{"entities":{"Q1551815":{"pageid":1562555,"ns":120,"title":"Item:Q1551815","lastrevid":67832535,"modified":"2026-04-12T19:51:14Z","type":"item","id":"Q1551815","labels":{"en":{"language":"en","value":"Theorie der Oberfl\u00e4chen zweiter Ordnung und der Raumcurven dritter Ordnung als Erzeugnisse Projectivischer Gebilde. 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Hierzu stand ausser der in der ``systematischen Entwickelung'' gegebenen Grundlage f\u00fcr die Behandlung der geradlinigen Fl\u00e4chen zweiter Ordnung und den von Herrn Geiser in Borchardt J. LXVIII. 191 ff. ver\u00f6ffentlichten Manuscripten von Seiten Steiner's nichts zu Gebote; dagegen hat der Herr Verfasser den durch andere Geometer wie Chasles, Seydewitz, M\u00f6bius, Cremona, von Staudt u. A. aufgesammelten Schatz von Resultaten \u00fcber die genannten r\u00e4umlichen Gebilde, ebenso wie von ihm selbst herr\u00fchrende, theils anderweitig ver\u00f6ffentlichte, theils in seinen Universit\u00e4tsvorlesungen vorgetragene Ergebnisse nach Steiner's Principien einheitlich und ihrem naturgem\u00e4ssen Zusammenhange nach geordnet, so dass das Buch namentlich auch f\u00fcr die Einf\u00fchrung in dies Gebiet geometrischer Forschung geeignet ist, umsomehr, als die Darstellung ganz elementar gehalten ist und an passender Stelle literarische Hinweise gegeben sind.  Das Werk ist in zwei (fast gleich starke) Abschnitte getheilt, von denen der eine der Behandlung der Elementargebilde erster Stufe, der andere der der Elementargebilde zweiter Stufe gewidmet ist. Demgem\u00e4ss beginnt der erste Abschnitt mit der Untersuchung desjenige Gebildes von einfacher M\u00e4chtigkeit, welche zu den beiden Grundgebilden der ebenen Geometrie, der geraden Punktreihe und dem Strahlb\u00fcschel, im Raume als neues hinzutritt, n\u00e4mlich des Ebenenb\u00fcschels, behandelt die perspectivesche Lage und dann die projectivische Beziehung zweier Ebenenb\u00fcschel im Allgemeinen und in coaxialer Lage, speciell die Ebeneninvolutionen und die Construction der Doppelelemente, im Anschluss hieran die besonderen Aufgaben: eine elliptische Ebeneninvolution in einer orthogonalen Strahleninvolution und einer gleichseitig hyperbolischen Strahleninvolution zu schneiden, deren L\u00f6sung es erm\u00f6glicht, projectivische Ebenen- und Strahlenb\u00fcschel in perspectivische Lage zu bringen. Und nun wendet sich die Untersuchung den Erzeugnissen je zweier projectivischer beliebig im Raum gelegener Grundgebilde erster Stufe zu, zun\u00e4chst dem Kegel zweiten Grades als Erzeugnis sowohl von Punktreihe und Strahlenb\u00fcschel, als von zwei Ebenenb\u00fcscheln mit sich schneidenden Axen; seine perspectivische Beziehung zum Kegelschnitt und der charakteristische Unterschied von demselben in dem Verhalten zu den unendlich fernen Gebilden, sowie andererseits seits sein duales Verh\u00e4ltnis zu demselben, sofern der Kegelschnitt hier in der Geometrie des Raumes in der neuen Erzeugungsweise durch Strahlenb\u00fcschel und Ebenenb\u00fcschel auftritt, werden allseitig er\u00f6rtert.  Gleichwie in der Theorie der Kegelschnitte das ebene Polarsystem von den reellen Gebilden zu erweiterten Begriffen f\u00fchrt, ist es dasselbe Princip der Polarit\u00e4t, das durchgehend vom Verfasser benutzt wird, um auch den r\u00e4umlichen Erzeugnissen projectivischer Gebilde allgemeinere zu substituiren, welche auch die imagin\u00e4ren F\u00e4lle umfassen. An Stelle des Kegels tritt daher das Polarb\u00fcndel, dessen Eigenschaften aus den Elementen der projectivischen Gebilde, welche den Kegel erzeugen, direct hergeleitet werden. Als einfachster Fall eines elliptischen Polarb\u00fcndels wird das orthogonale hervorgehoben; hieran schliesst sich einerseits die Frage nach denjenigen Strahlen des allgemeinen Polarb\u00fcndels, dessen Polarebenen zu ihnen rechtwinklig sind, welche auf die Hauptaxen und - ebenen, deren Realit\u00e4t nachgewiesen wird, f\u00fchrt, andererseits die Frage nach den orthogonalen Ebenen- und Strahleninvolutionen des B\u00fcndels, welche auf die Brennstrahlen und Kreisebenen f\u00fchrt. Sodann werden Eigenschaften des Kegels abgeleitet, welche den Brennpunkteigenschaften der Kegelschnitte analog sind, und als Analoga zu Kreis und gleichseitiger Hyperbel der orthogonale und der gleichseitige Kegel und der Zusammenhang des letzteren mit einer speciellen Art von Tetraeder einer eingehenden Betrachtung unterworfen.  Es folgt die Theorie des einfachen Hyperboloids. Der Herstellung des einfachen Hyperboloids aus drei Geraden,der Er\u00f6rterung der hyperboloidischen Lage von vier Geraden und den Eingenschaften des Mittelpunkt und Asymptoten-Kegels des Hyperbolods folgen lineare Constructionen desselben; die Behandlung der Ber\u00fchrungsebenen bereitet die Betrachtung des r\u00e4umlichen Polarsystems vor, dessen Construction unmittelbar aus den Elementen der projectivischen Gebilde, welche das Hyperboloid erzeugen, nach einer Digression \u00fcber das dem Hyperboloid liegende Sechseck, gegeben wird. Um das r\u00e4umliche Polarsystem zur Vermittelung des Uberganges von der geradlunigen zur nichtgeradlinigen und imagin\u00e4ren Fl\u00e4che \\(2^{\\text{ter}}\\) Ordnung zu verwenden, muss dann dasselbe aus einer gewissen Anzahl seiner eigenen Elemente (ohne Hinzuziehung von incidenten) construirt werden, was f\u00fcr eine Reihe verschiedener F\u00e4lle geschieht. Eine Untersuchung des Charakters des Polartetraeders f\u00fchrt dann umgekehrt zur Sonderung der F\u00e4lle, in denen ein Polarsystem eine reelle, eine geradlinige odeu eine reelle nicht-geradlinige Kernfl\u00e4che besitzt. Der letzte Fall erfordert eine neue Construction der Kernfl\u00e4che, welche unabh\u00e4ngig davon ist, ob dieselbe gerade Linien enth\u00e4lt oder nicht; da diese Construction auf reciproke Gebilde zweiter Stufe f\u00fchrt, so wird die weitere Behandlung des Polarsystems auf den zweiten Abschnitt verschoben. Ebenso wie die Theorie des Kegels wird auch die des einfachen Hyperboloids mit der Betrachtung einiger wichtiger Specialf\u00e4lle geschlossen,n\u00e4mlich mit der des orthogonglen und des gleichseitigen Hyperboloids. An jenes kn\u00fcpfen sich metrische Rilationen, die mit dem Nachweis seiner Identit\u00e4t mit dem Orte s\u00e4mmtlicher Punkte, deren Abst\u00e4nde von zwei windschiefen Geraden in einem constanten Verh\u00e4ltnis stehen, schliessen, an dieses seine Beziehungen zum allgemeinen Tetraeder. Enklich folgt noch das htpetbolische Paraboloid und als specieller Fall aller drei Arten von Hyperboloiden das gleichseitig-hyperbolische Paraboloid.  Ubergehend zu den Erzeugnissen dreier projectivischer Gebilde erster Stufe wendet sich die Untersuchung der Raumcurve dritter Ordnung als Erzeugnis zun\u00e4chst von Ebenenb\u00fcscheln zu, ihrem Zusammenhange mit dem einfache Hyperboloid und dem Kegel und ihrer Construction aus einer Anzahl von Punkten und Sekanten. Die daruf folgende Betrachtung der Tangenten und Schmiegungsebenen vermittelt den Nachweis ihrer Identit\u00e4t mit der Raumcurve driter Classe als dem Erzeugnisse dreier projectivischer Punktreihen. Hieran schliesst sich die gemeinschaftliche Untersuchung der (eigentlichen und uneigentlichen) Sekanten und Schnittlinien zweier Schmiegungsebenen. Den Schluss des projectivischen Theils bildet das Nullsystem. Dann folgt die Classification nach dem Verhalten zur unendlich fernen Ebene in cubische Ellipse, Hyperbel, parabolische Hypebel und Paranel, eine Untersuchung \u00fcber den Character der Kegelschnitte, welche in einer Schmiegungsebene von den \u00fcbrigen ausgeschnitten werden, und schliesslich die Behandlung von gewissen Geraden, die als Durchmesser der Raumcurven dritter Ordnung bezeichnet werden.  Der zweite Abschnitt beginnt mit der Einf\u00fchrung der vier Grundgebilde zweiter Stufe, des Strahlenb\u00fcndels ,des Ebenenb\u00fcndels, des Punktfeldes und des Strahlenfeldes, mit der Feststellung der projectivischen (collinearen und reciproken) Beziehung ihre Elemente auf einander und der Construction entsprechender Elemente vermittels projectivischer Gebilde erster Stufe. Um die Frage nach der M\u00f6glichkeit, zwei beliebige collineare Gebilde in perspectivische Lage zu bringen, zu entscheiden, werden die ausgezeichneten Elemente derselben ermittelt, zun\u00e4chst indem von der perspectivischen Lage ausgegangen wird, und dann auch bei allgemeiner Lage wiedergefunden. Da sich die collinearen Gebilde zweiter Stufe im Gegensatz zu dem projectivischen Gebilden erster Stufe im Allgemeinen nicht in involutorische Lage bringen lassen, so wird einerseits die Bedingung ermittelt, unter welche dies m\u00f6glich ist, und gezeigt, wie unter ihrer Annahme die involutorische Lage herzustellen ist, andererseits die Frage dahin erweitert, ob sich zwei collineare Gebilde stets so auf einander legen lassen, dass zwei entsprechende congruente Dreiecke (resp. Dreikante) in cyclischer Vertauschung auf einander falle, was in der That der Fall ist, und diese als trilineare bezeichnete Lage n\u00e4her untersucht. Dagegen zeigt die darauf folgende Betrachtung der ausgezeichneten Elemente zweier reciproker Gebilde, dass sich diese stets so vereinigen lassen, dass ihre entsprechenden Elemente ein ebenes Polarsystem, resp. ein Polarb\u00fcndel constituiren. Hieran reiht sich die Untersuchung zusammenliegender reciproker Gebilde und ihrer incidenten Elemente, und nun wendet sich die Untersuchung den Erzeugnissen der projectivischen Gebilde zu. Als Erzeugnis zweier collinearer Strahlenb\u00fcndel oder Strahlenfelder tritt uns hier von Neuem die Raumcurve dritter Ordnung entgegen, und sie erf\u00e4hrt von diesem neuen Gesichtspunkte aus eine nochmalige und deshalb k\u00fcrzere Behandlung, worauf sich die Betrachtung nunmehr ausschliesslich den Oberfl\u00e4chen zweiter Ordnung als Erzeugnis reciproker B\u00fcndel zuwendet. Aus dieser Erzeugungsweise wird eine Construction derselben durch neun gegebene Punkte, die mit der von Chasles gegebenen \u00fcbereinstimmt, ausf\u00fchrlich hergeleitet, die \u00fcbrigen bekannten derartigen Constructionen im Anschluss hieran kurz charakterisirt. Die dann folgende Behandlung der Ber\u00fchrungsebenen f\u00fchrt auf die Eintheilung der Fl\u00e4chen in geradlinige, in Kegel und in elliptische; f\u00fcr den letzten Fall macht die Construction der Ber\u00fchrungsebene in einem beliebigen Punkte der Fl\u00e4che eingehende Er\u00f6rterungen n\u00f6tig. Die Polareigenschaften der Fl\u00e4che Ordnung, welche auch die Identit\u00e4t derselben mit der F\\\"lache zweiter Classe, d. h. dem Erzeugnis zweier reciproker ebener Felder, erweisen, f\u00fchren dann zu dem r\u00e4umlichen Polarsystem zur\u00fcck, dessen Untersuchung im ersten Abschnitte abgebrochen war. Nach einer eingehenden Classification der Fl\u00e4che zweiter Ordnung und dem Hinweis auf gegewisse Grenz\u00fcberg\u00e4nge, welche den Zusammenhang zwichen den verschiedenen Gattungen herstellen, wendet sich die Untersuchung den metrischen Beziehungen zwischen den conjugirten Durchmessern der Mittelpunktsfl\u00e4chen und solchen f\u00fcr das r\u00e4umliche Polarsystem \u00fcberhaupt zu, auf welche wegen ihrer Reichhaltigkeit heir nicht eingegangen werden kann, soldern auf das Werk selbst verwiesen werden muss. Die Focaleigenschaften und in Verbindung mit ihnen die Kreisschnitte f\u00fchren zu der Mac-Cullagh'schen, Jacobi'schen und Salmon'sche Erzeugungsart der Fl\u00e4chen zweiter Ordnung. Es folgt die Betrachtung der Schaaren confocaler Fl\u00e4chen zweiter Ordnung und im Anschluss hieran eine Ableitung der metrischen Eigenschaften der Kr\u00fcmmungs linien, welche Heilermann auf analytischem. Wege gefunden hat. Zum Schlusse begn\u00fcgt sich der Herr Verfasser mit einer Darstellung der allgemeinsten Eigenschaften des Fl\u00e4chenb\u00fcschels und des Fl\u00e4chenb\u00fcndels zweiter Ordnung und der ihnen dual gegen\u00fcberstehenden Gebilde, da ihre genauere Erforschung den Umfang des Buches ungeh\u00f6rig vergr\u00f6ssert h\u00e4tte.  Nicht unerw\u00e4hnt bleibe, dass in dem Werk eine theilweise neue Bezeichnung der geometrischen Elemente und der mit ihnen vorzunehmenden Operationen consequent durchgef\u00fchrt wird, welche die Anschauung in geeigneter Weise erleichtern.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1551815$6FB3944E-542A-4E5F-A365-443609127918","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"4256c1620ba2c6c98e29489edee33ff7b61d51f5","datavalue":{"value":"2708513","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1551815$DE6541A2-2E7D-4DAE-A5AC-AD3DC51F0F6E","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1551815$5FBA2A7E-C70C-45D0-B628-69E93530C949","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Theorie der Oberfl\u00e4chen zweiter Ordnung und der Raumcurven dritter Ordnung als Erzeugnisse Projectivischer Gebilde. 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