{"entities":{"Q1494630":{"pageid":1505370,"ns":120,"title":"Item:Q1494630","lastrevid":43154852,"modified":"2025-07-21T22:34:54Z","type":"item","id":"Q1494630","labels":{"en":{"language":"en","value":"Over de Grondslagen der Wiskunde."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2643091"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1494630$F7A961AD-68A9-4364-AE68-107923876521","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"7253923482cbcd44d4f53122da5e25a5348396a9","datavalue":{"value":{"text":"Over de Grondslagen der Wiskunde.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1494630$DDEBEA0A-4799-482B-B348-FB005DA35374","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"840606339f775b242388bc41ed1a1b89ddd45b91","datavalue":{"value":"38.0081.04","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1494630$0BC0D735-7EE1-4F5C-81DF-59ED05A904F4","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"c64de3eed0de617d7b2b163f8de943d1f06c00c1","datavalue":{"value":{"time":"+1907-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1494630$9D3B0C81-F0A4-4D0E-848A-96042CC1A9AE","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"444ef311130ea2a4e6167a3a53bd1f255965c8fb","datavalue":{"value":"Der Verf. teilt seine Arbeit \u00fcber ``die Grundlagen der Mathematik'' in drei Abschnitte: I. ``Der Aufbau der Mathematik'', II. ``Mathematik und Erfahrung'', III. ``Mathematik und Logik''.   I. Als einziges aprioristisch Gegebenes, als ``Ur-Intuition der Mathematik'' setzt der Verf. die Zeit-Intuition, anders ausgedr\u00fcckt: die M\u00f6glichkeit des Zusammendenkens von zwei Dingen und infolgedessen von einer beliebigen endlichen Zahl von Einheiten, ``verbunden durch ein Dazwischenliegendes, das sich durch das Einschalten neuer Einheiten nie ersch\u00f6pft'' (S. 8). In dieser Ur-Intuition treten das Diskrete und das Kontinuum gleichberechtigt und untrennbar auf. Nachdem gezeigt ist, wie sich die Arithmetik und Algebra aus dieser Ur-Intuition aufbauen lassen (S. 3-8), wird das Kontinuum me\u00dfbar gemacht durch eine darauf konstruierte Skala vom Ordnungstypus \\(\\eta\\) (S. 9-11). Ausf\u00fchrlich wird sodann untersucht die \\textit{zweigliedrige, kontinuierliche, uniforme} Gruppe auf dem me\u00dfbaren Kontinuum zwischen zwei aufeinander folgenden ihrer Doppelpunkte, und es wird in Hauptz\u00fcgen der Beweis mitgeteilt, da\u00df\\ eine einzige invariante eingliedrige Untergruppe existiert, und da\u00df\\ eine Skala vom Ordnungstypus \\(\\eta\\) konstruiert werden kann, welche die Operationen der invarianten Untergruppe als ``Additionen'', jene einer willk\u00fcrlichen anderen eingliedrigen Untergruppe als die ``Multiplikationen'' erscheinen l\u00e4\u00dft. Durch Adjunktion von \\(x'=\\frac{1}{x}\\) wird dann die \\textit{projektive} Gruppe erhalten (S. 12-34). Einen Vergleich seiner Resultate mit denjenigen \\textit{Lie}s gibt Verf. S. 35.  Das Zusammennehmen mehrerer Kontinua erm\u00f6glicht jetzt den Aufbau der ``Geometrie'' oder vielmehr der verschiedenen Geometrien, welche der Reihe nach gruppentheoretisch charakterisiert und dem Gedankengange des Verf. eingepa\u00dft werden (S. 35-76); insbesondere werden diesbez\u00fcgliche Untersuchungen von \\textit{Helmholtz, Lie, Hilbert} und \\textit{Hamel} besprochen. Hervorgehoben werden mag noch der Paragraph: ``die m\u00f6glichen Punktmengen'' (S. 62-67) mit dem Resultate: ``jede Menge auf dem Kontinuum, welche nicht abz\u00e4hlbar ist, hat die M\u00e4chtigkeit des Kontinuums'', womit das ``Kontinuumproblem'' als gel\u00f6st erscheint.   II. Die Stellung der im I. Abschnitte aufgebauten reinen Mathematik gegen\u00fcber der Erfahrung will der Verf. angesehen haben als durchaus opportunistisch; es soll n\u00e4mlich jede Naturerkl\u00e4rung ihre Berechtigung haben, soweit und nur soweit sie als mathematisches Bild einer Erscheinung zu trennen ist in einen ``essentiellen'' und einen ``zuf\u00e4lligen'' Teil, von denen die Messungsresultate der Erfahrung sind. Es kann in diesem Sinne ``Objektivit\u00e4t'' einer physischen Gr\u00f6\u00dfe nur bedeuten: Invarianz bei der \u00fcblichen mathematischen Interpretation einer wichtigen Gruppe von Erscheinungen; je ausgedehnter diese Gruppe ist, desto eher wird man solche Objektivit\u00e4t anerkennen; als Beispiele gelten: Masse, Zeitma\u00df, physischer dreidimensionaler Raum. Einen notwendigen, aprioristischen Charakter bekommen solche Begriffe aber nie: \\textit{das einzige aprioristische Element der Wissenschaft ist die intuitive Zeit} (S. 81-99).  Aus diesem Gesichtspunkte unterwirft Verf. nun \\textit{Russells} ``Foundations of Geometry'' einer eingehenden Kritik (S. 99-121); seine Resultate fa\u00dft er zusammen im nachstehenden Schema.  \\textit{Untrennbar verbunden mit der \u00e4u\u00dferen Erfahrung ist}:  bei \\textit{Kant}: der euklidische dreidimensionale Raum und die ungemessene Zeit;   bei \\textit{Russell}: der euklidische dreidimensionale Raum und die me\u00dfbare Zeitkoordinate; beim Verf.: nichts.   \\textit{Notwendig tritt auf im mathematischen Receptaculum der Erfahrung}:  a) \\textit{Auf Grund der Organisation des menschlichen Intellektes}:  bei \\textit{Kant}: der euklidische dreidimensionale Raum und die ungemessene Zeit;  bei \\textit{Russell}: der projektive Raum, die freie Beweglichkeit im Raume und die me\u00dfbare Zeitkoordinate; beim Verf.: die Ur-Intuition der Mathematik oder Zeit-Intuition.  b) \\textit{Auf Grund der Erfahrung}:  bei \\textit{Kant}: nichts;  \\textit{Russell}: die Dreidimensionalit\u00e4t des Raumes und das Parallenaxiom von \\textit{Euklid};  beim Verf.: nichts.  III. Es wurzelt dieser Abschnitt in der vom Verf. selbst als anscheinend paradoxal bezeichneten, jedoch mit \u00e4u\u00dferster Konsequenz nach allen Seiten hin verteidigten Grundansicht, da\u00df\\ die Mathematik unabh\u00e4ngig ist von der Logik, diese aber abh\u00e4ngig von jener. Zur Mathematik aber geh\u00f6rt, und geh\u00f6rt nur, das im I. Abschnitte aus der Ur-Intuition Aufgebaute; es ist also ebenso unm\u00f6glich, diese Mathematik aus Axiomen logisch herzuleiten -- da diese Axiome und diese logischen Figuren nur mathematisches Bauwerk sprachlich begleiten k\u00f6nnen --, als dieser Mathematik durch logische Methoden neue Gebiete hinzuzuf\u00fcngen -- da der weitergef\u00fchrte sprachliche Bau im voraus zu mathematischer Sinnlosigkeit verurteilt ist (S. 125-132).  Von diesem Standpunkte behandelt Verf. nun:  1. die Fundierung der Mathematik auf Axiome (die ``Verbesserung'' des Euklid) (S. 133-142);  2. die Theorie der transfiniten Zahlen von \\textit{Cantor} (S. 142-159);  3. die Logistik von \\textit{Peano-Russell} (S. 159-169);  4. die logischen Grundlagen der Mathematik nach \\textit{Hilberts} Heidelberger Vortrag (S. 169-173).  In allen diesen Punkten mu\u00df\\ nun, wie ausf\u00fchrlich dargetan wird, auf Unzul\u00e4nglichkeit der Methoden, bzw. Wertlosigkeit der Resultate geschlossen werden.  In der Mengenlehre werden vom Verf. nur drei unendliche M\u00e4chtigkeiten zugelassen; vom Wohlordnungsbeweise, vom \\textit{Bernstein}schen Theoreme und von der transfiniten Potenzierung wird die Unzul\u00e4nglichkeit hergeleitet; die Paradoxien werden nicht anerkannt.  Bei der Diskussion der axiomatischen Begr\u00fcndung wird hervorgehoben, da\u00df\\ die Widerspruchslosigkeit eines Axiomensystems noch nicht die M\u00f6glichkeit seiner mathematischen Verwirklichung mit sich bringt.  Auf S. 169 lesen wir: ``die Logistik kann nichts lehren \u00fcber die Grundlagen der Mathematik, weil sie unwiderruflich von ihr getrennt bleibt; sie hat im Gegenteil, um eine Existenz f\u00fcr sich zu behaupten, d. h. sich vor Widerspr\u00fcchen zu bewahren, alle ihre eigenen speziellen Prinzipien zu verwerfen und sich darauf zu beschr\u00e4nken, eine getreue, maschinale, stenographische Kopie zu sein von der \\textit{Sprache der Mathematik}, welche \\textit{selbst keine Mathematik ist}, sondern nur ein mangelhaftes H\u00fclfsmittel der Menschen, um einander Mathematik mitzuteilen und ihr Ged\u00e4chtnis f\u00fcr Mathematik zu st\u00fctzen.''   Da die Logistik und der Cantorismus auch von seiten \\textit{Poincar\u00e9}s scharf kritisiert worden sind, betont Verf. zum Schlusse noch den gro\u00dfen Unterschied zwischen dessen Ansichten und seinen eigenen (S. 176-177).  Ref. hat nur eine m\u00f6glichst objektive Wiedergabe des Sinnes des Originals angestrebt und verzichtet hier auf Stellungnahme oder Kritik.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1494630$D749DF79-6C6B-4C08-8FA8-20D3CB130518","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"6ce42f55758aa76bcb24ea6d908ee49b43a4b4a5","datavalue":{"value":"2643091","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1494630$A9040A57-3D65-4884-BAD6-6449639F6383","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1494630$1469BA15-061C-4E8C-9313-DD5F865552E5","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"1c5a2e1606f200cd6315c0794f068c395322339a","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6480603,"id":"Q6480603"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1494630$4AA3C76E-1E97-4554-BD0E-DCD9E01FBA1E","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:1494630","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:1494630"}}}}}