{"entities":{"Q2579580":{"pageid":2590323,"ns":120,"title":"Item:Q2579580","lastrevid":44399808,"modified":"2025-11-22T16:38:03Z","type":"item","id":"Q2579580","labels":{"en":{"language":"en","value":"Ein System der typenfreien Logik. I."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2502125"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2579580$5FD9310A-580B-477A-A706-9EF1D4B5C577","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"080f84c632b2e15e0cc6baddf37fbc43e7de1770","datavalue":{"value":{"text":"Ein System der typenfreien Logik. 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V. Quine vom Jahre 1936 beginnende Folge von Formalisierungen der auf die Sch\u00f6pfung von E. Zermelo oder ihre Modifizierung durch J. v. Neumann zur\u00fcckgehenden sogenannten mengentheoretischen Logik (W. Ackermann, P. Bernays, T. Skolem). Vor dem Russellschen Stufenkalk\u00fcl im Sinn der sogenannten vereinfachten Typentheorie haben diese mengentheorischen Logikkalk\u00fcle zwei wesentliche Vorz\u00fcge voraus: (1) den Vorsprung einer bemerkenswerten formalisierungstechnischen Vereinfachung, (2) eine wesentliche und zugleich das inhaltliche mathematische Denken befriedigende Bereicherung der Ausdrucks- und der Beweism\u00f6glichkeiten.  Gleichzeitig ist es gelungen (vgl. \\textit{W. V. Quine}, Amer. math. Monthly 44 (1937), 70-80; JFM 63.0022.*), auf eine Art, die den bis jetzt bekannten Pr\u00fcfungsmethoden standgehalten hat, den Russell-Kalk\u00fcl auf eine fast typenfreie Basis zu stellen. Durch diese Konstruktion wird der Stufenkalk\u00fcl in bezug auf seine Ausdrucks- und Beweism\u00f6glichkeiten an den mengentheoretischen Logikkalk\u00fcl heranger\u00fcckt.  Diese Leistungen sind als wesentliche Fortschritte anzusehen. Aber auch sie sind nicht v\u00f6llig befriedigend; denn auf eine evidente Art sind sie als Zwecksch\u00f6pfungen charakterisiert. Von einem nat\u00fcrlichen Logikkalk\u00fcl im Fregeschen Sinne, aber ohne die widersprucherzeugenden Zulassungen, durch die der Frege-Kalk\u00fcl gesprengt worden ist, sind auch diese Kalk\u00fcle noch wesentlich verschieden.  Ein nat\u00fcrlicher Logikkalk\u00fcl wird typenfrei sein m\u00fcssen wie der mengentheoretische Logikkalk\u00fcl. Man wird jedoch von einem solchen Kalk\u00fcl zugleich verlangen m\u00fcssen, da\u00df er die widersprucherzeugenden Protuberanzen nicht wie dieser durch axiomatische Diktate zum Verschwinden bringt, sondern durch Festsetzungen, die ganz unabh\u00e4ngig von dieser Zielsetzung f\u00fcr das inhaltliche Denken \u00fcberzeugend sind.  Ein einleuchtender Ansatz von dieser Art ist das Prinzip, das besagt, da\u00df ein \\(k\\)-stelliges Attribut im allgemeinen Falle nicht f\u00fcr alle Ding-\\(k\\)-tupel, die in einer pr\u00e4zisierten Sprache symbolisiert werden k\u00f6nnen, sinnvoll ist in dem Sinne, da\u00df es auf ein beliebiges Ding-\\(k\\)-tupel entweder zutrifft oder \\textit{nicht} zutrifft. Dieser Ansatz ist zuerst von \\textit{H. Behmann} formuliert worden (Jber. Deutsche Math.-Verein. 40 (1931), 38-48; JFM 57.0056.*). Er ist zugleich mit der wichtigen Entdeckung publiziert worden, da\u00df die \u00fcbliche Konstruktion der Russellschen Antinomie auf der Verwendung von Kurzzeichen beruht, die nicht eliminierbar sind. Es ist einleuchtend, da\u00df solche Kurzzeichen mindestens im allgemeinen Falle unzul\u00e4ssig sind.  Eine Kalk\u00fclsch\u00f6pfung auf dieser Basis hat Behmann jedoch nicht vorgelegt. Dagegen hat \\textit{A. Church} nach zwei typenfreien Systemen, die im Sinn dieser Richtlinien angelegt, aber gleichfalls durch widersprucherzeugende Konstruktionsm\u00f6glichkeiten gesprengt worden sind, ein drittes System dieser Art geschaffen, f\u00fcr welches die Widerspruchsfreiheit hat gezeigt werden k\u00f6nnen (Proc. nat. Acad. Sci. USA 21 (1935), 275-281; ``Mathematical logic'', autographiert (Princeton 1935/36); ``The calculi of lambda-conversion'' (Princeton 1941); JFM 61.0055.*; 62\\(_{\\text{II}}\\), 1048 und die nachfolgende Besprechung).  Ein sehr bemerkenswerter Effekt dieses Systems ist eine Konstruktion, durch die es gelungen ist, den Ausdruck ``allgemeines Entscheidungsverfahren'' in einem inhaltlich einleuchtenden Sinne so zu pr\u00e4zisieren, da\u00df A. Church auf Grund dieser Pr\u00e4zisierung die Unm\u00f6glichkeit eines solchen Verfahrens schon f\u00fcr den beschr\u00e4nkten Pr\u00e4dikatenkalk\u00fcl der ersten Stufe hat beweisen k\u00f6nnen. Aber die Ausdrucks- und die Beweism\u00f6glichkeiten dieses Systems sind wesentlich beschr\u00e4nkter als die der mengentheoretischen Logikkalk\u00fcle, und die auf dem Funktionsbegriff fu\u00dfende Konstruktion dieses Kalk\u00fcls entfernt sich so weit von den Ans\u00e4tzen, die man f\u00fcr einen nat\u00fcrlichen Logikkalk\u00fcl erwartet, da\u00df auch dieses System den unerw\u00fcnschten Zwecksch\u00f6pfungen noch zu nahe steht.  Die vorliegende Arbeit ist der erste Entwurf eines typenfreien nat\u00fcrlichen Logikkalk\u00fcls mit sehr weitreichenden Ausdrucks- und Beweism\u00f6glichkeiten. Sie will den Leser vor allem vertraut machen mit den Gedanken, die diesem Kalk\u00fcl zugrunde liegen, und mit der Art, in der diese Gedanken eingegangen sind in die Konstituierung dieses Kalk\u00fcls. In einem zweiten Teil soll die Widerspruchsfreiheit dieses Kalk\u00fcls, in einem dritten soll die Leistungsf\u00e4higkeit desselben gezeigt werden.  Die Arbeit besteht aus vier Paragraphen: \\S\\ 1. Bemerkungen zur Behmannschen Arbeit, \\S\\ 2. Grundgedanken des Aufbaus, \\S\\ 3. Das Axiomensystem, \\S\\ 4. Herleitungen. Das Hauptproblem von \\S\\ 2 ist die Frage, welche Zeichenreihen als (sinnvolle) Ausdr\u00fccke gelten sollen. Es ergibt sich, da\u00df die sinnvollen Ausdr\u00fccke nicht unabh\u00e4ngig von den beweisbaren Formeln oder k\u00fcrzer: von den S\u00e4tzen bestimmt werden k\u00f6nnen, da\u00df also die Ausdrucks- und Satzbestimmungen, die in den \u00fcblichen Konstruktionen getrennt marschieren, so miteinander zu verbinden sind, da\u00df die Ausdrucksbestimmungen teilnehmen an dem im allgemeinen Falle indefiniten Charakter der Satzbestimmungen. Das einfachste Beispiel sind die Ausdr\u00fccke, die sich mit Hilfe der aussagenlogischen Verkn\u00fcpfungen aus gewissen Primformeln erzeugen lassen. In diesem Falle beginnen die Ausdrucksbestimmungen mit der Festsetzung, da\u00df jede beweisbare Formel ein Ausdruck ist. Dann erst folgen die \u00fcblichen Bestimmungen.  Die leitenden Gedanken sind in vier Leits\u00e4tzen formuliert: I (Pr\u00e4zisierung durch A 1, p. 18): Eine Zeichenreihe ohne freie Variablen ist ein \\textit{Ausdruck} dann und, nur dann, wenn sie eine Aussage ist in dem Sinn, da\u00df sie entweder wahr oder falsch ist. II (Pr\u00e4zisierung durch A 2, p. 18): Eine Zeichenreihe mit freien Variablen ist ein \\textit{Pr\u00e4dikat} dann und nur dann, wenn sie durch wenigstens eine Einsetzung zu einer Aussage erg\u00e4nzt werden kann. III (Pr\u00e4zisierung CI 15, p. 19): Zu jedem Ding (ich w\u00fcrde den Ausdruck ``Subjekt'' vorziehen) gibt es ein Pr\u00e4dikat, das mit ihm zusammen eine Aussage erzeugt. IV (Pr\u00e4zisierung CII 2. 3, p. 19): Kurzzeichen d\u00fcrfen im allgemeinen Falle nur dann eingef\u00fchrt werden, wenn sie eliminierbar sind.  Ein paar Druckfehler, auf die ich gesto\u00dfen bin, sind unerw\u00fcnscht, aber nicht fatal.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2579580$2CA7EE92-3968-409D-9F78-BCBD2FC62F40","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"c9a286ba98915ed84eb24197b70dd57901d5d63e","datavalue":{"value":"2502125","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2579580$DD51A672-4A8B-4EB2-8B3D-315A81D87AC2","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2579580$67AA0C58-64E7-4BA2-809D-2CF499048C7C","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2579580","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2579580"}}}}}