{"entities":{"Q1470463":{"pageid":1481203,"ns":120,"title":"Item:Q1470463","lastrevid":71897091,"modified":"2026-04-14T01:15:42Z","type":"item","id":"Q1470463","labels":{"en":{"language":"en","value":"Vorlesungen \u00fcber Zahlen- und Funktionenlehre. 1. Band, 2. Abteilung: Unendliche Reihen mit reellen Gliedern."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2610610"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1470463$A46B5F63-339E-4B40-BF05-3CBAFB1A429F","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"35b628a6ea64110bd074e24bdb5ef61a3daef10d","datavalue":{"value":{"text":"Vorlesungen \u00fcber Zahlen- und Funktionenlehre. 1. Band, 2. 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Was dem Verf. bei seinen Vorlesungen selbst, wie auch bei deren Ver\u00f6ffentlichung in wesentlich erweiterter und vervollst\u00e4ndiger Form vorschwebte, das sagt er im Vorwort. ``Es geschah dies in der Absicht, den Studierenden der Mathematik, insbesondere schon denjenigen der ersten Semester eine auf ausschlie\u00dflicher Ben\u00fctzung elementarer Methoden beruhende, streng und einheitlich aufgebaute und zugleich nach M\u00f6glichkeit ausgebaute Darstellung der Hauptlehren der Funktionentheorie und ihrer arithmetischen Grundlagen zu bieten. Eine ausf\u00fchrliche Behandlung dieser Grundlagen bildet den Inhalt des ersten Bandes. Derselbe enth\u00e4lt au\u00dfer der Lehre von den rationalen Zahlen im wesentlichen eine systematische Bearbeitung desjenigen Stoffgebietes, \u00fcber welches in meinen Enzyklop\u00e4dieartikeln ``Irrationalzahlen und Konvergenz unendlicher Prozesse'' und ``Unendliche Prozesse mit komplexen Termen'' berichtet wurde (mit Ausschlu\u00df\\ der Lehre von den unendlichen Determinanten). Der zweite Band gibt dann eine Einf\u00fchrung in die Theorie der eindeutigen analytischen Funktionen einer komplexen Ver\u00e4nderlichen und der einfachsten mehrdeutigen Umkehrungsfunktionen auf Grund der \\textit{Weierstra\u00df}schen Methoden und deren weiterer Ausbildung, namentlich in bezug auf die Theorie der ganzen transzendenten Funktionen und der analytischen Fortsetzung.   Bei der Abfassung des Buches habe ich \\(\\dots\\) in erster Linie an solche Leser gedacht, welche noch im Anfange ihrer mathematischen Studien stehen. Irgendwelche mathematischen Vorkenntnisse sind zum Verst\u00e4ndnis des ersten Bandes \u00fcberhaupt nicht erforderlich''.   ``Und als leitenden Grundgedanken, der mir in gleicher Weise bei der Abfassung des arithmetischen, wie des funktionentheoretischen Teils vorschwebte, m\u00f6chte ich die Durchf\u00fchrung der Absicht bezeichnen, die \\textit{elementaren Methoden} nach M\u00f6glichkeit \\textit{auszun\u00fctzen} bzw. weit genug \\textit{auszubilden}, um den Leser mit den modernen Versch\u00e4rfungen und Vertiefungen der Begriffe und Fragestellungen vertraut machen zu k\u00f6nnen und ihn so nahe, wie es die Einfachheit der aufgewedeten Hilfsmittel irgend gestattet, an die Grenzen unserer heutigen Erkenntnis heranzuf\u00fchren''.   Jede der drei Abteilungen des ersten Bandes umfa\u00dft ein abgeschlossenes Stoffgebiet, unbeschadet des zwischen ihnen bestehenden Zusammenhanges. Die erste Abteilung zerf\u00e4llt in sechs einzelne Kapitel. Das erste (S. 4-91) behandelt die rationalen Zahlen. Bez\u00fcglich der zweckm\u00e4\u00dfigsten Einf\u00fchrungsart des Zahlbegriffes sagt der Verf. im Vorwort: ``Ich habe mich von jeher der zuerst wohl von \\textit{Heine} scharf ausgesprochen, insbesondere auch von \\textit{Helmholtz} mit Nachdruck vertretenen Auffassung angeschlossen, die unter \\textit{Zahlen} lediglich ein geordnetes, bestimmten Verkn\u00fcpfungsregeln gen\u00fcgendes \\textit{System} von \\textit{Zeichen} verstanden wissen will und somit eine vollst\u00e4ndige Trennung der reinen \\textit{Zahlenlehre} von der \\textit{Gr\u00f6\u00dfenlehre} anstrebt. In der vorliegenden Darstellung gehe ich insofern noch einen Schritt weiter, als ich den Begriff der \\textit{nat\u00fcrlichen} Zahl zun\u00e4chst an ein ganz spezielles Zeichensystem, n\u00e4mlich an dasjenige unserer dekadischen Ziffernschrift kn\u00fcpfe. Indem ich dieses Zeichensystem in bestimmter Anordnung auf Grund genau beschriebener rein kombinatorischen Regeln gewisserma\u00dfen vor den Augen des Lesers entstehen lasse, gewinne ich eine ``kanonische Form'' f\u00fcr die unbegrenzt fortsetzbare, geordnete Folge der nat\u00fcrlichen Zahlen, so da\u00df\\ die \\textit{Existenz} dieser letzteren damit f\u00fcr mich au\u00dfer Frage steht''. ``F\u00fcr die in diesem Zusammenhange lediglich als \\textit{Ordinalzahlen} auftretenden nat\u00fcrlichen Zahlen wird die \\textit{Addition} nach dem Vorgange von \\textit{H. Gra\u00dfmann} rekursorisch definiert, sodann das assoziative und kommutative Verhalten einer Summe von der Form \\(a+b+c\\) in bekannter Weise durch vollst\u00e4ndige Induktion abgeleitet. Um das Vorhandensein jener Eigenschaften auf ``beliebige'' Summen \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen, erweist sich der Begriff der \\textit{Anzahl} als unentbehrlich, und es wird daher zun\u00e4chst gezeigt, wie die bisher geschaffenen \\textit{Ordinalzahlen} als \\textit{Anzahlbezeichnungen}, als \\textit{Kardinalzahlen angewendet} werden k\u00f6nnen''.   Es folgt die Multiplikation, Division, Einf\u00fchrung der Br\u00fcche, der Null und der negativen Zahlen. F\u00fcr die Feststellung, wie die neuen Zahlen zu ordnen sind und wie mit diesen zu rechnen ist, bedient sich der Verf. des nach \\textit{Hankel} so bezeichneten Prinzips der ``Permanenz'' formaler Gesetze in einer von ihm selbst herr\u00fchrenden, verbesserten Form, die diesem Prinzip den Charakter einer gewissen logischen Notwendigkeit verleiht.   Das zweite Kapitel (S. 91-124) besch\u00e4ftigt sich mit begrenzten und unbegrenzten Systembr\u00fcchen als Vorbereitung f\u00fcr die im n\u00e4chsten Kapitel durchgef\u00fchrte Einf\u00fchrung der irrationalen Zahlen, die im wesentlichen nach der \\textit{M\u00e9ray - Cantor}schen Methode erfolgt. Indem periodische Systembr\u00fcche bzw. ``rationalkonvergente Zahlenfolgen'' sich als \u00c4quivalente, als neue Zahlzeichen f\u00fcr die rationalen Zahlen erweisen, liegt es nahe, beliebige unbegrenzt fortsetzbare Systembr\u00fcche bzw. beliebige konvergente Zahlenfolgen (\\textit{Cantor}sche ``Fundamentalreihen'') als Zeichen f\u00fcr beliebige reelle insb. irrationale Zahlen einzuf\u00fchren. Das dritte Kapitel (S. 125-172) bringt die vier Hauptrechenoperationen mit reellen Zahlen, den Begriff der Abz\u00e4hlbarkeit und Nichtabz\u00e4hlbarkeit nebst Anwendung auf die algebraischen und transzendenten Zahlen, konvergente Zahlenfolgen mit beliebigen reellen Gliedern, u. a. das fundamentale \\textit{Cauchy}sche Konvergenzkriterium. Das folgende vierte Kapitel (S. 172 bis 208) ist den Potenzen mit beliebigen Exponenten und den Logarithmen gewidmet. Unter anderem finden sich hier Formeln zur Absch\u00e4tzung von \\(e^\\alpha\\) und \\(\\log \\alpha\\) sowie die Theorie der \\textit{Euler}schen Konstanten. Das f\u00fcnfte Kapitel (S. 209-247) bringt Erweiterungen des Grenzwertbegriffes: Obere und untere Grenze einer beliebigen Zahlenfolge, Unbestimmtheitsgrenzen, H\u00e4ufungspunkte, Grenzwerte in unbestimmter Form erscheinender Ausdr\u00fccke (die Bezeichnungen des Verfassers selbst sind hier teilweise anders), Null- und Unendlichkeitstypen. Das sechste, letzte Kapitel (S. 247-292) besch\u00e4ftigt sich mit zweifach unendlichen Zahlenfolgen und den dabei zum Vorschein kommenden Grenzwertm\u00f6glichkeiten.   Die zweite, den unendlichen Reihen mit reellen Gliedern gewidmete Abteilung zerf\u00e4llt in vier einzelne Kapitel. Das erste Kapitel (S. 293-310) bringt die allgemeinen Grundlagen: Konvergenz und Divergenz unendlicher Reihen, Anwendungen des \\textit{Cauchy}schen Grenzwertsatzes: \\(\\lim_{n\\to\\infty}\\frac{a_n}{n}=\\lim_{n\\to\\infty}(a_n-a_{n-1})\\), sobald \\(\\lim_{n\\to\\infty}(a_n-a_{n-1})\\) im weiteren Sinne existiert, und seiner Verallgemeinerungen, Das besonders umfangreiche zweite Kapitel (S. 310-400) ist der speziellen Theorie der Reihen mit lauter positiven Gliedern gewidmet. Wir finden hier eingehende Betrachtungen \u00fcber die Kriterien erster und zweiter Art, ihre Tragweite und ihre gegenseitige Beziehungen, die Unm\u00f6glichkeit eines absolut wirksamen Kriteriums, ``Grenzgebiete und Schranken'' der Divergenz und Konvergenz f\u00fcr Reihen mit monoton abnehmenden Gliedern und vieles andere. Das dritte Kapitel (S. 401-449) handelt von den Reihen mit positiven und negativen Gliedern: absolute Konvergenz, unbedingte Konvergenz, Zusammenfallen dieser beiden Arten der Konvergenz, Kriterien f\u00fcr ``effektive'' d. h. ev. auch nicht unbedingte Konvergenz, \\textit{Abel}sche Transformation, genauere Untersuchung der Wertver\u00e4nderungen bedingt konvergenter Reihen bei Umstellung ihrer Glieder, numerische Berechnung und Transformation unendlicher Reihen, insbesondere die \\textit{Euler}sche und die \\textit{Kummer}sche Transformation und anderes mehr. Das letzte, vierte Kapitel (S. 449-514) besch\u00e4ftigt sich, als Gegenst\u00fcck zu dem Schlu\u00dfkapitel der ersten Abteilung, mit unendlichen Doppelreihen mit reellen Gliedern: Doppelreihen und ``iterierte Reihen'', Beziehungen zwischen einer Doppelreihe, der aus Zeilen- bzw. Kolonnenreihen gebildeten iterierten Reihe, der aus den Zeilen- bzw. Kollonenreihen gebildeten iterierten Reihe und der aus den Diagonalsummen gebildeten einfachen Reihe. Absolute und unbedingte Konvergenz. Zusammenfallen von absoluter und unbedingter Konvergenz. Anwendung der Lehre von den Doppelreihen auf die Multiplikation einfach - unendlicher Reihen. Konvergenz- und Divergenzkriterien f\u00fcr Doppelreihen mit nicht-negativen Gliedern und anderes mehr. 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