{"entities":{"Q1480260":{"pageid":1491000,"ns":120,"title":"Item:Q1480260","lastrevid":43142391,"modified":"2025-07-21T20:20:44Z","type":"item","id":"Q1480260","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber den Begriff der Klasse von Differentialgleichungen."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2625642"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1480260$0A476C00-A09C-48AD-BB75-59D1FED7988B","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"bb7fe940422c83df3df54024d1a5a3d4cb3a35f4","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber den Begriff der Klasse von Differentialgleichungen.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1480260$E9AD104F-094E-4FD3-A863-755A6EF26149","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"137073a0a99a1e59c6624c104d2c26f3f2b16e81","datavalue":{"value":"43.0378.01","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1480260$98307698-256A-4AE2-BC45-AF653B61FDB8","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"9ff8526e150cae5b9d5d3882cbb7dfa53ddb39e5","datavalue":{"value":"10.1007/BF01456663","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1480260$E1C0BAC7-A1AD-40C5-8A6E-7DDA6A605FE6","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"7016073dc3661ad2b8fcf740b72e135f31d59f23","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":166142,"id":"Q166142"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1480260$B24CDDA6-AC05-418B-B23C-82497D8C2309","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"e928c93a6d9b179b2587975068d2782884441b08","datavalue":{"value":{"time":"+1912-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1480260$9F1BC0A4-F860-47A3-90EC-D11C7213F4CA","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"1c22f4b8e47db00c5fbaff94cdb27de8b99be54b","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/158595","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1480260$9FA33FDE-FBDE-4E53-AE95-50A70D2E62D7","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"7d226f48e18620f0e7375c618c560954d26a5a02","datavalue":{"value":"Die Grundlage der Untersuchung bildet eine Differentialgleichung f\u00fcr zwei Funktionen \\(y\\) und \\(z\\) der einen Variable \\(x\\):  \\[  F\\left(\\frac{d^ny}{dx^n},\\dots,\\frac{dy}{dx},y,\\frac{d^mz}{dx^m},\\dots, \\frac{dz}{dx},z;x\\right)=0, \\leqno(1)  \\]  die nicht etwa dadurch gewonnen wird, da\u00df man eine Differentialgleichung derselben Gestalt von niederer Ordnung ein- oder mehrmals differenziert und die entstehenden Differentialgleichungen linear kombiniert. Verf. setzt nun  \\[  \\left\\{ \\begin{aligned} \\xi&=\\varphi\\left(x;y,\\frac{dy}{dx},\\frac{d^2y}{dx^2},\\dots,z,\\frac{dz}{dx}, \\frac{d^2z}{dx^2},\\dots\\right),\\\\ \\eta&=\\psi\\left(x;y,\\frac{dy}{dx},\\frac{d^2y}{dx^2},\\dots,z,\\frac{dz}{dx}, \\frac{d^2z}{dx^2},\\dots\\right),\\\\ \\zeta&=\\chi\\left(x;y,\\frac{dy}{dx},\\frac{d^2y}{dx^2},\\dots,z,\\frac{dz}{dx}, \\frac{d^2z}{dx^2},\\dots\\right),\\\\ \\end{aligned} \\right. \\leqno(2)  \\]  wo rechts als Argumente die Variable \\(x\\) und die Funktionen \\(y\\), \\(z\\) sowie ihre Ableitungen bis zu gewissen Ordnungen hin auftreten, und dr\u00fcckt  \\[  \\frac{d\\eta}{d\\xi}=\\frac{\\dfrac{d\\psi}{dx}}{\\dfrac{d\\varphi}{dx}}, \\frac{d^2\\eta}{d\\xi^2}=\\frac{\\dfrac{d\\varphi}{dx}\\dfrac{d^2\\psi}{dx^2} -\\dfrac{d\\psi}{dx}\\dfrac{d^2\\varphi}{dx^2}}{\\left(\\dfrac{d\\varphi}{dx}\\right)^3}, \\dots, \\frac{d\\zeta}{d\\xi}=\\frac{\\dfrac{d\\chi}{dx}}{\\dfrac{d\\varphi}{dx}}, \\frac{d^2\\zeta}{d\\xi^2}=\\frac{\\dfrac{d\\varphi}{dx}\\dfrac{d^2\\chi}{dx^2} -\\dfrac{d\\chi}{dx}\\dfrac{d^2\\varphi}{dx^2}}{\\left(\\dfrac{d\\varphi}{dx}\\right)^3}, \\dots  \\]  durch \\(x\\) und durch \\(y\\), \\(z\\) sowie ihre Ableitungen nach \\(x\\) aus; dann werden sich im allgemeinen, d. h. wenn \\(\\varphi\\), \\(\\psi\\), \\(\\chi\\) nicht besonderen Bedingungsgleichungen gen\u00fcgen, aus (2) unter Benutzung von (1) die Gr\u00f6\u00dfen \\(x\\), \\(y\\), \\(z\\) durch \\(\\xi\\) und durch \\(\\eta\\), \\(\\zeta\\) sowie ihre Ableitungen nach \\(\\xi\\) ausdr\u00fccken lassen:  \\[  \\left\\{ \\begin{aligned} x&=g\\left(\\xi;\\eta,\\frac{d\\eta}{d\\xi},\\frac{d^2\\eta}{d\\xi^2},\\dots,\\zeta, \\frac{d\\zeta}{d\\xi},\\frac{d^2\\zeta}{d\\xi^2},\\dots\\right),\\\\ y&=h\\left(\\xi;\\eta,\\frac{d\\eta}{d\\xi},\\frac{d^2\\eta}{d\\xi^2},\\dots,\\zeta, \\frac{d\\zeta}{d\\xi},\\frac{d^2\\zeta}{d\\xi^2},\\dots\\right),\\\\ z&=k\\left(\\xi;\\eta,\\frac{d\\eta}{d\\xi},\\frac{d^2\\eta}{d\\xi^2},\\dots,\\zeta, \\frac{d\\zeta}{d\\xi},\\frac{d^2\\zeta}{d\\xi^2},\\dots\\right).\\\\ \\end{aligned} \\right. \\leqno(3)  \\]  Dabei geht (1) in eine Differentialgleichung f\u00fcr \\(\\eta\\), \\(\\zeta\\), als Funktionen von \\(\\xi\\), von der Gestalt  \\[  \\varPhi\\left(\\frac{d^\\nu\\eta}{d\\xi^\\nu},\\dots,\\frac{d\\eta}{d\\xi},\\eta, \\frac{d^\\mu\\zeta}{d\\xi^\\mu},\\dots,\\frac{d\\zeta}{d\\xi},\\zeta;\\xi\\right)=0 \\leqno(4)  \\]  \u00fcber. Von dieser Transformation (2) oder (3) sagt Verf., da\u00df sie die Differentialgleichungen (1) und (4) ``umkehrbar integrallos'' ineinander transformiert; alle Differentialgleichungen, die wie (4) umkehrbar integrallos in (1) \u00fcbergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, werden zur n\u00e4mlichen Klasse von Differentialgleichungen gerechnet. Diese Begriffe sind Analoga zu dem der birationalen Transformation eines algebraischen Gebildes und zu dem \\textit{Riemann}schen Begriff der Klasse algebraischer Funktionen.  Nunmehr setzt Verf. andererseits  \\[  \\left\\{ \\begin{aligned} x&=\\varphi(t,w,w_1,\\dots,w_r),\\\\ y&=\\psi(t,w,w_1,\\dots,w_r),\\\\ z&=\\chi(t,w,w_1,\\dots,w_r),\\\\ \\end{aligned} \\right. \\leqno(5)  \\]  wo die Funktionen \\(\\varphi\\), \\(\\psi\\), \\(\\chi\\) nicht s\u00e4mtlich nur von \\textit{einer} Verbindung ihrer Argumente \\(t\\), \\(w\\), \\dots, \\(w_r\\) abh\u00e4ngen und \\(w\\) eine willk\u00fcrliche Funktion von \\(t\\), \\(w_k=\\dfrac{d^kw}{dt^k}\\) (\\(k=1,2,\\dots,r\\)) ist, und bildet \\(\\dfrac{dy}{dx}\\), \\(\\dfrac{d^2y}{dx^2}\\), \\dots, \\(\\dfrac{dz}{dx}\\), \\(\\dfrac{d^2z}{dx^2}\\), \\dots. Ist nach Eintragung dieser Werte die Differentialgleichung (1) f\u00fcr jede willk\u00fcrliche Funktion \\(w(t)\\), d. h. identisch in \\(t\\), \\(w\\), \\(w_1\\),\\dots erf\u00fcllt, so sagt Verf., da\u00df die Differentialgleichung (1) die integrallose Aufl\u00f6sung (5) besitze. Es gilt der Satz: Alle integrallos aufl\u00f6sbaren Differentialgleichungen bilden eine und dieselbe Klasse. Nach \\textit{Monge} sind die Differentialgleichungen erster Ordnung von der Form (1) (d. h. \\(n=1\\), \\(m=1\\)) integrallos aufl\u00f6sbar, k\u00f6nnen also nach dem obigen Satze umkehrbar integrallos ineinander transformiert werden. Den integrallos aufl\u00f6sbaren Differentialgleichungen entspricht in der Theorie der algebraischen Funktionen die Klasse der algebraischen Gebilde vom Geschlechte Null.  Verf. f\u00fchrt nun zun\u00e4chst an dem Beispiel \\(\\dfrac{dz}{dx}= \\left(\\dfrac{d^2y}{dx^2}\\right)^2\\) den Nachweis, da\u00df es schon unter den Differentialgleichungen zweiter Ordnung solche gibt, die nicht zu der Klasse der integrallos aufl\u00f6sbaren Differentialgleichungen geh\u00f6ren, und zeigt, da\u00df die Differentialgleichung \\(\\dfrac{dz}{dx}=F\\left(\\dfrac{d^2y}{dx^2},\\dfrac{dy}{dx}, y,z,x\\right)\\) nur dann eine integrallose Aufl\u00f6sung besitzen kann, wenn \\(F\\) eine ganze lineare Funktion von \\(\\dfrac{d^2y}{dx^2}\\) ist. Ferner gibt Verf. an, wie man beweisen kann, da\u00df es \u00fcberhaupt unendlich viele voneinander verschiedene Klassen von Differentialgleichungen gibt.  Zu einem tieferen Studium der Differentialgleichungen (1) und des Klassenbegriffes bedarf es der Heranziehung der Methoden der Variationsrechnung, und zwar sind folgende Begriffsbildungen in erster Linie erforderlich: Jedes Paar von Funktionen \\(y(x)\\), \\(z(x)\\), die der Differentialgleichung (1) identisch in \\(x\\) geniigen, hei\u00dfe eine L\u00f6sung von (1). Wird nun die Differentialgleichung (1) durch eine umkehrbar integrallose Transformation in (4) \u00fcbergef\u00fchrt, so entspricht verm\u00f6ge (3) im allgemeinen einer jeden L\u00f6sung der transformierten Differentialgleichung (4) eine solche der urspr\u00fcnglichen Differentialgleichung (1). Es kann jedoch besondere L\u00f6sungen von (1) geben, die auf diese Weise verm\u00f6ge (3) nicht dargestellt, d. h. ``ausgelassen'' werden. Andererseits nennt Verf. diejenigen besonderen L\u00f6sungen von (1), f\u00fcr welche die erste Variation verschwindet, die ``diskriminierenden L\u00f6sungen'' von (1). Die diskriminierenden L\u00f6sungen werden bei einer umkehrbar integrallosen Transformation s\u00e4mtlich oder zu einem Teil wiederum diskriminierende L\u00f6sungen. Die fundamentale Bedeutung dieser allgemeinen Begriffe erkennt man bereits an dem Beispiel der (\\textit{Monge}schen) Differentialgleichung erster Ordnung: Es zeigt sich n\u00e4mlich, da\u00df die s\u00e4mtlichen diskriminierenden L\u00f6sungen der \\textit{Monge}schen Differentialgleichung, und im wesentlichen nur diese, ausgelassene L\u00f6sungen sind (vgl. das folgende Referat \u00fcber die Arbeit von \\textit{W. Gro\u00df}). Verf. beweist diese Behauptung an dem Beispiele der speziellen \\textit{Monge}schen Differentialgleichung \\(\\dfrac{dz}{dx}= \\left(\\dfrac{dy}{dx}\\right)^2\\). Zum Schlusse weist Verf. darauf hin, da\u00df die \\textit{Monge}sche Differentialgleichung zugleich ein Beispiel daf\u00fcr bietet, da\u00df die diskriminierenden L\u00f6sungen gegen\u00fcber den umkehrbar integrallosen Transformationen keinenfalls invarianten Charakter besitzen, ein Umstand, der mit dem vorhergehenden Satze im engsten Zusammenhange steht.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1480260$F8F5FF56-9010-4328-99D3-CA3AA3CC023A","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"7e24467d293563d99a0baf82b540e041fc50214b","datavalue":{"value":"2625642","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1480260$12481A7D-2D0D-4959-9296-FD922BBDCB57","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1480260$75B3D32E-135F-4BF3-B7D3-9A898398F1F4","rank":"normal"}],"P388":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P388","hash":"54fc0307e5eabae226aa5d8dd39c3ad9da335e4a","datavalue":{"value":"W4241171433","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1480260$45B39DA6-9A62-4F9F-B435-FB26EF333054","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"63f4e6b9ab2b2c08898c0c1fdb9359a9aae57735","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6480500,"id":"Q6480500"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1480260$1FEC6A7B-4854-435B-82B1-74129F56FC77","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:1480260","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:1480260"}}}}}