{"entities":{"Q2587972":{"pageid":2598715,"ns":120,"title":"Item:Q2587972","lastrevid":44414634,"modified":"2025-11-22T19:00:00Z","type":"item","id":"Q2587972","labels":{"en":{"language":"en","value":"Vorlesungen \u00fcber analytische Geometrie des Raumes."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2507458"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2587972$4B969D1E-5C7C-4C0A-B668-19CD8ED06B1D","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"617d10dcaeed1d855e73a1710bfa3939126368c4","datavalue":{"value":{"text":"Vorlesungen \u00fcber analytische Geometrie des Raumes.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q2587972$DAEECA59-0A90-40D9-B07F-E31C0BC81096","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"2f1184cd683b0b2bdac1fd659e521a7349d35a97","datavalue":{"value":"66.0745.06","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2587972$B2696962-2361-4764-857A-A3E2F41F5D59","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"f428e55d493a68539927e46bdb4f3238e45a76fa","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1839841,"id":"Q1839841"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2587972$29522409-2DE2-4ADA-BD98-D08C00DFCFA8","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"1701512ca85d58575d88b06da5ab938c2d9a4cd9","datavalue":{"value":{"time":"+1940-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q2587972$D7E775DA-3464-497B-A7F9-3854B9816898","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"f4624e69de3f3e354ba642b111d8b0a3376bf523","datavalue":{"value":"Dieses neue Lehrbuch der analytischen Geometrie des Raumes enth\u00e4lt im wesent\\-lichen die Vorlesungen des Verf. an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Es \u00fcbernimmt vieles, was Verf. seinerzeit in seine Neubearbeitung des klassischen Lehrbuches von \\textit{Salmon-Fiedler} (Analytische Geometrie des Raumes, 5. Aufl. 1922; F. d. M. 48, 681 (JFM 48.0681.*)) eingear\\-beitet hat. Sein Hauptzweck soll eine Darstellung der Geometrie auf analytischer Grundlage sein, die aber nicht in ein blo\u00dfes Spiel mit Formeln und Koordinaten aus\\-arten und sich im rein Abstrakten verlieren soll. Vielmehr sollen viele konkrete Fragen nicht nur der Geometrie, sondern auch der Mechanik, Physik, Darstellenden Geometrie usw. als Beispiele und Anwendungen behandelt werden. Um Exaktheit ist das Buch, das sich an die Studenten der ersten Semester wendet, sehr bem\u00fcht. Als methodisches Hilfsmittel dient in erster Linie die Vektorrechnung, die in anschaulich-genetischer Weise entwickelt wird, weiter die Determinantenrechnung, die als bekannt vorausgesetzt wird, endlich die Theorie der linearen Gleichungen und der quadratischen Formen, die beide im Buche entwickelt werden. Projektive (Tetraeder-)Koordinaten werden erst sehr sp\u00e4t herangezogen, der Matrizenkalk\u00fcl ist \u00fcberhaupt beiseite gelassen. Das gruppentheoretische Prinzip ist nur bei Gelegenheiten (Kollineationen, Lorentztrans\\-formationen) gebracht, aber nicht eigentlich als Klassifikationsprinzip der Geometrie herausgestellt. In der Tat fehlt auch eine Darlegung der Grundgedanken von Kleins Erlanger Programm. Auf axiomatische Betrachtungen und mehrdimensionale R\u00e4ume wurde verzichtet. Trotz dieser bewu\u00dften Einschr\u00e4nkungen, die mancher Geometer sehr bedauern wird, ist aber ein \u00fcberaus reichhaltiges Buch entstanden, das richtige Kommerellsche Pr\u00e4gung aufweist, eine von geometrischem Geiste getragene Dar\\-stellung der analytischen Geometrie, die sich durch viele interessante Anwendungen auszeichnet, sich auf eine reiche Lehrerfahrung und vielf\u00e4ltige Detailarbeit des Verf. gr\u00fcndet, der man die oben verzeichneten Desideraten und eine gewisse Vorliebe f\u00fcr heute antiquiert anmutende Bezeichnungen und Schreibweisen (z. B. den ``unendlich fernen Kugelkreis'') ob der sonstigen Verdienste des Buches nicht allzusehr monierend nachtragen wird.  Wir gehen nun auf den genaueren Aufbau und Inhalt des Buches ein. \\textit{I. Ab\\-schnitt: Das Koordinatensystem, Ebene und Gerade, Kugel.} Nach anschaulicher Ein\\-f\u00fchrung des Vektorbegriffes und der elementaren Koordinatensysteme wird die Glei\\-chung der Kugel und der Ebene, das Doppelverh\u00e4ltnis im Ebenenb\u00fcschel und die orientierte Ebene gebracht. Es folgt eine ausf\u00fchrliche Entwicklung der Vektorrechnung wieder auf anschaulich-geometrischer Grundlage und durchsetzt von vielen geometrischen Anwendungen: sph\u00e4rische Trigonometrie, Tr\u00e4gheitsellipsoid, Eulersche Formeln der Drehung eines starren K\u00f6rpers, orthogonale Substitutionen und ihre rationale Darstel\\-lung durch Parameter nach Euler und Cayley. Die \u00c4hnlichkeiten werden als die all\\-gemeinsten kugeltreuen Affinit\u00e4ten eingef\u00fchrt. An die vektorielle Darstellung der Ge\\-raden und die Festlegung eines Stabes (``linienfl\u00fcchtigen Vektors'') durch Richtungs\\-und Momentvektor reihen sich die (kartesischen) Linienkoordinaten und einige Ele\\-mente der Liniengeometrie, die bis zum linearen Strahlkomplex entwickelt werden. Nun wird die Einf\u00fchrung der homogenen (kartesischen) Koordinaten, der Fernelemente und der komplexen Elemente vorgenommen; zur Erl\u00e4uterung dienen die Kugel und ihre Polarit\u00e4t und der lineare Strahlkomplex mit seinem Nullsystem. Mit ihrer Hilfe (also in Ponceletscher Weise) wird das r\u00e4umliche Dualit\u00e4tsprinzip bewiesen. Es folgt eine genauere Untersuchung der Struktur des Nullsystems und seines Strahlgewindes, Der Aufl\u00f6sung der linearen Gleichungssysteme folgt nun die (inhomogene) Darstellung der Projektivit\u00e4ten und Involutionen zwischen Punktreihen und Ebenenb\u00fcscheln. Beispiel: das orthogonale Hyperboloid als Erzeugnis zweier kongruenter Ebenenb\u00fcschel. Nun wird der Begriff der homogenen Ebenenkoordinaten eingef\u00fchrt und nochmals das Dualit\u00e4tsprinzip bewiesen (die M\u00f6glichkeit, es axiomatisch zu begr\u00fcnden, wird nur vermerkt). Der ``unendlich ferne Kugelkreis'' tritt ein, und die \u00c4hnlichkeiten des Raumes werden nochmals als die kugeltreuen Affinit\u00e4ten erwiesen. Auf den isotropen Kegel folgt die Laguerresche Formel, das absolute Polarsystem und die Kugel als Tr\u00e4gerin zweier isotroper Erzeugendenscharen. Nun wird die stereographische Projektion und ihre Winkel- und Kreistreue behandelt (der elementare Nachweis der Winkeltreue ist \u00e4lter als angegeben), weiter die kollinearen Automorphien der Kugel, insbesondere die Kugeldrehungen und ihre komplexe Darstellung. Es folgt die Inversion im Raume mit ihren wichtigsten Eigenschaften, teils rechnerisch, teils elementar hergeleitet. Die Potenzlehre der Kugel, Kugelb\u00fcschel und Kugelb\u00fcndel sowie einige Aufgaben be\\-schlie\u00dfen dieses umfangreiche Kapitel.  Der \\textit{II. Abschnitt: Fl\u00e4chen und Raumkurven} bringt zun\u00e4chst eine orientierende \u00dcbersicht \u00fcber die Darstellungsm\u00f6glichkeiten einer Fl\u00e4che oder einer Raumkurve und wendet sich dann den Grundbegriffen der algebraischen Fl\u00e4chen (Ordnung, Tangential\\-ebene, singul\u00e4re Punkte, insbesondere bei Fl\u00e4chen zweiter Ordnung) zu. Es folgen die Kegel- und Zylinderfl\u00e4chen (insbesondere jene zweiter Ordnung) sowie die ab\\-wickelbaren Fl\u00e4chen. Sodann wird die Wirkung des Dualit\u00e4tsprinzips bei Fl\u00e4chen und Raumkurven untersucht und gezeigt, wie man aus der Ordnungs- die Klassenglei\\-chung einer Fl\u00e4che erhalten kann, insbesondere wieder bei Fl\u00e4chen zweiter Ordnung. Eine Formenschau der regul\u00e4ren Fl\u00e4chen zweiter Ordnung wird durch eine Bildtafel erg\u00e4nzt.  \\textit{III. Abschnitt: Allgemeine Eigenschaften der Fl\u00e4chen zweiter Ordnung. Quadra\\-tische Formen. Invarianten.} Ausgehend vom Polarsystem und seinen Einzelheiten (Mittelpunktsfl\u00e4chen, Paraboloide, Richtkegel, Asymptotenkegel, Durchmesser) ge\\-langt man zur Hauptachsengleichung der Fl\u00e4chen zweiter Ordnung \u00fcber die S\u00e4kular\\-gleichung, die eingehend untersucht wird. Auf die Betrachtung der Parallelschnitte folgt eine ausf\u00fchrlichere Darlegung der Theorie der quadratischen Formen, insbesondere ihre kanonische Darstellung und das Tr\u00e4gheitsgesetz und die Theorie ihrer orthogonalen Invarianten (Beispiel: gleichseitiger Kegel).  \\textit{IV. Abschnitt: Klassifikation der Fl\u00e4chen zweiter Ordnung. Kreisschnittebenen.} Diese Klassifikation wird nach bewegungsinvarianten Gesichtspunkte durchgef\u00fchrt und an Beispielen erl\u00e4utert. An die Untersuchung der Kreisschnitte reiht sich dann jene der Drehfl\u00e4chen zweiter Ordnung an. Die Betrachtung der ber\u00fchrenden Dreh\\-kegel eines Ellipsoides leitet \u00fcber zu den konfokalen Mittelpunktsfl\u00e4chen und ihren Fokalkegelschnitten.  \\textit{V. Abschnitt: Besondere Eigenschaften der einzelnen Fl\u00e4chen zweiter Ordnung.} Nach Bestimmung der Leitkugel und L\u00f6sung des Normalenproblems beim Ellipsoid wendet sich das Buch seinen Durchmesserebenen, insbesondere der Bestimmung ihrer Achsenl\u00e4ngen zu. Dann bringt es als Anwendung eine interessante Behandlung der Fresnelschen Wellenfl\u00e4che (die in der Theorie der zweiachsigen Kristalle eine hervor\\-ragende Rolle spielt). Ihre Gestalten, Klassengleichung und singul\u00e4ren Tangential\\-ebenen werden bestimmt, und der Hamiltonsche Satz, wonach diese Ebenen die Wellen\\-fl\u00e4che nach Kreisen ber\u00fchren, wird originell bewiesen. Sodann wird die reziproke Wellen\\-fl\u00e4che eingef\u00fchrt. Die geometrischen Verh\u00e4ltnisse werden optisch gedeutet (und in Verbindung mit optischen Vorstellungen gef\u00f6rdert) und dabei insbesondere betont, da\u00df \u00e4u\u00dfere und innere konische Refraktion vom geometrischen Standpunkte aus rezi\\-proke Erscheinungen sind. Eine Betrachtung des einschaligen Hyperboloids, insbe\\-sondere des gleichseitigen und des orthogonalen Hyperboloids sowie des hyperbolischen Paraboloids als Tr\u00e4ger von Regelscharen und etliche Aufgaben beschlie\u00dfen den ersten Hauptteil des Buches, der ein vorz\u00fcglich metrisches Gepr\u00e4ge tr\u00e4gt.  Von diesem metrischen Standpunkte weicht das Buch aber, dies ist eine seiner Eigent\u00fcmlichkeiten, auch in den folgenden Kapiteln, die wenigstens teilweise einen \u00fcblicherweise rein projektiven und von metrischen Betrachtungen freien Charak\\-ter tragen, nicht vollkommen ab, sondern h\u00e4lt gern die anschauliche metrische Auf\\-fassung bereit, ja schiebt sie, wie etwa sp\u00e4ter bei dem Studium der Kollineationen, gern in ebenso interessanter wie origineller Weise in den Vordergrund der Betrachtung.  \\textit{VI. Abschnitt: Tetraederkoordinaten.} Nach Einf\u00fchrung und metrischer Deutung der ``tetraedrischen'' Punkt- und Ebenenkoordinaten und der Darstellung von Ge\\-raden und Fl\u00e4chen zweiter Ordnung und Klasse folgt eine kurze Darstellung der pro\\-jektiven Liniengeometrie, insbesondere des tetraedralen Komplexes.  \\textit{VII. Abschnitt: Kollineationen und Korrelationen.} Es werden zun\u00e4chst die Kollinea\\-tionen in projektiver Weise abgehandelt und ihre Gruppeneigenschaft bewiesen. Analog wird die Korrelation besprochen. Dann werden einige wichtige Arten der Kollineation genauer behandelt: Doppelelemente, involutorische Kollineation, Perspektivit\u00e4t. So\\-dann wendet sich das Buch den oben erw\u00e4hnten metrischen Strukturfragen der kolli\\-nearen Zuordnung zweier (am besten getrennt gedachter) R\u00e4ume zu, wie sie f\u00fcr die Ebene in der klassischen Arbeit von \\textit{H. J. St. Smith} (Proc. London math. Soc. 2 (1869), 196-248; F. d. M. 2, 394 (JFM 02.0394.*)) erledigt wurden. Es werden also Fernebene und absoluter Kegelschnitt in beiden R\u00e4umen ausgezeichnet, was im anderen Raume zu Fluchtebenen und konfokalen Fl\u00e4chen zweiter Klasse Anla\u00df gibt, so da\u00df eine metrische Klassifi\\-kation der Kollineationen an Hand kanonischer Kartesischer Koordinaten und In\\-varianten m\u00f6glich wird. Analoges ist sp\u00e4ter f\u00fcr Affinit\u00e4ten durchgef\u00fchrt. Daneben findet man hier eine Reihe von Anwendungen auf die verschiedensten Zweige der Geo\\-metrie, wie Reliefperspektive, Lorentztransformationen und ihre relativistische Deu\\-tung, Nichteuklidische Bewegungen, Ivorys Satz f\u00fcr konfokale Fl\u00e4chen zweiter Ord\\-nung, die deformierbaren Hyperboloide von Henrici, den Satz von Pohlke und (f\u00fcr den orthogonalen Fall) seine Formulierung in der Gau\u00dfschen Ebene, schlie\u00dflich eine Betrach\\-tung kollinearer Fl\u00e4chen zweiter Ordnung.  \\textit{VIII. Abschnitt: Das Fl\u00e4chenb\u00fcschel zweiter Ordnung.} Es werden einige allge\\-meine Eigenschaften dieser Fl\u00e4chenb\u00fcschel abgeleitet, sodann einige besondere B\u00fcschel und die dazu dualen Scharen betrachtet und zum Schl\u00fcsse werden die konfokalen Mittelpunktsfl\u00e4chen und Paraboloide ausf\u00fchrlicher studiert sowie die elliptischen und parabolischen Koordinaten des Raums besprochen. 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