{"entities":{"Q1528356":{"pageid":1539096,"ns":120,"title":"Item:Q1528356","lastrevid":67831431,"modified":"2026-04-12T19:51:03Z","type":"item","id":"Q1528356","labels":{"en":{"language":"en","value":"Vorlesungen \u00fcber Geschichte der Mathematik. Zweiter Band. Von 1200-1668."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2684419"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1528356$9B0C262A-45DE-48CD-AA1D-33F14DC4B5DD","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"a2a474c8d2722ff98db2815f9351cc2be362d1ee","datavalue":{"value":{"text":"Vorlesungen \u00fcber Geschichte der Mathematik. Zweiter Band. 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M. XXIII. 1891. 2 (siehe JFM 23.0002.02) angek\u00fcndigt ist, erfolgt hier der Bericht \u00fcber Teil 1 u. 2 des zweiten Bandes zusammen.  Im ersten Bande, von welchem \u00fcbrigens 1894, nach 14 Jahren, eine zweite Auflage erschienen ist, hatte Cantor die Geschichte der Mathematik bis zum Jahre 1200 n. Chr. gef\u00fchrt (vgl. Jahrb. XII. 1880. 16-28, JFM 12.0016.03). Unerm\u00fcdet weiter arbeitend, legt er jetzt seine Darstellung vor, bis 1668 reichend, d. h. bis zu dem Jahre, in welchem die Doctorarbeit von Leibniz erschien und Newton seine Cambridger Professur antrat, also bis zur Erfindung der eigentlichen Differentialrechung.   Es ist ein reicher Stoff, der hier vorliegt, die Geschichte fast eines Halbjahrtausends, der Wiedererweckung mancher alten, der Auffindung und anfangs langsamen, sp\u00e4ter rascheren Verbreitung mancher neuen Idee.   In sieben Abschnitte ist dieser zweite Band gegliedert: die zwei ersten sind je einem ganzen, die \u00fcbrigen je einem halben Jahrhundert gewidmet.   Zwei bedeutende M\u00e4nner er\u00f6ffnen die Geschichte des 13. Jahrhunderts, Leonardo von Pisa, ein Laie, und Jordanus Nemorarius, ein Geistlicher. Ihre wissenschaftlichen Verschiedenheiten erfasst Cantor als Nachkl\u00e4nge fr\u00fcherer Zeiten, als Nachwirkungen aus den Gegens\u00e4tzen zweier alten ostarabischen Schulen des 10. und 11. Jahrhunderts.  Erst das 14. Jahrhundert schritt \u00fcber jene zwei F\u00fchrer hinaus. Mit gewohnter Gr\u00fcndlichkeit und richtiger Absch\u00e4tzung des Einzelnen und Ganzen zeigt Cantor in den Leistungen franz\u00f6sischer, deutscher und englischer Mathematiker das Auftreten neuer Begriffe und Formen. Der verst\u00e4rkten Gr\u00fcndung von Universit\u00e4ten im 15. Jahrundert entspricht nicht die Ausbildung ihres Unterrichtes; nur Wien ragt hervor in der Pflege mathematischer Studien. Erst in der zweiten H\u00e4lfte des Jahrhunderts beginnt ein St\u00e4rker- und Neupulsiren wissenschaftlichen Lebens: auf Joh. v. Gmunden und Peurbach folgen Widman und Regiomontan, L. da Vinci und Paciuolo, Chuquet und Lef\\`vbere; ihre Leistungen und Anregungen werden ausf\u00fchrlich gew\u00fcrdigt.   Die Glanzzeit der Entwickelung im 16. Jahrhundert, die Art und Ausbreitung des Ziffer- und Linienrechnens und der Coss, die sch\u00f6nen Erfindungen der Italiener in der Algebra werden uns vorgef\u00fchrt, die gegenseitigen Beziehungen insbesondere von Tartaglia, Cardano und Ferrari werden klargestellt.   Die Ausn\u00fctzung des B\u00fccherdrucks l\u00e4sst mehr und mehr die nationale Abschliessung schwinden, und so muss Cantor von der Zeit um 1550 ab die bis dahin vorwiegend geographische Gliederung des Stoffes aufgeben: er ordnet ihn von da ab nach sachlichem Gehalt.  Das Jahrhundert nach 1550 ist mit vollen 300 Seiten ber\u00fccksichtigt. Die Erneuerung der Werke der Alten, die Kreismessung, die Mechanik, die gl\u00e4nzende Entwickelung von Arithmetik und Algebra, alles will beachtet sein und wird beachtet, hell ergl\u00e4nzen die Sterne Stevin und Vieta.  In und mit dem Buch treten wir nun ein in jene herrliche Bl\u00fctezeit mathematischer Wissenschaft im 17. Jahrhundert, die durch Namen wie Neper, Kepler, Descartes, Guldin und Cavalieri, Fermat und Pascal stets ausgezeichnet sein wird, Namen, die fast ebenso viele neu erwachsene Zweige der Wissenschaft bedeuten. Gross und schwer ist hier, bei diesem regen Schaffen, bei dem vielfach gleichzeitigen Auftreten neuer Ideen, bei dem lebhaften Hin und Her ihrer Ausbreitung die Aufgabe der Darstellung; Cantor l\u00f6st sie trefflich und bew\u00e4ltigt gut die st\u00fcrmischen Zeiten des 17. Jahrhunderts.  Der ganze Band und sein Vorg\u00e4nger stellen eine h\u00f6chst verdienstliche Leistung ihres Verfassers dar, indem zum ersten Male wieder seit rund 100 Jahren das Ganze der geschichtlichen Entwickelung der (reinen) Mathematik zur Darstellung gelangt. Wir freuen uns und mit uns geniessen die fremden V\u00f6lker dieser Frucht deutschen Fleisses und deutscher Wissenschaft.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1528356$3C0C9A6E-28C5-4C2A-A648-8B4B743F6D3C","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"b0ed2ad953932400c42123d978cc34b734dce81c","datavalue":{"value":"2684419","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1528356$200810EC-F2D0-4B4A-BD0C-5B29AC0408AD","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1528356$DC43A1FB-AC2D-4621-8C26-3C5054DA6F7A","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Vorlesungen \u00fcber Geschichte der Mathematik. Zweiter Band. 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