{"entities":{"Q2585656":{"pageid":2596399,"ns":120,"title":"Item:Q2585656","lastrevid":44413017,"modified":"2025-11-22T18:44:44Z","type":"item","id":"Q2585656","labels":{"en":{"language":"en","value":"Zenon und die Grundlagenkrise der griechischen Mathematik."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2505331"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2585656$56AE49D5-3EC4-4C2D-ADDA-D78B7C078DB4","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"dd49e76c221068ccfe087ffb79e174f19ea4e662","datavalue":{"value":{"text":"Zenon und die Grundlagenkrise der griechischen Mathematik.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q2585656$5C81FEE7-7980-409E-B623-9E062D917D56","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"35799a287c719b8f609859b67b30c3259ac3b51c","datavalue":{"value":"66.0009.03","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2585656$00B4E64E-88F3-4B40-87E9-F0B101B67064","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"18d0608cca4e369b0f13baa0c7ce3d82874246d0","datavalue":{"value":"10.1007/BF01450015","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2585656$ACB44C04-5B57-42B9-AD23-9385E8782003","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"7016073dc3661ad2b8fcf740b72e135f31d59f23","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":166142,"id":"Q166142"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2585656$A947BA88-0F2E-41F7-956C-209E095C426E","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"1701512ca85d58575d88b06da5ab938c2d9a4cd9","datavalue":{"value":{"time":"+1940-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q2585656$29A65DC5-5FCB-45EA-9E8E-F8B8352E0A0B","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"b4f295cf8fae18b72f6aee9a98ede6527431b54b","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/160046","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q2585656$05EC0A00-0EE5-4C6A-B701-B59710E9353F","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"d5949d14105631f4d5c9cbb558f446c26b07a660","datavalue":{"value":"Die Geschichte der voreuklidischen griechischen Mathematik ist von zwei gro\u00dfen Z\u00e4suren beherrscht. Die erste Z\u00e4sur f\u00e4llt zusammen mit der Entdeckung des Irrationalen und der durch sie erzeugten Grundlagenkrisis der pythagoreischen Mathematik, f\u00fcr die wir wissen, da\u00df sie als eine \\textit{Arithmetica universalis} gedacht gewesen ist. Die zweite Z\u00e4sur ergibt sich aus der bewunderungsw\u00fcrdigen Korrektur dieser Mathematik durch die Eudoxische Gr\u00f6\u00dfenlehre. Was dazwischen liegt, ist zwar etwas mehr als ein Vakuum; es ist aber so indefinit, da\u00df die Diskussion der diskutierbaren M\u00f6glichkeiten immer wieder einmal entfesselt werden wird.  Die vorliegende Studie ist ein ungemein temperamentvoller Beitrag zu dieser Diskussion. Sie zerf\u00e4llt in einen polemischen und einen aufbauenden Teil. Der umfangreichere polemische Teil wendet sich mit gro\u00dfer Lebhaftigkeit und einem durch Beitr\u00e4ge von \\textit{H. Gadamer} vermehrten h\u00f6chst respektablen philologischen R\u00fcstzeug in Ankn\u00fcpfung an ein mir nicht zug\u00e4ngliches Buch des italienischen Hegelianers und Philosophiehistorikers \\textit{Calogero} gegen die von \\textit{H. Hasse} und mir in einem B\u00fcchlein \u00fcber die Grundlagenkrisis der griechischen Mathematik (Berlin 1928; F.~d.~M. 54, 13) im Anschlu\u00df an eine Hypothese von P. Tannery vorgetragene Konstruktion der Stufen, in denen sich die \u00dcberwindung der Grundlagenkrisis der pythagoreischen Mathematik vollzogen haben soll. Aus den unbestreitbaren Spuren einer Cavalierischen Infinitesimalmathematik (Antiphon, Demokrit) haben wir auf einen ersten Rettungsversuch durch die Einf\u00fchrung von Indivisibilien geschlossen. Dieser Rettungsversuch ist zertr\u00fcmmert worden. Durch wen? Wir haben mit neuen Argumenten zu zeigen versucht, da\u00df die ber\u00fchmten Zenonischen Paradoxien gegen die Indivisibilien gerichtet gewesen sind. Dann erst ist Eudoxos gekommen, nachdem die Zenonische Kritik ihre scharfsinnige Vorarbeit geleistet hatte.  Hiergegen wendet sich Verf. mit dem Temperament eines Forschers, der ein Gespenst zum Verschwinden bringen will. Da ich die Hauptlast der Verantwortung f\u00fcr dieses Gespenst zu tragen habe, so werde ich hierzu Folgendes sagen d\u00fcrfen: (1) Es scheint mir noch jetzt, da\u00df wir uns 1928 f\u00fcr eine Interpretation des \\textit{Zenon} eingesetzt haben, die von der Erzeugung eines Gespenstes wesentlich verschieden ist. (2) Es scheint mir zugleich, da\u00df f\u00fcr die Diskussion m jedem Falle etwas Wesentliches geleistet worden ist durch die ganz andere Beleuchtung der Zenonischen Fragmente durch den Verf.  Die positive Hauptthese des Verf. ist enthalten in folgendem Satz: ``Die Grundlagenkrisis der griechischen Mathematik war ... keine philosophische, sondern eine innermathematische Angelegenheit, und sie hat von der Entdeckung des Irrationalen ihren Ausgang genommen'' (155). Vortrefflich! Genau dies ist schon 1928 unsere Meinung gewesen; und es scheint mir noch jetzt, da\u00df wir unsere Meinung so ausgedr\u00fcckt haben, da\u00df ich wirklich nicht verstehe, wie Verf. auf den Gedanken hat kommen k\u00f6nnen, da\u00df wir den Zenon f\u00fcr diese Grundlagenkrisis verantwortlich gemacht haben. \\textit{Dieser} Zenon -- so scheint es mir -- ist ein Gespenst, f\u00fcr das wir in keinem Falle verantwortlich sind. Man vgl. den Gedankengang unserer Arbeit: {\\S} 1. Die \\textit{Arithmetica universalis} der Pythagoreer. {\\S} 2. Die Entdeckung des Irrationalen. {\\S} 3. Die Verwendung des Infinitesimalen. {\\S} 4. Die Kritik des Zenon. {\\S} 5. Der Neubau durch Eudoxos. -- Erst durch eine briefliche Mitteilung von Herrn \\textit{v. d. W.} vom 14. 9. 1941 ist das f\u00fcr mich zum Vorschein gekommen, was Verf. f\u00fcr den wesentlichen Differenzpunkt h\u00e4lt. F\u00fcr ihn ist die Grundlagenkrisis der griechischen Mathematik eine rein innermathematische Angelegenheit. Aus {\\S} 1 unserer Darstellung hat er herausgelesen, da\u00df wir ihr einen philosophischen Ursprung haben zuschreiben wollen. Er hat unsere Pythagoreer zu den Philosophen gerechnet. Wir haben sie als Mathematiker aufgefa\u00dft; und ich sehe auch jetzt noch nicht, wie wir uns h\u00e4tten ausdr\u00fccken sollen, um hieran keinen Zweifel zu lassen. Die Differenzen ziehen sich also zusammen auf die folgenden beiden Hauptpunkte: (1) Beginn der Grundlagenkrisis nach \\textit{H.-S.} Anfang des f\u00fcnften, nach \\textit{v. d. W.} Anfang des vierten Jahrhunderts, (2) Ablehnung der von \\textit{H.-S.} auf Grund von (1) eingeschalteten mehr als 80j\u00e4hrigen Krisenzeit von Zenon bis Eudoxos durch \\textit{v. d. W.}  Diese Differenzpunkte halte auch ich mit Herrn \\textit{v. d. W.} f\u00fcr wesentlich; aber der Hauptpunkt scheint mir auch jetzt noch der innermathematische Charakter der Krisis und die Gro\u00dfartigkeit ihrer \u00dcberwindung durch \\textit{Eudoxos} zu sein. Ich halte die volle \u00dcbereinstimmung in diesem Hauptpunkt f\u00fcr ein sehr erfreuliches, wesentliches Resultat; und ich freue mich insbesondere dar\u00fcber, da\u00df Herr \\textit{v. d. W.} mir hat sagen k\u00f6nnen, da\u00df er in der berechtigt scharfen Bemerkung \u00fcber das g\u00e4nzlich unangebrachte pathologische Interesse an einem ``kriselnden Kranken'' (161) \u00fcberhaupt nicht an \\textit{H.-S.} gedacht hat.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2585656$53A7C228-B166-489D-A920-1A9C912DCDCB","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"c26871391b9548d12f2cd7e8991de9d0837d21b0","datavalue":{"value":"2505331","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2585656$D61E2ACD-55A5-48E7-9D20-941410E15713","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2585656$1A6B8C2D-DB37-4527-848A-82A80E1190CF","rank":"normal"}],"P388":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P388","hash":"ead93757b9f2d9e7c9869346c27f6fe6f55c60f6","datavalue":{"value":"W4230968964","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2585656$36212D8B-6D35-4091-9EBB-1C3C4B835888","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"99b8b2401e75fdc7be60c4038f5335f2a4bf65b9","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6482667,"id":"Q6482667"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2585656$531AF88B-4EDD-4901-B738-A8418ED9C99F","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2585656","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2585656"}}}}}