{"entities":{"Q1829649":{"pageid":1840391,"ns":120,"title":"Item:Q1829649","lastrevid":70930755,"modified":"2026-04-13T18:18:57Z","type":"item","id":"Q1829649","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber einige Anwendungen diophantischer Approximationen."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2563202"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1829649$8A2F2B61-BA06-4D40-A331-8DB5124CDE49","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"871046bd9033deb17bda32bc0490ab7d58490cab","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber einige Anwendungen diophantischer Approximationen.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1829649$123E347B-BBBC-4534-AE0D-EB05DEE206E4","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"b2f670ecb58cde3325f6a314bc8276c67d790e29","datavalue":{"value":"56.0180.05","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1829649$CC90127C-0B9C-4F3F-A498-9C6702E6007E","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"60fd1d2a74f0ea9b3fd28eded1ef965ab0d49c9f","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":574678,"id":"Q574678"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1829649$4A950882-0862-4DEC-8FC9-8FFBCE5B0C88","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"bf0ec0ec92278a4e809216de2b4777e9692e96ea","datavalue":{"value":{"time":"+1929-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1829649$BD5008DD-B602-4676-B501-0BA56F8E5312","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"b350f16e9a7088beda413cd0d0bf82bc4cdeea5d","datavalue":{"value":"Diese umfang- und inhaltreiche Abhandlung umfa\u00dft zwei Hauptteile: ``\u00dcber transzendente Zahlen'' und ``\u00dcber diophantische Gleichungen''. Bindeglied zwischen beiden ist die gemeinsame Methode, die in der Anwendung diophantischer Approximationen besteht.  Die Grundgedanken dieser Methode werden in einer ausf\u00fchrlichen \\textit{Einleitung} vorangestellt. W\u00e4hrend man nach dem Dirichletschen Schubfachschlu\u00df leicht angeben kann, wie genau sich \\textit{mindestens} die Zahl 0 durch ein lineares Kompositum  \\[ L=h_0\\,\\omega_0+\\dots +h_r\\omega_r \\]  gegebener Zahlen \\(\\omega_0, \\ldots, \\omega_r\\) approximieren l\u00e4\u00dft, wenn die Koeffizienten \\(h_0, \\ldots, h_r\\) nicht s\u00e4mtlich verschwindende ganze rationale Zahlen sein d\u00fcrfen, die absolut s\u00e4mtlich h\u00f6chstens gleich \\(H\\) sind, n\u00e4mlich  \\[ |\\,L\\,|\\le \\frac{|\\,\\omega_0\\,|+\\dots +|\\,\\omega_r\\,|}{H^r}, \\]  h\u00e4ngt jede nichttriviale Antwort auf die Frage, wie genau dies \\textit{h\u00f6chstens} der Fall sein kann, also jede nichttriviale untere Absch\u00e4tzung der sog. N\u00e4herungsform \\(L\\), von den arithmetischen Eigenschaften der gegebenen Zahlen \\(\\omega_0\\), \\dots, \\(\\omega_r\\) ab.  Auf eine solche untere Absch\u00e4tzung einer N\u00e4herungsform l\u00e4uft sowohl jeder Transzendenzbeweis hinaus:  \\[ L=h_0+h_1\\,\\omega+\\dots +h_r\\,\\omega^r, \\]  als auch l\u00e4\u00dft sich darauf das Problem der oberen Absch\u00e4tzung der Anzahl der auf einer algebraischen Kurve gelegenen Gitterpunkte zur\u00fcckf\u00fchren.  Der Verf. entwickelt nun eine allgemeine Methode, wie man \\textit{arithmetische} N\u00e4herungsformen \\(L\\) gewinnen kann, ausgehend von \\textit{algebraischen} N\u00e4herungsformen  \\[ L(x)=h_0(x) \\omega_0(x)+\\ldots +h_r(x) \\omega_r(x) \\]  f\u00fcr Potenzreihen \\(\\omega_0(x), \\ldots, \\omega_r(x)\\) und mit Polynomkoeffizienten \\(h_0(x), \\ldots, h_r(x)\\).  Ann\u00e4herung von \\(L(x)\\) an 0 ist im Sinne der Bewertung an der Stelle \\(x=0\\) verstanden, d. h. \\(L(x)\\) hei\u00dft, um so kleiner, von je h\u00f6herer Ordnung es bei \\(x=0\\) verschwindet.  Beim \u00dcbergang von einer algebraischen N\u00e4herungsform zu einer arithmetischen N\u00e4herungsform durch Einsetzen eines speziellen Wertes \\(x=\\xi\\) sind zwei Punkte zu beachten. Erstens k\u00f6nnen bei der Spezialisierung \\(x=\\xi\\) die Koeffizienten alle 0 werden, so da\u00df \u00fcberhaupt, keine N\u00e4herungsform entsteht, und zweitens entspricht der besten algebraischen N\u00e4herung im allgemeinen nicht die beste arithmetische. Der Verf. entwickelt nun eine allgemeine Methode, wie man unter der Annahme eines linearen Differentialgleichungssystems erster Ordnung f\u00fcr die \\(\\omega_0(x)\\), \\dots, \\(\\omega_r(x)\\), von einer algebraischen N\u00e4herungsform und ihren Ableitungen ausgehend, zu einer brauchbaren arithmetischen N\u00e4herungsform gelangen kann. F\u00fcr das zu schlie\u00dfende Kompromi\u00df zwischen der besten algebraischen und der besten arithmetischen N\u00e4herung benutzt er einen Hilfssatz \u00fcber lineare homogene Gleichungen, der auch an sich von Interesse ist:  Die Koeffizienten eines linearen homogenen Gleichungssystems von \\(m\\) Gleichungen f\u00fcr \\(n>m\\) Unbekannte seien ganzrational und absolut nicht gr\u00f6\u00dfer als \\(A\\). Dann besitzt das System eine nichtidentische L\u00f6sung in ganzrationalen Zahlen, die s\u00e4mtlich kleiner sind als  \\[ 1+(nA)^{\\frac{m}{n-m}}. \\]  Der Beweis erfolgt durch einen mehrdimensionalen Schubfachschlu\u00df.  Der \\textit{erste Teil} wendet diese Methoden an, um zun\u00e4chst die Transzendenz der Besselschen Funktion \\(J_0(x)\\) f\u00fcr algebraische Werte \\(\\xi\\neq 0\\) des Arguments \\(x\\) zu beweisen. Die algebraische Grundlage f\u00fcr diesen Beweis ist die Tatsache, da\u00df f\u00fcr zwei linear unabh\u00e4ngige L\u00f6sungen \\(y_1\\), \\(y_2\\) der Besselschen Differentialgleichung  \\[ x^2y''+xy'+(x^2-\\lambda^2)\\,y=0 \\]  zwischen \\(y_1\\), \\(y'_1\\), \\(y_2\\) und \\(x\\) keine algebraische Gleichung mit konstanten Koeffizienten besteht, wenn \\(\\lambda\\) nicht die H\u00e4lfte einer ungeraden Zahl ist. Diese Tatsache wird in \\S 1 auf zwei Arten, einmal rein analytisch, das anderemal durch Eingehen auf das arithmetische Verhalten der Koeffizienten der Potenzreihen f\u00fcr \\(y_1\\) und \\(y_2\\) bewiesen. Am Schlu\u00df von \\S 1 und in \\S 2 wird sodann von hier aus der \u00dcbergang zu einer arithmetischen N\u00e4herungsform nach den Prinzipien der Einleitung vollzogen. \\S 3 bringt dann die Transzendenz von \\(J_0(x)\\) f\u00fcr algebraisches \\(\\xi\\neq 0\\) und dar\u00fcber hinaus die algebraische Unabh\u00e4ngigkeit der beiden Zahlen \\(J_0(\\xi)\\) und \\(J'_0(\\xi)\\) f\u00fcr algebraisches \\(\\xi\\neq 0\\), sowie die (noch nicht bestm\u00f6glich durchgef\u00fchrte) untere Absch\u00e4tzung  \\[ |\\,g\\bigl(J_0\\,(\\xi),\\,J'_0(\\xi)\\bigr)> \\frac{c}{G^{123p^2m^3}}, \\]  wo \\(m\\) der Grad von \\(\\xi\\), \\(p\\) die Dimension des Polynoms \\(g\\ne 0\\), \\(G\\) das absolute Maximum der ganzrationalen Koeffizienten von \\(g\\), und \\(c>0\\) eine nur von \\(\\xi\\) und \\(p\\) abh\u00e4ngige Konstante ist.  In \\S 4 werden eine gro\u00dfe Reihe von weiteren Anwendungen der Methode auf Transzendenzprobleme entwickelt, deren Resultate nachstehend aufgez\u00e4hlt werden.  (I) F\u00fcr rationale \\(\\lambda\\neq-1\\), \\(-2\\), \\dots und \\(2\\lambda\\neq\\pm1\\), \\(\\pm3\\), \\dots ist auch  \\[ K_\\lambda\\,(\\xi)=\\varGamma(\\lambda+1)\\, \\frac{\\xi}{2}^{-\\lambda}J_\\lambda\\,(\\xi) \\]  f\u00fcr algebraisches \\(\\xi\\neq0\\) algebraisch unabh\u00e4ngig von \\(K_\\lambda^\\prime(\\xi)\\), also insbesondere transszendent. Insbesondere sind daher die von 0 verschiedenen Nullstellen von \\(J_\\lambda(x)\\) f\u00fcr (beliebige) rationale \\(\\lambda\\) stets transzendent.  Der Kettenbruch  \\[ i\\frac{J_{\\lambda-1}\\,(2i\\xi)}{J_\\lambda\\,(2i\\xi)}= \\frac{\\lambda}{\\xi}+ \\frac {1}{ \\frac{\\lambda+1}{\\xi}+\\frac {1}{ \\frac{\\lambda+2}{\\xi}+\\cdots}} \\]  ist f\u00fcr rationale \\(\\lambda\\) und algebraisches \\(\\xi\\ne 0\\) transzendent. Speziell ist  \\[ r_1+\\frac{1}{ r_2+\\frac{1}{r_3+\\cdots}} \\]  f\u00fcr jede arithmetische Reihe erster Ordnung \\(r_1\\), \\(r_2\\), \\(r_3\\), \\dots aus rationalen Zahlen transzendent.  (II) Die beiden Funktionen \\(J_\\lambda(x)\\) mid \\(J_{\\lambda+n}(x)\\) haben f\u00fcr \\(n = 2\\), 3, \\dots keine gemeinsame Nullstelle \\(\\neq0\\), falls \\(\\lambda\\) rational ist und f\u00fcr ganzzahliges \\(\\lambda\\) der Wert \\(n=-2\\lambda\\) ausgelassen wird.  (III) Die normierte L\u00f6sung von \\(xy'+(\\lambda-x)y-\\lambda=0\\):  \\[ y_0=1+\\frac{x}{\\lambda+1}+ \\frac{x^2}{(\\lambda+1)(\\lambda+2)}+\\cdots \\]  ist f\u00fcr jedes rationale \\(\\lambda\\neq-1\\), \\(-2\\), \\dots und algebraisches \\(\\xi\\neq0\\) transzendent. Die Nullstellen von  \\[ \\textstyle \\int\\limits_{0}^{1} \\displaystyle t^{\\lambda-1}e^{-tx}\\,dt \\]  sind f\u00fcr rationales (positives) \\(\\lambda\\) transzendent, was insbesondere (\\(\\lambda = 1\\)) die Transzendenz von \\(\\pi \\) und (\\(x = 1\\)) die Irrationalit\u00e4t der Nullstellen der ``unvollst\u00e4ndigen Gammafunktion''  \\[  \\int_{0}^{1} t^{x-1}e^{-t}\\,dt \\]  enth\u00e4lt. Die Funktion  \\[  \\int\\limits_{0}^{x}  e^{-t^\\lambda}\\,dt \\]  ist f\u00fcr rationale \\(\\lambda\\) und algebraisches \\(\\xi\\ne 0\\) transzendent.  (IV) Entsprechende Resultate wie f\u00fcr \\(J_0(x)\\) ergeben sich f\u00fcr die L\u00f6sung  \\[ y=\\frac{\\varkappa }{\\lambda}\\frac{\\varkappa }{1\\,!}+ \\frac{\\varkappa +1}{\\lambda+1}\\frac{x^2}{2\\,!}+\\cdots= \\int_{0}^{1}t^{\\varkappa -1}(1-t)^{\\lambda-\\varkappa -1} e^{tx}\\,dt:\\int\\limits_{0}^{1}t^{\\varkappa -1} (1-t)^{\\lambda-\\varkappa -1}\\,dt \\]  von \\(xy'' + (y - x)y' - \\varkappa y = 0\\).  (V) Verallgemeinerung des Resultats \u00fcber \\(J_0(s)\\) (enthaltend auch den Lindemannschen Satz): Es seien \\(\\alpha_1\\), \\dots, \\(\\alpha_n\\) voneinander verschiedene algebraische Zahlen und \\(\\xi\\neq0\\) eine algebraische Zahl. Ferner seien \\(P_1\\, \\ldots, P_n\\) Polynome \\(\\ne 0\\) mit algebraischen Koeffizienten. Dann ist  \\[ P_1\\,\\bigl(J_0\\,(\\xi),J'_0(\\xi)\\bigr)\\, e^{\\alpha_1}+\\dots +P_n\\,\\bigl(J_0\\,(\\xi), J'_0(\\xi)\\bigr)\\,e^{\\alpha_n}\\neq0. \\]  Anders ausgedr\u00fcckt: Zwischen \\(J_0(\\xi)\\), \\(J'_0(\\xi)\\) und Werten von \\(e^x\\) f\u00fcr algebraisches \\(x\\) besteht keine nichttriviale algebraische Relation; speziell ist \\(J_0(\\xi)\\) von \\(e\\) algebraisch unabh\u00e4ngig.  Untere Absch\u00e4tzungen von N\u00e4herungsformen f\u00fcr \\(e\\) und \\(\\pi \\):  \\[ |\\,g(e)\\,|>\\frac{c}{G^{n+\\varepsilon}},\\;\\; |\\,g(\\pi )\\,|>\\frac{c}{G^{G^\\varepsilon}}, \\]  wo \\(G\\) das absolute Maximum der ganzrationalen Koeffizienten des Polynoms \\(g\\), \\(n\\) der Grad von \\(g\\), \\(\\varepsilon>0\\) beliebig, und \\(c\\) nur von \\(n\\) und \\(\\varepsilon\\) abh\u00e4ngig ist.  (VI) Andere Verallgemeinerung des Resultats \u00fcber \\(J_0(x)\\): Es seien \\(\\lambda_1, \\ldots, \\lambda_m\\) rationale Zahlen; keine der Zahlen \\(2\\lambda_k\\) sei ungerade, keine der Summen und Differenzen \\(\\lambda_k\\pm\\lambda'_k\\) (\\(k \\neq k' \\)) sei ganz. Es seien \\(\\xi_1^2\\), \\dots, \\(\\xi_n^2\\) voneinander und von 0 verschiedene algebraische Zahlen. Dann sind die \\(2mn\\) Zahlen \\(K_{\\lambda_k}(\\xi_l)\\), \\(K_{\\lambda_k}^\\prime(\\xi_l)\\) algebraisch unabh\u00e4ngig.  (VII) F\u00fcr Potenzreihen mit \\textit{endlichem} Konvergenzradius f\u00fchrt die Methode des Verf. zwar nicht mehr zu Transzendenzs\u00e4tzen, aber in vielen F\u00e4llen wenigstens zu Irrationalit\u00e4tss\u00e4tzen mit unterer Absch\u00e4tzung des Irrationalit\u00e4tsgrades. Der Verf. gibt eine Reihe derartiger Anwendungen auf \\textit{Abel}sche Integrale und deren Perioden.  (VIII) \u00dcber den \\textit{Lindemann}schen Satz hinausgehend beweist er schlie\u00dflich: In der Zahlenfolge  \\[ \\frac{\\log\\,2}{\\log\\,3}, \\frac{\\log\\,3}{\\log\\,4},\\ldots \\]  treten beliebig hohe Irrationalit\u00e4ten auf. -  W\u00e4hrend der erste Teil durch die F\u00fclle seiner Resultate und die zahlreichen Ausblicke auf eine Weiterentwicklung an Hand der geschaffenen Methoden eine in die Zukunft weisende epochemachende Bedeutung hat, liegt die Gr\u00f6\u00dfe des \\textit{zweiten Teils} darin, da\u00df hier f\u00fcr eine in voller Allgemeinheit gestellte Hauptfrage \u00fcber diophantische Gleichungen eine abschlie\u00dfende Antwort gefunden wird, und zwar in einer durch ihre Einfachheit und Nat\u00fcrlichkeit bestechenden Form.  Es handelt sich um die Frage: Unter welchen Bedingungen kann eine irreduzible bin\u00e4re diophantische Gleichung \\(f(x,y) = 0\\) mit algebraischen Koeffizienten unendlich viele L\u00f6sungen \\(x\\), \\(y\\) mit beschr\u00e4nktem Nennervorrat (sogenannte \\textit{ganzartige} L\u00f6sungen) in irgendeinem algebraischen Zahlk\u00f6rper (endlichen Grades) haben?  Die Antwort wird in drei Formen gegeben, die leicht als miteinander \u00e4quivalent zu erweisen sind. Jede der drei folgenden Bedingungen ist notwendig und hinreichend :  (1) Der Gleichung \\(f(x,y)=0\\) l\u00e4\u00dft sich identisch durch zwei rationale (nicht konstante) Funktionen gen\u00fcgen, die h\u00f6chstens bei 0 und \\(\\infty \\) Pole haben, die also von der besonderen Gestalt sind:  \\[ \\begin{aligned} &x=P(t)=a_nt^n+a_{n-1}t^{n-1}+\\dots +a_{-n+1}t^{-n+1}+ a_{-n}t^{-n},\\\\ &y=Q(t)=b_nt^n+b_{n-1}t^{n-1}+\\dots +b_{-n+1}t^{-n+1}+ b_{-n}t^{-n}.\\end{aligned} \\]   (2) Die Gleichung \\(f(x,y)=0\\) l\u00e4\u00dft sich entweder in \\(u = 0\\) oder in \\(ut=1\\) \u00fcberf\u00fchren, und zwar durch eine derartige birationale Transformation, bei der alle ganzartigen \\(x\\), \\(y\\) mit allen ganzartigen \\(u\\), \\(t\\) verkn\u00fcpft sind.  (3) Die zu \\(f(x,y)=0\\) geh\u00f6rige \\textit{Riemann}sche Fl\u00e4che hat das Geschlecht 0 und besitzt h\u00f6chstens zwei Unendlichkeitsstellen von \\(|\\, x\\, | + |\\, y\\, |\\).  Die Bedingungen (1) und (2) sind von der Art, da\u00df man ihr Hinreichen ohne weiteres sieht, indem man n\u00e4mlich ganze Zahlen bzw. algebraische Einheiten f\u00fcr die Unbestimmten \\(t\\), \\(u\\) einsetzt. Insbesondere besagt (2), da\u00df die F\u00e4lle mit unendlich vielen ganzartigen L\u00f6sungen sich s\u00e4mtlich aus den beiden bekannten Typen der linearen Gleichungen und der indefiniten quadratischen Gleichungen durch einfache Transformationen herleiten lassen.  Die Gr\u00f6\u00dfe des Kriteriums liegt in seiner Notwendigkeit, die, anders gewendet, besagt: Von den angegebenen einfachen und lange bekannten F\u00e4llen und ihren trivialen Transformationen abgesehen, hat \\textit{jede} bin\u00e4re diophantische Gleichung mit algebraischen Koeffizienten h\u00f6chstens endlich viele ganzartige L\u00f6sungen.  Als Anwendung auf den Hibertschen Irreduzibilit\u00e4tssatz spricht der Verf. noch den folgenden Satz aus: Ein Polynom \\(P(w;x,y,\\dots )\\) mit ganzen algebraischen Koeffizienten ist dann und nur dann in einem geeigneten algebraischen Zahlk\u00f6rper f\u00fcr unendlich viele ganzartige Werte von \\(w\\) reduzibel, wenn es durch eine Substitution der Form  \\[ w=\\alpha_nt^n+\\dots +\\alpha_{-n}t^{-n} \\]   identisch in \\(t\\) reduzibel wird.  Nachdem in \\S\\ 1 der Fall des Geschlechts \\(p = 0\\), in dem allein die genannten Ausnahmef\u00e4lle eintreten, abgehandelt ist, bringt \\S\\ 2 eine Darlegung der vor einiger Zeit entwickelten Theorie von \\textit{A. Weil} [Acta Math. 52, 281--315 (1929; JFM 55.0713.01)] die den Zusammenhang zwischen den Idealen eines algebraischen Funktionenk\u00f6rpers (mit algebraischen Koeffizienten) und den durch Einsetzung entstehenden arithmetischen Idealen behandelt. Diese Theorie liefert auch den f\u00fcr das zu beweisende Kriterium grundlegenden Satz von \\(A. Weil\\), da\u00df f\u00fcr \\(p>0\\) die in einem algebraischen Zahlk\u00f6rper \\(\\mathfrak K\\) rationalen Systeme von je \\(p\\) L\u00f6sungen \\(x\\), \\(y\\) (d. h. f\u00fcr die alle symmetrischen Funktionen mit Koeffizienten aus \\(\\mathfrak K\\) zu \\(\\mathfrak K\\) geh\u00f6ren) einen Modul mit endlicher Basis bilden.  In \\S\\ 3 wird sodann der Fall \\(p=1\\) abgehandelt, in dem das Resultat bereits durch \\textit{L. J. Mordell} [Proc. Camb. Philos. Soc. 21, 179--192 (1922; JFM 48.1156.03)] bekannt und im wesentlichen mit denselben Mitteln bewiesen war. Es ist die Uniformisierung durch elliptische Funktionen und die Kombination der \\(n\\)-Teilung ihrer Perioden f\u00fcr \\(n\\to\\infty \\) mit \\textit{A. Weil}s Endlichkeitssatz, die hier zu einer hinreichend guten Approximation einer algebraischen Zahl f\u00fchrt, aus der dann mittels der bekannten unteren Absch\u00e4tzung der besten Approximation durch den \\textit{Thue-Siegel}schen Satz ein Widerspruch zu der gemachten Annahme unendlich vieler ganzartiger L\u00f6sungen konstruiert wird.  Eine genaue Verallgemeinerung dieses Gedankengangs f\u00fchrt auch f\u00fcr h\u00f6heres Geschlecht \\(p\\) zum Ziel. Hier tritt die Uniformisierung der symmetrischen Funktionen der Gruppen von je \\(p\\) L\u00f6sungen durch allgemeine \\textit{Abel}sche Funktionen an die Stelle der Uniformisierung durch elliptische Funktionen. In \\S\\ 4 wird alles aus der Theorie der \\textit{Abel}schen Funktionen, insbesondere ihrer Teilungstheorie, Ben\u00f6tigte entwickelt, und in \\S\\S\\ 5, 6 dann die Approximationsmethode angesetzt und durchgef\u00fchrt.  Die Methode erfordert \u00fcbrigens f\u00fcr \\(p>0\\) zum Ansatz des indirekten Beweises lediglich die Annahme, da\u00df unendlich viele L\u00f6sungen mit ganzartigem \\(x\\) vorhanden sind, so da\u00df das Resultat etwas allgemeiner besagt, da\u00df bei unendlich vielen L\u00f6sungen notwendig sowohl der Nenner von \\(x\\) als auch der von \\(y\\) unbeschr\u00e4nkt ist.  Der Beweis ergibt implicite auch eine endliche obere Schranke f\u00fcr die Anzahl der L\u00f6sungen, sofern keiner der Ausnahmetypen vorliegt. Eine Schranke f\u00fcr die L\u00f6sungen selbst ergibt sich allerdings nicht. Jedoch stellt der Verf. in \\S\\ 7 noch Untersuchungen in dieser Richtung an, die sich mit dem Spezialfall der bin\u00e4ren kubischen Gleichungen befassen.  \\textit{B. Delaunay} [C. R. 171, 336--338 (1920; JFM 47.0119.01); 172, 434--436 (1921; JFM 48.1156.02)] und \\textit{T. Nagell} [Math. Z. 28, 10--29 (1928; JFM 54.0174.02)] haben gezeigt, da\u00df f\u00fcr eine bin\u00e4re kubische Form \\(f(x, y)\\) mit ganzrationalen Koeffizienten und \\textit{negativer} Diskriminante die diophantische Gleichung \\(f(x, y)=1\\) h\u00f6chstens f\u00fcnf ganzrationale L\u00f6sungen \\(x\\), \\(y\\) hat. Der Verf. beweist, da\u00df f\u00fcr \\textit{positive} hinreichend hohe Diskriminante die diophantische Gleichung \\(f(x, y)=k\\) h\u00f6chstens 18 ganzrationale L\u00f6sungen \\(x\\), \\(y\\) besitzt.  Anhangsweise vermerkt er noch, da\u00df die diophantische Gleichung  \\[ ax^n-by^n=k \\]   f\u00fcr festes \\(n\\ge 3\\) h\u00f6chstens eine L\u00f6sung in nat\u00fcrlichen \\(x\\), \\(y\\) besitzt, falls \\(|\\,ab\\,|\\) hinreichend gro\u00df ist.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q1829649$DAAC8D26-8E56-44D5-9284-9AB056D48454","rank":"normal"}],"P226":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P226","hash":"a99d539fd65a7f7db1f4a99037f66db0ed4ae8ae","datavalue":{"value":"11Jxx","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1829649$3E619B3D-398D-434A-AF68-421F06031EC0","rank":"normal"},{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P226","hash":"561d6a3ad70151a96ac5081a9fdf57c2d53cf035","datavalue":{"value":"11Dxx","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1829649$2056824A-009E-42AD-956D-0AE82AD81CE2","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"a30b6ab053ed9bfda5418c88ed15d1c058ef49a8","datavalue":{"value":"2563202","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1829649$922BBAB8-242A-4104-8EE6-E04EAFDE1B2F","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1829649$BC3A4FB2-A989-4CF8-8662-60A79E7EDBB6","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"ad69cac34a49566dd37c7e7223e5c3fef758026e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6482048,"id":"Q6482048"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1829649$BF602A1C-E464-428B-B25D-B1B3DE24CDDD","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"\u00dcber einige Anwendungen diophantischer Approximationen.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/%C3%9Cber_einige_Anwendungen_diophantischer_Approximationen."}}}}}