{"entities":{"Q1523353":{"pageid":1534093,"ns":120,"title":"Item:Q1523353","lastrevid":72068667,"modified":"2026-04-14T02:26:41Z","type":"item","id":"Q1523353","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber die vollen Invariantensysteme."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2680719"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1523353$CF7B2B11-35D5-4D2E-8BC8-664495C6D030","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"03c29f6b2fb738f1c8c24f54382aebebea6584a1","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber die vollen Invariantensysteme.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1523353$9795C674-BA8C-48B1-A62E-F2EFCEA76369","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"2336ea879311853d91a196442b8b5fe6dfcf28ac","datavalue":{"value":"25.0173.01","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1523353$C2EFD43D-CEBF-45BA-AFBC-7E3FE0CA0A1E","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"fa05ff42b8a71f41c0b962b41f909511101405d7","datavalue":{"value":"10.1007/BF01444162","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1523353$351ECF61-7A45-40E3-A8D8-8346B7671186","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"7016073dc3661ad2b8fcf740b72e135f31d59f23","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":166142,"id":"Q166142"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1523353$1716F2AC-3537-4AC5-877F-D6D6AD3037E2","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"b47f76cfc25427a54b7604d0d4bb22dd4f942326","datavalue":{"value":{"time":"+1893-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1523353$23E46667-AE0D-47CB-B647-2D472F4614CA","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"6ecb10b3629a14f98622b2164106f1f7f69b1ce1","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/157652","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1523353$33735C33-12FC-4DFB-99A6-910BE4F008F8","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"5bd838b41aa30f92f3c7e55f0671a75001d1ab77","datavalue":{"value":"Bei diesen weitreichenden Untersuchungen ordnet sich die Theorie der algebraischen Invarianten unmittelbar unter die allgemeine Theorie der algebraischen Functionenk\u00f6rper unter. Hierbei bildet der fr\u00fcher vom Verf. bewiesene Satz von der ,,Endlichkeit des vollen Invariantensystems'' die Grundlage. Es handelt sich um die Frage, welcher Mittel man bedarf, um solche vollen Systeme wirklich herzustellen.   Unter ,,Invarianten'' sind stets ganze rationale homogene Functionen der Coefficienten einer gegebenen Urform (oder eines Systems von Urformen) zu verstehen. Der K\u00fcrze halber beschr\u00e4nken wir uns auf eine einzelne Urform \\(U\\).   Es wird zun\u00e4chst gezeigt, wie man eine endliche Anzahl von Invarianten ,,\\(J_1\\), \\(J_2\\), ..., \\(J_k\\)'' von \\(U\\) (zwischen denen keine algebraische Relation herrscht), so bestimmen kann, dass jede andere Invariante \\(J\\) von \\(U\\) eine ganze algebraische Function der \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) wird; \u00fcberdies l\u00e4sst sich zu diesen stets noch eine weitere Invariante \\(J_0\\) hinzuf\u00fcgen, so dass nunmehr jede Invariante \\(J\\) von \\(U\\) rational von den \\(J_0\\), \\(J_1\\), \\(J_2\\), ..., \\(J_k\\) abh\u00e4ngt.   Es ist aber auch umgekehrt jede von \\(J_0\\), \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) rational und zugleich von \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) ganz und algebraisch abh\u00e4ngende Function eine Invariante \\(J\\) von \\(U\\).   Somit bestimmen \\(J_0\\), \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) einen Functionenk\u00f6rper --- den ,,Invanantenk\u00f6rper'' der Urform ---, in welchem die ganzen algebraischen Functionen gerade das System der (ganzen rationalen) Invarianten ausmachen.   Nach Kronecker l\u00e4sst sich in einem solchen Functionenk\u00f6rper immer eine endliche Anzahl ganzer Functionen derart bestimmen, dass jede andere ganze Function des K\u00f6rpers eine lineare Verbindung jener endlichen Anzahl wird, mit Coefficienten, die selbst ganze rationale Functionen des K\u00f6rpers sind. Verbindet man hiermit ein fr\u00fcheres Theorem des Verf., so erkennt man, wie --- nach Kenntnis der \\(J_0\\), \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) --- die Aufstellung des ,,vollen Invariantensystems'' von \\(U\\) nur noch die L\u00f6sung einer elementaren Aufgabe aus der arithmetischen Theorie der algebraischen Functionen erfordert. Die Zahl \\(k\\) wird durch ein eigent\u00fcmliches Grenzverfahren ermittelt.   Da jede Invariante \\(J\\) von \\(U\\) eine ganze algebraische Function der \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) war, so m\u00fcssen alle Invarianten \\(J\\) verschwinden, sobald die \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) gleich Null gesetzt werden.   Es ist nun von entscheidender Bedeutung, dass auch das Umgekehrte gilt: Wenn also das Verschwinden einer Anzahl von Invarianten das Verschwinden aller \u00fcbrigen zur Folge hat, so sind alle Invarianten ganze algebraische Functionen der ersteren.   Der schwierige Beweis dieser Umkehrung beruht auf einem weiteren, allgemeinen Theoreme \u00fcber algebraische Functionen, welches wir \u00fcbergehen m\u00fcssen. Es ist demnach von Wichtigkeit, die Kriterien daf\u00fcr zu kennen, dass f\u00fcr eine Urform s\u00e4mtliche Invarianten gleich Null sind. Ist die Urform eine bin\u00e4re, so kommt man mit elementaren Mitteln (Resultantenbildungen) aus; um zu Systemen solcher Urformen \u00fcberzugehen, bedient man sich des Aronhold'schen Processes.   F\u00fcr Formen h\u00f6herer Stufen bedarf man jedoch tiefer liegender Mittel. Sei etwa \\(U\\) eine tern\u00e4re Urform von der Ordnung \\(n\\), mit numerisch gegebenen Coefficienten. Dann hat man zuv\u00f6rderst zu entscheiden, ob \\(U\\) \u00fcberhaupt noch eine von Null verschiedene Invariante besitzt, oder nicht. Zu dem Zwecke werde \\(U\\) einer linearen Transformation (der Variabeln) mit der Substitutionsdeterminante \\(\\delta\\) unterworfen. Dann ergiebt sich aus der Definition einer Invariante, und mittels geeigneter Benutzung des \\(\\Omega\\)-Processes, dass eine Urform mit bestimmten numerischen Coefficienten dann, und nur dann, eine von Null verschiedene Invariante besitzt, wenn die Substitutionsdeterminante \\(\\delta\\) eine ganze algebraische Function der Coefficienten der linear transformirten Urform ist. Daraufhin wird ein Weg angegeben, wie man durch endliche und von vorn herein \u00fcbersehbare Processe entscheiden kann, ob \\(\\delta\\) eine ganze algebraische Function der gemeinten Coefficienten ist oder nicht.   Eine wichtige Folgerung hieraus ist unter anderem, dass f\u00fcr die Gewichte der oben erw\u00e4hnten Invarianten \\(J_1\\), ..., \\(J_k\\) eine obere, nur von \\(n\\) abh\u00e4ngende Grenze angebbar ist.   Bezeichnet man eine solche besondere Urform, die nur verschwindende Invarianten besitzt, als eine ,,Nullform'', so kommt es nunmehr darauf an, diese Nullformen s\u00e4mtlich aufzustellen. Zu dem Behuf ist erst eine n\u00e4here Untersuchung solcher linearen Transformationen n\u00f6tig, deren Coefficienten Potenzreihen einer Ver\u00e4nderlichen \\(t\\) sind. Hierauf gest\u00fctzt, bringt der Verf. die Nullform in eine ,,kanonische'' Gestalt; eine solche kanonische Nullform giebt es in jeder Klasse \u00e4quivalenter Nullformen. Zur Bestimmung der kanonischen Nullformen, die von einer diophantischen Gleichung (oder vielmehr Ungleichung) abh\u00e4ngt, wird eine graphische Darstellung mit Vorteil verwendet.   Somit sind zur Erlangung eines vollen Invariantensystems drei Schritte n\u00f6tig: man ermittele ein erstes System von Invarianten, von denen alle anderen ganz-algebraisch abh\u00e4ngen, ferner ein zweites System, von dem die anderen rational abh\u00e4ngen; endlich in dem durch die beiden gewonnenen Systeme bestimmten Invariantenk\u00f6rper ein vollst\u00e4ndiges System (in Kronecker's Sinne) ganzer algebraischer Functionen.   Das zweite System kann aber auch, wie am Schluss gezeigt wird, ganz entbehrt werden.   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