcche behandeln will, tritt die Notwendigkeit dieses Axioms auf. Eine Reihe von verungl\u00fcckten Versuchen, dieses Axiom zu beweisen, wird gezeigt. Besonders anschaulich wird Dedekind's Existenzbeweis f\u00fcr unendliche Mengen widerlegt.   Grundlegend f\u00fcr das ganze Buch ist die Art, wie Russell zeigt, da\u00df\\ Mathematik und Logik untrennbar verbunden sind, da\u00df\\ man nicht einmal sagen kann, wo die eine aufh\u00f6rt, die andere beginnt.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1462829$889984A1-691D-4B4D-BE8B-E6953738C36F","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"91b2aff743c232b9a077ac6847270c95d963c843","datavalue":{"value":"2605495","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1462829$CDF5F972-D40D-4FDC-9FD5-878B2429716A","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"f0c8be9a1b2b3f8c8c0864c45e71217c78cfa2e3","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1519862,"id":"Q1519862"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1462829$C8ECA10D-CEC7-4497-9D5C-2D6910754A1F","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1462829$39BA9CF5-3ABA-4C2F-AB4D-7562873DDBE6","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Introduction to mathematical philosophy. 1. 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