{"entities":{"Q1520983":{"pageid":1531723,"ns":120,"title":"Item:Q1520983","lastrevid":72057660,"modified":"2026-04-14T02:22:27Z","type":"item","id":"Q1520983","labels":{"en":{"language":"en","value":"Geometrie der Ber\u00fchrungstransformationen. Dargestellt von S. Lie und G. Scheffers. I. Band"}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2676963"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1520983$FC62A97F-D198-4D82-9A57-783F3DFF6EEF","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"3393c6ab8924359315bc8693fc48c3c5538ad7b8","datavalue":{"value":{"text":"Geometrie der Ber\u00fchrungstransformationen. Dargestellt von S. Lie und G. Scheffers. I. 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(cf. F. d. M. 21, 356, 1889, JFM 21.0356.02; 23, 364, 1891, JFM 23.0364.01).   Der vorliegende (erste) Band entwickelt diese Theorie von geometrischen Gesichtspunkten aus; er verfolgt in diesem Sinne das Ziel, den Leser in die grundlegenden Abhandlungen Lie's aus den Jahren 1870-1871 einzuf\u00fchren.   Das Buch zerf\u00e4llt in drei gr\u00f6ssere Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird die Lehre von den Linienelementen der Ebene begr\u00fcndet und es werden die zugeh\u00f6rigen Ber\u00fchrungstransformationen (k\u00fcrzer ``B.-T.''), insbesondere die infinitesimalen, entwickelt und aufgestellt.   Die Erweiterung auf den (gew\u00f6hnlichen) Raum geht dann in doppelter Richtung vor sich: auf der einen Seite stehen die Linienelemente des Raumes, auf der anderen die Fl\u00e4chenelemente. Das ist der Inhalt des zweiten und dritten Abschnitts; zugleich wird eine Theorie der mit den Linien- und Fl\u00e4chenelementen verkn\u00fcpften Differentialgleichungen aufgebaut, w\u00e4hrend eine eingehende Untersuchung der bez\u00fcglichen B.-T. einem zweiten Bande vorbehalten ist.   Der erste Abschnitt beginnt zweckm\u00e4ssigerweise mit einer Reihe klassischer, den Geometern l\u00e4ngst gel\u00e4ufiger Transformationen, die sich als B.-T. in einer Ebene (resp. einer Ebene in eine andere) auffassen lassen Dahin geh\u00f6ren die Orthogonalprojection einer Ebene auf eine andere, die allgemeine ebene projective Punktransformation und die Inversion in der Ebene (Transformation durch reziproke Radien).   Durch eine solche Transformation wird je einem Punkte \\(P\\) einer Ebene ein anderer Punkt \\(P'\\) (derselben oder einer anderen Ebene) zugeordnet und umgekehrt. Wegen der Stetigkeit der Transformation entspricht auch jedem, zu \\(P\\) benachbarten Punkte \\(Q\\) ein bestimmter, zu \\(P'\\) benachbarter Punkt \\(Q'\\). Bezeichnet man mit Lie die Figur eines Punktes nebst einer durch ihn gehenden Richtung (Geraden) als ein Linienelement (k\u00fcrzer ``L.-E.''), so f\u00fchrt also unsere Transformation jedes L.-E. der Ebene wiederum in ein solches \u00fcber. Da hierbei sich ber\u00fchrende Curven wieder in solche \u00fcbergehen, so heissen solche Transformationen ``B.-T.'', und zwar ``uneigentliche'', da die s\u00e4mtlichen Linienelemente eines Punktes \\(P\\) wieder zu den s\u00e4mtlichen Linienelemente eines Punktes \\(P'\\) werden. Seien (1) \\(x_1 = X(x, y)\\), \\(y_1 = Y(x, y)\\) die Gleichungen der Punkttransformation, so ergiebt die Differentiation f\u00fcr die Transformation der Richtungen: (2) \\(p_1 = \\frac {Y_x+ Y_yp}{X_x+ X_yp}\\), wo \\(p = \\frac {dy}{dx}\\), \\(p_1= \\frac {dy_1}{dx_1}\\) und die \\(X_x\\) etc. partielle Differentialquotienten bedeuten. Die Gleichungen (1), (2) zusammen stellen die ``erweiterte'' Punkttransformation dar.   Dar\u00fcber hinaus giebt es ``eigentliche'' B.-T., welche die Linienelemente einer Curve, aber auch eines Punktes im allgemeinen in die Linienelemente einer Curve \u00fcberf\u00fchren.   Als treffende Beispiele hierf\u00fcr werden untersucht die ``Transformation durch reciproke Polaren'', die ``Dilatation'', die ``Fusspunkttransformation''.   Um nun die B.-T. der Ebene allgemein zu entwickeln, wird es offenbar erforderlich, einen Begriff aufzustellen, der die Begriffe ``Punkt'' und ``Curve'', und nur diese, umfasst; das ist der ``Elementverein''. Analytisch bestimmt sich ein Elementverein als eine solche Schar von \\(\\infty^1\\) L.-E. \\((x, y, p)\\), die der Differentialrelation: (3) \\(dy- pdx = 0\\) gen\u00fcgen. Der Nutzen dieses Begriffes zeigt sich schon bei der Aufgabe, eine gew\u00f6hnliche Differentialgleichung erster Ordnung \\(F(x, y, p)= 0\\) zu integriren: man hat eben alle Elementvereine zu bestimmen, deren Elemente die Gleichung \\(F = 0\\) erf\u00fcllen. Eine B.-T. der Ebene ist nun einfach eine solche Transformation: (4) \\(x_1 = X(x, y, p)\\), \\(y_1 = Y(x, y, p)\\), \\(p_1 = P(x, y, p)\\), die jeden Verein von Elementen \\((x, y, p)\\) wieder in einen Elementverein \u00fcberf\u00fchrt. Das analytische Kriterium daf\u00fcr ist das Bestehen einer Relation von der Form: (5) \\(dy_1- p_1dx_1= \\varrho(x, y, p) (dy- pdx)\\), wo \\(\\varrho\\) nicht identisch verschwinden darf.   Im Falle einer eigentlichen B.-T. ziehen die drei Relationen (4) eine einzige, von \\(p\\) und \\(p_1\\), freie Relation nach sich: (6) \\(\\varOmega(x, y, x_1, y_1)= 0\\), und umgekehrt bestimmt eine solche beliebig gegebene Gleichung (6) eine B.-T. v\u00f6llig, wenn man noch die Forderung hinzuf\u00fcgt, dass \\(\\varOmega = 0\\) bei variabeln \\(x, y\\) wirklich \\(\\infty^2\\) verschiedene Curven darstellt. Die Rechnung zeigt, dass man so alle B.-T. der Ebene durch ausf\u00fchrbare ``Operationen'', n\u00e4mlich durch Differentiationen und Eliminationen, erh\u00e4lt.   Eine zweite Methode zur Bestimmung aller B.-T. verlangt zwar Integrationen von Differentialgleichungen, dringt aber ungleich tiefer ein; sie beruht darauf, dass die Functionen \\(X\\), \\(Y\\), \\(P\\) in (4) durch gewisse Differentialrelationen verkn\u00fcpft sind, deren Bestehen umgekehrt ein Kriterium f\u00fcr eine B.-T. ergeben. Die Differentiation der Relation (5) f\u00fchrt n\u00e4mlich zu der notwendigen und hinreichenden Relation zwischen \\(X, Y\\): (7) \\([X,Y] \\equiv X_p(Y_x+ pY_y)- Y_p(X_x+ pX_y)= 0\\), wo \\([X, Y]\\) als ``Poisson'sches Klammersymbol'' bezeichnet wird; \\(X\\), \\(Y\\) ``liegen dann in Involution''.   Umgekehrt, ist (7) erf\u00fcllt, so ergeben sich f\u00fcr \\(P\\) und \\(\\varrho\\) eindeutige Werte, so dass also (7) geradezu eine B.-T. definirt.   Zugleich ergiebt sich, dass \\([PX] \\equiv \\varrho\\), \\([PY] \\equiv \\varrho P\\) wird. Geometrisch sagt die Involutionsbeziehung (7) aus, dass die Gleichungen \\(X= \\text{const.}\\), \\(Y = \\text{const.}\\) die \\(\\infty^1\\) L.E. \\((x, y, p)\\) eines Elementvereines bilden.   Eine wichtige Eigenschaft der B.-T. (der Ebene) ist, dass jede Differentialgleichung zweiter Ordnung in \\(x, y\\) durch eine passende B.-T. in jede andere derartige Gleichung \u00fcbergef\u00fchrt werden kann, d. h. dass eine solche Differentialgleichung keine gegen\u00fcber allen B.-T. invariante Eigenschaft besitzt.   Trotz der angegebenen Methoden zur Bestimmung aller B.-T. (der Ebene) kann man keineswegs eine allgemeine explicite Form der B.-T. angeben. Dies wird erst erm\u00f6glicht durch Einf\u00fchrung der ``infinitesimalen'' B.-T., bei denen also die L.-E. nur unendlich kleine Aenderungen erfahren. Die allgemeine Form der infinitesimalen B.-T. ist explicite darstellbar; sie enth\u00e4lt eine willk\u00fcrliche Function von \\(x,y,p\\) (nebst deren Ableitungen erster Ordnung).   Es liege eine continuirliche ``eingliedrige'' Schar von \\(\\infty^1\\) B.-T. vor: (8) \\(x_1=X(x, y, p, a)\\), \\(y_1= Y(x, y, p, a)\\), \\(p_1= P(x, y, p, a)\\), (wo \\(a\\) einen Parameter bedeutet), die eine ``Gruppe'' bildet, so dass also die Aufeinanderfolge zweier Transformationen (8) wieder einer Transformation (8) \u00e4quivalent ist. Die Gruppe enthalte zudem die ``identische'' Transformation, so dass, etwa f\u00fcr \\(a = 0\\), (9) \\(x_1 = x\\), \\(y_1 = y\\), \\(p_1=p\\) wird. F\u00fcr einen unendlich kleinen Wert \\(\\delta t\\) von \\(a\\) resultirt dann eine ``infinitesimale'' B.-T.: (10) \\(x_1 = x+ \\xi\\delta t+ \\cdots\\), \\(y_1= y+ \\eta\\delta t+ \\cdots\\), \\(p_1= p+ \\pi\\delta t+ \\cdots\\).   Umgekehrt l\u00e4sst sich zeigen, dass eine beliebig gegebene infinitesimale B.-T. stets in einer eingliederigen Gruppe von B.-T. enthalten ist.   Die Incremente \\(\\delta x\\), \\(\\delta y\\), \\(\\delta p\\) einer infinitesimalen B.-T. haben die Relation (5) zu befriedigen. Durch Entwickelung nach Potenzen von \\(\\delta t\\) und Coefficientenvergleichung ergiebt sich, dass die \\(\\delta x\\), \\(\\delta y\\), \\(\\delta p\\) die Gestalt haben: (11) \\(\\delta x= W_p\\delta t\\), \\(\\delta y= (pW_p- W)\\delta t\\), \\(\\delta p= -(W_x+ pW_y)\\delta t\\), wo \\(W\\) eine ganz willk\u00fcrliche Function von \\(x, y, p\\) ist.   Eine beliebige Function \\(f(x, y, p)\\) erf\u00e4hrt bei der infinitesimalen B.-T. (11) den Zuwachs: (12) \\(\\delta f = \\{[Wf]- Wf_y\\}\\delta t= Bf. \\delta t\\), wo \\(Bf\\) als ``Symbol'' der infinitesimalen B.-T. dient, w\u00e4hrend \\(W\\) ihre ``charakteristische Function'' heisst.   Jede infinitesimale B.-T. (der Ebene) l\u00e4sst zwei von einander unabh\u00e4ngige Functionen \\(u, v\\) von \\(x, y, p\\) invariant, und die allgemeinste invariante Function von \\(x, y, p\\) oder ``Differentialvariante erster Ordnung'' ist eine beliebige Function jener beiden; kennt man von diesen eine, so findet man eine zweite durch Quadratur.   Liegen zwei infinitesimale B.-T. vor, \\(B_1f\\) und \\(B_2f\\), so ist auch der ``Klammerausdruck'' (13) \\(B_1(B_2f)- B_2(B_1f)\\) eine infinitesimale B.-T. Dann und nur dann, wenn der Klammerausdruck verschwindet, sind \\(B_1f\\) und \\(B_2f\\) ``vertauschbar'', d. h. ihre Reihenfolge ist gleichg\u00fcltig.   Zwei vertauschbare (und wirklich verschiedene) infinitesimale B.-T. lassen sich durch Einf\u00fchrung neuer Ver\u00e4nderlicher auf die Form der inifinitesimalen ``Translationen'' \\(\\partial f/\\partial x\\), \\(\\partial f/\\partial y\\) bringen.   Von den zahlreichen Anwendungen dieser Begriffe und S\u00e4tze heben wir nur die schwierigste hervor, die das merkw\u00fcrdige und wichtige geometrische Problem vollst\u00e4ndig l\u00f6st: Welche Form muss das Quadrat des Bogenelements einer Fl\u00e4che haben, auf der die Schar aller geod\u00e4tischer Kreise unendlich viele B.-T. gestattet? Es sind das die Fl\u00e4chen constanter Kr\u00fcmmung und die Spiralfl\u00e4chen.   Wir m\u00fcssen uns beeilen, zum zweiten Abschnitt \u00fcberzugehen, der die L.-E. des Raumes behandelt. Der Uebergang wird dadurch vermittelt, dass jetzt \\(x, y, p\\) zugleich als Coordinaten eines Raumpunktes angesehen werden. Um den Bildpunkt des L.-E. \\((x, y, p)\\) zu erhalten, hat man nur im Punkte des Elementes ein Lot von der L\u00e4nge \\(p\\) aufzutragen; der Endpunkt des Lotes ist der Bildpunkt.   Auf diese Weise ordnet die Gleichung \\((5')\\) \\(dy- pdx = 0\\) jedem Punkte \\((x, y, p)\\) des Raumes einen ebenen B\u00fcschel von Fortschreitungsrichtungen oder L.-E. zu.   Eine lineare homogene Gleichung in \\(dx\\), \\(dy\\), \\(dz\\), deren Coefficienten Functionen von \\(x, y, p\\) sind, heisst eine ``Pfaff'sche Gleichung'': \\((5')\\) ist also eine specielle Pfaff'sche Gleichung.   Die Elementvereine der \\((x, y)\\)-Ebene bilden sich im Raume als die Integralcurven von \\((5')\\) ab, d. h. als die Curven, deren L.-E. die Gleichung \\((5')\\) erf\u00fcllen.   Ein besonderes Kapitel ist der Reduction der Pfaff'schen Gleichungen (und ihrer linken Seiten, der ``Pfaff'schen Ausdr\u00fccke'') auf kanonische Formen gewidmet. Die Rolle, welche dabei die Form \\((5')\\) spielt, erkennt man aus dem Satze, dass sich jede Pfaff'sche Gleichung \\(X\\,dx+ Y\\,dy+ P\\,dp= 0\\) durch Einf\u00fchrung passender neuer Ver\u00e4nderlicher auf eine der beiden Formen \\(dx= 0\\) und \\((5')\\) bringen l\u00e4sst, die selbst nicht in einander \u00fcberf\u00fchrbar sind.   Indem wir die h\u00f6chst interessanten Zusammenh\u00e4nge zwischen gewissen Pfaff'schen Gleichungen einerseits, den Geraden eines Nullsystems und den Kreisen einer Ebene andererseits bei Seite lassen, gehen wir zu den allgemeineren, fundamentalen Liniencomplexen \u00fcber. Wir schreiben jetzt lieber \\(x, y, z\\) f\u00fcr die Coordinaten eines Raumpunktes. Eine in \\(dx\\), \\(dy\\), \\(dz\\) homogene Gleichung: (14) \\(\\varOmega(x, y, z; dx, dy, dz)= 0\\) heisst eine ``Monge'sche'', die also die Pfaff'sche als Specialfall enth\u00e4lt. Die Bestimmungsst\u00fccke (``Coordinaten'') eines L.-E. im Raume sind die Coordinaten \\(x, y, z\\) eines Punktes und die beiden Verh\u00e4ltnisse der Incremente \\(dx\\), \\(dy\\), \\(dz\\), welche die Richtung des L.-E. angeben.   Aus dem \\(\\infty^5\\) L.-E. des Raumes sondert eine Monge'sche Gleichung (14) eine \\(\\infty^4\\)-Schar aus; durch jeden Raumpunkt geht dann noch eine \\(\\infty^1\\)-Schar von L.-E., deren Richtungen den ``Elementarkegel'' des Punktes bilden. auf einer beliebigen Fl\u00e4che werden daher durch (14) jedem Punkte der Fl\u00e4che gewisse Fortschreitungsrichtungen zugeordnet, d. h. auf jeder Fl\u00e4che liegen eine oder mehrere Scharen von \\(\\infty^1\\) Integralcurven von (14).   Insbesondere sind die Gleichungen (14) von Wichtigkeit, die \\(\\infty^3\\) Gerade als Integralcurven besitzen. Das ist dann, und nur dann, der Fall, wenn die Monge'sche Gleichung die (in den sechs Argumenten homogene) Gestalt hat:  \\[ (15)\\qquad \\varPhi(ydz- zdy, zdx- xdz, xdy- ydx, dx, dy, dz)= 0. \\]  Eine Schar von \\(\\infty^3\\) Geraden (die also \\(\\infty^4\\) L.-E. enth\u00e4lt), heisst ein ``Pl\u00fccker'scher Liniencomplex''; ein solcher ist demnach in allgemeinster Weise durch eine Monge'sche Gleichung vom Typus (15) definirt. Man kann so die Auffassung Lie's gerechtfertigt finden, nach der sich die Pl\u00fccker'sche Liniengeometrie der Theorie der Monge'schen Gleichungen unterordnet.   Hier erweist sich bereits die Einf\u00fchrung des Begriffes ``Fl\u00e4chenelement'' (k\u00fcrzer ``F.-E.''), d. i. des Inbegriffs eines Punktes und einer durch ihn gehenden Ebene, als fruchtbar. Dann bestimmt offenbar eine (nicht lineare) Monge'sche Gleichung (14) \\(\\infty^4\\) F.-E., und zwar so, dass sie jedem Raumpunkte die \\(\\infty^1\\) F.-E. zuordnet, die den Elementarkegel des Punktes umh\u00fcllen.   Mit H\u00fclfe dieser Auffassung gelingt die L\u00f6sung des wichtigen Integrationsproblems, bei vorgelegter Monge'scher Gleichung (14) alle Fl\u00e4chen zu bestimmen, die in allen ihren Punkten die den Punkten zugeordneten Elementarkegel ber\u00fchren; die gemeinten Fl\u00e4chen ergeben sich durch Integration einer gewissen partiellen Differentialgleichung erster Ordnung in z: (16) \\(F\\left( x, y, z, \\frac {\\partial z}{\\partial x}, \\;\\frac {\\partial z}{\\partial y}\\right)= 0\\).   Andererseits wird jede Integralfl\u00e4che von (14) von \\(\\infty^1\\) Curven, den Monge'schen ``Charakteristiken'' \u00fcberdeckt, so dass in jedem Punkte der Fl\u00e4che der zugeh\u00f6rige Elementarkegel l\u00e4ngs der betreffenden Curve ber\u00fchrt.   Im Anschluss hieran haben die Verf. ein gr\u00f6sseres Kapitel \u00fcber die Grundlagen der Pl\u00fccker'schen Liniengeometrie und ihrer Beziehungen zu Differentialgleichungen eingeschaltet, sowie einen sehr dankenswerten historischen Bericht \u00fcber \u00e4ltere Untersuchungen \u00fcber Geradenscharen im Raume, wobei die Verdiente von Malus mehr, als es sonst geschieht, gew\u00fcrdigt werden.   Wie fruchtbar die Auffassungen der Verf. sind, zeigt ein specielles, aber sehr lesenswertes Kapitel \u00fcber den tetraedralen Complex, d. i. die Schar der ein festes Tetraeder nach constantem Doppelverh\u00e4ltnis schneidenden Geraden. Eine bemerkenswerte Rolle spielt dabei die ``logarithmische'' Abbildung des Raumes.  \\noindent Die \\(\\infty^1\\) Monge'schen Gleichungen der zum Coordinatentetraeder geh\u00f6rigen \\(\\infty^1\\) tetraedralen Complexe lassen sich in die Form bringen:  \\[ (\\text{17}) \\quad (b- c)\\;\\frac {dy}y\\;\\frac {dz} z + (c- a)\\;\\frac {dz} z\\;\\frac {dx} x + (a- b)\\;\\frac {dx} x\\;\\frac {dy} y = 0. \\]  Verm\u00f6ge der neuen Ver\u00e4nderlichen: (18) \\(\\xi= lx\\), \\(\\eta = ly\\), \\(\\zeta= lz\\) nimmt (17) die wesentlich einfachere Gestalt an: (19) \\((b-c)d\\eta d\\zeta + (c- a)d\\zeta d\\xi + (a- b)d\\xi d\\eta = 0\\), und es gehen die \\(\\infty^4\\) L.-E., die (17) gen\u00fcgen, \u00fcber in die \\(\\infty^4\\) L.-E., die (19) befriedigen.   Den Schluss dieser Entwickelungen bildet die Behandlung einiger sch\u00f6ner Probleme der Liniengeometrie, die auf partielle Differentialgleichungen zweiter Ordnung f\u00fchren.   Das letzte Kapitel des zweiten Abschnitts, \u00fcber Beziehungen zwischen Geraden und Kugeln, beansprucht eine besondere Bedeutung f\u00fcr sich, nicht nur inhaltlich, sondern auch historisch, da diese Untersuchungen Lie's wohl als erste die Aufmerksamkeit der Geometer erregten. Auf der einen Seite stehen die conformen Punkttransformationen des Raumes in engem Connex mit der Geometrie der Kreise in einer Ebene, insofern den ersteren diejenigen B.-T. der Ebenen zugeordnet werden k\u00f6nnen, die jeden Kreis in einen Kreis \u00fcberf\u00fchren; auf der anderen Seite kann man den F.-E. einer Geraden die einer Kugel correspondiren lassen, wobei den Haupttangentencurven einer Fl\u00e4che des einen Raumes die Kr\u00fcmmungslinien der zugeordneten Fl\u00e4che des anderen Raumes entsprechen.   Zun\u00e4chst werden alle \\((\\infty^6)\\) Punkttransformationen der Ebene bestimmt, die jeden Kreis in einen Kreis \u00fcberf\u00fchren und dadurch von selbst conform sind. Ihre analytische Darstellung ist bekanntlich gegeben durch: (20) \\(w_1= \\frac {Aw+ B}{Cw+ D}\\), wo \\(w_1\\), \\(w\\) complexe Variablen, \\(A\\), \\(B\\), \\(C\\), \\(D\\) complexe Constanten bedeuten.   Hierauf wird die Gesamtheit aller \\((\\infty^{10})\\) conformen Punkttransformationen des Raumes bestimmt; eine solche f\u00fchrt stets jede Kugel in eine Kugel \u00fcber, h\u00e4ngt also nur von einer endlichen Anzahl von Parametern ab (w\u00e4hrend sie in der Ebene noch von zwei willk\u00fcrlichen Functionen abh\u00e4ngt). Dem entspricht, dass die conformen Punkttransformationen des Raumes eine endliche Gruppe bilden, die der Ebene eine unendliche. Die Bestimmung der conformen Raumtransformationen beruht nach Liouville auf ihrer Eigenschaft, aus Aehnlichkeitstransformationen und Inversionen zusammensetzbar zu sein. Eine fruchtbare Abbildung des Raumes auf die Ebene, die von den Geometern vielfach studirt ist, erh\u00e4lt man durch: (21) \\(x= X\\), \\(y= Y\\), \\(r= iZ\\), wodurch dem Raumpunkte \\((X, Y, Z)\\) der Kreis in der Ebene \\(Z = 0\\) mit dem Mittelpunkte \\((x, y)\\) und dem Radius \\(r\\) zugeordnet wird. Da bei einer conformen Punkttransformation im Raume jede Minimalcurve, d. i. jede Integralcurve der Gleichung \\(dX^2 + dY^2 + dZ^2 = 0\\), in eine Minimalcurve \u00fcbergeht, und nach (21) das ebene Bild einer Minimalgeraden ein L.-E. ist, so entspricht in der That verm\u00f6ge (21) jeder conformen Punkttransformation des Raumes eine solche B.-T. der Ebene, die jeden Kreis in einen Kreis \u00fcberf\u00fchrt und umgekehrt. Um die Beziehung zwischen den Geraden und Kugeln des Raumes zu verstehen, haben wir aus der Theorie der Pfaff'schen Gleichungen nachzuholen, dass die L.-E. eines allgemeinen Nullsystems dargestellt werden k\u00f6nnen durch die Relation (22) \\(xdy - ydx + dz \\equiv d(z + xy) - 2ydx = 0\\). Verm\u00f6ge der quadratischen Transformation (23) \\(\\xi = x\\), \\(\\eta = z + xy\\), \\(\\pi = 2y\\) nimmt (22) die wohlbekannte specielle Form \\((5')\\) an: (24) \\(d\\eta - \\pi d\\xi = 0\\); zugleich wird durch (23) eine ein-eindeutige Beziehung zwischen den Punkten \\((x, y, z)\\) des Raumes und den L.-E. \\((\\xi, \\eta, \\pi)\\) der Ebene hergestellt, wobei den \\(\\infty^3\\) Nullgeraden des Raumes, i. e. den Geraden des linearen Complexes (22), die \\(\\infty^3\\) Parabeln \\(\\eta = a + b\\xi + c\\xi^2\\), i. e. die Integralcurven der Differentialgleichung \\(d^3\\eta/d\\xi^3 = 0\\), entsprechen.   Verbindet man die Abbildungen (23) und (21) mit einander, so wird jeder Raumpunkt \\((x, y, z)\\) durch (23) in ein L.-E. \\((\\xi, \\eta, \\pi)\\) der \\((\\xi, \\eta)\\)-Ebene abgebildet, und dieser ist durch (21) das Bild einer Minimalgeraden des Raumes \\((X, Y, Z)\\), mithin wird jedem Raumpunmkte \\((x, y, z)\\) eine Minimalgerade des Raumes \\((X, Y, Z)\\) zugeordnet; nach Ausf\u00fchrung der erforderlichen Elimination gelangt man zu den beiden Darstellungsgleichungen: (25) \\(X + iY + xZ + z = 0\\), \\(x(X - iY) - Z - y = 0\\). Umgekehrt entspricht so einem Punkte \\((X, Y, Z)\\) eine Gerade des linearen Complexes (22) im Raume \\((x, y, z)\\). Zusammenfassend kann man sagen, dass verm\u00f6ge (25) eine ein-eindeutige Zuordnung zwischen den L.-E. der Pfaff'schen Gleichung (22) und den L.-E. der Monge'schen Gleichung (26) \\(dX^2 + dY^2 + dZ^2 = 0\\) hergestellt ist.   Der lineare Complex (22) ordnet aber auch jedem F.-E. ein anderes ``reciprokes'' zu: man hat nur zu dem Punkte und der Ebene der F.-E. die Nullebene und den Nullpunkt aufzusuchen. Daher fliesst aus (25) auch eine ein-zweideutige Zuordnung von Fl\u00e4chen der R\u00e4ume \\((x, y, z)\\) und \\((X, Y, Z)\\). Sind n\u00e4mlich \\(\\omega_1\\), \\(\\omega_2\\) zwei verm\u00f6ge (22) reciproke Fl\u00e4chen, so bilden sich die beiden Scharen von Curven des linearen Complexes, die auf \\(\\omega_1\\) und \\(\\omega_2\\) liegen, als die beiden auf einer Fl\u00e4che \\(\\varOmega\\) gelegenen Scharen von Minimalcurven ab.   Der wichtigste Specialfall ist der oben schon erw\u00e4hnte: den F.-E. einer Kugel, i. e. einer Fl\u00e4che zweiten Grades mit zwei getrennten Scharen von Minimalgeraden, correspondiren verm\u00f6ge (22) reciproke Polaren sind. Leider m\u00fcssen wir es uns versagen, auf diese h\u00f6chst interessante Abbildung noch n\u00e4her einzugehen.   Vielmehr m\u00fcssen wir uns beeilen, zu dem dritten und letzten Abschnitt zu kommen, der in die Theorie der F.-E. und die auf das Engste damit verkn\u00fcpfte Theorie der partiellen Differentialgleichungen erster Ordnung einf\u00fchren will.   Man wird \\(x, y, z\\), \\(p= \\frac {\\partial z}{\\partial x}\\,\\), \\(q= \\frac {\\partial z}{\\partial y}\\) als die ``Coordinaten'' eines F.-E. bezeichnen: alle F.-E. bilden eine \\(\\infty^5\\)-Schar.   Eine partielle Differentialgleichung (27) \\(F(x, y, z, p, q)= 0\\) erster Ordnung, die aber im besonderen auch \\(p, q\\) nicht enthalten kann und dann zur Gleichung einer Fl\u00e4che \\(F(x, y, z) = 0\\) wird, scheiden \\(\\infty^4\\) F.-E. aus.   Das erste Kapitel entwickelt die Theorie der Gleichungen (27) nach Lagrange und bringt deren geometrische Deutung nach Monge, die aber hier durch consequente Benutzung des Begriffes F.-E. einfacher und \u00fcbersichtlicher wird.  Die Integration von (27) verlangt die Bestimmung aller Fl\u00e4chen, deren F.-E. die Gleichung (27) erf\u00fcllen, oder genauer: die durch (27) gegebenen \\(\\infty^4\\) F.-E. sollen in \\(\\infty^2\\) Scharen von je \\(\\infty^2\\) Elementen so zerlegt werden, dass jede dieser \\(\\infty^2\\) Scharen aus allen F.-E. einer Fl\u00e4che besteht. Die Gleichung dieser \\(\\infty^2\\) Fl\u00e4chen: (28) \\(z= \\varPhi(x, y; a, b)\\) heisst eine ``vollst\u00e4ndige L\u00f6sung'' von (27); sie f\u00fchrt umgekehrt zu (27) zur\u00fcck.  Ist nun \\(z = \\varphi(x, y)\\) irgend eine L\u00f6sung von (27), so sind drei F\u00e4lle denkbar: Erstens, die Fl\u00e4che \\(z = \\varphi\\) hat alle ihre \\(\\infty^2\\) F.-E. mit einer unter den Fl\u00e4chen \\(z = \\varPhi\\) gemein, dann ist die L\u00f6sung \\(\\varphi\\) in der vollst\u00e4ndigen L\u00f6sung \\(\\varPhi\\) als ``Particularl\u00f6sung'' enthalten. Zweitens, die Fl\u00e4che \\(z = \\varphi\\) hat je \\(\\infty^1\\) F.-E. mit jeder Fl\u00e4che von gewissen \\(\\infty^1\\) Fl\u00e4chen (28) gemein, ist also deren Umh\u00fcllende. Man w\u00e4hlt dann aus der \\(\\infty^2\\) Schar (28) dadurch beliebige \\(\\infty^1\\) aus, dass man eine willk\u00fcrliche Gleichung \\(\\omega(a, b) = 0\\) festgesetzt, das liefert die ``allgemeine'' L\u00f6sung von (27). Drittens, die Fl\u00e4che \\(z = \\varphi\\) hat mit jeder Fl\u00e4che \\(z = \\varPhi\\) nur eine discrete Anzahl von F.-E. gemein, ist also die Umh\u00fcllende der \\(\\infty^2\\) Fl\u00e4chen (28) und heisst eine ``singul\u00e4re L\u00f6sung'' von (27).  Die L\u00f6sungen des zweiten und dritten Falles ergeben sich aus (28) durch Differentiation und Elimination.  Jede analytische Gleichung (27) besitzt in der That, wie nach Cauchy gezeigt wird, immer eine vollst\u00e4ndige L\u00f6sung (28). Die allgemeine L\u00f6sung von (27) ergiebt sich durch Elimination von \\(a\\) aus:  \\[ (29)\\quad z = \\varPhi\\, \\quad \\frac {\\partial \\varPhi}{\\partial a} + \\frac {\\partial \\varPhi}{\\partial b}\\;b'(a) = 0, \\]  wo \\(b(a)\\) die durch \\(\\omega(a, b) = 0\\) involvirte willk\u00fcrliche Function von \\(a\\) bedeutet.  Erteilt man dagegen \\(a\\) in (29) einen constanten Wert \\(a_0\\), so stellt (29) eine ``Charakteristik'' von (27) dar, d. i. die Curve, nach der die allgemeine Integralfl\u00e4che von der Fl\u00e4che \\(z = \\varPhi(x, y, a_0, \\varphi (a_0))\\) ber\u00fchrt wird. Offenbar liefert (29) alle Charakteristiken, sobald man darin \\(a, b(a)\\), \\(b'(a)\\) als drei willk\u00fcrliche Parameter auffasst. Somit hat (27) h\u00f6chsten \\(\\infty^3\\) Charakteristiken; eine genauere Untersuchung zeigt, dass es gerade \\(\\infty^3\\) sind.  Die \\(\\infty^3\\) Charakteristiken enthalten \\(\\infty^4\\) L.-E., die eine Monge'sche Gleichung \\(\\varOmega = 0\\) (14) definiren, deren Integralcurven sie sind; sie ordnet jedem Punkte einen Elementarkegel zu, der identisch sein muss mit dem durch (27) zugeordneten.  Man erkennt, dass das gerade der Umkehrung eine n\u00e4here Betrachtung ist.  Die \\(\\infty^3\\) Charakteristiken lassen sich auch durch ein System von vier simultanen gew\u00f6hnlichen Differentialgleichungen definiren; nach Kenntnis der Charakteristiken kann man die durch eine beliebige gegebene Curve gehende Integralfl\u00e4che construiren. Nach dieser mehr historisch gehaltenen Einleitung, bei der das F.-E. nur zur Vereinfachung der Sprechweise dient, gehen die Verf. dazu \u00fcber, nunmehr systematisch der schon oben angedeuteten Auffassung Geltung zu verschaffen, nach der die Theorie der partiellen Differentialgleichungen erster Ordnung geradezu als Teil der Geometrie der F.-E. erscheint.  Der alles beherrschende Begriff ist wiederum, wie in der Ebene, der eines ``Vereines'' von F.-E. Das Bindeglied ist der Begriff der ``vereinigten Lage'' zweier F.-E.: ein F.-E. \\((x, y, z, p, q)\\) liegt mit einem unendlich benachbarten \\((x + dx\\), etc.) ``vereinigt'', wenn die Pfaff'sche Gleichung (30) \\(dz - pdx - qdy = 0\\) besteht. Eine Schar von F.-E. bildet dann einen ``Verein'', wenn jedes Element der Schar mit allen unendlich benachbarten Elementen der Schar vereinigt liegt.  Die Fruchtbarkeit dieses Begriffes des Elementvereines liegt darin, dass er nicht nur die Begriffe Fl\u00e4che, Curve, Punkt, sondern auch die des Elementarkegels und des sogenannten ``Elementstreifens'' (dessen \\(\\infty^1\\) F.-E. l\u00e4ngs einer Curve liegen) umfasst. Dort besteht der Verein aus \\(\\infty^2\\), hier aus \\(\\infty^1\\) Elementen. Das allgemeine Problem der Integration einer analytischen Gleichung (27) l\u00e4sst sich dann einfach dahin formuliren, alle Elementvereine (``Integralgebilde'') in der durch (27) definirten \\(\\infty^4\\) Schar von F.-E. zu finden; hierdurch lassen sich alle fr\u00fcheren Integrationstheorien zusammenfassen, und die Schwierigkeiten der ``Ausnahmef\u00e4lle'' verschwinden von selbst. Die ``vollst\u00e4ndige L\u00f6sung von (27) ist jetzt, allgemeiner als bei Lagrange, eine Schar von \\(\\infty^2\\) verschiedenen Vereinen von je \\(\\infty^2\\) F.-E., die (27) gen\u00fcgen: ist keine solche bekannt, so gelangt man zu allen, (27) erf\u00fcllenden Vereinen von \\(\\infty^2\\) F.-E. durch Differentiationen und Eliminationen; diese beiden Operationen gen\u00fcgen schon zur Auffindung aller Vereine von \\(\\infty^1\\) F.-E., die (27) zul\u00e4sst.  Die Monge'sche Charakteristik erweitert sich zum ``charakteristischen Streifen''. Man deute n\u00e4mlich die Parameter \\(a, b\\) als Coordinaten des Punktes \\((a, b)\\) einer H\u00fclfsebene, in der also eine Gleichung \\(\\omega(a, b) = 0\\) eine Curve darstellt. Dann zeigt eine einfache Rechnung, dass zwei sich in einem Punkte \\((a, b)\\) ber\u00fchrenden Curven \\(\\omega_1(a, b) = 0\\) \\(\\omega_2(a, b) = 0\\) im Raume zwei allgemeine Integralfl\u00e4chen von (27) entsprechen, die sich l\u00e4ngs einer Curve, n\u00e4mlich der Charakteristik (29), ber\u00fchren, d. h. sie haben einen Elementstreifen gemein, und dies ist der ``charakteristische Streifen'', der sich also auf die \\((a, b)\\)-Ebene als L.-E. abbildet. Umgekehrt wird jede allgemeine Integralfl\u00e4che von (27) von \\(\\infty^1\\) charakteristischen Streifen erzeugt.  Jede Gleichung (27) hat \\(\\infty^3\\) charakteristischen Streifen.  Die eben besprochene Abbildung der Integralfl\u00e4chen auf eine \\((a, b)\\)-Ebene wird combinirt mit einer zweiten solchen, die dadurch hergestellt wird, dass man den ganzen Raum durch eine allgemein, aber bestimmt gew\u00e4hlte \\((\\xi,\\eta)\\)-Ebene schneidet. Die Zuordnung zwischen beiden Ebenen ist dann eine B.-T.   Diese Entwickelungen werden durch zweckm\u00e4ssige Deutung der sogenannten ``Involutionsbeziehung'' nach verschiedenen Richtungen hin vervollst\u00e4ndigt und zu \u00e4lteren Untersuchungen in Beziehung gesetzt.   Der Schluss des Buches vermittelt den Uebergang zum zweiten Bande. Es werden die Vorteile er\u00f6rtert, die die Kenntnis einer oder mehrerer infinitesimaler Punkttransformationen, die eine partielle Differentialgleichung erster Ordnung gestattet, f\u00fcr ihre Integration gew\u00e4hrt. Die Verf. beschr\u00e4nken sich jedoch im wesentlichen auf zweckm\u00e4ssig ausgew\u00e4hlte einzelne F\u00e4lle (Translationen, Rotationen, eine und zwei infinitesimale Punkttransformationen). Im demselben Sinne werden einige in der Geometrie auftretende partielle Differentialgleichungen von besonderem Interesse untersucht. Es handelt sich der Reihe nach um die Bestimmung der Gleichungen (27), deren Charakteristiken auf allen Integralfl\u00e4chen entweder Haupttangentencurven, oder Kr\u00fcmmungslinien, oder geod\u00e4tische Linien, oder Gerade sind; ferner die, deren Integralfl\u00e4chen zu Normalen lauter Gerade eines gegebenen Liniencomplexes haben, sowie die, deren Integralfl\u00e4chen \\(\\infty^1\\) geod\u00e4tische Curven enthalten, die einem vorgelegten Liniencompex angeh\u00f6ren. Diese sechs Probleme werden, mit Ausnahme des dritten, vollst\u00e4ndig und haupts\u00e4chlich mit geometrischen Mitteln gel\u00f6st.  Wir begn\u00fcgen uns, im obigen dem Leser wenigstens eine ann\u00e4hernde Vorstellung von dem bedeutsamen Inhalt des Buches gegeben und dadurch zu tieferem Studium Anregung verschafft zu haben, und verzichten lieber auf eine Kritik, die sich doch nur gegen Einzelheiten richten k\u00f6nnte. Man vgl. die Besprechung von Study, G\u00f6tt. Anz. 436-445, 1897.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1520983$D428C74F-6AC3-4715-A0AC-A7F6A24D61AE","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"6ee33b24eda58261ead9eb2f0e395ad0bfb57184","datavalue":{"value":"2676963","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1520983$4CF7E307-97EB-48B0-8585-5923DA93D87C","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1520983$F17E2AC9-58C9-421D-A877-4E260BB390B5","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"557862c5e5ebc68513299948f37e3ca14ed151ae","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6480859,"id":"Q6480859"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1520983$FA6E5282-6D9F-41C1-916B-C799B3464EBB","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Geometrie der Ber\u00fchrungstransformationen. 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