{"entities":{"Q1516503":{"pageid":1527243,"ns":120,"title":"Item:Q1516503","lastrevid":72046410,"modified":"2026-04-14T02:18:04Z","type":"item","id":"Q1516503","labels":{"en":{"language":"en","value":"Die Elementarfragen der Philosophie nach Widerlegung eingewurzelter Vorurteile."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2672629"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1516503$3F5BB4AA-6B46-438D-AF75-6BB6647EDAC4","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"68ab3ff3912fdd0ebd0abf5cea8b154e3c818ee3","datavalue":{"value":{"text":"Die Elementarfragen der Philosophie nach Widerlegung eingewurzelter Vorurteile.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1516503$96BC2FA5-D6D9-4914-8B66-95384E8D0BD2","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"786cfe07f99c4a1c8994c02828244895c02990d0","datavalue":{"value":"28.0055.02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1516503$496138E6-EA41-41EB-8BCE-CC0924F2DFC7","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"3398f7bdd6bd4d054eb90da1255805836cc81c9d","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1511445,"id":"Q1511445"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1516503$120DD710-DA81-4D11-B745-41E11EFE9CE5","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"3573002833d4edbfe78ec99cefb4d72995876c92","datavalue":{"value":{"time":"+1897-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1516503$5C91F535-FD68-41ED-B884-EFBF433A7CE8","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"05232d196e9e0a4b2f0b56667cd42020066a0a71","datavalue":{"value":"Reinhold Hoppe ist ein unabh\u00e4ngiger deutscher Denker, der seine Weltanschauung nicht auf die Geschichte der Philosophie, sondern auf eine eigene Er\u00f6rterung der Grundfragen aufbaut. Am sch\u00e4rfsten tritt er der von Cartesius begr\u00fcndeten rationalistischen Richtung entgegen, die in Kant, Fichte und Hegel ihre Fortsetzung gefunden hat, und deren Princip er in dem Satze zusammenfasst: Die Dinge t\u00e4uschen uns, der reine Geist kann nicht irren. Diese ganze Richtung schliesst, nach Hoppe, ohne jedes philosophische Ergebnis ab. Am meisten f\u00fchlt er sich zu Bacon, Locke, Hume und Berkeley hingezogen, deren Grundsatz: Nur von den Dingen k\u00f6nnen wir die Gesetze lernen, denen sie folgen, von grosser Tragweite ist, und deren Methode allm\u00e4hlich zu unserer heutigen Naturwissenschaft gef\u00fchrt hat. Mit Bacon und im Gegensatz zu Cartesius und allen Rationalisten h\u00e4lt Hoppe es f\u00fcr ein Vorurteil, dass die Sicherheit der Erkenntnis auf ihrem Anfang beruhe und nur auf absolut sicheres Wissen ein h\u00f6chstens ebenso sicheres Wissen aufgebaut werden k\u00f6nne. Durch die \u00fcbertriebene Forderung absoluter Gewissheit gelangen wir zu gar keiner Gewissheit; im g\u00fcnstigsten Falle verm\u00f6gen wir nur mit immer wachsender Gewissheit zu erkennen. Das Ziel der Erkenntnis ist, Thatsachen, d. h. dasjenige, was ein Mensch unabh\u00e4ngig von seinem Thun und Denken erlebt, dem menschlichen Geiste zu unterwerfen, und aller Anfang gr\u00fcndlicher Philosophie besteht darin, die gegebenen Thatsachen zum Bewusstsein zu bringen. Soweit bekennt sich Hoppe's Philosophie zum Empirismus. Aber er sieht es auch f\u00fcr unfruchtbar an, erfolgreiche Methoden der Erforschung eines Gegenstandes auf einen neuen Gegenstand zu \u00fcbertragen. Die Methode der Mathematik l\u00e4sst sich nicht schlechterdings f\u00fcr die Physik verwenden, und die Methode des Experimentes versagt bei der Erforschung der Seele. Die Methode muss stets der besonderen Natur des gegebenen Gegenstandes entsprechend neu gefunden werden. So erstrebt er einen Fortschritt auch \u00fcber die bisherige Psychologie an, die einen nennenswerten Erfolg nicht errungen hat, und mit der sensualistischen und materialistischen Richtung, die von der englischen Philosophie ausgegangen ist, hat er keine Ber\u00fchrung. Vielmehr nimmt seine Philosophie eine eigenartige Wendung. Es ist ein Vorurteil, dass Sein und Denken urspr\u00fcnglich getrennt von einander bestehen und einen Gegensatz bilden. Ein nicht gedacht werdendes Sein zu denken, ist ein Widerspruch, und ein Sein ausserhalb alles Denkens w\u00e4re ohne Einfluss auf das Denken dieses Seins. Mit dem Sein ist vielmehr immer ein gedachtes Sein gemeint, wenn auch die Zeit des Seins im allgemeinen nicht die Zeit des Denkens ist, und wirklich heisst ein Gedachtes, das durch Thatsachen v\u00f6llig bestimmt ist; ohne diese Bestimmung kann es nur ideell genannt werden. Eine Wirklichkeit jenseits aller Erkenntnis zu suchen ist unzul\u00e4ssig, und der Begriff eines Dinges an sich, wie ihn Kant aufgestellt hat, beruht auf der v\u00f6llig unberechtigten Behauptung der Identit\u00e4t eines unbekannten Seins mit einem bekannten Sein. Man muss diese Wendung der Philosophie Hoppe's eine idealistische nennen, wenn auch das Wort Idealit\u00e4t innerhalb seines Gedankenkreises eine andere Bedeutung hat, und sein Idealismus tritt auch in der Behauptung, dass der Mensch eine Seele sei und einen Geist und Leib habe, sowie in der Einschr\u00e4nkung der Herrschaft des Causalit\u00e4tsgesetzes und in dem Nachweis der Willensfreiheit des Menschen klar hervor. --- In der Anlage erinnert Hoppe's Schrift leise an Bacon's Vorbild, insofern zuerst durch die Widerlegung einer Reihe von Vorurteilen die Bahn f\u00fcr das unabh\u00e4ngige Philosophiren frei gemacht wird, und dann Grundbegriffe wie Thatsache, Erkennen und Handeln, Wirklichkeit und Objectivit\u00e4t, Substanz und Stoff, Identit\u00e4t, Raum und Zeit, Sein und Wahrnehmung, Ursache, Hypothese und Anticipation, Ich und Person, Leib und Geist, Willensfreiheit und Sprache er\u00f6rtert werden.   Am Schluss der Schrift sind die Hauptergebnisse der Untersuchung in 47 S\u00e4tzen zusammengefasst. --- Referent hat in der scharfsinnigen Analyse der philosophischen Grundbegriffe die unentbehrliche Zergliederung des Zahlbegriffes vermisst, erkl\u00e4rt aber, dass er, abgesehen von gewissen Dunkelheiten in der Darlegung und einer Untersch\u00e4tzung des Wertes der Mathematik f\u00fcr physikalische Forschungen, in der kleinen Schrift Hoppe's ein erkenntnistheoretisches Werk von bedeutender Tragweite sieht.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1516503$A114AE5B-D60D-4D12-BE70-1D5701C86204","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"6680cd9f017599495636602f4ed5dbb71ed5bb56","datavalue":{"value":"2672629","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1516503$327FF117-74B2-425F-B1E6-5ED2A422DC83","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1516503$CBC7FCD3-578B-4645-9CB8-82672659328E","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Die Elementarfragen der Philosophie nach Widerlegung eingewurzelter Vorurteile.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Die_Elementarfragen_der_Philosophie_nach_Widerlegung_eingewurzelter_Vorurteile."}}}}}