{"entities":{"Q2601246":{"pageid":2611989,"ns":120,"title":"Item:Q2601246","lastrevid":44452260,"modified":"2025-11-23T01:21:10Z","type":"item","id":"Q2601246","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber die euklidische Kongruenz- und \u00c4hnlichkeitslehre."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2521412"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2601246$6B58841B-193E-408D-A6E0-2AE73D3B19C7","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"223554747474e62effc7f83320910de13b095e3a","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber die euklidische Kongruenz- und \u00c4hnlichkeitslehre.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q2601246$965DB2EC-AE87-4282-8AFD-788A1F12D452","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"9e03cc0fb9394d3bc4342deab9a9b099a68fb81c","datavalue":{"value":"63.0543.02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2601246$857EAA55-44AF-4F9C-8A7C-0B494E004C29","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"ccc16a13e4503f50f9e1497b48fa19a222baf7c0","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":2601245,"id":"Q2601245"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2601246$DE2A5116-7B85-4985-A199-BD4C8F37B05E","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"9be699b54602c28eda4f3140d0cf9aaccf983c08","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":559387,"id":"Q559387"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2601246$78933149-3BA1-4BCD-96FE-94F9FB5623F1","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"4b5727a7c5b8fd0294ba23bb629bc28c096c780c","datavalue":{"value":{"time":"+1937-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q2601246$577DC629-7044-4C14-9D56-CD1601D5D0FE","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"a518835d151f106ad901cc47cc082460aa1c6116","datavalue":{"value":"\\textit{Hilbert} hat bekanntlich in seinen ``Grundlagen der Geometrie'' (7. Aufl. 1930; F. d. M. \\(56_{\\text I}\\), 481-482) gezeigt, da\u00df die euklidische Kongruenz- und \u00c4hnlichkeitslehre allein auf Grund seiner Axiome der ebenen Verkn\u00fcpfung, der Anordnung, Kongruenz und Parallelen, in seiner Z\u00e4hlung der Axiome I 1-3, II, III, IV, also ohne Benutzung der r\u00e4umlichen Verkn\u00fcpfung und der Stetigkeit, begr\u00fcndet werden kann, und da\u00df von diesen Axiomen auch keins entbehrlich ist, wenn man sein Axiomensystem zugrunde legt. Weiter hat \\textit{Hilbert} gezeigt, da\u00df die geometrischen Konstruktionen im Bereich der durch diese Axiome charakterisierten Geometrie mit Hilfe eines Lineals und eines die Abtragung einer festen Strecke erm\u00f6glichenden ``Streckenabtragers'' ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.  Verf. legt nun hier ein Axiomensystem f\u00fcr die euklidische Kongruenz- und \u00c4hnlichkeitslehre vor, das gegen\u00fcber dem \\textit{Hilbert}schen insofern wesentlich abgeschw\u00e4cht ist, als es auf die Streckenabtragbarkeit, d. h. auf die M\u00f6glichkeit, eine Strecke von einem Punkte aus auf einer beliebigen Geraden abzutragen, und auf alle Anordnungsaussagen verzichtet. Die Grundbeziehungen des Axiomensystems des Verf. sind die Inzidenz von Punkt und Gerade, die Orthogonalit\u00e4t zweier Geraden und die Kongruenz zweier Strecken, d. h. zweier nicht geordneter Punktepaare. Die Axiome lauten:  I. \\textit{Axiome der Inzidenz}: 1. Zwei Punkte bestimmen genau eine Gerade. 2. Es gibt drei Punkte, die nicht mit einer Geraden inzident sind. 3. Zu jeder Geraden gibt es durch jeden Punkt genau eine Nichtschneidende; zwei Geraden, die sich nicht schneiden und nicht identisch sind, hei\u00dfen parallel.  II. \\textit{Axiome der Orthogonalit\u00e4t}: 1. Senkrechte Geraden sind nicht parallel. 2. Wenn \\(g\\) zu \\(h\\) senkrecht ist, so ist \\(h\\) zu \\(g\\) senkrecht. 3. Durch jeden Punkt gibt es zu jeder Geraden genau eine Senkrechte. 4. Sind \\(g\\) und \\(h\\) parallel, so ist jede zu \\(g\\) Senkrechte auch senkrecht zu \\(h\\).  III. \\textit{Axiome der Kongruenz}: 1. Die Kongruenz ist symmetrisch und transitiv. Verf. nennt \\(A'\\) Spiegelpunkt von \\(A\\) in bezug auf die Gerade \\(g\\), wenn die Gerade \\(AA'\\) zu \\(g\\) senkrecht ist und der Schnittpunkt \\(S = g\\cdot AA'\\) die Strecke \\(AA'\\) halbiert. 2. Liegt \\(A\\) nicht auf \\(g\\), so gibt es genau einen von \\(A\\) verschiedenen Spiegelpunkt von \\(A\\) in bezug auf \\(g\\). 3. Liegen drei Punkte auf einer Geraden, so liegen auch ihre Spiegelpunkte auf einer Geraden. 4. Spannen drei Punkte einen rechten Winkel auf, so spannen auch ihre Spiegelpunkte einen rechten Winkel auf. 5. Jede Strecke ist zu der durch ihre Spiegelpunkte bestimmten kongruent. 6. Im gleichschenkligen Dreieck halbiert das Lot von der Spitze die Basis.  Es zeigt sich, da\u00df die durch die Axiome charakterisierten Punkte und Geraden eine affine Ebene bilden, in der eine Orthogonalit\u00e4t von Geraden und eine Kongruenz von Strecken erkl\u00e4rt sind, und in der alle affinen Schnittpunkts\u00e4tze gelten, da\u00df ferner die durch die Axiome erkl\u00e4rte Kongruenz die affine Streckengleichheit umfa\u00dft, d. h. da\u00df zwei auf parallelen Geraden liegende Strecken dann und nur dann kongruent sind, wenn sie durch Parallelverschiebung auseinander hervorgehen, da\u00df die Parallelverschiebungen als Produkte zweier Spiegelungen an parallelen Geraden darstellbar sind, da\u00df jede Strecke genau einen Mittelpunkt besitzt, und da\u00df es m\u00f6glich ist, einen gegebenen Winkel in einem Punkte an eine Gerade anzutragen. Dagegen ist es nicht m\u00f6glich, einen beliebigen Winkel zu halbieren; aus der Halbierbarkeit eines beliebigen Winkels w\u00fcrde ja auch die allgemeine Streckenabtragbarkeit folgen. Infolge des Verzichts auf Anordnungsbegriffe k\u00f6nnen Nebenwinkel nicht unterschieden werden. Dagegen l\u00e4\u00dft sich zwischen gleichsinniger und ungleichsinniger Winkelkongruenz und entsprechend auch zwischen gleichsinniger und ungleichsinniger Dreieckskongruenz unterscheiden, und unter Ber\u00fccksichtigung dieses Umstandes lassen sich dann auch die Kongruenzs\u00e4tze beweisen. Da \u00fcberdies der \\textit{Pascal}sche Satz zur Verf\u00fcgung steht, so kann man schlie\u00dflich die \u00c4hnlichkeitslehre gewinnen.  Der Bereich der auf Grund des hier wiedergegebenen Axiomensystems ausf\u00fchrbaren Konstruktionen ist enger als der oben beschriebene Bereich der mit Lineal und Streckenabtrager ausf\u00fchrbaren. Alle Konstruktionen im Bereich dieses Axiomensystems sind bereits mit Hilfe eines ``Winkeleisens'' ausf\u00fchrbar, wie Verf. im einzelnen zeigt. So sind hier aus der elementaren euklidischen Geometrie die -- analytisch gesprochen -- linearen Aufgaben herausgehoben worden.  Die hier gekennzeichnete Geometrie l\u00e4\u00dft sich analytisch geometrisch als eine Geometrie auffassen \u00fcber einem beliebigen K\u00f6rper, in dem nicht jede Zahl Quadratzahl ist.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2601246$FC3458ED-824B-4B0E-BDBC-0A03510CE8E2","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"596e10e3f239f67cc2d068bd4387cdac7d2f4189","datavalue":{"value":"2521412","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2601246$6536461C-7DC6-40A7-8987-1051FA16CB0F","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2601246$951CBF26-958D-4FE2-9BDF-DA4E3256EB60","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2601246","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2601246"}}}}}