{"entities":{"Q1508063":{"pageid":1518803,"ns":120,"title":"Item:Q1508063","lastrevid":67864917,"modified":"2026-04-12T19:56:44Z","type":"item","id":"Q1508063","labels":{"en":{"language":"en","value":"Geometrie der Dynamen. Die Zusammensetzung von Kr\u00e4ften und verwandte Gegenst\u00e4nde der Geometrie."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2660838"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1508063$764F5EE7-B94D-43D4-A590-BA86F6E47D1C","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"5b09b025bb18ef2669b69bf1661299cb24df3124","datavalue":{"value":{"text":"Geometrie der Dynamen. Die Zusammensetzung von Kr\u00e4ften und verwandte Gegenst\u00e4nde der Geometrie.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1508063$82F272F2-952F-476C-B6B7-60E1BE5E7731","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"f6e860b4d4496bc50abd8731703cf1b4c8589e05","datavalue":{"value":"33.0691.01","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1508063$E772C7DD-0369-4886-8B71-A91CECB267BD","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"5e3ee3d3513999ffe70191a68d265c44ab646e3e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1436984,"id":"Q1436984"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1508063$00037EB0-F5B6-4D1C-9FA8-1E499ED792D5","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"db7a7bf9de32aab318edab7858b254f5e0409dd9","datavalue":{"value":{"time":"+1903-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1508063$6A89A0FB-E099-4F2D-AA01-2D4B4549A77E","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"bab21c0f433a3ba475854c819d4972904200aa0c","datavalue":{"value":"Das vorliegende Werk enth\u00e4lt die systematische Darstellung der Forschungen aus der Kinematik und Liniengeometrie, welche der Verf. seit mehreren Jahren angestellt und auch zumteil schon in verschiedenen Noten publiziert hat. Die Darstellung geht aus von den geometrischen Bildern, unter denen man Kr\u00e4fte und Kr\u00e4ftesummen darstellen kann. Es werden zun\u00e4chst neben die bekannten Repr\u00e4sentationen von ``Zugkr\u00e4ften'' und ``Drehkr\u00e4ften'' durch St\u00e4be (d. h. Linienst\u00fccke), bezw. St\u00e4bepaare oder Vektoren, neue einfache Repr\u00e4sentationen dieser Kr\u00e4fte gestellt; insbesondere werden solche geometrischen Figuren angegeben, der Motor und der Impulsor, welche als Repr\u00e4sentanten einer Dyname gelten k\u00f6nnen, d. h. des allgemeinsten, von sechs Konstanten abh\u00e4ngigen Kr\u00e4ftesystems. F\u00fcr diese Figuren lassen sich Verkn\u00fcpfungen definieren, welche der Zusammensetzung der Dynamen entsprechen. Von diesen kinematischen Untersuchungen aus, die sowohl elementargeometrisch als auch analytisch durchgef\u00fchrt werden, gelangt Verf. zu allgemeinen Untersuchungen der Liniengeometrie, insbesondere zu der Aufgabe, lineare Systeme von Gewinden hinsichtlich gewisser Gruppen zu klassifizieren.  Auf die Darstellung ist die gr\u00f6\u00dfte Sorgfalt verwandt, \u00fcberall sind die Voraussetzungen genau pr\u00e4zisiert und die Begriffe so scharf gefa\u00dft, da\u00df\\ alle S\u00e4tze auch streng gelten. Verf. verbindet mit einer seltenen geometrischen Phantasie die Strenge der Beweise, die in der Analysis und in anderen Zweigen der Mathematik heute erreicht ist. F\u00fcr die Liniengeometrie, nicht weniger als f\u00fcr die Kinematik, bedeutet das Erscheinen des Buches einen wirklichen Fortschritt durch seine Eigenart und die Konsequenz der Methoden, wie durch die F\u00fclle des durchaus neuen Stoffes. Dieser Stoff verteilt sich auf drei Abschnitte und einen Anhang, der eine neue Methode der Kinematik als Anwendung der entwickelten Theorie bringt.  Der erste Abschnitt behandelt elementar-geometrisch die Frage nach denjenigen m\u00f6glichst einfachen geometrischen Figuren, welche man einer Dyname zuordnen kann, von der Art, da\u00df\\ sich Dynamen konstruktiv zusammensetzen lassen, so wie man Zugkr\u00e4fte mit gemeinsamem Angriffspunkt oder Drehkr\u00e4fte zusammensetzen kann. Es werden drei L\u00f6sungen dieser Frage angegeben, und zwar ergeben sich diese sehr einfach dadurch, da\u00df\\ statt der Kr\u00e4fte die Bewegungen (und ihre Zusammensetzung) untersucht werden, indem Verf. den bekannten Zusammenhang zwischen Kr\u00e4ften und infinitesimalen Bewegungen auf endliche Bewegungen ausdehnt.  Nach drei einleitenden Paragraphen, in welchen die Haupts\u00e4tze der Kinematik (insbesondere diejenigen \u00fcber die mit einer Bewegung verbundenen Kollineationen und Korrelationen und das zugeh\u00f6rige Nullsystem) zusammengefa\u00dft sind, kommt \\textit{Study} zur Aufstellung geometrischer Figuren, die den Bewegungen und weiterhin Dynamen zugeordnet sind. Beispiele solcher Figuren sind:  1. Der Keil \\({\\mathfrak K}^{\\varphi'}_{\\varphi}\\), Inbegriff zweier nicht orthogonalen Ebenen \\(\\varphi ,\\varphi'\\), deren Schnittlinie die Gerade des Keils, hei\u00dft und (zusammen mit der uneigentlichen Geraden, in welcher sich die zu der Schnittgeraden orthogonalen Ebenen schneiden) ein ``Linienkreuz'' bestimmt, das als Tr\u00e4ger des Keils gilt.   2. Der Motor \\({\\mathfrak M}^{{\\mathfrak Y}}_{{\\mathfrak X}}\\), das System zweier in bestimmte Reihenfolge gesetzten Geraden \\({\\mathfrak X},{\\mathfrak Y}\\), die sich nicht rechtwinklig kreuzen.  3. Der Quirl, die Figur eines Punkts und einer Ebene, welche Dicht vereinigt liegen.  4. Der Impulsor \\({\\Im}^{{\\mathfrak Y}}_{{\\mathfrak X}}\\), das System zweier in bestimmte Reihenfolge gesetzten Geraden \\({\\mathfrak X}\\) und \\({\\mathfrak Y}\\), die nicht in einer Ebene liegen.  F\u00fcr jede dieser Figuren lassen sich die Begriffe der Gleichheit und Zusammensetzung (Addition, Subtraktion und Multiplikation mit Konstanten) definieren. Es lassen sich ihnen Kollineationen oder Korrelationen und damit auch Bewegungen zuordnen und darnach die Zusammensetzung der Dynamen auf die Zusammensetzung jener Figuren zur\u00fcckf\u00fchren.  Wegen der Konstruktionen selbst verweist Ref. auf das sehr sch\u00f6ne Selbstreferat des Verf. in dem Jahresb. d. deutsch. Math.-Ver. 11, 313-342 (Referat S. 490 dieses Bandes, siehe JFM 33.0490.03).  An die elementargeometrische Behandlung dieser Dinge im ersten Abschnitt schlie\u00dft sich im zweiten Abschnitt die \\textit{analytische} Behandlung. Daf\u00fcr liefert gerade die Beziehung der Bewegungen zu den verschiedenen Dynamenbildern den Ausgangspunkt. \\textit{Study} stellt die Figuren des Stabs, Vektors, Keils etc. durch sogenannte \\textit{Alternanten} dar, einfach gebaute (bilineare) Formen in symbolischer Form, so da\u00df\\ die Addition dieser Alternanten der Addition jener Figuren (und der Dynamen) entspricht. Die Konstruktionen und alle Rechnungen sind dabei so gew\u00e4hlt, da\u00df\\ sie gegen\u00fcber Bewegungen invariant sind, indem von vornherein alle in die Rechnung eingehenden Gr\u00f6\u00dfen: Strecke, Winkel zweier Geraden, Winkel zweier Ebenen, als Bewegungsinvarianten eingef\u00fchrt werden. Die symbolischen Rechnungsmethoden von \\textit{Aronhold} und \\textit{Clebsch} sind in bescheidenem Ma\u00dfe verwendet, soweit die \u00dcbersichtlichkeit dadurch gewinnt.  Beispielsweise wird dem Keil \\({\\mathfrak K}^{\\varphi'}_{\\varphi}\\) die Alternante zugeordnet:  \\[ ({\\mathfrak K}{\\mathfrak X}=\\frac{(\\varphi\\varphi'uv)}{(\\varphi |\\varphi')}, \\]  wo \\((\\varphi\\varphi' uv)\\) die Determinante aus den Koordinaten der vier Ebenen \\(\\varphi\\varphi' uv\\):  \\[ |\\varphi_0\\varphi_1'u_2v_3| \\]  und \\((\\varphi | \\varphi')\\) die Summe \\(\\varphi_1\\varphi_1'+\\varphi_2\\varphi_2'+\\varphi_3\\varphi_3'\\) bedeutet. Der geometrischen Summe zweier Keile mit gemeinsamer Anfangsebene \\(\\omega :{\\mathfrak K}^{\\varphi}_{\\omega}\\) und \\({\\mathfrak K}^{\\psi}_{\\omega}\\) oder der Gleichung:  \\[ {\\mathfrak K}^{\\chi}_{\\omega}={\\mathfrak K}^{\\varphi}_{\\omega}+{\\mathfrak K}^{\\psi}_{\\omega}, \\]  entspricht dann die Addition der entsprechenden Alternanten, d. h. die Relation:  \\[ \\frac{(\\omega\\chi uv)}{(\\omega |\\chi)}=\\frac {(\\omega\\varphi uv)}{(\\omega |\\varphi)}+\\frac{(\\omega\\psi uv)}{(\\omega |\\psi)}\\,. \\]  In den andern F\u00e4llen, f\u00fcr St\u00e4be, Vektoren, Quirle etc. wird ganz analog verfahren.  Um die vom Verf. definierte zweite Art von Zusammensetzung der Motoren und Impulsoren, die sogenannte ``stereometrische'' Addition analytisch darzustellen, f\u00fchrt er f\u00fcr die Geraden des Raumes eine neue, sehr fruchtbare Darstellung ein durch ``duale Strahlenkoordinaten'', d. h. durch allgemeine Gr\u00f6\u00dfen eines komplexen Zahlensystems. Sie werden auch durchg\u00e4ngig verwendet bei den Untersuchungen des dritten Abschnitts, dessen Hauptziel eine Klassifikation der linearen Mannigfaltigkeiten von Dynamen oder von reellen Gewinden (linearen Linienkomplexen) statt der Dynamen ist.  Wegen des Inhalts des dritten Abschnitts verweist Ref. hier vor allem wieder auf das Selbstreferat des Verf. im Jahresb. der deutsch. Math.Ver. 11, 97-123. Ref. verdankt selbst wesentliche Punkte der folgenden Darstellung den pers\u00f6nlichen Mitteilungen von \\textit{Study}.  Nach \\textit{Pl\u00fccker} wird bekanntlich eine Gerade des \\(R_3\\) durch sechs Koordinaten \\({\\mathfrak X}_{01}, {\\mathfrak X}_{02}, {\\mathfrak X}_{03}\\), \\({\\mathfrak X}_{12}, {\\mathfrak X}_{23}, {\\mathfrak X}_{31}\\) dargestellt, welche die Identit\u00e4t erf\u00fcllen:  \\[ \\frac 12({\\mathfrak X}{\\mathfrak X}={\\mathfrak X}_{01}{\\mathfrak X}_{23}+{\\mathfrak X}_{02}{\\mathfrak X}_{31}+{\\mathfrak X}_{03}{\\mathfrak X}_{12}=0. \\]  Sechs bestimmte Gr\u00f6\u00dfen \\({\\mathfrak X}_{ik}\\;(i, k\\;=\\) 0, 1, 2, 3), welche diese letztere Identit\u00e4t nicht erf\u00fcllen, k\u00f6nnen als Koordinaten eines Gewindes angesehen werden, dessen Gleichung ist:  \\[ ({\\mathfrak X}{\\mathfrak Y})={\\mathfrak X}_{01}{\\mathfrak Y}_{23}+{\\mathfrak X}_{02}{\\mathfrak Y}_{31}+{\\mathfrak X}_{03}{\\mathfrak Y}_{12}+{\\mathfrak X}_{23}{\\mathfrak Y}_{01}+{\\mathfrak X}_{31}{\\mathfrak Y}_{02}+{\\mathfrak X}_{12}{\\mathfrak Y}_{03}=0, \\]  wo nun die \\({\\mathfrak Y}\\) ver\u00e4nderliche \\textit{Pl\u00fccker}sche Linienkoordinaten sind. Jedes System \\(\\sigma {\\mathfrak X}_{01}\\), \\(\\sigma {\\mathfrak X}_{02}\\), \\(\\sigma {\\mathfrak X}_{03}\\), \\(\\sigma {\\mathfrak X}_{23}+ \\tau {\\mathfrak X}_{01}\\), \\(\\sigma {\\mathfrak X}_{31}+ \\tau {\\mathfrak X}_{02}\\), \\(\\sigma {\\mathfrak X}_{12}+ \\tau {\\mathfrak X}_{03}\\) stellt alsdann ein zum Gewinde \\({\\mathfrak X}_{ik}\\) \\textit{koaxiales} Gewinde vor.  Um das Gemeinsame der genannten Gewinde, n\u00e4mlich eben ihre Hauptachse, kurz zu bezeichnen, bedient sich Verf. eines Systems dualer Gr\u00f6\u00dfen, \\(\\sigma +\\tau\\varepsilon\\), mit zwei Einheiten 1 und \\(\\varepsilon\\), deren letzte in Rechnungen an die Bedingung  \\[ \\varepsilon^2=0 \\]  gekn\u00fcpft wird.   Fa\u00dft man jetzt die Gewindekoordinaten in der Form:  \\[ X_1={\\mathfrak X}_{01}+{\\mathfrak X}_{23}\\cdot\\varepsilon,\\;X_2={\\mathfrak X}_{02}+{\\mathfrak X}_{31}\\cdot\\varepsilon,\\;X_3={\\mathfrak X}_{03}+{\\mathfrak X}_{12}\\cdot\\varepsilon \\]  zusammen, so kann man die dualen Verh\u00e4ltnisgr\u00f6\u00dfen \\(X_1 : X_2 : X_3\\) als Koordinaten der Hauptachse eines B\u00fcschels koaxialer Gewinde, mithin als Koordinaten einer beliebigen eigentlichen Geraden ansehen, solange nicht gleichzeitig die drei Gr\u00f6\u00dfen \\({\\mathfrak X}_{01},{\\mathfrak X}_{02}\\) und \\({\\mathfrak X}_{03}\\) Null sind.  Die linearen ``synektischen'' Transformationen dieser drei Verh\u00e4ltnisgr\u00f6\u00dfen, die den homogenen Koordinaten eines reellen oder imagin\u00e4ren Punktes der Ebene analog sind,  \\[ X_i'={\\mathfrak a}_{i1}X_1+{\\mathfrak a}_{i2}X_2+{\\mathfrak a}_{i3}X_3\\quad (\\text{f\u00fcr}\\;i=1,2,3) \\]  definieren eine kontinuierliche Gruppe (sogenannter dual kollinearer Transformationen) mit 16 Parametern \\(G_{16}\\) im Linienraum, die \u00e4hnlich behandelt werden kann, wie die Gruppe aller \\(\\infty^{15}\\) Kollineationen in der \\textit{Pl\u00fccker}schen Liniengeometrie behandelt zu werden pflegt.  So l\u00e4\u00dft sich der Begriff des Doppelverh\u00e4ltnisses von vier Punkten der Ebene (einer Geraden) erweitern zu dem Begriff des \\textit{dualen Doppelverh\u00e4ltnisses} von vier Geraden, die im Normalennetz (s. unten) einer eigentlichen Geraden gelegen sind.  F\u00fcr die Liniengeometrie ist die Auffassung wesentlich, wonach die Gesamtheit aller Geraden im Raum ein abgeschlossenes algebraisches Kontinuum bildet, welches auf eine \\(M^2_4\\) im \\(R_5\\) eindeutig und stetig abbildbar ist. In \\textit{diesem} Kontinuum sind nun aber die erkl\u00e4rten neuen Transformationen noch nicht eindeutig, vielmehr ist es ein schwieriges Problem, den Begriff der reellen eigentlichen Geraden so zu erweitern, da\u00df\\ man ein (neues) Kontinuum erh\u00e4lt, in welchem jene \\(\\infty^{16}\\) Transformationen \u00fcberall wohl definiert, eindeutig und stetig sind. Es soll hier nur eine der beiden entwickelten L\u00f6sungen angef\u00fchrt werden.  Diese L\u00f6sung besteht darin, da\u00df\\ den reellen eigentlichen Geraden die Punkte der unendlich fernen Ebene hinzugef\u00fcgt werden. Das so erhaltene reelle Kontinuum wird dann noch in das komplexe Gebiet ausgedehnt, und f\u00fcr den in doppelter Hinsicht erweiterten Begriff der Geraden wird das Wort Strahl gebraucht, um Verwechslungen mit den \\textit{Pl\u00fccker}schen Geraden vorzubeugen. Das Strahlenkontinuum unterscheidet sich in wesentlichen Eigenschaften vom \\textit{Pl\u00fccker}schen Linienkontinuum. Es wird nicht wie dieses auf eine \\(M^2_4\\) im \\(R_5\\), sondern auf eine Mannigfaltigkeit \\(M^3_4\\) im ebenen Raum von acht Dimensionen \\(R_8\\) umkehrbar-eindeutig und stetig abgebildet.  Zur Darstellung der Strahlen des erw\u00e4hnten Strahlenkontinuums dienen die Strahlenkoordinaten zweiter Art, die, im Falle der dargestellte Strahl zugleich als Gerade im Sinne \\textit{Pl\u00fccker}s angesehen werden kann, sich in folgender Weise durch die \\textit{Pl\u00fccker}schen Koordinaten ausdr\u00fccken lassen:  \\[ {\\mathfrak X}_1={\\mathfrak X}_{01},\\quad {\\mathfrak X}_2={\\mathfrak X}_{02},\\quad {\\mathfrak X}_3={\\mathfrak X}_{03}, \\]   \\[ {\\mathfrak X}_{11}=\\left|\\begin{matrix} {\\mathfrak X}_{02} & {\\mathfrak X}_{31} \\\\ {\\mathfrak X}_{03} & {\\mathfrak X}_{12} \\end{matrix} \\right| ,\\quad {\\mathfrak X}_{22}=\\left| \\begin{matrix} {\\mathfrak X}_{03} & {\\mathfrak X}_{12} \\\\ {\\mathfrak X}_{01} & {\\mathfrak X}_{23} \\end{matrix} \\right| ,\\quad {\\mathfrak X}_{33}=\\left|\\begin{matrix} {\\mathfrak X}_{01} & {\\mathfrak X}_{23} \\\\ {\\mathfrak X}_{02} & {\\mathfrak X}_{31} \\end{matrix}\\right|, \\]  wobei die Relation besteht:  \\[ {\\mathfrak X}_1{\\mathfrak X}_{11}+{\\mathfrak X}_2{\\mathfrak X}_{22}+{\\mathfrak X}_3{\\mathfrak X}_{33}=0. \\]  Die Gr\u00f6\u00dfen \\({\\mathfrak X}_i\\) und \\({\\mathfrak X}_{ii}\\) spielen in diesen Formeln eine verschiedene Rolle, mit dem System \\({\\mathfrak X}_i,{\\mathfrak X}_{ii}\\) ist das System \\(\\varrho {\\mathfrak X}_i, \\varrho^2 {\\mathfrak X}_{ii}\\) (f\u00fcr \\(i= 1, 2, 3\\) gesetzt) \u00e4quivalent, abweichend von dem Verhalten der zuerst benutzten Koordinaten \\({\\mathfrak X}_{01},\\dots ,{\\mathfrak X}_{31}\\), wo dieses System \u00e4quivalent ist mit dem System \\(\\varrho{\\mathfrak X}_{01},\\dots ,\\varrho {\\mathfrak X}_{31}\\).   Eine nicht unwesentliche Eigenschaft der Strahlenkoordinaten ist die, da\u00df\\ stetigen \u00c4nderungen derselben auch stets stetige Lagen\u00e4nderungen des Strahls entsprechen usw.   Ist eine der Gr\u00f6\u00dfen \\({\\mathfrak X}_i\\) von Null verschieden, so hat man einen eigentlichen Strahl vor sich, wenn sie alle drei gleichzeitig verschwinden, einen unendlich fernen Punkt oder, da hier der unendlich ferne Punkt als Grenzfall eines eigentlichen Strahls aufgefa\u00dft wird, einen Punktstrahl. Der zugeh\u00f6rige geometrische Grenz\u00fcbergang ist dieser: L\u00e4\u00dft man einen eigentlichen Strahl in einem Parallelenb\u00fcschel ins Unendliche r\u00fccken, so geht er \u00fcber in einen Punktstrahl oder Punkt, der zusammenf\u00e4llt mit dem Scheitel des zweiten Parallelenb\u00fcndels, das zu dem ersten orthogonal ist.  In diesem Strahlenkontinnum nun sind die erw\u00e4hnten Transformationen \u00fcberall wohldefiniert, eindeutig und stetig. Sie haben die weitere bemerkenswerte Eigenschaft, aus dem Normalennetz eines Strahls, d. i. der Gesamtheit aller Strahlen, welche einen gegebenen (die Achse) ``rechtwinklig'' schneiden, wieder ein Normalennetz hervorgehen zu lassen (ferner duale Doppelverh\u00e4ltnisse nicht zu \u00e4ndern). Dabei wird nun aber die Achse des Normalennetzes im allgemeinen nicht in die Achse des transformierten Normalennetzes \u00fcbergef\u00fchrt. Mit der betrachteten Transformation ist also eine zweite verbunden, welche angibt, wie die Achsen entsprechender Normalennetze einander zugeordnet werden, und auch diese Transformationen werden in Strahlenkoordinaten erster Art oder in dualen Strahlenkoordinaten ausgedr\u00fcckt durch ein System linearer Gleichungen:  \\[ U_i'={\\mathfrak b}_{i1}U_1+{\\mathfrak b}_{i2}U_2+{\\mathfrak b}_{i3}U_3\\quad (i=1,2,3). \\]  Dabei sind die Gr\u00f6\u00dfen \\({\\mathfrak b}_{ik}\\) proportional den Ausdr\u00fccken \\(\\frac{\\partial \\varDelta}{\\partial {\\mathfrak a}_{ik}}\\), wo \\(\\varDelta = |{\\mathfrak a}_{11}{\\mathfrak a}_{22}{\\mathfrak a}_{33}|\\) ist.  Hieraus ergibt sich also die Notwendigkeit, das ganze Strahlenkontinuum mit zwei Bl\u00e4ttern zu \u00fcberdecken. Strahlen verschiedener Bl\u00e4tter werden ``kontragredient'' transformiert. Der hiermit eingef\u00fchrte Begriff der Kontragredienz ist nahe verwandt mit dem in der Geometrie \u00fcblichen Begriff. Die Strahlen der beiden Bl\u00e4tter verhalten sich \u00e4hnlich zu einander wie die Punkte und Geraden in der ebenen Geometrie, und es ist z. B. der Inbegriff aller Strahlen des zweiten Blattes, die senkrecht stehen auf einem Strahl des ersten Blattes, analog dem Inbegriff aller reellen oder komplexen Geraden einer Ebene, die mit einem ebenfalls reellen oder komplexen Punkte vereinigt liegen.  Die allgemeinste kontinuierliche Gruppe von analytischen Strahlentransformationen, welchen als charakteristisch die Eigenschaft zukommt, aus einem Normalennetz eines Strahls wieder ein Normalennetz hervorgehen zu lassen und in dem beschriebenen Strahlenkontinuum eindeutig zu sein, ist eine solche von 17 Parametern \\(G_{17}\\), die \\textit{Study} radialprojektiv nennt. Diese \\(G_{17}\\) entsteht durch Erweiterung der Gruppe der dualen Kollineationen durch die Gruppe der \\(\\infty^7\\) \u00c4hnlichkeitstransformationen. Dieser Gruppe \\(G_{17}\\) ist die Gruppe der Kollineationen des \\(R_8\\) isomorph, welche die Mannigfaltigkeit \\(M^3_4\\) unge\u00e4ndert lassen.  Der Unterschied zwischen dem Strahlenkontinuum und dem \\textit{Pl\u00fccker}schen Linienkontinuum tritt besonders hervor, wenn man komplexe Werte der Koordinaten, imagin\u00e4re Strahlen und Geraden betrachtet.  Es gibt n\u00e4mlich \\(\\infty^3\\) imagin\u00e4re Strahlen (die sogenannten akzessorischen Strahlen), welche \u00fcberhaupt nicht als imagin\u00e4re Geraden angesehen werden k\u00f6nnen. Es sind dies diejenigen Strahlen, deren Koordinaten \\({\\mathfrak X}_{01},{\\mathfrak X}_{02},{\\mathfrak X}_{03}\\) von Null verschieden sind und den Bedingungen gen\u00fcgen:  \\[ {\\mathfrak X}^2_{01}+{\\mathfrak X}^2_{02}+{\\mathfrak X}^2_{03}=0, \\]   \\[ {\\mathfrak X}_{01}{\\mathfrak X}_{23}+{\\mathfrak X}_{02}{\\mathfrak X}_{31}+{\\mathfrak X}_{03}{\\mathfrak X}_{12}\\neq 0. \\]  Ferner gibt es \\(\\infty^2\\) eigentliche imagin\u00e4re Strahlen (die sogenannten \\textit{Minimalstrahlen}), denen gleich \\(\\infty^1\\) viele imagin\u00e4re Gerade, bezw. Minimalgerade \u00e4quivalent sind. Die Koordinaten eines Minimalstrahls erf\u00fcllen die Gleichungen  \\[ {\\mathfrak X}^2_{01}+{\\mathfrak X}^2_{02}+{\\mathfrak X}^2_{03}=0, \\]   \\[ {\\mathfrak X}_{01}{\\mathfrak X}_{23}+{\\mathfrak X}_{02}{\\mathfrak X}_{31}+{\\mathfrak X}_{03}{\\mathfrak X}_{12} = 0. \\]  Der Inbegriff der \\(\\infty^3\\) akzessorischen Strahlen wird als \\textit{akzessorischer Komplex} bezeichnet. In demselben ist die Gesamtheit der \\(\\infty^2\\) Minimalstrahlen, oder die \\textit{absolute Kongruenz,} und ferner die Gesamtheit oder Kongruenz der \\(\\infty^2\\) Punktstrahlen enthalten, ebenso der Durchschnitt dieser beiden Kongruenzen, der \\textit{absolute Kegelschnitt.}   Verf. entwickelt die Strahlengeometrie hinsichtlich der kontinuierlichen Gruppen und betrachtet folgende Strahlenmannigfaltigkeiten, unter denen die als ``Ketten'' bezeichneten Hauptachsen\u00f6rter von linearen Gewindemannigfaltigkeiten mit aufgez\u00e4hlt sind.  \\textit{Dreidimensionale} Strahlenmannigfaltigkeiten, welche Komplexe hei\u00dfen. Jeder analytische Komplex l\u00e4\u00dft sich, wie bewiesen wird, durch eine Gleichung in den Strahlenkoordinaten zweiter Art darstellen. Unter den algebraischen Komplexen betrachtet Verf. genauer die einfachsten, n\u00e4mlich die \\textit{planaren Komplexe,} dargestellt durch die Gleichung  \\[ {\\mathfrak A}_1{\\mathfrak X}_1+{\\mathfrak A}_2{\\mathfrak X}_2+{\\mathfrak A}{\\mathfrak X}_3=0, \\]  und die \\textit{quadratischen} Komplexe, dargestellt durch:  \\[ ({\\mathfrak A}_1{\\mathfrak X}_1+{\\mathfrak A}_2{\\mathfrak X}_2+{\\mathfrak A}_3{\\mathfrak X}_3)^2+{\\mathfrak P}_1{\\mathfrak X}_{11}+{\\mathfrak P}_2{\\mathfrak X}_{22}+{\\mathfrak P}_3{\\mathfrak X}_{33}=0. \\]  Die nicht akzessorischen Strahlen eines planaren Komplexes geh\u00f6ren einem linearen Geradenkomplex an, dessen Gerade alle einer Ebene parallel sind. Die reellen eigentlichen Strahlen eines quadratischen Komplexes bilden einen speziellen quadratischen Geradenkomplex.  F\u00fcr die Gleichung der Strahlenkomplexe sind zwei auch geometrisch erkl\u00e4rte ganze Zahlen \\(\\mu ,\\nu\\) wichtig. Sie sind f\u00fcr die Klassifikation der Komplexe hinsichtlich der \\(G_{16}\\) charakteristisch, und Verf. l\u00f6st die Aufgabe, alle Typen zu gegebenen Zahlen \\(\\mu\\) und \\(\\nu\\) hinzuschreiben.  \\textit{Zweidimensionale} Strahlenmannigfaltigkeiten hei\u00dfen Kongruenzen. Von diesen haben besonders merkw\u00fcrdige Eigenschaften die ``synektischen'' Kongruenzen, die \\textit{aplanaren} und \\textit{planaren} Kettenkongruenzen. Die aplanaren Kettenkongruenzen lassen sich zu \\(\\infty^8\\) Paaren anordnen, so da\u00df\\ jede Kongruenz aus den gemeinsamen Normalen von s\u00e4mtlichen Strahlenpaaren der andern besteht. Die Strahlen der \\(\\infty^7\\) planaren Kongruenzen lassen sich auf \\(\\infty^1\\) Parallelenb\u00fcschel verteilen, von denen jedes einen der \\(\\infty^1\\) Punktstrahlen der Kongruenzen enth\u00e4lt. Die synektischen Kongruenzen lassen sich wieder zu Paaren anordnen, und ihre reellen Strahlen sind identisch mit den Normalenkongruenzen paralleler abwickelbarer Fl\u00e4chen.  Eindimensionale Strahlenmannigfaltigkeiten nennt Verf. \\textit{B\u00e4nder,} da dieselben n\u00e4mlich nicht notwendig identisch sind mit Fl\u00e4chen. Auch sie lassen sich im allgemeinen wieder zu Paaren anordnen, indem jedes Band ans den gemeinsamen Normalen je zweier konsekutiven Strahlen des andern besteht.  An dieser Stelle f\u00fchren wir kurz einiges aus den gruppentheoretisehen Untersuchungen an. Die Gruppe \\(G_{17}\\) enth\u00e4lt als invariante Untergruppen:  1. die \\(G_{16}\\) der dualen Kollineationen,  2. eine kontinuierliche Gruppe \\(G_9\\), deren Transformationen die \\(\\infty^2\\) Punktstrahlen einzeln in Ruhe lassen,  3. eine in dieser \\(G_9\\) enthaltene Untergruppe \\(G_8\\), deren Transformationen paarweise vertauschbar sind und duale Schiebungen hei\u00dfen,  4. eine \\(G_7\\), deren Transformationen den akzessorischen Komplex in Ruhe lassen. Diese Transformationen sind dadurch charakterisiert, da\u00df\\ sie das \u00dcbereinanderliegen von Strahlen verschiedener Bl\u00e4tter nicht zerst\u00f6ren; sie fallen im reellen Gebiet zusammen mit der Gruppe \\({\\mathfrak g}_7\\) der \u00c4hnlichkeitstransformationen.  Diese Begriffsbildungen haben mit der Geometrie der Gewinde, Dynamen und Motoren etc. einen einfachen Zusammenhang.  Die Gesamtheit der linearen Transformationen im Gewinderaum n\u00e4mlich (wo das Gewinde als Raumelement gesetzt ist) bildet eine Gruppe \\(\\varGamma_{35}\\). Diese enth\u00e4lt eine Untergruppe \\(\\varGamma_{18}\\), die koaxiale Gewinde in ebensolche \u00fcberf\u00fchrt und durch diese Eigenschaft definiert ist. Fragt man dann, wie bei den Transformationen von \\(\\varGamma_{18}\\) die Hauptachsen koaxialer Gewinde eines B\u00fcschels vertauscht werden, so kommt man auf die alte Gruppe \\(G_{17}\\). Daher ist mit einer Klassifikation der linearen Mannigfaltigkeiten von Gewinden gegen\u00fcber \\(\\varGamma_{18}\\) zugleich eine Klassifikation der zugeh\u00f6rigen \u00d6rter von Hauptachsen dieser Gewinde gegen\u00fcber \\(G_{17}\\) geleistet.  Fragt man nach den einfachsten B\u00e4ndern eigentlicher Strahlen, d. h. nach solchen, die Mannigfaltigkeiten von m\u00f6glichst geringer Dimension bilden, so ergeben sich n\u00e4chst den \\(\\infty^4\\) Parallelenb\u00fcscheln, denen einige Paragraphen des Buchs gewidmet sind, noch \\(\\infty^7\\) B\u00e4nder, die Ketten hei\u00dfen. Diese Strahlenketten sind analog jenen \\(\\infty^7\\) Ketten, die \\textit{v. Staudt} in die projektive Geometrie der Ebene eingef\u00fchrt hat, und gleichzeitig deckt sich der Begriff der reellen Strahlenkette mit der Vereinigung der Begriffe des Zylindroids und des ebenen B\u00fcschels von Strahlen mit eigentlichem Mittelpunkt.  Der Begriff des Zylindroids, oder vielmehr der nur weniger umfassende Begriff der Strahlenkette erweist sich hiernach als ein Fundamentalbegriff der Geometrie, wodurch das Interesse verst\u00e4ndlich wird, welches die Geometer immer jener Fl\u00e4che zugewendet haben.  Die Gesamtheit der Normalen zu allen Strahlen einer Kette bildet den ``Kettenkomplex'', der als zur Kette reziproke Figur bezeichnet wird.  Nach den Strahlenketten erfahren eine eingehende Untersuchung die Hauptachsen\u00f6rter der zwei- und dreidimensionalen Gewindemannigfaltigkeiten, die Kettenkongruenzen und Kettenkomplexe. Es werden die geometrischen Bestimmungsweisen, die analytischen Darstellungen, sowie die Abbildungen der Ketten auf Mannigfaltigkeiten im \\(R_8\\) und ihr gegenseitiges Verh\u00e4ltnis angegeben und diskutiert.  Zu sehr interessanten Resultaten gelangt Verf. dadurch, da\u00df\\ er an Stelle des Strahls die aplanare Kettenkongruenz und den Parallelenb\u00fcschel als Raumelemente w\u00e4hlt. Im ersten Fall ergibt sich dabei aus der Punkt- und Streckenrechnung des \\(R_8\\) die sogenannte geometrische Addition der aplanaren Kettenkongruenzen. Setzt man die aplanare Kettenkongruenz und den eigentlichen Punkt des \\(R_3\\) analog, so ergibt sich eine direkte Parallele der radial-projektiven und der Euklidischen Geometrie des \\(R_3\\). Der Gruppe \\(G_{17}\\) entspricht dann die \\({\\mathfrak g}_7\\) der \u00c4hnlichkeitstransformationen in der Euklidischen Geometrie.  F\u00fcr die aplanaren Kettenkongruenzen werden im Anschlu\u00df\\ an die Besprechung der metrischen Eigenschaften der linearen Systeme von Gewinden und deren Klassifikation die Brennfl\u00e4chen, Grenzfl\u00e4chen und Fu\u00dfpunktfl\u00e4chen zu bestimmten Punkten des Raumes aufgestellt und diskutiert. Durch Einf\u00fchrung von Parametern \\(\\lambda\\) und \\(\\mu\\) f\u00fcr gewisse Fl\u00e4chensysteme (die sogenannten Parameterfl\u00e4chen) lassen sich die Linien der aplanaren Kettenkongruenzen in analoger Weise darstellen, wie man Punkte der Ebene durch elliptische Koordinaten bestimmen kann. Mit diesen Koordinaten gelingt z. B. das schwierige Problem der Integration derjenigen Differentialgleichung, von welcher die Zusammenfassung von Kongruenzlinien zu abwickelbaren Fl\u00e4chen abh\u00e4ngt.  Am Schlu\u00df\\ des dritten Abschnittes kommt Verf. wieder auf die Kinematik zur\u00fcck. Als Anwendung der Klassifikation der linearen Gewindesysteme ergibt sich die L\u00f6sung der bisher noch nirgends behandelten Aufgabe, die verschiedenen Arten von Freiheit eines starren K\u00f6rpers im Infinitesimalen zu klassifizieren.  Im Anhang skizziert der Verf. eine neue Methode der Kinematik, d. h. des ``Studiums der (analytischen) Mannigfaltigkeiten von \\(\\infty^r\\) (\\(r = 1, 2,\\dots , 6\\)) Lagen eines starren K\u00f6rpers im \\(R_3\\)'', wobei es sich um die Beweglichkeit im Endlichen handelt.  Der starre K\u00f6rper kann ersetzt werden durch drei einander rechtwinklig schneidende orientierte Gerade, mit welchen ein kartesisches Koordinatensystem verbunden ist. Dieses System kann \\(\\infty^6\\) Lagen annehmen, von denen jede einzelne ein \\textit{Soma} und eine beliebige, aber bestimmt gew\u00e4hlte Lage ein \\textit{Protosoma} hei\u00dft. Verf. leitet nun zun\u00e4chst aus den Koordinatentransformationsformeln die Bemerkung ab, da\u00df\\ das Soma durch ein System von vier dualen Verh\u00e4ltnisgr\u00f6\u00dfen, als Koordinaten, gegeben werden kann, also durch:  \\[ X_0={\\mathfrak X}_0+{\\mathfrak X}_{123}\\cdot\\varepsilon  \\]   \\[ X_1={\\mathfrak X}_{01}+{\\mathfrak X}_{23}\\cdot\\varepsilon,\\quad X_2={\\mathfrak X}_{02}+{\\mathfrak X}_{31}\\cdot\\varepsilon,\\quad X_3={\\mathfrak X}_{03}+{\\mathfrak X}_{12}\\cdot\\varepsilon. \\]  In dieser Darstellung erweist sich also das Soma als eine Erweiterung des Begriffs des reellen Strahls, und es ergibt sich eine Geometrie der Somen, welche analog ist der radial-projektiven Geometrie und diese umfa\u00dft.  Den dualen Kollineationen entsprechend wird man zun\u00e4chst zu einer kontinuierlichen Gruppe von linearen Transformationen mit dualen Koeffizienten \\(G_{30}\\) gef\u00fchrt, und diese, zusammen mit der kontinuierlichen Gruppe \\({\\mathfrak g}_7\\) von \u00c4hnlichkeitstransformationen der Somen, ergibt die kontinuierliche Gruppe \\(G_{31}\\) der ``projektiven Transformationen der Somen''. Diese umfassende Gruppe ist geometrisch dadurch definiert, da\u00df\\ sie alle analytischen Transformationen der Somen umfa\u00dft, welche aus dem Inbegriff der zu irgend einem Soma ``symmetralen'' Somen stets wieder einen solchen Inbegriff hervorgehen lassen. Dabei bezeichnet Verf. zwei Somen als zu einander symmetral, wenn sie durch eine Umwendung zur Deckung kommen.  Die Untersuchung der Lagen eines starren K\u00f6rpers, dessen Bewegungen noch \\(r\\) Grade der Freiheit im Endlichen gelassen sind, ist offenbar identisch mit dem Studium der \\(r\\)-dimensionalen Somenmannigfaltigkeiten hinsichtlich der \\(G_{31}\\). Eine relativ einfache Aufgabe, welche Verf. l\u00f6st, ist diese, die sogenannten Somenketten \\(C_r\\) in bezug auf die \\(G_{31}\\) zu klassifizieren und durch geometrische Konstruktionen zu erzeugen. Somenketten sind solche analytischen Mannigfaltigkeiten von \\(\\infty^r\\) Somen, f\u00fcr die \\({\\mathfrak X}_0,\\dots ,{\\mathfrak X}_{12}\\) als lineare homogene Funktionen von \\(r + 1\\) Parametern darstellbar sind, also z. B. die Mannigfaltigkeiten, die man durch die Gruppen der Schiebungen aus einem Soma erh\u00e4lt.  Indem \\textit{Study} wieder den Raum mit Somen doppelt \u00fcberdeckt, \\textit{zwei Bl\u00e4tter} unterscheidet, lassen sich Reziprozit\u00e4tsbeziehungen definieren, durch welche die Somenmannigfaltigkeiten paarweise zusammengefa\u00dft werden und die Konstruktionen der Ketten \u00fcbersichtlicher sich gestalten.  Wie f\u00fcr die radial-projektive Geometrie stellt sich auch f\u00fcr die Geometrie der Somen hinsichtlich der \\(G_{31}\\) die Notwendigkeit ein, ein nat\u00fcrliches abgeschlossenes Kontinuum der Somenmannigfaltigkeit zu definieren; dies geschieht durch die Einf\u00fchrung des Begriffs ``Parasoma'', das dem Punktstrahl analog ist.   Au\u00dfer der Gruppe \\(G_{31}\\) betrachtet Verf. noch eine gemischte Gruppe \\(G_{28},H_{28}\\) von analytischen Transformationen, welche die charakteristische Eigenschaft haben, ``konsekutiven eigentlichen Somen, die durch eine infinitesimale Drehung (Schiebung) in einander \u00fcbergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, Somen gleicher Eigenschaft zuzuordnen''.  In der Gruppe \\(G_{28}\\) ist neben anderen Gruppen eine gemischte Gruppe \\(G_{12},H_{12}\\) von solchen synektischen Transformationen enthalten, welche die dualquadratische Form  \\[ (XX)=X_0^2+X^2_1+X^2_2+X^2_3 \\]  nur um einen dualen Faktor \u00e4ndern. Verf. wird hier anschlie\u00dfend zu der Bemerkung gef\u00fchrt, da\u00df\\ in der Geometrie dieser Gruppe die Formeln und S\u00e4tze der nichteuklidischen Geometrie im Raum positiver Kr\u00fcmmung eine neue Deutung finden.  Einen besonderen Hinweis m\u00f6chte Ref. noch machen auf die Er\u00f6rterungen \u00fcber die \u00c4quivalenzbegriffe der Kinematik und Mechanik. Das Genauere mu\u00df\\ im Buche selbst nachgelesen werden.  Die gew\u00e4hlte Darstellung ist sehr klar, wenn auch das Studium des Buches, das eine ganze gro\u00dfe Theorie umspannt, nicht gerade leicht ist. Die Schwierigkeit liegt auch in der F\u00fclle neuer Resultate und den vielen eigenartigen Methoden.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1508063$CF37FCD8-8585-4224-B662-D50A6C3C4101","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"7b662c8db94281f1fecb156cdb43abac9a634457","datavalue":{"value":"2660838","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1508063$D0A8276F-F81D-41E7-8A49-108BBF34580F","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1508063$0EFC9916-E6B7-4B5E-945F-CA46A0EB7B3D","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Geometrie der Dynamen. Die Zusammensetzung von Kr\u00e4ften und verwandte Gegenst\u00e4nde der Geometrie.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Geometrie_der_Dynamen._Die_Zusammensetzung_von_Kr%C3%A4ften_und_verwandte_Gegenst%C3%A4nde_der_Geometrie."}}}}}