{"entities":{"Q2590169":{"pageid":2600912,"ns":120,"title":"Item:Q2590169","lastrevid":44426952,"modified":"2025-11-22T20:47:03Z","type":"item","id":"Q2590169","labels":{"en":{"language":"en","value":"The Baksh\u0101l\u012b manuscript."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2509595"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2590169$E5F49D90-2F82-40A4-8CC7-5E7E7D3C7669","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"fc14f06a9aae20d224393266c6a130068a32d3ac","datavalue":{"value":{"text":"The Baksh\u0101l\u012b manuscript.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q2590169$5C3D2FB8-CED9-4E0F-8A2C-C81702B03503","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"eb11a8c8fb69b71c7fda468c5ee2b7a4c6a82ab7","datavalue":{"value":"65.0006.05","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2590169$09009DE7-AEC5-4A96-A04A-2707D3663E98","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"96fef9dda371beae50c21ef924ff0fff1305de8e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":559866,"id":"Q559866"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2590169$B81B67F1-A322-4F81-8F67-B51F07466168","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"94a98fd593bcb38079aca7f96addbfdda49ce6bf","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":559849,"id":"Q559849"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2590169$2FB18118-A54F-42E2-A741-5120298EF10A","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"c0e196ad60f00e64f313a942d594f41d77efe615","datavalue":{"value":{"time":"+1939-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q2590169$DD68E16F-30D2-4155-AFF9-66D2BCA4A199","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"158220922c0dc345681a997a4406560d6706d8d3","datavalue":{"value":"Das ``Rechenbuch von Baksh\u00e2l\u00ee'' wurde 1881 in Baksh\u00e2l\u00ee, einem Dorfe in der N\u00e4he von Peshawar (70 englische Meilen von dem ber\u00fchmten Gelehrtenzentrum Taxila) in Nordwest-Indien aufgefunden und erstmalig 1888 von \\textit{A. F. R. Hoernle} im Ind. Ant. 17 ausf\u00fchrlicher bekannt gemacht. (Danach das Referat bei \\textit{M. Ca tor}, Vorlesungen \u00fcber Geschichte der Mathematik I, 3. Aufl. (1907; F. d. M. \\(38_{\\text{II}}\\), 613-615)). Inzwischen war von Hoernle in Zusammenarbeit mit \\textit{G. R. Kaye} eine photolithographische Ausgabe mit Transkription, Einleitung und \u00dcbersetzung vorgesehen, die aber nach des ersteren Tode selbst\u00e4ndig von Kaye fortgesetzt wurde. Vgl. die Publikation in Archaeol. Survey of India 18 (1927), part I u. II (Part III erschien ebenda 1933).  Abgesehen von dem Bem\u00fchen, den Text des arg besch\u00e4digten, nur in 70 Bl\u00e4ttern auf Birkenrinden erhaltenen Manuskriptes zu lesen und die erhaltenen (arithmetischen) Aufgaben zu interpretieren, wandte sich das Interesse immer wieder der Frage nach dem \\textit{Alter} des Textes zu. Die Sprache ist der sog. \\textit{G\u00e2tha}-Dialekt, die Schrift: \\textit{\u015aar\u00e2da}. Deshalb setzte Hoernle den Text etwa 200 n. Chr. an, wenn auch die vorliegende Niederschrift erst in das achte bis neunte Jahrhundert n. Chr. geh\u00f6rt. Kaye, der bekanntlich f\u00fcr das mathematisch-astronomische Wissen der Inder allgemein weitgehend \\textit{westlichen} (griechischen und arabisch-persischen) Einflu\u00df annimmt, will die Abfassung des Textes erst in das zw\u00f6lfte Jahrhundert n. Chr. ansetzen.  In dem vorliegenden Aufsatz beabsichtigt Verf. nicht, diese Streitfrage \\textit{absolut} zu entscheiden, tritt aber doch der Auffassung der Kayeschen sp\u00e4ten Datierung entgegen. Zu dem Zweck macht er auf einige \u00dcberraschungen und \\textit{Besonderheiten} des Textes aufmerksam, die eine so sp\u00e4te Datierung nicht rechtfertigen:  1. \\textit{Schema der Darstellung} (Fixierung eines Problems: \\textit{ny\u00e2ra}, L\u00f6sung: \\textit{Kara\u1e47a}, Verifikation: \\textit{pratyaya}).  2. \\textit{Besonderheiten der Terminologie und Abk\u00fcrzungen}. Hier ist besonders entscheidend das sog. \\textit{Kreuz-Symbol} (+) f\u00fcr \\textit{Subtraktion} und negative Zahlen (z. B. \\(3 + = - 3\\)), da von \\textit{Bh\u00e2skaras} II. (1150 n. Chr.) Zeit an der \u00fcbergesetzte Punkt, also \\(\\dot 3 = -3\\), durchg\u00e4ngig \u00fcblich ist. Hier stimmt Kaye einer Vermutung Thibauts zu, da\u00df hier das umgekehrte griechische \\(\\psi\\) vorliege (das diophantische \\(\\psi\\)), w\u00e4hrend Hoernle eine Abbreviatur \\(ka\\) f\u00fcr ein indisches Wort, das ``Verlust'' bedeutet, annimmt, und auf die \u00c4hnlichkeit mit dem ``\\(ka\\)'' der \\textit{A\u015boka-Inschriften} hinweist.  3. \\textit{Die Dezimalbezeichnung statt der Zahlen mit Wortsymbolen}. W\u00e4hrend Kaye hierin einen Grund f\u00fcr das j\u00fcngere Alter sieht, betont Verf., da\u00df gerade das Fehlen dieser Bezeichnung der Zahlen durch Worte im Texte (z. B. ``Auge'' \\(= 2\\), Z\u00e4hne \\(= 32\\) usw.) auch dahin verstanden werden kann, da\u00df dieser seit \\textit{Var\u00e2ha} (515 n. Chr.) einsetzende Brauch zur Zeit der Abfassung des Textes noch nicht allgemein \u00fcblich war, also gerade f\u00fcr ein \\textit{h\u00f6heres} Alter spricht.  4. \\textit{Das Null-Symbol f\u00fcr die Unbekannten}. Gerade dieses (z. B. \\(\\left| \\begin{matrix} 0 & 5 & {\\text{ yu mu }} & 0 \\\\ 1 & 1 & {} & 1 \\end{matrix}\\right|\\) d. h. \\(\\sqrt{x^2 + 5} = y\\); \\ yu = yutain = addiert, \\ mu = m\u00fbtain = Wurzel) deutet wieder auf \\textit{h\u00f6heres} Alter, da \\textit{Bh\u00e2skara} II z. B. hat: \\(\\left| {\\text{ y\u00e2 } \\atop 1} \\right|\\) \\ f\u00fcr \\(x\\).  5. \\textit{Die Regula falsi}. Hier macht Verf. darauf aufmerksam, da\u00df man die ``mittelalterliche'' Regel des ``einfachen'' und ``doppelten'' \\textit{falschen Ansatzes}, worauf Kaye sich st\u00fctzt, nicht ohne weiteres mit dem sogenannten \\textit{Ishtakarman}-Ansatz der Inder identifizieren kann, da dieser letzte (Annahme einer willk\u00fcrlichen Zahl f\u00fcr die Unbekannte und nachherige Ber\u00fccksichtigung der Proportionalit\u00e4t des Resultates) eher als eine Ausartung dieses \\textit{Dreier-Ansatzes} (Trair\u00e2\u015bika-Ansatz) aufgefa\u00dft werden mu\u00df.  6. \\textit{Approximation quadratischer Irrationalit\u00e4ten und Verifikation}. Der Text kennt die Approximation  \\[  \\sqrt{a^2 + \\gamma} \\sim a + \\frac{\\gamma}{2a} \\frac{\\left(\\dfrac{\\gamma}{2a}\\right)^2} {2\\left(a + \\dfrac{\\gamma}{2a}\\right)},  \\]  die nur aus den arabischen Schriftstellern des zw\u00f6lften Jahrhunderts gel\u00e4ufig ist. Aber es ist ein leichtes, diese Formel ganz \\textit{naturgem\u00e4\u00df} aus den Approximation berechnungen der quadratischen Irrationalit\u00e4ten, wie sie die Inder schon fr\u00fchzeitig \u00fcbten, abzuleiten (vgl. z. B. \\textit{B. Datta}, The science of the \u015aulba (Calcutta 1932; F. d. M. \\(58_{\\text{I}}\\), 21), 206-208), so da\u00df die Kayesche Annahme \u00fcber westliche Entlehnung auch hier hinf\u00e4llig wird. Verf. macht dann aber in diesem Zusammenhange ganz besonders darauf aufmerksam, da\u00df der Text diese Approximation auch da (nat\u00fcrlich f\u00e4lschlich) benutzt, wo die Natur der gestellten Aufgabe Irrationalit\u00e4ten ausschlie\u00dft. Es war ihm also das Problem, wie es \\textit{Bh\u00e2skara} II \\textit{ausf\u00fchrlich} behandelt, der L\u00f6sung der Pellschen Gleichung (in \\textit{rationalen} Zahlen) vollst\u00e4ndig ungel\u00e4ufig.  7. \\textit{Reihenlehre}. Hier gibt Verf. eine \u00fcbersichtliche Darstellung der mannigfach auftretenden Fragestellungen des Textes (wesentlich verbessert gegen\u00fcber Kaye), aus der deutlich die \u00c4hnlichkeit mit dem Aufgabenkreis hervorgeht, wie ihn \\textit{\u015aridhara} (750 n. Chr.) (Tri\u015batika), \\textit{Mah\u00e2v\u00eara} (850 n. Chr.) (Ga\u1e47ita s\u00e2rasa\u1e41graha) und \\textit{P\u1e5bith\u00fbdakasv\u00e2m\u00ee} (Kommentator des Brahmagupta) kennen.  Aus allem schie\u00dft Verf., da\u00df von einem \\textit{westlichen Einflu\u00df nicht} gesprochen werden kann, sondern im Texte ureigener indischer Besitz und indische Methode vorliegen, und da\u00df f\u00fcr das \\textit{Alter auf keinen Fall} eine \\textit{sp\u00e4tere Zeit als das} \\({ IO}\\). \\textit{Jahrhundert} n. 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