{"entities":{"Q1827905":{"pageid":1838647,"ns":120,"title":"Item:Q1827905","lastrevid":69079008,"modified":"2026-04-13T04:32:31Z","type":"item","id":"Q1827905","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber die gestaltliche Diskussion des durch eine gewisse Differentialgleichung 1. Ordnung 2. 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Bei der allgemeineren Gleichung  \\[  A(x,y)y'{}^2 + 2B(x, y) y' + C(x, y) = 0,  \\]  deren Koeffizienten lediglich gewissen Stetigkeits- und Differentiierbarkeitsvoraussetzungen gen\u00fcgen, hat schon \\textit{A. Wahlgren} (1902; F. d. M. 33, 339 (JFM 33.0339.*)) angegeben, wie die Integralkurven in der Nachbarschaft eines singul\u00e4ren Punktes verlaufen k\u00f6nnen; diese Untersuchung wird hier in dem Spezialfall der Gleichung (1) erg\u00e4nzt und dadurch vertieft, da\u00df f\u00fcr viele der von \\textit{Wahlgren} angegebenen m\u00f6glichen F\u00e4lle durch Beispiele belegt wird, da\u00df sie auch tats\u00e4chlich auftreten.  I. Abschnitt. Wird  \\[  \\begin{gathered} a_ix + b_iy+c_i=g_i, \\quad a_i\\xi + b_i\\eta + c_i = \\gamma_i \\quad (i =1,2, 3), \\\\ R = \\left| \\begin{matrix} a_0 & b_0 & c_0 \\\\ a_1 & b_1 & c_1 \\\\ a_2 & b_2 & c_2 \\end{matrix} \\right| \\end{gathered}  \\]  gesetzt, so ist die Diskriminantenkurve der Gleichung (1) der Kegelschnitt  \\[  D(x,y) \\equiv g_0g_2 - g_1^2= 0;  \\]  seine Determinante ist gleich \\(\\frac 14 R^2\\); die Diskriminantenkurve \\(D = 0\\) zerf\u00e4llt also genau dann in ein Geradenpaar, wenn die drei Geraden \\(g_i=0\\) durch einen Punkt gehen. Verf. betrachtet zun\u00e4chst den Fall \\(R\\neq 0\\).  Die Isoklinen von (1) sind die Geraden  \\[  g_0k^2 + 2g_1k + g_2=0. \\tag{2}  \\]  Setzt man  \\[  \\gamma_0k + \\gamma_1 = 0, \\quad \\gamma_1k+\\gamma_2=0, \\tag{3}  \\]  so ist \\(D(\\xi,\\eta) = 0\\), also \\((\\xi,\\eta)\\) ein Punkt der Diskriminantenkurve, und aus (2) folgt, da\u00df  \\[  g_0\\gamma_2 + g_2\\gamma_0 - 2g_1\\gamma_1 =0,  \\]  d. h. da\u00df die Isokline (2) Tangente (oder Asymptote) des Diskrimmantenkegelschnittes ist. Da \\(R \\neq 0\\) ist, ergeben sich, die Koordinaten \\((\\xi,\\eta)\\) des Ber\u00fchrungspunktes eindeutig aus (3). -- Sollen die von der Isoklinen (2) getragenen Linienelemente die Richtung der Isoklinen haben, so mu\u00df \\(k\\) Nullstelle des Polynoms  \\[  W(k) = a_2 + (2a_1 + b_2) k + (2b_1 + a_0) k^2 + b_0 k^3  \\]  sein. Ist \\(W(k) \\equiv 0\\), so sind die Tangenten (und Asymptoten) des Diskriminantenkegelschnittes die regul\u00e4ren Integralkurven, und der Diskriminantenkegelschnitt selbst ist singul\u00e4re Integralkurve der Gleichung (1). Ist \\(W(k) \\neq 0\\), so hat \\(W(k)\\) drei Nullstellen \\(k = h_1, h_2, h_3\\), denen die Hauptrichtungen entsprechen; die zugeh\u00f6rigen Isoklinen sind Integralkurven und werden als Hauptstrahlen \\(s_1\\), \\(s_2\\), \\(s_3\\) bezeichnet; deren Ber\u00fchrungspunkte \\(S_1\\), \\(S_2\\), \\(S_3\\) sind die singul\u00e4ren Punkte der Gleichung (1) in der Bezeichnungsweise von \\textit{v. Dyck}. -Ist \\(y' = k\\) und gleichzeitig \\(y'' = 0\\), so mu\u00df nach (1) die Gleichung \\(W(k) = 0\\) gelten; zwischen den Hauptstrahlen sind also die Integralkurven konvex im engeren Sinn. Auf dem Diskriminantenkegelschnitt haben die Integralkurven gew\u00f6hnlich Spitzen.  II. Abschnitt. Hat \\(W(k)\\) drei verschiedene reelle Nullstellen, so besitzen die Integralkurven eine Parameterdarstellung  \\[  z = t'(p), \\quad y = pt'(p)-t'(p)  \\]  mit der Steigung der Tangente als Parameter, worin  \\[  t(p)=|p-h_1|^{\\beta_1}|p-h_2|^{\\beta_2}|p-h_3|^{\\beta_3} \\left\\{\\varGamma - \\int\\limits_{p_0}^p \\frac {\\dfrac{\\gamma_1}{p-h_1} + \\dfrac{\\gamma_2}{p-h_2} + \\dfrac{\\gamma_3}{p-h_3}}{|p-h_1|^{\\beta_1} |p-h_2|^{\\beta_2} |p-h_3|^{\\beta_3}}\\,dp\\right\\}. \\tag{4}  \\]  \\(\\varGamma\\) ist die Integrationskonstante, \\(\\beta_1+\\beta_2+\\beta_3=1\\). Die Zahlen \\(\\gamma_i\\) und \\(h_i\\) sind kovariant, die Zahlen \\(\\beta_i\\) invariant bei affinen Transformationen der Gleichung (1). Mittels derselben werden die Gleichungen der Hauptstrahlen  \\[  s_i \\equiv \\beta_i(y - h_ix) + \\gamma_i = 0 \\quad (i = 1, 2, 3).  \\]  Sind \\(P_1\\), \\(P_2\\), \\(P_3\\) die Ecken des von den Hauptstrahlen gebildeten Dreiecks, so ist  \\[  \\frac{P_2S_1}{S_1P_3}=\\frac{\\beta_2}{\\beta_3}, \\quad \\frac{P_3S_2}{S_2P_1}=\\frac{\\beta_3}{\\beta_1}, \\quad \\frac{P_1S_3}{S_3P_2}=\\frac{\\beta_1}{\\beta_2}.  \\]   Aus (4) gewinnt Verf. Reihenentwicklungen, die eine eingehendere Diskussion des Verlaufes der Integralkurven in der Umgebung eines einfachen, im Endlichen gelegenen singul\u00e4ren Punktes erm\u00f6glichen.  Im III. Abschnitt wird der Gesamtverlauf der Integralkurven f\u00fcr den Fall dreier verschiedener singul\u00e4rer Punkte untersucht; es ergeben sich dabei acht Grundtypen des Integralkurvenbildes, falls diese drei singul\u00e4ren Punkte im Endlichen liegen. R\u00fccken ein oder zwei der singul\u00e4ren Punkte auf der festen Diskriminantenkurve ins Unendliche und werden dabei ein oder zwei der Hauptstrahlen zu Asymptoten (Hauptstrahlasymptoten), so entstehen vier weitere Typen. Schlie\u00dflich wird einer der drei Hauptstrahlen mit der unendlich fernen Geraden identifiziert; die Diskriminantenkurve ist dann eine Parabel, die nicht singul\u00e4re Integralkurve ist, und es kommen drei weitere Typen hinzu. F\u00fcr alle 15 Typen des Integralkurvenbildes werden einfache Beispiele und Bilder gegeben.  Im IV. Abschnitt werden die \u00c4nderungen besprochen, die eintreten, wenn \\(W(k)\\) zusammenfallende Nullstellen hat. Dabei ergeben sich 11 weitere typische Integralkurvenbilder, die ebenfalls durch einfache Beispiele und Abbildungen belegt werden.  Im V. Abschnitt wird der Fall \\(R = 0\\) behandelt: Der Diskriminantenkegelschnitt zerf\u00e4llt in zwei Geraden mit eigentlichem Schnittpunkt \\(P\\). Auch jetzt treten drei Hauptstrahlen auf, die durch \\(P\\) gehen. Die nicht geradlinigen Integralkurven sind wendepunktfrei und \u00e4hnlich gelegen zu \\(P\\) als \u00c4hnlichkeitszentrum. Die Integration der Gleichung (1) gelingt wiederum in geschlossener Form. Merkw\u00fcrdig sind insbesondere jene F\u00e4lle, in denen eine Diskriminantengerade selbst Hauptstrahl, also singul\u00e4re Integralkurve ist und von den regul\u00e4ren Integralkurven ber\u00fchrt wird. Auch kann es vorkommen, da\u00df sich die regul\u00e4ren Integralkurven dem Punkt \\(P\\) unbeschr\u00e4nkt n\u00e4hern, ohne dort mit einer bestimmten Tangentenrichtung einzutreffen. Insgesamt werden im Fall \\(R = 0\\) achtzehn Typen von Integralkurvenbildern aufgez\u00e4hlt, durch Beispiele belegt und durch Abbildungen illustriert. Die Ergebnisse von \\textit{J. Weigel} (1911; F. d. M. 43, 402 (JFM 43.0402.*)) werden dabei etwas einfacher und allgemeiner wiedergefunden.  Den Abschlu\u00df der Arbeit bilden Anwendungen:  Die Fl\u00e4chen, bei denen die Projektionen der Haupttangentenkurven auf die \\((x,y)\\)-Ebene einer Differentialgleichung der Form (1) gen\u00fcgen, sind im Fall \\(W(k) \\equiv 0\\) die geradlinigen Fl\u00e4chen zweiter Ordnung und im Fall \\(W(k)\\neq 0\\) die Fl\u00e4chen dritter Ordnung mit uniplanarem Doppelpunkt im Unendlichen. Besitzt \\(W(k)\\) nur einfache Nullstellen, so ist durch die Gleichung (1) n\u00e4herungsweise der Verlauf der Haupttangentenkurven in der Umgebung eines \\textit{Eckardt}schen Punktes gegeben, projiziert auf die Tangentialebene in ihm.  Schlie\u00dflich werden die f\u00fcnf m\u00f6glichen Typen des Verlaufes der Kr\u00fcmmungslinien in der Nachbarschaft eines gemeinen Kreispunktes erster Ordnung aus der allgemeinen Untersuchung durch Spezialisierung gewonnen.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1827905$6632C31C-6D75-475F-AE5F-BFD4024FFFCC","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"8fad3c0e76ca12bc2cda54a435b51b2c9ad74997","datavalue":{"value":"2561210","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1827905$96524493-444B-4BB0-9C3D-E8BE2F8BAD2B","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"36e8bbe20759d2f3fdd7caa00e54dac0a8c64ab2","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":768095,"id":"Q768095"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1827905$9FDF358C-C4A8-4FD0-A442-113C61F3208A","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1827905$D95AC987-B301-4F9D-B949-D4EBF8094AAD","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"\u00dcber die gestaltliche Diskussion des durch eine gewisse Differentialgleichung 1. 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