{"entities":{"Q1527720":{"pageid":1538460,"ns":120,"title":"Item:Q1527720","lastrevid":70616259,"modified":"2026-04-13T15:45:57Z","type":"item","id":"Q1527720","labels":{"en":{"language":"en","value":"Vorlesungen \u00fcber continuirliche Gruppen mit geometrischen und anderen Anwendungen. Bearbeitet und herausgegeben von G. 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F. d. M. XXIII. 1891. 364, JFM 23.0364.01), das letztere schildert eine Reihe interessanter Anwendungen und ist auch f\u00fcr Leser geeignet, die den Gegenstand noch wenig kennen.   Der Inhalt des ersteren Buches (siehe JFM 25.0623.01) kann in vier gr\u00f6ssere Abschnitte zerlegt werden.   Im ersten Abschnitt werden die endlichen continuirlichen Gruppen von Punkttransformationen im Gebiete einer, zweier und dreier Variabeln (Gerade, Ebene und Raum), und unter ihnen wiederum insbesondere die projectiven Gruppen, klassificirt nach ``allgemeinen'', resp. ``projectiven'' Typen aufgestellt.   Dabei geh\u00f6ren zwei Gruppen zu demselben allgemeinen, resp. projectiven Typus, wenn sie verm\u00f6ge beliebiger, resp. projectiver Transformation der Variabeln in einander \u00fcbergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.   Im Gebiete der Geraden giebt es nur drei allgemeine Typen, diese sind, in kanonischer Form, die allgemeine projective Gruppe nebst den beiden Untergruppen derselben, welche zwei Punkte, resp. einen Punkt auf der Geraden festlassen.   F\u00fcr die projectiven Typen spaltet sich nur die erstgenannte Untergruppe in zwei verschiedene, je nachdem die beiden festgehaltenen Punkte getrennt sind oder nicht.   Die L\u00f6sung der letzteren Aufgabe vermittelt wiederum die der umfassenderen, die Untergruppen der allgemeinen linearen homogenen Gruppe in zwei Variabeln zu bestimmen.   Es ergeben sich elf solcher Untergruppen.   Die Ermittelung der allgemeinen Typen von Gruppen der Ebene ist schon ungleich schwieriger. Beachtenswert ist, dass es von ``primitiven'' Typen, d. h. solchen, bei denen keine Curvenschar \\(\\varphi(x,y)=\\) const. invariant bleibt, nur drei giebt, die sich wiederum je auf eine projective Normalform bringen lassen.   Daran schliesst sich die Bestimmung der f\u00fcr Anwendungen besonders wichtigen projectiven Gruppen-Typen der Ebene. Die Grundlage bilden die f\u00fcnf eingliedrigen (d. i. von nur einem Parameter abh\u00e4ngenden) Typen; jede solche Gruppe l\u00e4sst mindestens einen Punkt und eine durch ihn gehende Gerade invariant.   Im ganzen resultiren 35 projective Typen, deren infinitesimale Transformationen in einer Tabelle vereinigt werden; diese Tabelle l\u00e4sst sich wiederum erweitern zu einer solchen f\u00fcr die linearen homogenen Gruppen in drei Variabeln.   Endlich im Raume werden die Rechnungen f\u00fcr die allgemeinen primitiven Typen durchgef\u00fchrt, solcher giebt es acht; im \u00fcbrigen werden nur die Methoden entwickelt.   Was die Erweiterungen auf den Raum von \\(n\\) Dimensionen angeht, so werden im zweiten Abschnitte einige, so zu sagen klassische Gruppen herausgegriffen; eine allgemeine L\u00f6sung der Aufgabe existirt noch nicht. Dagegen gelingt es, die wichtigsten Eigenschaften der endlichen continuirlichen Gruppen (cf. Bd. I) auf den Fall zu \u00fcbertragen, wo die Transformationen derselben rein reell sind. Hierbei erfahren die Begriffe der Transitivit\u00e4t, Primitivit\u00e4t etc. eine gewisse Beschr\u00e4nkung. Die Natur der die Gruppe darstellenden Functionen (ob analytisch oder nicht) spielt dabei eine wesentliche Rolle.   Der dritte Abschnitt bringt eine eingehende Untersuchung der Grundlagen der Geometrie, soweit dieselben eben den Mitteln der Gruppentheorie \u00fcberhaupt zug\u00e4nglich sind.   Das Problem --- als das Riemann-Helmholtz'sche bezeichnet wird so formulirt: ``Es sollen solche Eigenschaften gefunden werden, die sowohl der Schar der euklidischen, als den beiden Scharen von nichteuklidischen Bewegungen zukommen, und durch die diese drei Scharen vor allen anderen m\u00f6glichen Scharen (Gruppen) von Bewegungen einer Zahlenmannigfaltigkeit ausgezeichnet sind''. Die Merkmale f\u00fcr Bewegungen zerfallen dabei in zwei wesentlich verschiedene Klassen, je nachdem sie sich auf die infinitesimale Umgebung eines Punktes beziehen, oder aber auf endlich von einander entfernte Punkte. Demgem\u00e4ss wird das Problem doppelt behandelt. Es wird beidemal ein System verh\u00e4ltnism\u00e4ssig einfacher (geometrischer und analytischer) Axiome aufgebaut, aus dem alle weiteren als Folgerungen fliessen.   Als besonderer Fortschritt gegen\u00fcber Helmholtz erscheint, dass von dessen vier Axiomen das letzte, das ``Monodromie-Axiom'', \u00fcberfl\u00fcssig wird.   Im letzten Abschnitt werden allgemeine Betrachtungen \u00fcber endliche continuirliche Gruppen entwickelt, die eine rein begriffliche Auffassung von den Beweisen der grundlegenden S\u00e4tze erm\u00f6glichen.   Ueberdies wird ein zusammenh\u00e4ngender Bericht \u00fcber die gruppentheoretischen Leistungen anderer erstattet.   Ein vom Herausgeber ausgearbeitetes Namen- und Sachregister erleichtert das Studium des ganzen Werkes nicht unwesentlich.   Beim Bericht \u00fcber den von Herrn Scheffers herausgegebenen Band k\u00f6nnen wir uns k\u00fcrzer fassen, weil derselbe viel Gemeinsames mit dem eben besprochenen Bande (z. B. dessen erstem Abschnitt, ferner die Beweise der grundlegenden S\u00e4tze der Theorie u. s. w.) hat; der Unterschied liegt mehr auf der p\u00e4dagogischen Seite, insofern hier mit einfacheren Mitteln operirt wird, entsprechend der engeren Begrenzung der Probleme.   Indessen wird in der zweiten H\u00e4lfte auch eine Reihe eigenartiger Anwendungen vorgetragen. So die gruppentheoretische L\u00f6sung der Frage, wie man entscheiden kann, ob zwei (analytisch gegebene) Curven oder Fl\u00e4chen ``congruent'', d.h. durch Bewegung in einander \u00fcberf\u00fchrbar sind.   Eine andere interessante Anwendung erlaubt die Theorie auf die h\u00f6heren complexen Zahlensysteme.   Es handelt sich darum, welche Arten von Multiplication bei complexen Zahlen noch m\u00f6glich sind, wenn nur das distributive und associative Gesetz nebst der Ausf\u00fchrbarkeit der Division vorausgesetzt werden.   Die Gruppentheorie greift hier insofern ein, als, wesentlich in Folge des associativen Gesetzes, die Multiplication zweier complexen Zahlen unmittelbar zur Bildung von Gruppen Veranlassung giebt. Schliesslich sei noch des Capitels \u00fcber bin\u00e4re Invariantentheorie gedacht; die Invariantentheoretiker insbesondere seien darauf hingewiesen, wie sich die \u00fcblichen Operationen in dem fraglichen Gebiete, vor allem die Differentiationsprocesse von Boole, Sylvester und anderer, in die Kategorien der Gruppentheorie einreihen.   Das Buch des Herrn Scheffers m\u00f6ge gerade den Studirenden, die daraus eine F\u00fclle von Anregungen erhalten werden, aufs beste empfohlen sein.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1527720$0508A92F-0EB3-456F-9471-5B12F19ACB18","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"c002b817b82560805339c841673a5eea731d5ce1","datavalue":{"value":"2681670","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1527720$DC00D92E-0063-4B9E-8749-A4F466355FCD","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1527720$007E7272-B653-4249-9ED1-ABC0DBBEF510","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"557862c5e5ebc68513299948f37e3ca14ed151ae","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6480859,"id":"Q6480859"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1527720$8810D2A6-085E-45F7-8F0D-F90EB03F91B7","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Vorlesungen \u00fcber continuirliche Gruppen mit geometrischen und anderen Anwendungen. 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