{"entities":{"Q1833873":{"pageid":1844615,"ns":120,"title":"Item:Q1833873","lastrevid":43359308,"modified":"2025-07-25T02:23:32Z","type":"item","id":"Q1833873","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber die Laplacesche Kaskadenmethode."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2567154"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1833873$E0C6DA0C-85F0-4E39-9E52-C677FE7E4F79","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"0167261fd1ceefe931fa7ae79412532508741d23","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber die Laplacesche Kaskadenmethode.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q1833873$A5F67B9E-6FDA-4DD0-9AC5-F7B4AB186039","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"6e30bdf40993f2c451a3d96ec8537fb23fbe46cf","datavalue":{"value":"56.1072.04","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1833873$34A9F54A-2BD2-4883-B381-D6563C4C056F","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"7bcc1a10d7aae7f8b34941ddc3d35dbf335cc16c","datavalue":{"value":"10.1007/BF01457924","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q1833873$C4AC81F6-72D7-4919-AF85-143DBD6D3E27","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"7016073dc3661ad2b8fcf740b72e135f31d59f23","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":166142,"id":"Q166142"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q1833873$A1A0B4CA-DF1A-4A36-ABF6-465CD61BF5EF","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"fa7b89c2fb45b2a4b2542838fa1207277c05a6db","datavalue":{"value":{"time":"+1930-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q1833873$34E93159-E759-4DB2-84E8-EBEE74CC338A","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"57d5b7f9e641d6dc466a011482b554597a68b25a","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/159452","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q1833873$1D7E42CE-F6E4-4442-8C5E-7FA9FDF38B77","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"a579b5f26034d0f9548aa28ed1dbe24ce9ff8e4a","datavalue":{"value":"Die hyperbolische Differentialgleichung  \\[  L(z)=z_{xy}+az_x+bz_y+cz=0  \\]  mit analytischen Koeffizienten \\(a(x,y)\\), \\(b(x,y)\\), \\(c(x,y)\\) kann in speziellen F\u00e4llen mit Hilfe der \\textit{Laplace}schen Kaskadenmethode vollst\u00e4ndig integriert werden. Diese besteht bekanntlich darin, da\u00df durch wohlbestimmte Transformationen der abh\u00e4ngigen Ver\u00e4nderlichen \\(z(x, y)\\) in \\(z_1(x,y) = \\dfrac{\\partial z}{\\partial y}+az\\), \\(z_1(x,y)\\) in \\(z_2(x, y)\\) usw., die Differentialgleichung \\(L(z)=0\\) nacheinander in \\(L_1(z_1) = 0\\), \\(L_2(z_2) = 0\\) usw. \u00fcberf\u00fchrt wird. Dabei werden die sogenannten \\textit{Laplace}schen Invarianten \\(h_0(x,y)\\), \\(h_1(x,y)\\) usw. benutzt, die aus den Koeffizienten der Differentialgleichung \\(L_{\\nu} = 0\\) gebildet werden. Es zeigt sich, da\u00df \\(L=0\\) dann und nur dann nach der \\textit{Laplace}schen Kaskadenmethode (L. K. M.) integriert werden kann, wenn die Folge der \\textit{Laplace}schen Invarianten (L. I.) abbricht, wenn also \\(h_n\\equiv 0\\). Dann erh\u00e4lt man das allgemeine Integral von \\(L=0\\) als einen Ausdruck, der au\u00dfer von den beiden willk\u00fcrlichen Funktionen von der Folge der L. I. abh\u00e4ngt. Da die L. K. M. bez\u00fcglich \\(x\\) und \\(y\\) nicht symmetrisch ist, gibt es eine zweite Kette von Transformationen, die gegebenenfalls auch zur Konstruktion des allgemeinen Integrals f\u00fchrt, und zwar dann und nur dann, wenn die ihr entsprechende Folge von L. I. \\(k_{\\nu}(x,y)\\) abbricht; die Differentialgleichung \\(L=0\\) hei\u00dft dann vom \\textit{Laplace}schen Typus hinsichtlich \\(y\\) (entsprechend, wenn es nur endlich viele L. I. \\(h_{\\nu}(x, y)\\) gibt, vom \\textit{Laplace}schen Typus hinsichtlich \\(x\\)). Der Verf. gibt nun eine Ab\u00e4nderung der L. K. M. an, mit deren Hilfe das allgemeine Integral von \\(L=0\\) auch dann gewonnen werden kann, wenn weder die Folge \\(h_{\\nu}\\) noch die Folge \\(k_{\\nu}\\) abbricht, d. h. wenn die L. K. M. im engeren Sinne versagt. Dazu wird der Begriff der \\textit{Laplace}schen Koeffizientenfolge (L. K. F.) eingef\u00fchrt: Die unendliche Folge von Funktionen \\(l_0(x, y)\\), \\(l_1(x, y),\\ldots\\) hei\u00dft eine L. K. F. der Differentialgleichung \\(L=0\\) in bezug auf \\(x\\), wenn die formal, d. h. ohne R\u00fccksicht auf Konvergenz, gebildete Reihe  \\[  \\varSigma\\sim\\sum_0^{\\infty}l_n(x,y)\\varphi_n(x)  \\]  bei gliedweiser Differentiation die Differentialgleichung \\(L=0\\) befriedigt, und zwar f\u00fcr jede beliebige, der Bedingung \\(\\dfrac{d\\varphi_{n+1}}{dx}= \\varphi_n(x)\\) gen\u00fcgende Folge von Funktionen \\(\\varphi_n(x)\\). Dieser Ansatz des Integrals als unendliche Reihe wird dadurch motiviert, da\u00df das mit Hilfe der L. K. M. konstruierte Integral einer Differentialgleichung vom \\textit{Laplace}schen Typus hinsichtlich \\(x\\) sich als endliche Summe darstellen l\u00e4\u00dft, deren Glieder nach den Ableitungen der willk\u00fcrlichen Funktion \\(\\varphi(x)\\) fortschreiten, und zwar erh\u00e4lt man diese Darstellung durch Spezialisierung der zweiten willk\u00fcrlichen Funktion. Entsprechend hei\u00dft eine unendliche Folge von Funktionen \\(l^*_0(x, y)\\), \\(l^*_1(x, y),\\ldots\\) eine L. K. F. in bezug auf y, wenn die formale Reihe  \\[  \\varSigma^*\\sim\\sum_0^{\\infty}l^*_n(x,y)\\psi_n(y)  \\]  die Differentialgleichung \\(L=0\\) befriedigt f\u00fcr jede beliebige, der Bedingung  \\[  \\frac{d\\psi_{n+1}}{dy}=\\psi_n(y)  \\]  gen\u00fcgende Folge von Funktionen \\(\\psi_n(y)\\). Es zeigt sich, da\u00df die Funktionen \\(l_n(x,y)\\) (bzw. \\(l_n^*(x,y)\\)) einer L. K. F. gewissen Rekursionsformeln gen\u00fcgen, durch die sie jedoch nicht eindeutig bestimmt sind, da die Rekursionsformeln f\u00fcr \\(l_n(x,y)\\) (bzw. \\(l_n^*(x,y)\\)) eine unendliche Folge willk\u00fcrlicher Funktionen von \\(x\\) (bzw. \\(y\\)) allein enthalten. Damit ist die Frage gegeben, welche Beziehungen zwischen den Koeffizienten \\(l_n\\) und \\(l_n'\\) zweier verschiedener L. K. F. in bezug auf dieselbe Ver\u00e4nderliche, etwa \\(x\\), bestehen. Verf. zeigt, da\u00df \\(l_n'(x,y)\\) gleich einer linearen Form von \\(l_0, l_1,\\ldots, l_n\\) ist, deren Koeffizienten analytische Funktionen von \\(x\\) allein sind. Die Konvergenzuntersuchung der formalen Reihen \\(\\varSigma\\) bzw. \\(\\varSigma^*\\), die die vorbereitenden Betrachtungen (Existenztheorem, Reihenentwicklungen von Integralen der Differentialgleichung \\(L=0\\)) des \\S\\ 1 benutzt, f\u00fchrt durch eine den obigen Bedingungen gem\u00e4\u00dfe Spezialisierung der Funktionen \\(\\varphi_n(x)\\) bzw. \\(\\psi_n(y)\\) zu folgenden Ergebnissen: 1. Jede Differentialgleichung \\(L(z)=0\\) besitzt konvergente Integrale der Form \\(\\sum\\limits_0^{\\infty}l_n(x,y)\\varphi_n(x)\\). 2. Notwendig und hinreichend f\u00fcr die gleichm\u00e4\u00dfige Konvergenz der Reihen \\(\\varSigma\\) und \\(\\varSigma^*\\) ist die gleichm\u00e4\u00dfige Konvergenz gewisser Potenzreihen, deren Koeffizienten die in den Rekursionsformeln f\u00fcr \\(l_n(x, y)\\) bzw. \\(l^*_n(x,y)\\) auftretenden willk\u00fcrlichen Funktionen \\(f_n(x)\\) bzw. \\(g_n(y)\\) sind. Daraus folgt sofort, da\u00df die mit den speziellen Funktionen \\(f_0=1\\), \\(f_n = 0\\) f\u00fcr \\(n\\geqq1\\) und \\(g_0 = 1\\), \\(g_n=0\\) f\u00fcr \\(n\\geqq 1\\) konstruierten L. K. F. auf konvergente Integrale \\(\\varSigma\\) und \\(\\varSigma^*\\) f\u00fchren. Sodann untersucht der Verf. die Differentialgleichungen vom \\textit{Laplace}schen Typus in bezug auf \\(x\\) (oder \\(y\\)), also die Differentialgleichungen \\(L(z)=0\\), deren allgemeine Integrale sich mit Hilfe einer endlichen Anzahl \\textit{Laplace}scher Transformationen explizit konstruieren lassen. Eine Differentialgleichung vom \\textit{Laplace}schen Typus hinsichtlich \\(x\\) kann dadurch charakterisiert werden, da\u00df unter den unendlich vielen L. K. F. \\(l_n(x, y)\\) hinsichtlich \\(x\\) mindestens eine \\textit{endliche} Folge existiert. Dieser Satz stammt schon von \\textit{Laplace}. Verf. zeigt weiter, wie man an einer vorgegebenen unendlichen L. K. F. erkennen kann, ob die zugeh\u00f6rige Differentialgleichung vom \\textit{Laplace}schen Typus ist oder nicht. Da die Reihe  \\[  \\sum_0^{\\infty}l_n(x,y)\\varphi_n(x)\\qquad (\\text{bzw.}\\;\\;\\sum_0^{\\infty}l^*_n(x,y)\\psi_n(y))  \\]  nur \\textit{eine} willk\u00fcrliche Funktion enth\u00e4lt, liefert sie nicht das allgemeine Integral von \\(L(z)=0\\); dieses l\u00e4\u00dft sich aber, wie bewiesen wird, als Summe jener beiden Reihen darstellen. Anschlie\u00dfend wird gezeigt, wie das vom Verf. entwickelte Verfahren mit der \\textit{Riemann}schen Integrationsmethode zusammenh\u00e4ngt. Weiter werden einige Beziehungen zwischen den L. I. \\(h_{\\nu}\\) (bzw. \\(k_{\\nu}\\)) und den Funktionen einer beliebigen L. K. F. hinsichtlich \\(x\\) (bzw. \\(y\\)) abgeleitet. In den beiden letzten Paragraphen dehnt der Verf. sein Integrationsverfahren auf ein System partieller Differentialgleichungen (das mit der Differentialgleichung \\(L(z)=0\\) eng zusammenh\u00e4ngt) und schlie\u00dflich auf Integrodifferentialgleichungen aus. Da es sich dabei um Integrationsprobleme handelt, auf die der Verf. in seinen Untersuchungen zur Theorie der sph\u00e4rischen Abbildung im Gro\u00dfen (M. Z. 31 (1930), 629-708; F. d. M. \\(56_{\\text{II}}\\)) gesto\u00dfen ist, vergleiche man auch die diesbez\u00fcglichen Referate, besonders im Hinblick auf die Anwendbarkeit der verallgemeinerten Kaskadenmethode auf geometrische Fragestellungen. 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