{"entities":{"Q2607463":{"pageid":2618206,"ns":120,"title":"Item:Q2607463","lastrevid":78947213,"modified":"2026-05-06T12:48:08Z","type":"item","id":"Q2607463","labels":{"en":{"language":"en","value":"Unique analytic functions"}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2526051"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2607463$35CF31B7-25DA-446F-BA32-0E9ECBF2E3A2","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"50f56be0af10c7236b5fcac3bf0b685f703fd01f","datavalue":{"value":{"text":"Unique analytic functions","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q2607463$66B15CA5-E469-42A8-839D-771E078E592D","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"0318be0f034212d70cdb7f9e32930270c0348557","datavalue":{"value":"62.0315.02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2607463$239AEE42-AB4E-44E2-9526-AC285FEB92F0","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"fed8ca073f45cde5abb27ff60298e404c1d310fe","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":563288,"id":"Q563288"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2607463$336532E7-7183-47D0-8AC3-2842D1AD0ACD","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"b4fd24e618322be35613a64fc5f86a90753a27b1","datavalue":{"value":{"time":"+1936-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q2607463$47586B91-9A4C-4331-B54A-F6FB61E03B18","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"bef277b3aef3e1d767d37f1df4ebb92981656a86","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/203720","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q2607463$F3384AF5-82CE-4DCA-84ED-4871F39A1FF4","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"0cd066d0292299e7164228a469954ed74e03bf97","datavalue":{"value":"Das \\textit{Nevanlinna}sche Werk gibt eine, von neuem Standpunkte aus einheitlich aufgebaute zusammenfassende Darstellung eines weiten Gebietes der Funktionentheorie, welches seit dem Eingreifen des Verf. -- also seit etwa 15 Jahren -- eine an Hauptpunkten durch seine eigenen Gedanken und Erfolge gef\u00f6rderte rasche und ungemein fruchtbare Entwicklung erfahren hat. Einerseits handelt es sich (dem Stoffe nach) um die Wertverteilungslehre, der im wesentlichen die zweite H\u00e4lfte des Buches gewidmet ist, andererseits aber um die Grenzgebiete von Potential- und Funktionentheorie, die wir hier als Theorie des harmonischen Ma\u00dfes zusammenfassend bezeichnen wollen. Diese Theorie verspricht vom methodischen Standpunkte aus (wie die Arbeiten zahlreicher Verf. aus j\u00fcngster Zeit erkennen lassen) noch vielseitige Anwendungsm\u00f6glichkeiten zur Vereinheitlichung, Versch\u00e4rfung und Fortf\u00fchrung funktionentheoretischer Untersuchungen. Der Verf. gibt hier ihre erste eingehende und planm\u00e4\u00dfig vollst\u00e4ndige Darstellung. Er selbst hat ihre Grundgedanken seit seinen ersten Arbeiten im Auge gehabt und zielbewu\u00dft ausgebaut; aber auch viele andere Forscher haben wesentliche Gedanken -- oft in Arbeiten \u00fcber Einzelfragen speziell gefa\u00dft -- dazu beigetragen.  Die harmonische Ma\u00dftheorie dient in zahlreichen Wertverteilungsfragen als methodisches Hilfsmittel; sie ist darum vorweggenommen und in der ersten H\u00e4lfte des Werkes entwickelt. Hier findet man aber auch eine Theorie des \\textit{Dirichlet}schen Problems f\u00fcr allgemeinste schlichte Gebiete, welche die Ergebnisse der Methoden von \\textit{Wiener} und \\textit{de la Vall\u00e9e Poussin} hier auf einem neuen Wege, mit Methoden der konformen Abbildung, auf den Fall des Problems f\u00fcr den Einheitskreis zur\u00fcckf\u00fchrt; das Entscheidende ist dabei eine hier erstmalig entwickelte Theorie der R\u00e4nderzuordnung f\u00fcr Gebiete von beliebigem Zusammenhang bzw. beliebigem Rand, f\u00fcr den Fall der Abbildung ihrer universellen, regul\u00e4r verzweigten \u00dcberlagerungsfl\u00e4che in den Einheitskreis.  Von der Wertverteilungslehre gibt der Verf. eine -gegen\u00fcber seiner fr\u00fcheren Darstellung (Le th\u00e9or\u00e8me de Picard-Borei et la th\u00e9orie des fonctions m\u00e9romorphes, 1929; F. d. M. \\(55_{\\text{II}}\\), 773-775) sehr stark ver\u00e4nderte Form; zahlreiche Fortschritte von ihm und seinen Sch\u00fclern erlaubten in wesentlichen Punkten vertiefte Einsichten.  Der erste Teil des Werkes entwickelt die Theorie des harmonischen Ma\u00dfes als eine funktionentheoretische Methodenlehre von gr\u00f6\u00dfter Tragweite: Ein (beliebig zusammenh\u00e4ngendes) Gebiet \\(G\\) habe den Rand \\(\\varGamma\\); \\(\\gamma\\) sei eine Teilmenge des Randes, \\(z\\) ein innerer Punkt; unter dem \\textit{harmonischen Ma\u00df} \\(\\omega (z, \\gamma, G)\\) von \\(\\gamma\\) in bezug auf das Gebiet \\(G\\) und im Punkte \\(z\\) versteht man dann den Wert jener in \\(G\\) beschr\u00e4nkten harmonischen Funktion, welche in den Punkten von \\(\\gamma\\) die Randwerte 1, in denen von \\(\\varGamma - \\gamma\\) die Randwerte 0 besitzt. Um diese Funktion herzustellen, wird \\(G\\) bzw. bei mehrfachem Zusammenhang von \\(G\\) dessen einfachzusammenh\u00e4ngende universelle \u00dcberlagerungsfl\u00e4che \\(\\overline{G}\\) schlicht in den Einheitskreis \\(E\\) abgebildet, wobei \\(\\gamma\\) bzw. der \u00fcber \\(\\gamma\\) liegenden Randmannigfaltigkeit \\(\\overline{\\gamma}\\) von \\(\\overline{G}\\) eine gewisse Randpunktmenge \\(\\gamma^\\prime\\) von \\(E\\) entspricht, wo die Randwerte 1 vorgeschrieben sind. Dann wird die Konstruktion der beschr\u00e4nkten harmonischen Funktion in \\(E\\) mittels des \\textit{Poisson}schen Integrals m\u00f6glich, sofern \\(\\gamma^\\prime\\) im \\textit{Lebesgue}schen Sinne me\u00dfbar ist; \\(\\gamma\\) hei\u00dft dann \\textit{harmonisch me\u00dfbar}. Offenbar wird an dieser Stelle die oben schon erw\u00e4hnte Theorie der R\u00e4nderzuordnung entscheidend wichtig; auf entsprechendem Wege gelingt die L\u00f6sung auch des allgemeineren \\textit{Dirichlet}schen Problems.  Das harmonische Ma\u00df ist nach dieser Definition gegen eineindeutige konforme Abbildung invariant (daher sprechen andere Autoren auch von konformem Ma\u00df (\\textit{Ostrowski}) oder funktionentheoretischem Ma\u00df (\\textit{H\u00f6ssjer}); \\textit{Beurling} bezeichnet den Begriff als masse angulaire). Es erf\u00e4hrt jeoch bei eindeutigen, aber nicht umkehrbar eindeutigen (sogenannten mehrwertigen) Abbildungen i. a. eine Vergr\u00f6\u00dferung. Der Kernpunkt f\u00fcr die Anwendungen des harmonischen Ma\u00dfes ist das \\textit{Prinzip vom harmonischen Ma\u00df}, welches diesen Sachverhalt scharf und in gro\u00dfer Allgemeinheit erfa\u00dft (S. 38).  Schon auf dieser Stufe ergeben sich Anwendungen, die zu wichtigen klassischen S\u00e4tzen der Funktionentheorie f\u00fchren und sie aus einer und derselben Wurzel herzuleiten erlauben: Zweikonstantensatz, Dreikreisesatz, Satz von \\textit{Phragm\u00e9n-Lindel\u00f6f}, die Versch\u00e4rfungen des \\textit{Schwarz}schen Lemmas und der S\u00e4tze von \\textit{L\u00f6wner} und \\textit{Julia} -- wo nichteuklidische Sprechweise mit Hilfe eines Begriffes ``Hyperbolisches Ma\u00df'' sowohl zur Kl\u00e4rung als auch zu weiter Verallgemeinerung f\u00fchrt. Endlich ergeben sich hier die S\u00e4tze von \\textit{Landau} und \\textit{Schottky} sowie die klassischen Aussagen von \\textit{Lindel\u00f6f} \u00fcber Verbundenheit und Getrenntheit von Zielwegen mit numerisch gleichen Zielwerten bei Ann\u00e4herung an eine isolierte wesentliche Singularit\u00e4t.  Eine wesentliche Vertiefung gelingt dann auf Grund allgemeiner Methoden zur Absch\u00e4tzung des harmonischen Ma\u00dfes einerseits auf Grund des \\textit{Carleman}schen Prinzips von der Gebietserweiterung und der Zur\u00fcckf\u00fchrung auf besondere Konfigurationen -- hierher geh\u00f6rt als Hilfsmittel der \\textit{Ahlfors}sche Randverzerrungssatz und als Anwendung der \\textit{Koebe}sche Innenverzerrungssatz; es mu\u00df betont werden, da\u00df dieser -- einschlie\u00dflich des genauen Wertes der \\textit{Koebe}schen Konstanten -- hier erstmalig aus dem \\textit{Ahlfors}schen Satze gewonnen werden kann. Andererseits k\u00f6nnen gewisse allgemein g\u00fcltige Minoranten des harmonischen Ma\u00dfes gewonnen werden, wie sie als bekanntestes Beispiel der \\textit{Milloux}sche Satz liefert (vgl. hierzu auch \\textit{Beurling}, Etudes sur un probl\u00e8me de majoration, 1933; F. d. M. \\(59_{\\text{II}}\\), 1042).  Der f\u00fcnfte Abschnitt des Werkes behandelt die Theorie der Mengen vom harmonischen Ma\u00df Null, aus denen als wichtigste Unterklasse die \\textit{Mengen vom absoluten harmonischen Ma\u00df Null} herausgehoben werden: Das sind Mengen, welche in bezug auf alle Gebiete (in gewissem Sinne), zu deren Rand sie geh\u00f6ren, das harmonische Ma\u00df Null zeigen (kurz: \\textit{harmonische Nullmengen}). Es zeigt sich, da\u00df das dieselben Mengen sind, welche auch in der \\textit{Wiener-de-la-Vall\u00e9e-Poussin}schen Theorie des \\textit{Dirichlet}schen Problems als Mengen von der \\textit{Kapazit\u00e4t Null} und in den Untersuchungen von \\textit{Fekete, P\u00f3lya} und \\textit{Szeg\u00f6} als Mengen vom \\textit{transfiniten Durchmesser Null} erscheinen. Diese Mengenklasse ergibt sich in zahlreichen funktionentheoretischen S\u00e4tzen als die in der Natur der Dinge begr\u00fcndete genaue Ausnahmemenge und verleiht den Aussagen eine endg\u00fcltige, scharfe Gestalt. \u00c4ltere Formulierungen mittels anderer Ma\u00dfbestimmungen, wie des linearen, fl\u00e4chenhaften, \\(\\delta\\)-dimensionalen, logarithmischen oder noch allgemeiner mittels des \\(h(t)\\)-Ma\u00dfes erweisen sich in diesem Zusammenhang nur als vorl\u00e4ufige, wenn auch sehr wichtige Absch\u00e4tzungen; der Zusammenhang zwischen ihnen und dem harmonischen Ma\u00df wird hier eingehend untersucht, aber das Problem ist bisher noch nicht zu voller Zufriedenheit l\u00f6sbar gewesen. In diesem Sinne sind als Anhaltspunkte f\u00fcr die weitere Forschung spezielle Untersuchungen \u00fcber die genannten Ma\u00dfbegriffe und das harmonische Ma\u00df bei \\textit{Cantor}schen Mengen zu nennen.  Von der \\textit{Wertverteilungslehre} gibt der Verf. eine -- gegen\u00fcber allen fr\u00fcheren Darstellungen (auch seiner eigenen, 1929, a. a. O. ) -wesentlich abweichende Gestalt. Zwar sind die Haupts\u00e4tze dieselben geblieben, aber im \u00fcbrigen haben vertiefte Einsichten in das Wesen der auftretenden Hilfsgr\u00f6\u00dfen und der Methoden Ver\u00e4nderungen von Grund auf mit sich gebracht. Dazu tritt noch die Untersuchung der \\textit{Riemannschen Fl\u00e4chen}, welche von eindeutigen Funktionen \\(f(z) = w\\) \u00fcber der \\(w\\)-Ebene \\textit{erzeugt} werden; diese Untersuchung -- im Falle gebrochener Transzendenten 1914 von \\textit{Iversen} zuerst streng und planm\u00e4\u00dfig begonnen, und im Buche von 1929 nur angedeutet -- hat jetzt dazu gef\u00fchrt, die \\textit{Riemann}schen Fl\u00e4chen in manchem Sinne sogar als Ausgangspunkt der Arbeit zu w\u00e4hlen; so ist neben das analytische Moment der klassischen Theorie der ganzen Funktionen, wie sie die franz\u00f6sische und skandinavische Schule um \\textit{Borel} und \\textit{Mittag-Leffler} bis etwa 1920 pflegte, ein ganz neues geometrisches Element getreten, das sich als h\u00f6chst fruchtbar erwiesen hat. Seine modernste Gestalt findet man in der \\textit{Ahlforsschen Theorie der \u00dcberlagerungsfl\u00e4chen}, welche erkennen l\u00e4\u00dft, in wie hohem Ma\u00dfe die Verallgemeinerungen des \\textit{Picard}schen Satzes von den engen Schranken konformer Geometrie frei sind und mehr in ein Gebiet topologischer Abbildungen mit bestimmten metrischen Verh\u00e4ltnissen geh\u00f6ren.  Es ist das gro\u00dfe Verdienst \\textit{Nevanlinnas}, mit tiefdringendem Scharfblick in den um 1920 bereits erstarrenden Methoden der Theorie der ganzen Transzendenten die naturgem\u00e4\u00dfen Hilfsmittel zu einem Aufbau der Theorie der gebrochenen Transzendenten \\(f(z) = w\\) erkannt zu haben -- die es erlauben, den k\u00fcnstlichen Umweg \u00fcber die Darstellung als Bruch aus zwei ganzen Funktionen zu meiden; zugleich ergab es sich, da\u00df diese Mittel auch bei den ganzen Funktionen selbst wesentlich sch\u00e4rfer waren als das bisherige. Es handelt sich dabei einerseits um die heute als \\textit{Schmiegungsfunktion} bezeichnete Bildung \\(([w, a] = |w - a| : \\sqrt{(1 + |w|^2) (1 + |a|^2)}\\) ist der Kugelabstand von \\(w\\) und \\(a\\))  \\[  m(r, a) = \\frac{1}{2\\pi} \\int\\limits_0^{2\\pi} \\log\\, \\frac{1}{[f(re^{i\\varphi}), a]}\\,d\\varphi,  \\]  anderseits um die \\textit{Charakteristik als Wertverteilungsma\u00dfetab}. Man erkl\u00e4rt sie heute durch  \\[  T(r, f) = \\int\\limits_0^r t(\\varrho, f) \\frac{d\\varrho}{\\varrho},  \\]  wo \\(t(r, f)\\) den Inhalt des Bildfl\u00e4chenst\u00fcckes von \\(|z| \\leqq r\\) \u00fcber der \\(w\\)-Ebene in sph\u00e4rischer Ma\u00dfbestimmung bezeichnet; diese Deutung, erst seit 1929 bekannt, fehlte in dem oben genannten Werke noch. Neben diese beiden Gr\u00f6\u00dfen tritt die \\textit{Anzahl} \\(n(r, a)\\) der \\(a\\)-Stellen von \\(f(z)\\) im Kreise \\(| z | \\leqq r\\) bzw. die daraus durch Integration gewonnene \\textit{Anzahlfunktion} \\(N (r, a)\\).  Die klassische Theorie der ganzen Funktionen benutzte als Wertverteilungsma\u00dfstab den Logarithmus des Maximalbetrages von \\(f(z)\\) f\u00fcr \\(|z| \\leqq r\\), \\(\\log\\, M(r)\\), und arbeitete im wesentlichen mit dem Vergleich der Wachstumsordnungen der \\(\\log\\, M(r)\\) und der Anzahlen \\(n(r, a)\\); dadurch kam von au\u00dfen die Vergleichsfunktion als Wachstumsma\u00dfstab herein -und zahlreiche Arbeiten bezogen sich darauf, diese Theorie der Vergleichsfunktionen immer weiter zu treiben.  Statt dessen kann die \\textit{Nevanlinna}sche Wertverteilungstheorie unmittelbare Gleichungen bzw. Ungleichungen zwischen den drei Grundfunktionen \\(m\\), \\(N\\), \\(T\\) aufstellen (erster und zweiter Hauptsatz), die ohne alle von au\u00dfen herangetragenen Hilfsmittel die Sachlage zu \u00fcbersehen gestatten. Den einfachsten Ausdruck f\u00fcr das Wertverteilungsverhalten einer meromorphen Funktion liefert jetzt die \\textit{Defektrelation}  \\[  \\varSigma \\delta(a) + \\varSigma \\varepsilon(a) \\leqq 2,  \\]  wo  \\[  \\delta(a) = 1 - \\varlimsup \\frac{N (r, a)}{T(r, f)}, \\qquad \\varepsilon(a) = \\varliminf \\frac{N_1(r, a)}{T(r, f)}  \\]  die sogenannten Defekte (Dichteunterschreitungen) bzw. Indizes der algebraischen Verzweigtheit (Dichte der mehrfachen \\(a\\)-Stellen) messen. F\u00fcr die Bildung von \\(N_1(r, a)\\) wird jede \\(\\lambda\\)-fache \\(a\\)-Stelle \\((\\lambda - 1)\\)-fach gez\u00e4hlt; im \u00fcbrigen ist sie zur Bildung von \\(N\\) analog.  Bei \\textit{gebrochenen} Funktionen (meromorph f\u00fcr \\(| z | < \\infty\\)) liegen die Dinge am einfachsten; \\(T(r, f)\\) w\u00e4chst mindestens so rasch wie \\(\\log\\, r\\) \u00fcber alle Grenzen -- bei transzendenten Funktionen sogar notwendig rascher. Bei Funktionen aber, die nur im Einheitskreise meromorph sind (sogenannten \\textit{bruchartigen} Funktionen), sind drei F\u00e4lle zu unterscheiden:  (1) \\ \\(T(r, f) : \\log\\,\\dfrac{1}{1-r}\\) unbeschr\u00e4nkt; dann gilt ein Analogon zum \\textit{Picard}schen Satz und zu dessen Versch\u00e4rfungen: Die Schranke in der Defektrelation ist gleich 2.  (2) \\ \\(T(r, f) : \\log\\, \\dfrac{1}{1-r}\\) bleibt beschr\u00e4nkt; das tritt z. B. bei der Modulfunktion bzw. allen \\textit{Fuchs}schen Funktionen ein; die Zahl der Vollausnahmewerte bzw. die Schranke in der Defektrelation kann sich \u00fcber 2 erheben.  (3) \\ \\(T(r, f)\\) selbst bleibt beschr\u00e4nkt (Beschr\u00e4nktartige Funktionen). Dieser Fall verdient besonderes Interesse. Solche Funktionen sind als Quotienten zweier beschr\u00e4nkter Potenzreihen darstellbar; bei ihnen spielt die harmonische Ma\u00dftheorie eine besonders eingehende Rolle; Verf. gibt eine wichtige Integraldarstellung solcher Funktionen und entwickelt den klassischen Satz von \\textit{Fatou} sowie die S\u00e4tze von \\textit{Riesz} u. a. \u00fcber die Randwertmengen; endlich geh\u00f6ren hierher neue und sehr beachtenswerte S\u00e4tze \u00fcber die Randpunktmengen schlichter Gebiete. Die erzeugende (eindeutige) Funktion f\u00fcr die universelle, regul\u00e4r verzweigte \u00dcberlagerungsfl\u00e4che eines schlichten Gebietes von beliebigem Zusammenhang ist dann und nur dann beschr\u00e4nktartig, wenn die Randmenge jenes Gebietes \\textit{positives} harmonisches Ma\u00df hat.  Im folgenden gibt der Verf. die Kernst\u00fccke der Wertverteilungslehre gebrochener Funktionen, besonders bei solchen von endlicher Ordnung auch die S\u00e4tze \u00fcber die kanonische Produktdarstellung, und die wichtigsten Folgerungen des zweiten Hauptsatzes; f\u00fcr den zweiten Hauptsatz entwickelt er hier auch den methodisch wichtigen neuen Beweis von \\textit{Ahlfors}, der auf den \\textit{Frostman}schen Gedanken der Massenbelegung zur\u00fcckgeht.  Der Rest des Buches behandelt die Theorie der \\textit{Riemann}schen Fl\u00e4chen, welche von eindeutigen Funktionen, besonders gebrochenen, erzeugt werden, beleuchtet die Wertverteilungss\u00e4tze an ihnen und nimmt sie schlie\u00dflich zum Ausgangspunkt von Untersuchungen in der entgegengesetzten Richtung: Hier handelt es sich um drei Hauptfragen:  Erstens um das \\textit{Typenproblem der Riemann}schen Fl\u00e4chen: Unter welchen Strukturvoraussetzungen kann man bei einer gegebenen offenen und einfach zusammenh\u00e4ngenden Fl\u00e4che entscheiden, ob sie in die endliche Ebene oder in den Einheitskreis abbildbar ist -- oder ob sie von einer gebrochenen oder einer bruchartigen Funktion erzeugt wird. Diese Frage steht heute im Brennpunkt des Interesses; neben konformen Methoden geh\u00f6rt hierher die metrisch-topologische \\textit{Ahlfors}sche Theorie der \u00dcberlagerungsfl\u00e4chen.  Zweitens das \\textit{Aufbauproblem} der \\textit{Riemann}schen Fl\u00e4chen: Aus welchen einfachen Baueigenschaften der Fl\u00e4chen kann man auf wichtige, kennzeichnende Eigenschaften der erzeugenden Funktionen schlie\u00dfen? Hierher geh\u00f6rt z. B. der Satz von \\textit{Carleman-Denjoy-Ahlfors} (Randstellensatz), der lehrt: Ist eine Fl\u00e4che grenzpunktartig, d. h. von einer gebrochenen Funktion erzeugt, und enth\u00e4lt sie mindestens \\(n\\) logarithmische Windungspunkte, so ist die erzeugende Funktion mindestens von der Wachstumsordnung \\(n/2\\).  Endlich geh\u00f6rt hierher das \\textit{Umkehrproblem} der Wertverteilungslehre, als die Aufgabe, Funktionen mit vorgegebenen Wertverteilungseigenschaften herzustellen; bei dem jetzigen Stande der Theorie sind dabei die \\textit{Riemann}schen Fl\u00e4chen der gegebene Ausgangspunkt; hier hat der Verf. durch seine Fl\u00e4chen mit nur endlich vielen (logarithmischen) Windungspunkten vor wenigen Jahren die ersten gro\u00dfen Erfolge errungen; daran schlie\u00dfen sich neuerdings schon eine ganze Reihe von Arbeiten aus seinem Kreise, die sich insbesondere mit Fl\u00e4chen befassen, welche nur \u00fcber endlich vielen Grundpunkten verzweigt sind (\\textit{Elfving, Drape, Teichm\u00fcller, Ullrich} und \\textit{Wittich}). Hier spielt die Darstellung \\textit{Riemann}scher Fl\u00e4chen durch Streckenkomplexe eine besonders handliche Rolle. Man findet die Einleitung zu den Untersuchungen noch im Buche ber\u00fchrt, indessen sind in den wenigen Monaten seit dem Erscheinen des Werkes gerade an dieser Stelle schon lebhafte und wesentliche Fortschritte erzielt worden.  Die Darstellung in dem \\textit{Nevanlinna}schen Werke ist zwar gedr\u00e4ngt und knapp, aber doch gut lesbar; der Leser, der mit Eifer eindringt, wird reichen Genu\u00df und gewi\u00df auch eigenen Erfolg finden; an vielen Stellen ist auf wichtige offene Fragen hingewiesen. Das Werk ist ein zuverl\u00e4ssiger F\u00fchrer durch die Forschung, aber auch -- soweit das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist -- ein F\u00fchrer zu \\textit{eigener} Forschung. \\ \\ (IV 4 F, H; 13.)","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2607463$25B14561-5BAE-48CB-9581-1FB22D4AB1B6","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"4256d5590b440ec319c6e3c557a71176c3d0d3e2","datavalue":{"value":"2526051","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2607463$B4177772-738B-4420-8036-D0B49E2F29FF","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"d243b3b9d8e612bcad1892f7acd57a4654c07f2c","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":767015,"id":"Q767015"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2607463$F68B0E51-76F4-42F0-99F8-AEE7B3BCAC10","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2607463$0D1BD05C-C8F2-47F1-A1BB-5D9ABDF02320","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Unique analytic functions","badges":[]}}}}}