{"entities":{"Q2614123":{"pageid":2624866,"ns":120,"title":"Item:Q2614123","lastrevid":44485833,"modified":"2025-11-23T07:15:53Z","type":"item","id":"Q2614123","labels":{"en":{"language":"en","value":"Logik der Forschung. Zur Erkenntnistheorie der modernen Naturwissenschaft."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2534281"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2614123$2B0AC113-735E-4396-8FE8-472CD9C90F14","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"778b4af3a62464f80560b416655354fb0fc7e654","datavalue":{"value":{"text":"Logik der Forschung. 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Verf. setzt sich das Ziel, die Forschungsmethode der empirischen Wissenschaft einer logischen Analyse zu unterziehen. Er wendet sich besonders gegen die Auffassung, da\u00df die empirische Methode durch ein induktives Verfahren des Aufstiegs von besonderen zu allgemeinen S\u00e4tzen gekennzeichnet sei, und stellt dieser induktivistischen eine \\textit{deduktivistische Darstellung der empirischen Methode} gegen\u00fcber; dieser zufolge werden, logisch betrachtet, \\textit{die Hypothesen der empirischen Wissenschaft nicht} aus speziellen S\u00e4tzen \\textit{systematisch}-indnktiv \\textit{erschlossen}, sondern geraten, dann \\textit{aber} nach rational darstellbaren Methoden \\textit{systematisch \u00fcberpr\u00fcft}. Die Pr\u00fcfung einer empirischen Hypothese erfolgt in der Weise, da\u00df man aus ihr, zusammen mit bereits gepr\u00fcften und anerkannten S\u00e4tzen, Prognosen (singul\u00e4re S\u00e4tze \u00fcber das Eintreffen intersubjektiv beobachtbarer Einzelvorg\u00e4nge) logisch \\textit{deduziert} und diese durch Beobachtung kontrolliert. Solange die Prognosen eintreffen, gilt die betr. Hypothese als vorl\u00e4ufig bew\u00e4hrt; einer vollst\u00e4ndigen und endg\u00fcltigen Verifikation ist kein empirischer Satz f\u00e4hig, mag es sich um eine Allaussage (Gesetz, Theorie) handeln oder um einen singul\u00e4ren Satz (Beschreibung eines Einzelvorgangs); denn aus jedem empirischen Satz lassen sich in der geschilderten Weise unendlich viele Prognosen ableiten, die nicht s\u00e4mtlich nachgepr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Anderseits gen\u00fcgt aber kraft des modus tollens das Nichtzutreffen einer einzigen Prognose, um die Geltung der fraglichen Hypothese zu ersch\u00fcttern: \\textit{Empirische S\u00e4tze sind nicht verifizierbar, alter falsifizierbar}. Durch dies ``\\textit{Abgrenzungskriterium}'' scheidet Verf. formal die S\u00e4tze mit empirischem Gehalt von denen der Logik einerseits und denen der Metaphysik anderseits. Er pr\u00e4zisiert hierbei den Begriff der Falsifizierbarkeit in folgendem Sinne: Ein Satz hei\u00dft \\textit{falsifisierbar}, wenn er mindestens einem Basissatz widerspricht; ein Basissatz ist die Darstellung eines intersubjektiv beobachtbaren Vorgangs; Verf. schreibt den \\textit{Basiss\u00e4tzen} die Form \\textit{singul\u00e4rer Es-gibt-S\u00e4tze} zu: ``An der Raum-Zeit-Stelle \\(k\\) gibt es das und das.'' Der \\textit{empirische Gehalt eines Satzes} wird als die Klasse der ihm widersprechenden Basiss\u00e4tze definiert, und es wird mit Hilfe der Teilklassenbeziehung der empirischen Gehalte eine (nicht-konnexe) Ordnung der empirischen Hypothesen nach ihrem \\textit{Falsifizierbarkeitsgrad} (den Verf. zugleich mit dem Einfachheitsgrad zu identifizieren vorschl\u00e4gt) definiert. -- Verf. behandelt dann ausf\u00fchrlich die \\textit{Theorie der Wahrscheinlichkeit und ihrer empirischen Anwendung}. Er entwickelt hier zun\u00e4chst die Grundz\u00fcge einer mathematischen Wahrscheinlichkeitstheorie. Diese Theorie ist statistisch wie diejenige von \\(R\\). \\textit{v. Mises}; sie unterscheidet sich aber von dieser durch eine wesentliche Abschw\u00e4chung der Axiome. Auf die Konvergenzforderung wird ganz verzichtet; die Regellosigkeitsforderung wird durch folgendes schw\u00e4chere Postulat ersetzt: unter den (nach \\textit{Bolzano-Weierstra\u00df} stets vorhandenen) H\u00e4ufungswerten der relativen H\u00e4ufigkeiten jedes einzelnen Merkmals in einer \\textit{zufallsartigen Folge} ist genau einer nachwirkungsfrei; dieser hei\u00dft dann die \\textit{objektive Wahrscheinlichkeit} des betr. Merkmals in der Folge. Verf. nennt hierbei einen H\u00e4ufungswert nachwirkungsfrei, wenn er \\(n\\)-nachwirkungsfrei f\u00fcr jedes \\(n\\) ist, und \\(n\\)-nachwirkungsfrei, wenn der betr. Wert H\u00e4ufungswert jeder Folge ist, die aus der urspr\u00fcnglichen dadurch entsteht, da\u00df man diejenigen Glieder ausw\u00e4hlt, deren Vorg\u00e4nger-\\(n\\)-tupel eine bestimmte, beliebig vorgeschriebene Merkmalverteilung besitzt. Verf. weist nach, da\u00df \\textit{zufallsartige Folgen} im Sinne der obigen Definition \\textit{mathematisch konstruiert} werden k\u00f6nnen, was die \\textit{Widerspruchsfreiheit} der Grundlagen seiner Theorie beweist. Es werden dann die Beweise einiger wichtiger S\u00e4tze der Wahrscheinlichkeitsrechnung, insbesondere des \\textit{Bernoulli}schen Theorems, skizziert; der vollst\u00e4ndige Aufbau der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf der geschilderten Grundlage soll in einer besonderen Ver\u00f6ffentlichung dargestellt werden. Die Diskussion der empirischen Anwendungen bezieht sich besonders auf den Umstand, da\u00df die Wahrscheinlichkeitsaussagen der empirischen Wissenschaft, als Angaben \u00fcber limites oder \u00fcber H\u00e4ufungswerte interpretiert, weder verifizierbar noch falsifizierbar noch rein logisch g\u00fcltig, und daher nach \\textit{Popper}s Abgrenzungskriterium metaphysisch sind; Verf. schl\u00e4gt hier besondere methodische Regeln vor, die es gestatten sollen, die Wahrscheinlichkeitsaussagen als echte empirische Hypothesen zu verwenden. Schlie\u00dflich lehnt Verf. an Hand einer kritischen Diskussion den besonders von \\textit{Reichenbach} (Wahrscheinlichkeitslehre, Leiden, 1935; F.~d.~M. 61\\(_{\\text{I}}\\), 557) unternommenen Versuch, den statistischen Wahrscheinlichkeitsbegriff auch auf Hypothesen und Theorien anzuwenden und den Bew\u00e4hrungsgrad einer Theorie als eine statistische Theorienwahrscheinlichkeit zu definieren, als undurchf\u00fchrbar ab. -- Ein besonderes Kapitel behandelt die logische Struktur der Gesetze der Quantenmechanik; Verf. vertritt hier die Auffassung, da\u00df die \\textit{Heisenberg}relationen statistisch zu interpretieren seien, und da\u00df durch sie eine \u00dcberschreitung der maximalen Ungenauigkeit, die nach der \u00fcblichen Interpretation durch jene Relationen bestimmt wird, \\textit{nicht} ausgeschlossen werde. (IV 16.)","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2614123$01C1F21F-B33B-4B68-ACEB-5B55BA2DBDC5","rank":"normal"}],"P226":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P226","hash":"89663cdc2c9f64b2cd0a104bcac86329d89b9b2d","datavalue":{"value":"03-02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2614123$AE11C20B-6E1C-470C-ABB4-AD80758B00BC","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"5bb8480d98df6a63297f0e28fc6143b7b732e0fa","datavalue":{"value":"2534281","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2614123$66AC0EBE-8FBF-4FBD-97E7-EC03751058F3","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2614123$5EA8D40E-6212-4AE9-B10D-C73E21E99DD2","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2614123","badges":[]}}}}}