{"entities":{"Q1541016":{"pageid":1551756,"ns":120,"title":"Item:Q1541016","lastrevid":67852641,"modified":"2026-04-12T19:54:39Z","type":"item","id":"Q1541016","labels":{"en":{"language":"en","value":"Ueber die physikalische Bedeutung des Princips der kleinsten Wirkung."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2699182"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1541016$E77A6B1E-66B7-47A8-9491-326B57B91296","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"78d896be4f4ff042225f615deae67532e0bb5f0e","datavalue":{"value":{"text":"Ueber die physikalische Bedeutung des Princips der kleinsten Wirkung.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1541016$19B6D69D-C6CF-4147-9042-31B8F8351DBC","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"c913f7be10341ebf981af97a4dd78665eab5537a","datavalue":{"value":"18.0941.01","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1541016$8777DD95-1EEB-4446-9314-EF7E2E3C7D87","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"79327704d6d4548ce97be34ab84df8a1bb1515ff","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":256938,"id":"Q256938"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1541016$745C2B68-6967-4B97-9271-6EFE00D1AA3A","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"510ce9bfbb51e81a18268610193c3f82dd9e8333","datavalue":{"value":{"time":"+1886-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1541016$F2783D2C-0D54-4C00-87E9-730761B18B50","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"eb277a619f671d432868a0b205a3994ee2e3ba4f","datavalue":{"value":"https://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PPN=GDZPPN002160013","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1541016$2F0A0894-FC0C-459F-871F-7E0D07D5652A","rank":"normal"},{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"593645c905288a0c4ad534078d26333347555196","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/148654","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1541016$60B0C1DB-9C2C-44B1-8A36-1E8ED02DEDE6","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"94be79f7fc2a2d764ff82982930d0cd866bc8794","datavalue":{"value":"Sir W. Thomson spricht im \\(\\S 318\\) seiner ``Theoretischen Physik'' die Ueberzeugung aus, dass man dem Princip der kleinsten Wirkung noch ``eine viel tiefere Bedeutung beilegen wird, nicht nur in der abstracten Dynamik, sondern auch in der Theorie mehrerer Zweige der Physik, die jetzt anfangen, dynamische Erkl\u00e4rungen zu erhalten.'' Diese tiefere Bedeutung erh\u00e4lt das Princip in der vorliegenden Abhandlung.  Der Verfasser benutzt dasselbe in einer von Hamilton's Formen, welche zul\u00e4sst, dass auf das betreffende mechanische System, dessen innere Kr\u00e4fte nur conservative sind, noch \u00e4ussere von der Zeit abh\u00e4ngige Kr\u00e4fte einwirken, deren Arbeit besonders berechnet wird. Er nennt die Function \\(H=F-L,\\) wo \\(F\\) die potentielle Energie, \\(L\\) die lebendige Kraft ist, das kinetische Potential, weil es die Function ist, durch deren Differentialquotienten Lagrange die nach aussen gewendeten Kr\u00e4fte des bewegten Systems ausgedr\u00fcckt hat, und spricht dann das Princip in folgender Fassung aus: Der f\u00fcr gleiche Zeitelemente berechnete Mittelwert des kinetischen Potentials ist auf dem wirklichen Wege des Systems ein Minimum (bez. f\u00fcr l\u00e4ngere Strecken ein Grenzwert) im Vergleich mit allen anderen benachbarten Wegen, die in gleicher Zeit aus der Anfangslage in die Endlage f\u00fchren. F\u00fcr das Gleichgewicht muss dann einfach die potentielle Energie ein Minimum sein. Wird zu \\(H\\) noch \\(\\sum_{\\mathfrak a}(P_{\\mathfrak a}p_{\\mathfrak a})\\) hinzugef\u00fcgt, wo \\(p_{\\mathfrak a}\\) die Coordinaten, \\(P_{\\mathfrak a}\\) die in der Richtung von \\(p_{\\mathfrak a}\\) wirkenden Kr\u00e4fte bedeuten, und diese \\(P_{\\mathfrak a}\\) gegebene Functionen der Zeit sind, so erh\u00e4lt man aus jenem Satze durch Variation Lagrange's Gleichungen f\u00fcr die Kr\u00e4fte \\(P_{\\mathfrak a}\\). Alle speciellen Untersuchungen also, welche sich auf diese Bewegungsgleichungen gr\u00fcnden, geh\u00f6ren auch in den Bereich des -- etwas modificirten -- Princips der kleinsten Wirkung oder des ``Minimalsatzes des kinetischen Potentials''. Und danach erscheint es als h\u00f6chst wahrscheinlich, dass dieser das allgemeine Gesetz aller umkehrbaren Naturprocesse ist.  Indem \\(H\\) als beliebige Function der Coordinaten \\(p_{\\mathfrak a}\\) und der Geschwindigkeiten \\(q_{\\mathfrak a}\\), welche nur in allen Lagen endliche erste und zweite Differentialquotienten nach \\(p_{\\mathfrak a}\\) und \\(q_{\\mathfrak a}\\) haben soll, vorausgesetzt, nicht aber darauf beschr\u00e4nkt wird, dass nur homogene Functionen zweiten Grades der \\(q_{\\mathfrak a}\\) in dem Ausdrucke f\u00fcr die lebendige Kraft vorkommen, wird der Minimalsatz entwickelt und werden die Bewegungsgleichungen von Lagrange daraus hergeleitet. Besondere Erw\u00e4hnung finden die ``F\u00e4lle mit verborgener Bewegung'', d. h. physikalische Vorg\u00e4nge, bei denen auch die Geschwindigkeit linear enthaltende Glieder in der Function \\(H\\) vorkommen, und es werden ferner Eliminationen angegeben, infolge deren auch f\u00fcr Systeme w\u00e4gbarer Massen h\u00f6here Potenzen der Geschwindigkeiten in den Gliedern von \\(H\\) vorkommen k\u00f6nnen.  Aus dem Minimalsatze wird das Princip von der Constanz der Energie abgeleitet, und der Wert der letzteren wird aus demjenigen des kinetischen Potentials berechnet:  \\[  E = H - \\sum_{\\mathfrak a}\\left(q_{\\mathfrak a}\\;\\frac{\\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak a}}\\right)\\cdot  \\]  Nicht immer gilt das Princip der kleinsten Wirkung, wenn dem Gesetz von der Constanz der Energie gen\u00fcgt wird; ersteres dr\u00fcckt noch einen besonderen Charakter der vorhandenen conservativen Naturkr\u00e4fte aus. Zur Erl\u00e4uterung dienen Beispiele aus der Mechanik, Elektrodynamik und Thermodynamik.  Durch Integration der Gleichung  \\[  E = H - \\sum\\left( q_{\\mathfrak a} \\frac{\\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak a}} \\right) \\]  wird dann umgekehrt \\(H\\) durch \\(E\\) bestimmt; die auftretende Integrationsconstante ist eine homogene Function ersten Grades der \\(Q_a\\) und entspricht den verborgenen Bewegungen.  Aus den Gleichungen von Lagrange ergeben sich f\u00fcr die Kr\u00e4fte bewegter Systeme, welche dem Minmialsatz der kinetischen Energie unterworfen sind, Wechselbeziehungen zwischen den Kr\u00e4ften einerseits und den Beschleunigungen, Geschwindigkeiten und Coordinaten andererseits; und diese Betrachtungen werden angewandt auf die Verkn\u00fcpfung der elektrodynamischen und elektromagnetischen Gesetze mit dem Inductionsgesetz, auf thermodynamische, thermoelektrische und elektrochemische Vorg\u00e4nge. Es wird noch bemerkt, dass die G\u00fcltigkeit des Princips der kleinsten Wirkung auch aus dem Bestehen jener Wechselbeziehungen der Kr\u00e4fte abgeleitet werden kann; der Beweis wird auf eine sp\u00e4tere Mitteilung verschoben.  Es folgt die Herleitung von Hamilton's Differentialgleichung unter den erweiterten Voraussetzungen, welche in dieser Abhandlung gemacht sind, und im Anschluss daran die Entwickelung der Reciprocit\u00e4tsgesetze f\u00fcr die durch kleine Anst\u00f6sse nach Ablauf einer bestimmten Zeit erfolgenden Aenderungen der rechtl\u00e4ufigen und r\u00fcckl\u00e4ufigen Bewegung. Das Gesetz der Reciprocit\u00e4t, welches der Verfasser in fr\u00fcheren akustischen Untersuchungen nachgewiesen hat, geh\u00f6rt als specieller Fall hierher.  Endlich werden noch die Bewegungsmomente statt der Geschwindigkeiten als unabh\u00e4ngige Ver\u00e4nderliche eingef\u00fchrt, woraus sich eine andere Form des Variationsproblems und ein anderes Reciprocit\u00e4tsgesetz ergiebt.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1541016$73DAFD59-30BF-4A14-B411-202528EF04AA","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"bb9aff79121dbe919aac633c05a4b2f8e3643142","datavalue":{"value":"2699182","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1541016$621314CE-F984-4681-B330-489E7D5531BD","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1541016$882AAF66-BB37-4844-92E8-60AEBC4F4EC3","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"00ef2aaef1c33db6290b46f409decd7d75004131","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6481418,"id":"Q6481418"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1541016$57E223AD-861B-4E80-83C9-4038FD215EA1","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Ueber die physikalische Bedeutung des Princips der kleinsten Wirkung.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Ueber_die_physikalische_Bedeutung_des_Princips_der_kleinsten_Wirkung."}}}}}