{"entities":{"Q2618672":{"pageid":2629415,"ns":120,"title":"Item:Q2618672","lastrevid":44494929,"modified":"2025-11-23T08:31:27Z","type":"item","id":"Q2618672","labels":{"en":{"language":"en","value":"Atomic theory and the description of nature. Four essays, with an introductory survey. VI + 119 p."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2539356"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2618672$132173EA-D26A-4B69-A476-264BB358783E","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"1aa2b349b11246b24a64ffe9e46c7a7664bff512","datavalue":{"value":{"text":"Atomic theory and the description of nature. Four essays, with an introductory survey. 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Springer; F. d. M. 57; s. a. 1928, 1929; F. d. M. 54, 961 (JFM 54.0961.*); 55\\(_{\\text I}\\), 510; 55\\(_{\\text{II}}\\), 1174).  Inhalt: Die Quantentheorie hat uns gelehrt, auf die Subjektivit\u00e4t unserer Erfahrungen zu achten. So ist gro\u00dfe Vorsicht geboten bei der ``Objektivierung'' von Begriffen, die aus der subjektiven Erfahrungswelt stammen. Die Quantentheorie nimmt eine Abstrahierung von der sinnlichen Erfahrungswelt vor. ``Wir befinden uns hier auf dem von \\textit{Einstein} eingeschlagenen Weg der Anpassung unserer, den Sinnesempfindungen entlehnten, Anschauungsformen an die allm\u00e4hlich vertiefte Kenntnis der Naturgesetze.''  Vom klassischen Standpunkt aus ist die Quantentheorie irrational, insofern, als die ganze quantentheoretische Entwicklung vor 1925 auf Grundannahmen, welche die Form von zus\u00e4tzlichen Postulaten zur klassischen Theorie hatten, ruhte, diese Annahmen aber jeglichen ``rationalen'' - d. h. auf klassischem Boden verst\u00e4ndlichen - Untergrundes entbehrten. Es handelte sich letzten Endes ``um ein tiefgehendes Versagen der raumzeitlichen Bilder, mittels welcher man bisher die Naturerscheinungen zu beschreiben versuchte''. ``Das neue Entwicklungsstadium (nach 1925) wird durch die Schaffung von rationellen quantenmechanischen Methoden gekennzeichnet \\dots. Die vorausgehende Entwicklung hatte zur Erkenntnis der Undurchf\u00fchrbarkeit einer zusammenh\u00e4ngenden Kausalit\u00e4tsbeschreibung der Atomerscheinungen gef\u00fchrt.'' -  Die neue Quanten-Mechanik ist gegen\u00fcber der bisherigen Theorie eine statistische und hatte einen Vorl\u00e4ufer in der statistischen Begr\u00fcndung der W\u00e4rmetheorie. Auch das letzte Gebiet von deterministischer Naturbeschreibung, die allgemein relativistische Gravitationstheorie in der Astronomie, kehrt sich z. Zt. in eine statistische Theorie um. - Die statistische Theorie bezieht sich dabei auf Aussagen \u00fcber ein Kollektiv, demgegen\u00fcber der Einzelfall (das Ziehen eines Loses aus einer Urne \\(\\sim \\) Kollektiv) Streuungen in den Beobachtungsresultaten aufweist (``Ungenauigkeitsrelation''). Die statistische Deutung der Quantenmechanik besagt also, da\u00df wir von der Me\u00dfanordnung einerseits auf das Kollektiv r\u00fcckschlie\u00dfen, das \\(\\psi \\)-Kollektiv nach den Gleichungen der Quantenmechanik berechnen, und andererseits von dem Durch \\(\\psi \\) dargestellten Kollektiv auf die Einzelbeobachtung schlie\u00dfen k\u00f6nnen. - Die Apparatur und die Messung sind Bestimmungsst\u00fccke f\u00fcr die \\(\\psi \\)-Funktion, gestalten also das Kollektiv. Die Messung selbst besteht also nur im Ziehen eines Loses aus der Urne und Ablesen des Me\u00dfergebnisses. Man kann nicht sagen, da\u00df die Messung das System st\u00f6rt oder gar ``in einen Eigenzustand zwingt''. (Folgt ein zweiter Versuch auf eine erste Messung, so beginnt entsprechend dem ersten Versuchsergebnis beim zweiten Versuch ein neues Kollektiv.) Vielmehr mu\u00df man aus logischen Gr\u00fcnden die ganze Me\u00dfapparatur (oder das zur Messung benutzte Lichtquant) in das System von Gegenst\u00e4nden einbeziehen, welche \\(\\psi \\) erst bestimmen, w\u00e4hrend der Begriff der Messung sich auf das Ziehen und Ablesen eines Urnenzettels bezieht, oder in der Sprache der Transformationstheorie: in der Einf\u00fchrung eines Koordinatensystems im \\textit{Hilbert}-Raum und in der Bestimmung der Komponenten von \\(\\psi \\). - Endlich mu\u00df, wenn man von objektiver Existenz der Naturerscheinungen redet, dieselbe allein in den das Kollektiv repr\u00e4sentierenden \\(\\psi \\)-Gr\u00f6\u00dfen liegen.  \\textit{Bohr}\\,s Korrespondenzprinzip. Der statistische Charakter der Quantenmechanik mu\u00dfte ``auf der einen Seite das Anwendungsgebiet der klassischen Theorien stark beschr\u00e4nken. Auf der andern Seite gab die Notwendigkeit, dessenungeachtet ausgedehnten Gebrauch von den klassischen Begriffen zu machen, auf denen letzten Endes die Deutung aller Erfahrungen beruht, zur Aufstellung des sogenannten Korrespondenzprinzips Anla\u00df, das den Bestrebungen Ausdruck gibt, alle klassischen Begriffe in sinngem\u00e4\u00dfer quantentheoretischer Umdeutung zu benutzen.'' ``Die ganze Formulierung der Quantenmechanik d\u00fcrfte als eine Pr\u00e4zisierung des Inhalts des Korrespondenzprinzips bezeichnet werden.'' ``Wir werden hier vor einen Grundzug in dem allgemeinen Erkenntnisproblem gestellt, und wir m\u00fcssen uns klarmachen, da\u00df wir dem Wesen der Sache nach letzten Endes immer darauf angewiesen sind, uns durch ein Gem\u00e4lde von Worten, die in unanalysierter Weise gebraucht werden, auszudr\u00fccken. Wir m\u00fcssen uns ja auf allen Erkenntnisgebieten erinnern, da\u00df das Wesen unseres Bewu\u00dftseins ein Komplementarit\u00e4tsverh\u00e4ltnis zwischen der Analyse jeden Begriffs und dessen unmittelbarer Anwendung bedingt.''  Komplementarit\u00e4t. ``Die Unsicherheit, welche der Gr\u00f6\u00dfe nach durch das \\textit{Planck}\\,sche Wirkungsquantum bestimmt ist, weist eben einen eigent\u00fcmlichen komplement\u00e4ren Charakter auf, der die gleichzeitige Benutzung der Raum-Zeitbegriffe und der Erhaltungss\u00e4tze f\u00fcr Energie und Impuls, welche die mechanische kausale Beschreibungsweise kennzeichnet, verhindert.'' So sind auch die Wellen- und die Partikelauffassung der freien Individuen zueinander komplement\u00e4r.  ``Das Mittel f\u00fcr eine allgemeine widerspruchsfreie Verwertung der klassischen Begriffe in der Quantentheorie ist durch die \\textit{Dirac-Jordan}\\,sche Transformationstheorie geschaffen, mit deren Hilfe \\textit{Heisenberg} seine allgemeine Unsicherheitsrelation formuliert hat.'' An einigen Stellen macht Verf. Andeutungen, die nach Ansicht des Ref. vielleicht in folgender Form den pr\u00e4gnantesten Ausdruck des \\textit{Bohr}\\,schen Komplementarit\u00e4tsprinzips geben: Die Beschreibung eines Vorgangs durch \\(\\psi \\)-Gr\u00f6\u00dfen, die ja dem betreffenden Kollektiv zugeornet sind, einerseits, und die Beschreibung des Vorgangs durch die einem Einzelvorgang zugeordneten Gr\u00f6\u00dfen (z. B. Werte von Observablen) anderseits, stehen in komplement\u00e4rem, gegenseitig einander ausschlie\u00dfendem Verh\u00e4ltnis zueinander (s. \\textit{Bohr}, Faraday lecture, Journal Chemical Society 1932, 375-377).  Endlich gibt Verf. an verschiedenen Stellen Ausblicke: \u00dcber die Schwierigkeiten der Vereinigung von allgemeiner Relativit\u00e4tstheorie mit der Quantentheorie, sowie \u00fcber einige biologische Fragen.  Es ist f\u00fcr denjenigen, der die Physik von der mathematisch interessanten Seite her betrachtet, so wichtig, sich mit diesen Gedankeng\u00e4ngen auseinanderzusetzen, einerseits, weil nur auf logisch gesunder Basis sich eine nachher auch brauchbare mathematische Theorie aufbauen l\u00e4\u00dft, und weil die meisten Theorien, die in sich widerspruchsfrei sind, darum ins Leere gehen, weil sie theoretisch-physikalischen Grundprinzipen in nicht gen\u00fcgender Weise gerecht werden. Anderseits geht von diesen Gedanken wieder viel Anregung an die reine Mathematik \u00fcber.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2618672$513B6CBF-EAEE-490D-B382-C779D5CF40ED","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"ad9cd4546791fe4df2694f27ed3ed99e59478f4c","datavalue":{"value":"2539356","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2618672$AF277654-CC52-4F35-BF96-A73E028840A1","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2618672$0BB1D95D-8B5B-4435-8D7F-541C14156847","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"43787e30a1112647f4c670da03c5d294a6afb09e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6482845,"id":"Q6482845"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2618672$4E428334-A2AB-4931-A911-61AB3ADF06B0","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2618672","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2618672"}}}}}