{"entities":{"Q1504155":{"pageid":1514895,"ns":120,"title":"Item:Q1504155","lastrevid":67801782,"modified":"2026-04-12T19:45:48Z","type":"item","id":"Q1504155","labels":{"en":{"language":"en","value":"Lehrbuch der Thetafunktionen. Mit 10 Figuren im Text."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2656926"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1504155$C0C03122-6D68-48C0-BF82-0EF3ABA4204C","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"86134d3d0afb6837460171fbef6b9061b5085dce","datavalue":{"value":{"text":"Lehrbuch der Thetafunktionen. 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Es ist dies der Gedanke, die unendlichen Produkte, durch deren Quotienten \\textit{Abel} die elliptischen Funktionen ausgedr\u00fcckt hatte, als selbst\u00e4ndige Transzendenten in die Analysis einzuf\u00fchren. Als es ihm gelungen war, diese Produkte, die \u00fcbrigens alle von derselben Natur und als besondere F\u00e4lle einer Transzendente anzusehen sind, in Reihenform darzustellen, erkannte er eine Funktion, welche sich franz\u00f6sischen Mathematikern schon in Untersuchungen der mathematischen Physik dargeboten hatte, wo sie aber wenig beachtet und nur eine ihrer Eigenschaften bemerkt worden war. \\(\\dots\\) Bei der sp\u00e4teren Darstellung der ganzen Theorie, wie \\textit{Jacobi} sie in seinen Vorlesungen zu geben pflegte, bildet die Betrachtung der erw\u00e4hnten Funktion den Ausgangspunkt. Die ganze Lehre gewinnt dadurch nicht nur einen \u00fcberraschenden Grad von Einfachheit und Durchsichtigkeit, sondern dieser umgekehrte Gang ist auch dadurch bemerkenswert, da\u00df er f\u00fcr andere sp\u00e4ter zu erw\u00e4hnende Untersuchungen vorbildlich geworden ist.'' Die Untersuchungen, auf die \\textit{Dirichlet} anspielt, sind die von \\textit{Rosenhain} und \\textit{G\u00f6pel,} welche, von den Thetafunktionen mit zwei Ver\u00e4nderlichen ausgehend, die einfachste Klasse der hyperelliptischen Funktionen behandelt hatten. Von der weiteren Verfolgung dieses Weges wurden die Mathematiker jedoch durch die un\u00fcbersehbare F\u00fclle der Formeln abgeschreckt, die ihnen entgegentrat, und \\textit{Weierstra\u00df} und \\textit{Riemann} haben die Theorie hyperelliptischen und der \\textit{Abel}schen Funktionen begr\u00fcndet, indem sie von den Eigenschaften der Integrale der algebraischen Funktionen ausgingen. Erst nachdem man so eine Orientierung gewonnen hatte, wurde es m\u00f6glich, umgekehrt aus den Relationen zwischen Thetafunktionen die Theorie der Integrale der algebraischen Funktionen zu entwickeln. Freilich war es schwer, wie \\textit{Frobenius} sich einmal ausgedr\u00fcckt hat, aus dem Labyrinth von Formeln den Ausweg zu finden. ``Die Besch\u00e4ftigung mit jenen Formelmassen'', meint er ``scheint auf die mathematische Phantasie eine verdorrende Wirkung auszu\u00fcben. Mancher der bedeutenden Forscher, deren z\u00e4her Beharrlichkeit es gelang, die Theorie der Thetafunktionen von zwei, drei oder vier Variablen zu f\u00f6rdern, ist nach den hervorragendsten Proben gl\u00e4nzendster analytischer Entdeckungen auf lange Zeit oder f\u00fcr immer verstummt.'' Um so mehr d\u00fcrfen wir uns freuen, da\u00df es \\textit{Krazer} verg\u00f6nnt gewesen ist, seine Forschungen auf dem gef\u00e4hrlichen Gebiete der Thetafunktionen, die ihn 25 Jahre hindurch besch\u00e4ftigt haben, jetzt durch sein Lehrbuch der Thetafunktionen zu einem gewissen Abschlu\u00df zu bringen; denn dieses Lehrbuch zeichnet sich nicht nur durch die liebevolle und sorgf\u00e4ltige Behandlung des Gegenstandes aus, sondern ist auch mit einer Frische und Lebendigkeit geschrieben, die bei einem so spr\u00f6den Stoffe doppelte Anerkennung verdient.   Das Lehrbuch gliedert sich in drei Teile recht verschiedenen Umfanges: der erste, fast die H\u00e4lfte des Werkes bildende, bezieht sich auf die Thetafunktionen mit beliebigen Charakteristiken, der zweite auf solche Funktionen mit rationalen Charakteristiken, der dritte, weitaus k\u00fcrzeste, auf spezielle Thetafunktionen.   Nachdem der Verf. im ersten Kapitel die Haupteigenschaften der \\(p\\)-fach unendlichen Thetareihen hergeleitet und im besonderen \u00fcber die so zahlreichen Konvergenzbeweise ausf\u00fchrlich berichtet hat, wendet er sich im zweiten und dritten Kapitel zu der Lehre von den Thetarelationen, die nach einheitlichen Gesichtspunkten zu entwickeln \\textit{Prym,} dem das Werk gewidmet ist, und \\textit{Krazer} selbst mit so gro\u00dfem Erfolge t\u00e4tig gewesen sind. Nachdem sich ergeben hatte, da\u00df diese Relationen durch direkte Umformung der in ihnen auftretenden unendlichen Reihen gewonnen werden k\u00f6nnen, zeigte sich weiter, da\u00df diese Umformungen durchaus nicht auf Thetareihen beschr\u00e4nkt sind, sondern sich auf beliebige unendliche Reihen anwenden lassen. Dementsprechend werden im zweiten Kapitel Umformungen unendlicher Reihen untersucht und auf die Thetareihen angewandt die durch Einf\u00fchrung neuer Summationsbuchstaben mittels einer linearen Substitution mit rationalen Koeffizienten erhalten werden es verdient bemerkt zu worden, da\u00df Krazer hier nicht unwesentlich \u00fcber die fr\u00fcheren Darstellungen hinausgekommen ist. Das dritte Kapitel enth\u00e4lt ein zweites allgemeines Prinzip, das f\u00fcr einfach unendliche Reihen zuerst von \\textit{Poisson} benutzt worden ist und in der Anwendung der \\textit{Fourier}schen Formel besteht. Auf diese Weise ergeben sich Thetaformeln ganz allgemeinen Charakters, aus denen alle Thetarelationen entspringen, vorausgesetzt allerdings, da\u00df die Moduln nicht in gewisser Weise spezialisiert werden, da\u00df n\u00e4mlich die Thetafunktionen nicht ``singul\u00e4re'' in dem Sinne von Humbert sind.   Das vierte Kapitel betrifft die Darstellung allgemeiner \\(2p\\)-fach periodischer Funktionen von \\(p\\) komplexen Ver\u00e4nderlichen durch Thetafunktionen, wobei \\textit{Krazer} sich, dem Zwecke seines Buches entsprechend, auf eine Skizzierung der \\textit{Weierstra\u00df}schen S\u00e4tze nach dem Vorbilde von \\textit{Laurent} (Trait\u00e9 d'analyse, t. IV, Paris 1889) beschr\u00e4nkt; die aus dem Nachla\u00df von \\textit{Weierstra\u00df} herausgegebene Abhandlung (Werke III, 53-114) ist leider so sp\u00e4t erschienen), da\u00df \\textit{Krazer} sie nicht mehr benutzen konnte.   Der Gegenstand des f\u00fcnften Kapitels ist das Transformationsproblem, w\u00e4hrend das sechste die komplexe Multiplikation betrifft, d. h. die Frage nach Transformationen, bei denen die transformierten Moduln den urspr\u00fcnglichen gleich sind. \\textit{Krazer} folgt hier der Darstellung von \\textit{Frobenius}, die freilich einer Erg\u00e4nzung bedarf, weil dabei die singul\u00e4ren Transformationen im Sinne von \\textit{Humbert} nicht ber\u00fccksichtigt werden; hier wird die k\u00fcnftige Forschung einsetzen m\u00fcssen.   In der Theorie der \\textit{Abel}schen Funktionen begegnet man best\u00e4ndig den Thetafunktionen mit halben Charakteristiken, die in dem umfangreichen siebenten Kapitel, das mit dem achten zusammen den zweiten Teil des Werkes ausmacht, ganz eingehend untersucht werden. Bei den \\textit{Abel}schen Funktionen spielen die zwischen den \\(2^{2p}\\) derartigen Funktionen bestehenden Relationen, die Additionstheoreme ihrer Quotienten und die Gleichungen, welche die urspr\u00fcnglichen und die transformierten Thetafunktionen miteinander verkn\u00fcpfen, eine fundamentale Rolle. Von diesen Beziehungen gelingt es auf Grund der Betrachtungen des zweiten und dritten Kapitels, eine vollst\u00e4ndige einen einheitlichen Gesichtspunkt wahrende Darstellung zu geben.  Das achte Kapitel ist den Thetafunktionen gewidmet, deren Charakteristiken aus \\(r\\)-tel Zahlen gebildet sind. Die zwischen den \\(r^{2p}\\) Funktionen bestehenden Relationen werden aufgestellt. Im besonderen wird der Fall \\(p=1\\), \\(r=3\\) diskutiert und die Anwendung auf die Kurven dritter Ordnung durchgef\u00fchrt; auch die elliptischen Normalkurven haben hier ihren Platz gefunden.  Bei dem betr\u00e4chtlichen Umfange, den die beiden ersten Teile haben, mu\u00dfte der Verf. von vornherein die Absicht aufgeben, in dem dritten Teile eine \u00dcbersicht \u00fcber die Theorie der \\textit{Abel}schen und der hyperelliptischen Funktionen selbst zu geben; er mu\u00dfte sich vielmehr auf die speziellen \\textit{Abel}schen und die speziellen hyperelliptischen Thetafunktionen beschr\u00e4nken; von diesen handelt das zehnte, von jenen das neunte Kapitel. Bekanntlich enthalten die \\(p\\)-fach unendlichen Thetareihen in ihren Moduln \\(\\frac 12p(p+1)\\) Parameter, w\u00e4hrend sich die Anzahl der willk\u00fcrlichen Konstanten im hyperelliptischen Falle auf \\(2p-1\\), im \\textit{Abel}schen auf \\(3p-3\\) reduziert. Die Bedingungen f\u00fcr die Moduln der hyperelliptischen Thetareihen haben bereits \\textit{Weierstra\u00df} und \\textit{Riemann} erkannt; sie bestehen in dem Verschwinden gewisser gerader Thetafunktionen f\u00fcr die Nullwerte der Argumente Weit schwieriger liegt die Sache f\u00fcr den \\textit{Abel}schen Fall; hier hat \\textit{Schottky} f\u00fcr \\(p=4\\), den ersten in Betracht kommenden Wert des Geschlechtes, bewiesen, da\u00df die zwischen den Moduln bestehende Beziehung in einer ziemlich verwickelten Relation zwischen geraden Thetanullwerten besteht. Die allgemeinen Thetafunktionen schienen somit in der Theorie der hyperelliptischen und \\textit{Abel}schen Funktionen keine Stelle zu finden. Um so bemerkenswerter ist die Entdeckung \\textit{Wirtingers,} da\u00df doch eine Verbindung vorhanden ist, und zwar ergibt sie sich aus der Lehre von der Reduktion der \\textit{Abel}schen Integrale vom Geschlechte \\(q\\) auf solche niedrigeren Geschlechtes \\(p\\), die in dem elften und letzten Kapitel behandelt wird. Jeder \\(2p\\)-fach periodischen Funktion vom \\(p\\) Ver\u00e4nderlichen ist n\u00e4mlich eine Klasse algebraischer Funktionen vom Geschlechte \\(q\\) zugeordnet, bei der die \\(2pq\\) Perioden von gewissen \\(p\\) ihrer \\(q\\) linear unabh\u00e4ngigen Integrale erster Gattung sich aus \\(2p^2\\) Gr\u00f6\u00dfen linear und ganzzahlig zusammensetzen lassen; diese \\(p\\) Integrale k\u00f6nnen also durch Transformation auf Integrale von dem niedrigeren Geschlechte \\(p\\) reduziert werden. Es gibt mithin \\textit{Abel}sche Thetafunktionen vom Geschlechte \\(q\\), die nach einer Transformation h\u00f6her Grades in Produkte je einer Thetafunktion von \\(p\\) und von \\(q - p\\) Ver\u00e4nderlichen zerfallen, und zwar so, da\u00df die Thetafunktionen von \\(p\\) Variablen allgemeine Thetafunktionen sind. Die allgemeinen Thetafunktionen mit \\(p\\) Ver\u00e4nderlichen haben daher ihren Platz nicht bei den \\textit{Abel}schen Funktionen vom Geschlechte \\(p\\), sondern bei gewissen reduzierbaren Funktionen h\u00f6heren Geschlechtes \\(q\\).  Den Schlu\u00df des Werkes bildet ein Autoren- und ein Sachregister, durch welche die Benutzung des umfangreichen Werkes in dankenswerter Weise erleichtert wird; im besonderen gilt das f\u00fcr die in ihm verstreuten zahlreichen und wertvollen historisch-literarischen Angaben.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1504155$A8494C52-A27D-44B1-83D8-D21797733904","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"ea80b2ffb81e8556bc2800266555e31cf431596e","datavalue":{"value":"2656926","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1504155$E24401A0-073B-46A1-81BD-EF627866ADB8","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1504155$30A18AE0-7B2A-4A84-9C4C-B318A490BD28","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Lehrbuch der Thetafunktionen. 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