{"entities":{"Q1504100":{"pageid":1514840,"ns":120,"title":"Item:Q1504100","lastrevid":43163821,"modified":"2025-07-22T00:11:42Z","type":"item","id":"Q1504100","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber Modulfunktionen von mehreren Ver\u00e4nderlichen. (Erste H\u00e4lfte.)"}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2656858"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1504100$45F880B2-B45C-4ECF-ABDF-4E8B3111F27D","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"254e4d3dbfe41867478527cf43e633f5aa648526","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber Modulfunktionen von mehreren Ver\u00e4nderlichen. 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Da wir \u00fcber die allgemeine Theorie der Funktionen mehrerer Ver\u00e4nderlichen nur wenig wissen, sind neue Beispiele sehr erw\u00fcnscht. Eine solche neue Funktionenklasse sind die Modulfunktionen von mehreren Ver\u00e4nderlichen, mit denen sich \\textit{Hilbert} in den Jahren 1893-94 besch\u00e4ftigt hat, ohne jedoch seine Untersuchungen, die noch einer genaueren Ausarbeitung bedurften, der \u00d6ffentlichkeit zu \u00fcbergeben. Er hat dann sp\u00e4ter seine Notizen, in denen die Gedankeng\u00e4nge nur kurz und ohne Beweis angedeutet waren, \\textit{Blumenthal} \u00fcberlassen, der sie zur Grundlage seiner im Juli 1901 der G\u00f6ttinger philosophischen Fakult\u00e4t vorgelegten Habilitationsschrift gemacht hat.  \u00dcber \\textit{Hilbert}s Notizen berichtet \\textit{Blumenthal} folgenderma\u00dfen: ``Die Modulgruppe ist die Gruppe der linearen Substitutionen mit ganzen rationalen Koeffizienten und der Determinante 1. Sie `geh\u00f6rt' also zu dem K\u00f6rper \\(R\\) der rationalen Zahlen. Legt man nun an Stelle des K\u00f6rpers \\(R\\) einen beliebigen Zahlk\u00f6rper \\(k\\) vom \\(n\\)-ten Grade zugrunde, der mit seinen s\u00e4mtlichen Konjugierten reell ist, so gelangt man zu einer analogen Gruppe in \\(n\\) Variablen. Man ordnet jedem der konjugierten K\u00f6rper \\(k^{(i)}\\) eine komplexe Variable \\(x^{(i)}\\) zu und betrachtet die Gruppe \\(H\\) der simultanen Substitutionen  \\[ y=\\frac{\\alpha x+\\beta}{\\gamma x+\\delta},\\dots, y^{(n-1)}=\\frac{\\alpha^{(n-1)}x^{(n-1)}+\\beta^{(n-1)}}{\\gamma^{(n-1)}x^{(n-1)}+\\delta^{(n-1)}}\\,. \\]  Dabei sind \\(\\alpha,\\beta,\\gamma,\\delta\\) ganze Zahlen des K\u00f6rpers, deren Determinante \\(\\alpha \\delta - \\beta \\gamma\\) eine total (d. h. mit allen ihren konjugierten) positive Einheit des K\u00f6rpers ist.   Die Gruppe \\(H\\) hat ganz analoge Eigenschaften wie die gew\u00f6hnliche Modulgruppe.   1. Sie transformiert den \\(\\frac{1}{2^n}\\)-Teilraum, in welchem die Koordinaten \\(x,x',\\dots,x^{(n-1)}\\) positive imagin\u00e4re Bestandteile haben, in sich, ist in diesem Teilraum `eigentlich diskontinuierlich' und besitzt einen Fundamentalbereich \\(D\\).   2. Es lassen sich Funktionen konstruieren, welche sich zu den Substitutionen von \\(H\\) invariant verhalten, ebenso wie die Modulfunktionen zu der Modulgruppe. Mit anderen Worten: es gibt Funktionen des Fundamentalbereiches von \\(H\\). Man gewinnt solche Funktionen als Quotienten von Reihen, welche den \\textit{Eisenstein}schen oder \\textit{Poincar\u00e9}schen in der Theorie der Modulfunktionen, bezw. automorphen Funktionen analog sind. Die Reihen konvergieren unbedingt und gleichm\u00e4\u00dfig im Innern des \\(\\frac{1}{2^n}\\)-Teilraums und haben auf dem Rande eine nat\u00fcrliche Grenze.   3. F\u00fcr \\(2n\\)-fach periodische Funktionen von \\(n\\) Ver\u00e4nderlichen hat \\textit{Weierstra\u00df} zwei allgemeine S\u00e4tze ausgesprochen:   I. Durch \\(n\\) voneinander unabh\u00e4ngige \\(2n\\)-fach periodische Funktionen ist jede andere algebraisch ausdr\u00fcckbar.   II. Durch \\(n + 1\\) geeignet gew\u00e4hlte \\(2n\\)-fach periodische Funktionen ist jede andere rational ausdr\u00fcckbar.   Diese S\u00e4tze gelten auch f\u00fcr die Funktionen des Fundamentalbereiches \\(D\\). Es lassen sich nun \\(n\\) voneinander unabh\u00e4ngige Reihenquotienten konstruieren. Man kann also alle Funktionen des Fundamentalbereiches durch Reihenquotienten algebraisch und sogar -- wie sich weiterhin ergibt -- rational ausdr\u00fccken.   4. Die interessanteste Analogie mit den Modulfunktionen aber bezieht sich auf den Zusammenhang der neuen Funktionen mit dem Transformationsproblem der Thetafunktionen mehrerer Ver\u00e4nderlichen. Herr \\textit{Hilbert} zeigt hier, da\u00df seine Funktionen bei diesem Problem eine ganz \u00e4hnliche Rolle spielen, wie die Modulfunktionen in bezug auf die elliptischen Funktionen. Er leitet insbesondere eine Formel ab, aus der sich schlie\u00dfen l\u00e4\u00dft, da\u00df man zu Funktionen des Fundamentalbereichs gelangen kann, indem man die Quotienten von Theta-Nullwerten bildet.''   In dem ersten Teile der vorliegenden ersten H\u00e4lfte wird die Existenz eines Fundamentalbereichs f\u00fcr die Gruppe \\(H\\) bewiesen und gezeigt, wie man ihn in jedem einzelnen Falle tats\u00e4chlich herstellen kann. Der Fundamentalbereich ist einfach zusammenh\u00e4ngend, d. h. es existiert in seinem Innern keine Mannigfaltigkeit der \\((2n-1)\\)-ten Dimension, die sich nicht auf eine Mannigfaltigkeit geringerer Dimension zusammenziehen l\u00e4\u00dft. Er hat mit dem Rande des \\(\\frac{1}{2^n}\\)-Teilraums, auf welchem die Gruppe nicht mehr eigentlich diskontinuierlich ist, nur einen Punkt im Unendlichen gemein. Als Anhang folgt noch der Beweis eines in den \\textit{Hilbert}schen Notizen ausgesprochen zahlentheoretischen Satzes \u00fcber Einheiten, der sich mit H\u00fclfe der hier entwickelten Raumreduktion einfach erledigen l\u00e4\u00dft.  Im zweiten Teile handelt es sich darum, Funktionen aufzustellen, welche durch jede Substitution der Gruppe \\(H\\) in sich \u00fcbergef\u00fchrt werden. Die Darstellung dieser Funktionen durch Reihen, der Beweis ihrer Konvergenz, die Betrachtungen \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit der Funktionen voneinander erfolgen nach Methoden, die von \\textit{Picard} herr\u00fchren; einige auf den vorliegenden Fall passende Modifikationen hatte schon \\textit{Bourget} (1898) gegeben. Ein besonders wichtiger Punkt ist das Verhalten der Reihen an der wesentlich singul\u00e4ren Stelle im Unendlichen. Mit Benutzung der Vorarbeiten von \\textit{Picard} und \\textit{Bourget} findet \\textit{Blumenthal,} da\u00df die Reihen sich im Unendlichen nach aufsteigenden Potenzen gewisser Variablen \\(u', u'',\\dots , u^{(n)}\\) entwickeln lassen, die Exponentialfunktionen mit linearen Funktionen der \\(x,x',\\dots,x^{(n-1)}\\) im Exponenten sind.   In der zweiten H\u00e4lfte soll ein exakter Beweis der \\textit{Weierstra\u00df}schen S\u00e4tze I und II gegeben werden; die Beweise von \\textit{Poincar\u00e9} und \\textit{Wirtinger} erkl\u00e4rt \\textit{Blumenthal} f\u00fcr nicht einwandfrei. Dagegen ist f\u00fcr die Untersuchungen \u00fcber den Zusammenhang mit den Thetafunktionen eine selbst\u00e4ndige Abhandlung in Aussicht genommen.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1504100$EAF09BE4-B014-4986-8A42-97177DFC7293","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"b47e0919425cef346acba1fa3cef9951ac99e5d9","datavalue":{"value":"2656858","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1504100$C55AA77A-3E15-4D18-B1C9-4E5628822F8F","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"76a0db098ea3f08049dfa0dd77d95aa79d42eeb0","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1840323,"id":"Q1840323"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1504100$C96038DF-F7EC-477F-80B8-B68ABEED5410","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1504100$198C1622-66F5-4FFD-875D-88CD4958805A","rank":"normal"}],"P223":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P223","hash":"dd7a25176b644d4dfcc2557ab497be7cb496b2fb","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1844802,"id":"Q1844802"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1504100$F27F7758-7DBB-4011-BF56-E784F6CC4D47","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:1504100","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:1504100"}}}}}