{"entities":{"Q1473740":{"pageid":1484480,"ns":120,"title":"Item:Q1473740","lastrevid":73951653,"modified":"2026-04-14T17:50:37Z","type":"item","id":"Q1473740","labels":{"en":{"language":"en","value":"Die realistische Weltansicht und die Lehre vom Raume."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2617087"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1473740$0DB34D49-45E5-4767-8C41-675224F06ABC","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"1ed47575461dd1400273399283ea655634ae2d80","datavalue":{"value":{"text":"Die realistische Weltansicht und die Lehre vom Raume.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1473740$CEC129CB-6D78-4B50-9C9A-75A1AC305049","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"cdc0f91b3e29a98ed5bbd35174b72bcf286fe113","datavalue":{"value":"45.0721.01","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1473740$1A25F62A-AA95-4630-B55A-38268AB3078E","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"5e3ee3d3513999ffe70191a68d265c44ab646e3e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1436984,"id":"Q1436984"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1473740$CDC92646-6A68-48D2-91DA-98594E4A7817","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"c661f94b7a6049426563a76ea6b0741856f8c24c","datavalue":{"value":{"time":"+1914-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1473740$92C819AE-6D2F-47C2-BD2C-697F0890A412","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"956177bd83e230a7f469662a807460cd3de71bd3","datavalue":{"value":"Die Frage nach der Natur unseres Raumes hat durch die Untersuchungen von \\textit{Gau\u00df}, \\textit{Riemann} und \\textit{Helmholtz} eine Beantwortung erfahren, gegen die von philosophischer Seite mancherlei Einw\u00e4nde erhoben werden, welche vielfach auf Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen und unklarer Auffassung beruhen. Der Verf. will diese aufkl\u00e4ren und vor allem ``das Gewicht der Mathematik in diesem Widerstreit der Geister zur vollen Geltung bringen''. Zu diesem Behufe entwickelt er zun\u00e4chst das realistische Weltbild: Der Raum hat eine vom erkennenden Subjekt unabh\u00e4ngige Struktur. Wir gelangen zu seinem Begriff durch Abstraktion, wir k\u00f6nnen ihn uns zwar nicht vorstellen, halten ihn aber f\u00fcr ebenso real wie die K\u00f6rper und Naturvorg\u00e4nge selbst. Die realistische Weltanschauung ist zwar eine Hypothese, aber eine solche, die jeder einzelne, wenigstens in seinem praktischen Verhalten, annimmt; sie erkennt eine grunds\u00e4tzliche Verschiedenheit zwischen wissenschaftlichem Denken und dem gemeinen Leben nicht an. Dinge wie Hypothesen sind f\u00fcr sie unvermeidliche Br\u00fccken zwischen den Erscheinungen. Auf allen Gebieten des Geisteslebens, die es nicht nur mit Gedanken und Gef\u00fchlen, sondern mit der Erscheinungswelt zu tun haben, wird die realistische Denkweise wie etwas Selbstverst\u00e4ndliches von allen erwartet und anerkannt. Diese seine Grundanschauung vertritt nun der Verf. gegen\u00fcber den herrschenden philosophischen Systemen, dem Idealismus, Positivismus und Pragmatismus, deren Schw\u00e4chen mit allen Hilfsmitteln seines gl\u00e4nzenden Stils aufzudecken er sich bem\u00fcht.  Erst im dritten Kapitel geht er zu seinem eigentlichen Thema \u00fcber, einer Teilhypothese der gro\u00df\\ en Hypothese des Realismus: der Existenz des empirischen Raumes. Er geht von der Annahme aus, das es ein System abstrakter Begriffe und Lehrs\u00e4tze gibt, deren Gegenst\u00e4nden physische Realit\u00e4t innewohnt, von der Art, da\u00df\\ die Eigenschaften unseres Raumes gerade in einem solchen System zum Ausdruck kommen. Dieses Gedankenbild des empirischen Raumes nennt er nat\u00fcrliche Geometrie. Hypothesenbildung und Erfahrung leisten zur Bildung eines solchen Systems dasselbe wie bei andern Problemen der Naturwissenschaft. Wie man zu einem solchen System kommen kann, daf\u00fcr gibt der Verf. die Ans\u00e4tze. Jedenfalls zeigt das Erfahrungsmaterial, da\u00df\\ nur die euklidische und die nicht- euklidischen Geometrien ernsthaft in Frage kommen w\u00e4hrend eine endg\u00fcltige Entscheidung zwischen diesen M\u00f6glichkeiten bislang noch nicht m\u00f6glich ist. Indessen gen\u00fcgt allen bisherigen Tatsachen gegen\u00fcber das euklidische System. Der Axiomatik, deren Betrachtung der Schlu\u00df\\ des Werkes gewidmet ist, kann Verf. keine erkenntnistheoretische Bedeutung beilegen. Gerade seine Entwicklungen sollen zeigen, da\u00df\\ ein notwendiger Zusammenhang zwischen Raumproblem und Axiomatik nicht besteht. Letztere ist nicht, was sie sein will, eine logische Analyse unserer r\u00e4umlichen Anschauung (\\textit{Hilbert}); in Wirklichkeit wird keine Raumanschauung, sondern ein fertig vorgefundenes System abstrakter Lehrs\u00e4tze analysiert. Eine von der Analysis wirklich unabh\u00e4ngige Geometrie gibt es nicht; vielmehr werden aus gewissen, zun\u00e4chst versuchsweise hingestellten Annahmen die Folgerungen soweit entwickelt, bis man erkennt, da\u00df\\ das System mit einer aus der Analysis schon bekannten begrifflichen Struktur zusammenf\u00e4llt. Statt dessen h\u00e4lt es der Verf. f\u00fcr zweckm\u00e4\u00dfiger, gleich von vornherein die Analysis, die man doch nicht entbehren kann, in die Grundlagen aufzunehmen. Das ebenso temperamentvoll und witzig wie inhaltsreiche Buch des geistvollen Verf. wird jedem Mathematiker genu\u00dfreiche Stunden und mancherlei Belehrung bieten.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1473740$4812497E-87AF-4407-98D0-5105E6738AD9","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"262fcb1b539f74ecde3af83d117166d1108e252f","datavalue":{"value":"2617087","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1473740$E89E38B9-A697-4688-9B40-24FE12D6EAD6","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1473740$45DEA036-E406-44C8-92D9-BE9A8AD4B092","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Die realistische Weltansicht und die Lehre vom Raume.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Die_realistische_Weltansicht_und_die_Lehre_vom_Raume."}}}}}