{"entities":{"Q2587822":{"pageid":2598565,"ns":120,"title":"Item:Q2587822","lastrevid":44432637,"modified":"2025-11-22T21:42:21Z","type":"item","id":"Q2587822","labels":{"en":{"language":"en","value":"Abstrakte Geometrie. Untersuchungen \u00fcber die Grundlagen der Euklidischen und Nicht-Euklidischen Geometrie."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2507304"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2587822$77314780-9102-4477-BF65-4385857AA8DD","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"7b80b4d4ec8c7e022b36d84de1e436e72d5ee13b","datavalue":{"value":{"text":"Abstrakte Geometrie. 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Auflage (1905; vgl. F.~d.~M. 36, 518-520) ist die im Rahmen der ``Beihefte'' der ``Deutschen Mathematik'' erschienene 2. Auflage haupts\u00e4chlich durch gewisse Verbesserungen und Zus\u00e4tze unterschieden. -Unter den verschiedenen Grundlegungen der Geometrie nimmt \\textit{Vahlen}s Werk schon \u00e4u\u00dferlich eine besondere Stellung dadurch ein, da\u00df die \\textit{Theorie der Zahl- bzw. Gr\u00f6\u00dfensysteme} an die Spitze gestellt wird, nicht allein deswegen, weil solche zur F\u00fchrung von Beweisen der Unabh\u00e4ngigkeit einzelner Axiome von gewissen Axiomgruppen durch Konstruktion von sogenannten ``\\textit{arithmetischen Geometrien}'' oder ``\\textit{Ausfallgeometrien}'' h\u00e4ufig verwendet werden, sondern auch, weil gewissen Zahlsystemen wie den Quaternionen und Biquaternionen verschiedener Spielart eine \u00fcber das gew\u00f6hnliche Ma\u00df hinausgehende Rangstellung zuerteilt wird.  Die Bedeutung dieses \\textit{I.~Kapitels ``Grundlagen der Arithmetik}'' reicht aber in Umfang, Systematik und Geschlossenheit des Aufbaus wesentlich weiter. Es geht aus vom \\textit{Cantor}schen Begriff der \\textit{Menge}, der -- wie auch alle folgenden Grundbegriffe -- durch implizite Definition eingef\u00fchrt wird, d.~h. alle Grundbegriffe sind nur abstrakt durch die zwischen ihnen geforderten Relationen erkl\u00e4rt, wobei diese \\textit{Forderungen} (= \\textit{Axiome, Grunds\u00e4tze}) und \\textit{Grundbegriffe} nach dem Prinzip des minimalen Inhaltes ausgew\u00e4hlt sind und auch die Zahl der Grundbegriffe f\u00fcr sich ein Minimum sein soll. Von den \\textit{Mengen} schlechthin steigt dieses arithmetische Kapitel auf zun\u00e4chst zu den \\textit{geordneten Mengen} (denen gesteigerte Bedeutung zukommt), dann zu \\textit{Gruppen} und \\textit{geordneten Gruppen} und dringt zu den \\textit{Zaalsystemen} und \\textit{Gr\u00f6\u00dfensystemen} bzw. \\textit{geordneten Zahl-} und \\textit{Gr\u00f6\u00dfensystemen} vor. Es ist dabei die Absicht durchgef\u00fchrt, diese Begriffe Menge, Gruppe, Zahlsystem, Gr\u00f6\u00dfensystem stets in v\u00f6llig einheitlicher Weise zu erweitern und auszugestalten, insofern, als ihre wesentlichen feineren Eigenschaften, n\u00e4mlich Ordnung, Dichte, relative Dichte, Stetigkeit, ferner Me\u00dfbarkeit, Kommutativit\u00e4t, Assoziativit\u00e4t, Singularit\u00e4t in v\u00f6lliger Parallelit\u00e4t eingef\u00fchrt und untersucht werden. Durch diese Anordnung der Begriffe wird eine gewisse Zwangl\u00e4ufigkeit der begrifflichen und logischen Struktur der einzelnen Teilabschnitte dieser Grundlagen der Arithmetik herbeigef\u00fchrt. Ein weiterer \\textit{charakteristischer Zug des Buches}, der schon hier deutlich hervortritt, ist die \u00fcberall bis ins letzte durchgef\u00fchrte genaue Abw\u00e4gung und Untersuchung der Unabh\u00e4ngigkeits- und Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse aller Grunds\u00e4tze zueinander. Dabei wird als Absicht herausgestellt, jedenfalls bei allen neu eintretenden Grunds\u00e4tzen ihre Unabh\u00e4ngigkeit von den schon vorhandenen nachzuweisen (w\u00e4hrend ihre Unabh\u00e4ngigkeit von den erst sp\u00e4ter aufkommenden meist schon begrifflich klar ist).  Im einzelnen werden also nach der allgemeinen Definition der Mengen die \\textit{linear geordneten Mengen} gekennzeichnet durch Einf\u00fchrung der \\textit{Ordnungsbeziehungen} ``\\textit{vor}'' und ``\\textit{nach}'' und so die Definition von ``\\textit{zwischen}'' erm\u00f6glicht. Es folgen die Begriffe ``\\textit{Dichte}'' und ``\\textit{relative Dichte}'' linear geordneter Mengen, endlich die Definition der ``\\textit{Stetigkeit}'' im Dedekindschen Sinne einer linear geordneten dichten Menge als einer solchen, bei der jeder Teilung in zwei Teilmengen von Dingen \\(a\\) und \\(b\\) derart, da\u00df jedes \\(a\\) vor jedem \\(b\\) ist, ein Ding \\(x\\) vor keinem \\(a\\) und nach keinem \\(b\\) entspricht. (Hier konnte ein gewisser grundlegender Mangel der 1. Auflage behoben werden.) Gest\u00fctzt auf die Theorie der linear geordneten Mengen gelingt es, neben den zyklisch geordneten vor allem die Theorie der planar- und sph\u00e4risch-geordneten sowie der \u00fcberplanar- und \u00fcbersph\u00e4risch-geordneten Mengen zu entwickeln. (Auch hier einige Korrekturen gegen\u00fcber der 1.~Auflage.)  Als \\textit{Gruppe} wird nun eine Menge definiert, wenn zweien ihrer Elemente \\(a\\) und \\(b\\) als ihre ``\\textit{Komposition}'' eindeutig ein drittes Element \\(a+b\\) zugeordnet ist. Die Gruppe kann \\textit{assoziativ} sein (Gegenbeispiel: \\textit{Cayley}s Oktaven mit der Multiplikation als Komposition), desgleichen \\textit{kommutativ} (Gegenbeispiel: \\textit{Hamilton}sche Quaternionen), sie kann ``\\textit{singul\u00e4r}'' sein, d.~h. es mu\u00df nicht das ``\\textit{bin\u00e4re Gesetz}'' gelten, wonach aus \\(a+b=a+b'\\) bzw. \\({}=a'+b\\) folgt: \\(b=b'\\) bzw. \\(a=a'\\) (Gegenbeispiel: \\textit{Study}s \\textit{duale} Zahlen mit der Multiplikation als Komposition). In der Gruppe kann es \\textit{Nullelemente} geben, d.~h. Elemente 0, so da\u00df \\(0+0=0\\) gilt, oder man kann sie doch durch solche erg\u00e4nzen; das Gleiche gilt hinsichtlich der \\textit{Inversen Elemente} \\(-a\\), definiert durch \\(a+(-a)=0\\). Eine Gruppe wird als \\textit{geordnet} bezeichnet, wenn sie eine geordnete Menge ist, in der die Elementenpaare \\((0,a)\\) und \\((-a,0)\\) dieselbe lineare Teilmenge bestimmen und das \\textit{additive Anordnungsaxiom} (52) gilt, wonach zwischen den Elementen \\(a\\), \\(b\\), \\(c\\), \\dots und \\(a+h\\), \\(b+h\\), \\(c+h\\), \\dots bzw. \\(h+a\\), \\(h+b\\), \\(h+c\\), \\dots dieselben Anordnungsbeziehungen bestehen. Die linear geordnete Gruppe hei\u00dft \\textit{me\u00dfbar}, wenn das \\textit{Archimedische Axiom der Me\u00dfbarkeit} gilt: ``sind \\(a\\) (nach 0) und \\(x\\) zwei Elemente, so ist \\(x\\) vor \\(a\\), oder \\(x\\) vor \\(a+a\\), oder \\(x\\) vor \\(a+a+a\\), usw.'' -- All dies l\u00e4\u00dft sich auf die \u00fcbrigen Ordnungen \u00fcbertragen.  Als \\textit{Zahlsystem} wird nun eine solche Gruppe bezeichnet, wenn in ihr neben \\(a+b\\) noch eine \\textit{zweite Komposition} \\(a\\cdot b\\) besteht, die mit der ersten in \\textit{distributiver Verkn\u00fcpfung} steht. Die beiden Kompositionen hei\u00dfen \\textit{Addition} und \\textit{Multiplikation}, die Elemente der Gruppe ``\\textit{Zahlen}''. Das Zahlsystem kann \\textit{assoziativ} sein, d.~h. es kann gelten  \\[  (ab)c=a(bc).\\tag{\\(A\\)}  \\]  Die Zahl \\(a\\) kann \\textit{singul\u00e4r} sein, d.~h. es gilt f\u00fcr sie nicht das \\textit{bin\u00e4re Gesetz}:  \\[  \\begin{alignedat}{4}  &\\text{Aus }a &&b=ab'\\quad&&\\text{bzw.}\\quad a&&b=a'b\\tag{\\(B\\)}\\\\ &\\text{folgt }&&b=b' &&\\text{bzw.} &&a=a'. \\end{alignedat}  \\]  Wenn nicht vorhanden, kann man dem Zahlsystem jene nichtsingul\u00e4ren \\textit{Zahlen} 1 (``\\textit{Eins}'') hinzuf\u00fcgen, f\u00fcr welche \\(1\\cdot 1=1\\) gilt. Mit deren Hilfe werden \\textit{ganze} und \\textit{reziproke} Zahlen definiert und letzte, wenn nicht vorhanden, dem Zahlsysteme eingef\u00fcgt. Dann k\u00f6nnen in \u00fcblicher Weise ``\\textit{rationale}'' und -- durch Anordnungsbeziehungen definiert -- als Erg\u00e4nzung des Systems der rationalen zu einem stetigen Zahlsysteme die ``\\textit{irrationalen}'' Zahlen, insgemein also die ``\\textit{reellen}'' Zahlen, definiert werden. Das Zahlsystem kann \\textit{kommutativ} sein, falls n\u00e4mlich gilt:  \\[  ab=ba.\\tag{\\(C\\)}  \\]   \\textit{Es werden nun allein solche Zahlsysteme betrachtet, in denen die vorhin aufgestellten Axiome der Verkn\u00fcpfung eventuell mit Ausnahme von} \\(A\\), \\(B\\), \\(C\\) gelten. Es wird bewiesen, da\u00df in einem solchen Zahlsystem mit \\(A\\) und \\(B\\) ohne \\(C\\) die \\textit{quadratische Gleichung} \\(x^2-2ax+b=0\\) im allgemeinen beliebig viele Wurzeln hat, da\u00df aber, falls auch \\(C\\) gilt, h\u00f6chstens zwei Wurzeln vorhanden sind. Die Gleichung \\(i^2+1=0\\) hat im System der reellen Zahlen keine L\u00f6sung, vielmehr definiert sie eine \\textit{imagin\u00e4re Einheit} \\(i\\) und diese wieder \\textit{imagin\u00e4re Zahlen} \\(a+bi\\), und es kann verlangt werden, da\u00df weiterhin f\u00fcr reelle Zahlen und \\(i\\) das distributive und assoziative Gesetz gelten. Dann folgt allgemein, da\u00df \\(A\\), \\(B\\), \\(C\\) bestehen. Auch \\textit{lineare Gleichungen} haben in einem Systeme mit \\(A\\) und \\(B\\) ohne \\(C\\) im allgemeinen unendlich viele L\u00f6sungen. Es wird noch eine ausf\u00fchrlichere Untersuchung der Existenz der L\u00f6sungen von \\textit{linearen Gleichungssystemen} entwickelt.  Es werde nun die G\u00fcltigkeit von \\(B\\) und \\(C\\) \\textit{nicht} vorausgesetzt. Dann werden -- die Divisoren als nicht singul\u00e4r vorausgesetzt -- definiert:  \\[  \\begin{alignedat}{2}  (\\alpha,\\beta)&=\\alpha-\\beta&&= \\text{``\\textit{Abstand}'' von \\(\\alpha\\) und \\(\\beta\\);}\\\\ (\\alpha,\\beta,\\gamma)&=\\dfrac{(\\alpha,\\gamma)}{(\\beta,\\gamma)}&&= \\text{``\\textit{Verh\u00e4ltnis}'' von \\(\\alpha\\), \\(\\beta\\), \\(\\gamma\\);}\\\\ (\\alpha,\\beta,\\gamma,\\delta)&= \\frac{(\\alpha,\\beta,\\gamma)}{(\\alpha,\\beta,\\delta)}&&= \\text{``\\textit{Doppelverh\u00e4ltnis}'' von \\(\\alpha\\), \\(\\beta\\), \\(\\gamma\\), \\(\\delta\\).} \\end{alignedat}  \\]  Es wird das Verhalten dieser Gr\u00f6\u00dfen untersucht unter verschiedenen G\u00fcltigkeitswerten von \\(B\\) und \\(C\\). Z.~B. ist \\((\\alpha,\\beta,\\gamma,\\delta)\\) eine projektive Invariante (d.~h. unempfindlich gegen eine gemeinsame lineargebrochene Substitution von \\(\\alpha\\), \\(\\beta\\), \\(\\gamma\\), \\(\\delta\\)) dann und nur dann, wenn \\(C\\) gilt. In diesem Falle haben auch zwei Zahlenpaare ein eindeutig bestimmtes gemeinsames harmonisches Paar.  Die beiden Tripel \\(\\left\\{\\begin{matrix}\\l&\\l&\\l\\\\\\alpha&\\beta&\\gamma\\\\\\alpha'&\\beta'&\\gamma' \\end{matrix}\\right\\}\\) bilden eine ``\\textit{Involution}'', falls  \\[  (\\alpha-\\gamma)(\\beta-\\gamma)^{-1}(\\beta-\\alpha')= (\\alpha-\\beta')(\\gamma'-\\beta')^{-1}(\\gamma'-\\alpha').  \\]  Es gilt: Mit \\(\\left\\{\\begin{matrix}\\l&\\l&\\l\\\\\\alpha&\\beta&\\gamma\\\\\\alpha'&\\beta'&\\gamma' \\end{matrix}\\right\\}\\) ist \\(\\left\\{\\begin{matrix}\\l&\\l&\\l\\\\\\alpha'&\\beta'&\\gamma'\\\\\\alpha&\\beta& \\gamma\\end{matrix}\\right\\}\\) zugleich eine Involution im allgemeinen dann und nur dann, wenn \\(C\\) g\u00fcltig ist; ferner: Zu f\u00fcnf Zahlen l\u00e4\u00dft sich die sechste involutorische durch Harmonien im allgemeinen gleichfalls dann und nur dann finden, wenn \\(C\\) g\u00fcltig ist.  Die beiden Quadrupel \\(\\left\\{\\begin{matrix}\\l&\\l&\\l&\\l\\\\\\alpha&\\beta&\\gamma&\\delta\\\\ \\alpha'&\\beta'&\\gamma'&\\delta'\\end{matrix}\\right\\}\\) hei\u00dfen ``\\textit{projektiv}'', wenn \\((\\alpha\\beta\\gamma\\delta)=(\\alpha'\\beta'\\gamma'\\delta')\\). Zu sieben Zahlen kann die achte projektive im allgemeinen dann und nur dann durch blo\u00dfe Harmonien gefunden werden, wenn \\(C\\) gilt.  \\textit{Geordnet} hei\u00dft ein Zahlensystem, wenn es eine geordnete Gruppe ist. Die linearen Ordnungsrelationen ``vor'' und ``nach'' geben dabei die Begriffe ``\\textit{gr\u00f6\u00dfer}'' und ``\\textit{kleiner}'' in linear geordneten Zahlsystemen.  Ein geordnetes Zahlensystem hei\u00dft ein \\textit{Gr\u00f6\u00dfensystem}, wenn das \\textit{multiplicative Anordnungsaxiom} (126) gilt, wonach zwischen den Zahlen \\(a\\), \\(b\\), \\(c\\), \\dots dieselben oder die entgegengesetzten Ordnungsbeziehungen bestehen, wie zwischen \\(hak\\), \\(hbk\\), \\(hck\\), \\dots (mit beliebigen \\(h,k\\neq 0\\)). Gelten in einem Zahlensystem alle Verkn\u00fcpfungss\u00e4tze, so ist es ein ``\\textit{gew\u00f6hnliches}''. Gelten au\u00dferdem die linearen Anordnungss\u00e4tze (52) und (126), so hei\u00dft es ein ''\\textit{reelles}'' \\textit{Gr\u00f6\u00dfensystem}. Nimmt man die imagin\u00e4re Einheit \\(i\\) (\\(i^2+1=0\\)) hinzu, so entsteht ein \\textit{imagin\u00e4res Gr\u00f6\u00dfensystem}, und dieses kann man planar ordnen. Es wird gezeigt, da\u00df Axiom (52) f\u00fcr lineare, planare und \u00fcberplanare Anordnung unabh\u00e4ngig ist von allen fr\u00fcheren Grunds\u00e4tzen. Ebenso ist Axiom (126) f\u00fcr lineare Anordnung von den fr\u00fcheren Anordnungsaxiomen unabh\u00e4ngig, einschlie\u00dflich (52) und der Stetigkeit.  Als \\textit{Grundsatz der relativen Dichte} (\\(D\\)) wird die Forderung erhoben, da\u00df eine geordnete Menge ein ``gew\u00f6hnliches'' Gr\u00f6\u00dfensystem als relativ dichte Teilmenge enthalte. Diese Forderung \\(D\\) ist \\textit{gleichwertig der Veroneseschen Me\u00dfbarkeit} (132): ``In einem linearen Gr\u00f6\u00dfensystem gilt f\u00fcr positive Gr\u00f6\u00dfen: (1) zu \\(a\\) und \\(b\\) gibt es ein \\(l\\) so, da\u00df \\(l\\cdot a>b\\), (2) zu \\(k\\) und \\(a\\) gibt es ein \\(b\\) so, da\u00df \\(k\\cdot b<a\\) gilt.''  Es folgt eine ausf\u00fchrliche Reihe von \\textit{Unabh\u00e4ngigkeitsbetrachtungen}, vorerst f\u00fcr \\textit{lineare Anordnungen}: Insbesondere wird gezeigt, da\u00df aus \\(C\\), den Grunds\u00e4tzen der linearen Anordnung und den \u00fcbrigen der Verkn\u00fcpfung \\(D\\) folgt (und umgekehrt). Weiter: Stetigkeit ist in einem linearen Gr\u00f6\u00dfensysteme unabh\u00e4ngig von den \u00fcbrigen S\u00e4tzen einschlie\u00dflich \\(D\\) und der Me\u00dfbarkeit. Es ist in einem linearen Gr\u00f6\u00dfensysteme \\(D\\) -- also auch \\(C\\) -- abh\u00e4ngig von der Me\u00dfbarkeit. Dabei ist, worauf Wert zu legen ist, \\(C\\) nur von einem Teile der Me\u00dfbarkeit, n\u00e4mlich nur von \\(D\\) abh\u00e4ngig, und diese Abh\u00e4ngigkeit besteht auch in umgekehrter Richtung.  Nun wird gezeigt: Die \\textit{Forderung} (\\(D'\\)), da\u00df ein linear geordnetes Zahlensystem das System der rationalen Zahlen relativ dicht enthalte, ist \\textit{\u00e4quivalent} der \\textit{Archimedischen Me\u00dfbarkeit}. \u00dcbertr\u00e4gt man also die f\u00fcr linear geordnete stetige Mengen definierte Stetigkeit auf Gr\u00f6\u00dfensysteme, so zieht sie die \\textit{Veronesesche bzw. Archimedische Me\u00dfbarkeit} nach sich, wenn man hinzunimmt, da\u00df die im Dedekindschen Schnitte auftretenden Differenzen \\((b-a)\\) kleiner werden als jede Zahl eines \\textit{gew\u00f6hnlichen bzw. eines rationalen Systems}. Also ist die \\textit{Forderung \\(D\\) gleichwertig der Veroneseschen, die Forderung \\(D'\\) gleichwertig der Archimedischen Me\u00dfbarkeit}.  Hinsichtlich der \\textit{planaren Anordnung} wird nun gezeigt: \\(C\\) und \\(D\\) sind unabh\u00e4ngig von allen \u00fcbrigen Grunds\u00e4tzen der Verkn\u00fcpfung, jenen der planaren Anordnung und von der Stetigkeit. Aus \\(C\\), den S\u00e4tzen der Verkn\u00fcpfung und jenen der planaren Anordnung folgt \\(D\\) (und umgekehrt). In einem planaren System ist die Stetigkeit unabh\u00e4ngig von allen \u00fcbrigen S\u00e4tzen einschlie\u00dflich \\(D\\) und der Me\u00dfbarkeit. Das \\textit{Archimedische Axiom} ist gleichwertig der Forderung, da\u00df das System der imagin\u00e4ren rationalen Zahlen in dem planar geordneten Zahlensystem \\textit{relativ dicht} enthalten sei. Also ist in einem planar geordneten System \\(D\\) unabh\u00e4ngig von der Me\u00dfbarkeit.  In einem gew\u00f6hnlichen reellen Gr\u00f6\u00dfensysteme kann die \\textit{Existenz der Quadratwurzeln} aus positiven Gr\u00f6\u00dfen \\textit{ohne Benutzung der Me\u00dfbarkeit} bewiesen werden, desgleichen die Existenz einer reellen Wurzel einer algebraischen Gleichung ungeraden Grades. Durch \u00dcbertragung des zweiten \\textit{Gau\u00df}schen Beweises des Fundamentalsatzes der Algebra folgt, wieder \\textit{ohne Me\u00dfbarkeit}, die \\textit{Existenz} einer Wurzel (und damit von h\u00f6chstens \\(n\\) \\textit{Wurzeln}) einer \\textit{algebraischen Gleichung} \\(n^{\\text{ter}}\\) Ordnung in einem imagin\u00e4ren Zahlsystem. Gleichfalls und im Gegensatz zu \\textit{Weierstra\u00df} ohne Me\u00dfbarkeit kann man zeigen, da\u00df ein gew\u00f6hnliches, \\(i\\) enthaltendes Zahlensystem ein imagin\u00e4res ist, d.~h. nur Zahlen der Form \\(a+bi\\) mit reellen \\(a\\) und \\(b\\) enth\u00e4lt.  Das reichhaltige und sorgf\u00e4ltig angelegte Kapitel schlie\u00dft mit den \\textit{S\u00e4tzen der Widerspruchsfreiheit und der Vollst\u00e4ndigkeit}: Die Grunds\u00e4tze der Verkn\u00fcpfung, Stetigkeit, der Me\u00dfbarkeit sind unter sich und mit den S\u00e4tzen der linearen bzw. planaren Anordnung nicht im Widerspruch. -- Das System der Axiome der Verkn\u00fcpfung, der Stetigkeit, der linearen bzw. planaren Anordnung ist im Bereiche der reellen bzw. imagin\u00e4ren Zahlen nur auf Kosten der Me\u00dfbarkeit erweiterungsf\u00e4hig. (Eine Kritik der Stellen der Vahlenschen Untersuchungen, die insbesondere Unabh\u00e4ngigkeit der Me\u00dfbarkeit von der Stetigkeit Dedekindscher Pr\u00e4gung annehmen, wurde mittlerweile von anderer Seite in Zbl. Math. Grenzgeb. 23 (1941), 356, ge\u00fcbt.)  Because of technical reasons the second part of the abstract is in JFM 66.0690.01.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2587822$41B94BD6-0F39-4F03-B27D-BCA990E578C6","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"8fc19362c67bc36c7bc2d37288495db3f1a311da","datavalue":{"value":"2507304","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2587822$2C0CBF3F-D36A-4435-BF6F-722DC2479D42","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"b774c672b4f8c5e1155a217792238b99976a476b","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1513146,"id":"Q1513146"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2587822$6BAD9777-DA0F-4A86-839A-D7346E20056A","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2587822$6CE73CA5-9D28-4C5F-999A-3DF95C37F0E5","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2587822","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2587822"}}}}}