{"entities":{"Q1497993":{"pageid":1508733,"ns":120,"title":"Item:Q1497993","lastrevid":43160136,"modified":"2025-07-21T23:31:20Z","type":"item","id":"Q1497993","labels":{"en":{"language":"en","value":"Correspondance \\textit{d'Hermite} et de \\textit{Stieltjes} publi\u00e9e par les soins de \\textit{B. Baillaud, H. Bourget}. Avec une pr\u00e9face de \\textit{\u00c9mile Picard}, Membre de l'Institut. Tome I (8 novembre 1882-22 juillet 1889). Tome II (18 octobre 1889-15 d\u00e9cembre 1894)."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2649327"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1497993$1316BB99-5E97-42E1-BA39-3E6D190808A0","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"56850c9f1dfcde239e1de6d9a419e0e473a0edec","datavalue":{"value":{"text":"Correspondance \\textit{d'Hermite} et de \\textit{Stieltjes} publi\u00e9e par les soins de \\textit{B. Baillaud, H. Bourget}. Avec une pr\u00e9face de \\textit{\u00c9mile Picard}, Membre de l'Institut. Tome I (8 novembre 1882-22 juillet 1889). 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Der zweite Band ist durch das Bildnis des 25j\u00e4hrigen \\textit{Hermite} geschm\u00fcckt, das auch als Titelbild des ersten Bandes seiner gesammelten Werke verwendet ist. Ferner ist am Ende des zweiten Bandes ein Faksimile eines Manuskriptes von \\textit{Stieltjes} hinzugef\u00fcgt. Als Denkmal der Freundschaft zweier Mathematiker, von denen der eine auf der H\u00f6he seines Ruhmes stand, der andere in jugendlichen Zutrauen sich dem Meister nahte, von ihm in stets ge\u00fcbtem Wohlwollen aufgenommen wurde, sich in ihm heranbildete und rasch emporwuchs, bis ein inniges Band beide umschlang, ist dieser Briefwechsel eine willkommene Erg\u00e4nzung der im Erscheinen begriffenen Werke \\textit{Hermite}s und zeigt beide M\u00e4nner nicht nur als hoch ragende Gestalten unter den Mathematikern in der zweiten H\u00e4lfte des neunzehnten Jahrhunderts, sondern auch als verwandte Seelen in wissenschaftlichem Streben und sch\u00f6ner, edler Menschlichkeit. Es d\u00fcrfte kaum m\u00f6glich sein, in dem Rahmen eines kurzen, sachlichen Referates ein angemessenes Bild von dem Inhalte der beiden B\u00e4nde zu geben; daher mag die Vorrede \\textit{Picards} in ihren wesentlichenTeilen die Stelle eines Berichtes vertreten.   ``Kein Briefwechsel \\textit{Hermite}s wurde stetiger unterhalten und ist ergiebiger als der, welchen er 1882 mit einem Astronomen, einem Adjunkten der Sternwarte von Leiden, mit \\textit{Thomas Stieltje}s, begonnen hatte. Um dieselben Probleme sich m\u00fchend und von derselben geistigen Richtung, f\u00fchlte sich \\textit{Hermite} zu \\textit{Stieltjes} hingezogen, und ein lebendiges Einverst\u00e4ndnis verband schnell den jungen Anf\u00e4nger und den Veteranen der Wissenschaft. Der vorzeitig 1894 eingetretene Tod von \\textit{Stieltjes} konnte allein diesem in der Geschichte der Wissenschaft vielleicht einzig dastehenden Briefwechsel ein j\u00e4hes Ende bereiten. Als \\textit{Hermite} nach diesem traurigen Ausgange die lange Folge der Briefe des hochbegabten Mathematikers wieder durchlas, f\u00fcr den er eine so achtungsvolle Zuneigung besa\u00df, meinte er, es w\u00e4re f\u00fcr das Andenken an \\textit{Stieltjes} von Bedeutung, da\u00df\\ dieses Zeugnis seiner mathematischen Tatenlust und Begabung nicht verloren ginge. Die Briefe von \\textit{Stieltjes} zu ver\u00f6ffentlichen, ohne auch die \\textit{Hermite}schen zu ver\u00f6ffentlichen,das war unm\u00f6glich; dazu war ihre Zusammenarbeit zu innig gewesen. Die Freunde von \\textit{Stieltjes} hatten hier bei \\textit{Hermite} einigen Widerstand zu\u00fcberwinden; zuletzt entschlo\u00df\\ er sich jedoch dazu, den gesamten Briefwechsel erscheinen zu lassen.   \\textit{Baillaud} und \\textit{Bourget}, genaue Bekannte und Verehrer ihres Kollegen aus der Facult\u00e9 des Sciences von Toulouse, \u00fcbernahmen zun\u00e4chst die Durchsicht der Briefe und machten einige notwendige Abstriche. In der Sorge um die Vollkommenheit dieser Ausgabe rechneten sie dann die Stellen durch, bei denen es n\u00f6tig schien, und f\u00fcgten Anmerkungen und Erl\u00e4uterungen hinzu. Das Manuskript war fast ganz fertig, als \\textit{Hermite} starb, der die M\u00fche einer nochmaligen Pr\u00fcfung \u00fcbernommen hatte. Alle Freunde und Bewunderer \\textit{Hermites} und \\textit{Stieltjes}' werden \\textit{Baillaud} und \\textit{Bourget} f\u00fcr die Sorgfalt und die Hingabe dankbar sein, welche sie auf dieses zweib\u00e4ndige Werk verwendet haben.   Leider fehlt etwas. \\textit{Hermite} hatte die Abfassung einer Einleitung versprochen, in der er zweifelsohne die Urspr\u00fcnglichkeit des \\textit{Stieltjes}schen Talentes voll beleuchtet haben w\u00fcrde. Niemandem kommt es nunmehr zu, an seiner Stelle die Feder anzusetzen. Die mathematische Verwandtschaft zwischen diesen beiden gro\u00dfen Geistern war vollst\u00e4ndig. Ein gro\u00dfer Teil des Briefwechsels hat einen arithmetischen Charakter; es ist der vir arithmeticus, wie \\textit{Jacobi} gesagt h\u00e4tte, f\u00fcr den \\textit{Hermite} besonders in \\textit{Stieltjes} Zuneigung empfand. Dieser Arithmetiker verweilt nicht blo\u00df\\; auf den Gipfeln zur Betrachtung der Dinge aus der H\u00f6he und Ferne; er steigt in die Tiefe der T\u00e4ler und sammelt dort numerische Anwendungen, aus denen er dann allgemeine Bemerkungen abzuziehen versteht. Welche Freude war f\u00fcr \\textit{Hermite} die Begegnung mit einem so scharfsichtigen Schrifwechsler, der sich f\u00fcr die N\u00e4herungsfragen interessierte, denen er selbst einen gro\u00dfen Teil seiner wissenschaftlichen Arbeit gewidmet hatte, insbesondere f\u00fcr die angen\u00e4herten Quadraturen und die algebraischen Kettenbr\u00fcche! Man findet bei \\textit{Stieltjes} auf der H\u00f6he seines Talentes den Rechner wieder, der er ehedem in der Sternwarte von Leiden gewesen war; dies ist eine der Seiten seiner Urspr\u00fcnglichkeit.   Man ist auch aufs h\u00f6chste erstaunt \u00fcber die Schnelligkeit, mit der er auf die von \\textit{Hermite} ihm gestellten Fragen antwortet, und sinnreiche, tiefgehende Beweise f\u00fcr die ihm im Wortlaute mitgeteilten Theoreme findet. Glechzeitig sehen wir, wie sich das Gebiet seiner Forschungen allm\u00e4hlich weitet; seine Untersuchungen \u00fcber eine von \\textit{Riemann} betrachtete Transzendente treiben eihn tief in die Funktionentheorie hinein. Wie viel sch\u00f6ne Arbeiten h\u00e4tte er noch vollendet, wenn er seine arithmetischen und algebraischen Anlagen auf diesen Weg geleitet h\u00e4tte, wenn seine Laufbahn nicht so fr\u00fchzeitig geendet h\u00e4tte! Das bezeugt gen\u00fcgend seine letzte Abhandlung \u00fcber die algebraischen Kettenbr\u00fcche, welche sicherlich ein Meisterwerk ist.   Der Briefwechsel zwischen \\textit{Hermite} und \\textit{Stieltjes} wird nicht blo\u00df\\ die Analytiker interessieren. Au\u00dfer zwei Mathematikern ersten Ranges erschaut man zwei sch\u00f6ne Seelen. Welche Einfalt und welcher Freimut zwischen dem Meister und dem J\u00fcnger oder vielmehr zwischen den beiden Freunden! Man wird durch die Lekt\u00fcre dieser Zeilen erbaut, in die sich keine pers\u00f6nliche Voreingenommenheit dr\u00e4ngt, in denen jeder seinen Gedanken bis zu Ende denkt. Es scheint sogar, und dies ist ein seltsam nachhaltiger Eindruck dieser Briefe, als ob unter dieser pers\u00f6nlicheren Gestalt die abstrakte Redeweise der Analysis von ihrer Trockenheit verl\u00f6re und die Mathematik darin sich mehr vermenschlichte. Endlich vergesse man nicht, da\u00df\\ wir es der durch diesen Briefwechsel erbl\u00fchten Freundschaft verdanken, wenn wir \\textit{Thomas Stieltjes} zu den hervorragendsten Mathematikern der zweiten H\u00e4lfte des neunzehnten Jahrhunderts rechnen d\u00fcrfen.''","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1497993$4D99972D-7673-4923-92E0-4C4DE67B5E15","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"9bea459108410f8c7c416249657f3726688a46f5","datavalue":{"value":"2649327","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1497993$6D0DD5D5-7300-4467-AF34-74F8EF847AF8","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1497993$7FABF021-4FDA-40A0-8CBD-B84C5936A3F3","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:1497993","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:1497993"}}}}}