{"entities":{"Q2619857":{"pageid":2630600,"ns":120,"title":"Item:Q2619857","lastrevid":44500866,"modified":"2025-11-23T09:16:58Z","type":"item","id":"Q2619857","labels":{"en":{"language":"en","value":"Die Antinomien und die Unvollst\u00e4ndigkeit der Mathematik."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2539686"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2619857$11244409-88E7-4362-9C66-2E403939DBC2","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"f3bb22e4b18c6163792334a721d8f3f482515aff","datavalue":{"value":{"text":"Die Antinomien und die Unvollst\u00e4ndigkeit der Mathematik.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q2619857$4808F025-C366-4EC0-9577-C26AF622A106","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"803b453cf8f07a2d061becf21d97286452a986a2","datavalue":{"value":"60.0843.02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2619857$1B2DB4B0-8D09-49A2-8001-0AFBA45D3275","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"e1ba1973eb6c0226663303591ec69a080ff9ea54","datavalue":{"value":"10.1007/BF01697862","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2619857$765228D7-186C-4A39-8549-62243CE5DA57","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"3d3e1e052244c3cb6b51d49593de436d0f9034f1","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":559539,"id":"Q559539"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2619857$F1ED66B9-7461-476A-97C1-3143709E6BBF","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"0545e869d8296a0b0654ccbe2e3181b7f2652da8","datavalue":{"value":{"time":"+1934-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q2619857$027EB273-F380-472A-99AF-C7F10755DD39","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"7cd57bdcabf5ed95a6138863f532a147e3abee76","datavalue":{"value":"Diese \u00e4u\u00dferst wichtige Arbeit lehnt sich an die bekannten Untersuchungen von \\textit{G\u00f6del} (1931; F. d. M. \\(57_{\\text{I}}\\), 54) an und st\u00fctzt sich auf Ergebnisse, die der Verf. in seinem Buch ``Logische Syntax der Sprache'' (1934; F. d. M. \\(60_{\\text{I}}\\), 19) gewonnen hat.  Die \u00dcberlegungen des ersten Teils gehen von einer Analyse der epistemologischen Antinomien der Logik und Mathematik aus. Als epistemologisch oder syntaktisch bezeichnet der Verf. nach dem Vorgange \\textit{Ramseys} diejenigen Antinomien, die nicht unmittelbar in der symbolisierten Sprache der Logik und Mathematik auftreten, sondern in dem Begleittext, in welchem \u00fcber die Ausdr\u00fccke der ersten Sprache gesprochen wird, und der der Syntaxsprache der betreffenden mathematisch-logischen Sprache angeh\u00f6rt. Beispiele: Der L\u00fcgenr, \\textit{Richards} Paradoxie.  Wie \\textit{G\u00f6del} a. a. O. gezeigt hat, l\u00e4\u00dft sich in jeder Sprache \\(S\\), die eine Arithmetik enth\u00e4lt, die Syntax von \\(S\\) selbst in einem gewissen Umfange formulieren: die Syntaxsprache von \\(S\\) ist dann eine Teilsprache von \\(S\\). Es entsteht die Frage, ob f\u00fcr solche Sprachen die epistemologischen Antinomien nicht formal streng in \\(S\\) nachgebildet werden k\u00f6nnen, ob also nicht jede solch Sprache widerspruchsvoll ist. - \\textit{Carnap} zeigt hier folgendes:  Im Fall des ``L\u00fcgners'' h\u00e4ngt die Antwort davon ab, wie die Begriffe ``wahr'' und ``falsch'' syntaktisch interpretiert werden. Deutet man ``falsch'' durch ``nichtbeweisbar'' oder durch ``widerlegbar'' (beide Begriffe sind in \\(S\\) definierbar, wenn \\(S\\) eine Arithmetik enth\u00e4lt), so f\u00fchrt der Gedankengang der Paradoxie zu keinem Widerspruch, wohl aber zu dem Nachweis, da\u00df in jeder Sprache \\(S\\), die eine Arithmetik enth\u00e4lt, gewisse angebbare S\u00e4tze nichtbeweisbar bzw. unentscheidbar sind. - Deutet man ``falsch'' dagegen durch ``kontradiktorisch'' und entsprechend ``wahr'' durch ``analytisch'' (wobeidiese Begriffe zun\u00e4chst nur in Worten, nicht in der Sprache \\(S\\) definiert werden), so gelingt es, die Antinomien nachzubilden. Hieraus folgt: Falls \\(S\\) widerspruchsfrei ist, k\u00f6nnen jene zun\u00e4chst in Worten definierten Begriffe in \\(S\\) nicht streng definierbar sein: ``Ist \\(S\\) widerspruchsfrei, so kann `analytisch (in\\(S\\))' in \\(S\\) nicht definiert werden. Dasselbe gilt f\u00fcr `kontradiktorisch (in\\(S\\))' und eine Reihe anderer Begriffe''.  In \u00e4hnlicher Weise f\u00fchrt eine Untersuchung der \\textit{Richards}chen Antinomie u. a. zu folgendem Satz: ``F\u00fcr jede Sprache \\(S\\) l\u00e4\u00dft sich eine reelle Zahl angeben, die in \\(S\\) nicht definiert werden kann''.  Auf Grund der Tatsache, da\u00df die Begriffe und S\u00e4tze der reinen Syntax sich als arithmetisch gedeute Begriffe und S\u00e4tze der Arithmetik darstellen lassen, werden aus den vorstehend genannten Ergebnissen folgende Konsequenzen abgeleitet:  Jede in irgendeiner Sprache in irgendeinem Umfang formulierte Arithmetik ist notwendig in zweifacher Hinsicht l\u00fcckenhaft: F\u00fcr jedes System einer Arythmetik lassen sich undefinierbare arithmetische Begriffe und unentscheidbare arithmetische S\u00e4tze angeben. - Es gibt aber stets eine reichere Sprache, die die urspr\u00fcngliche als Teilsprache enth\u00e4lt, und in der der urspr\u00fcnglich unentscheidbare Satz entscheidbar wird; \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die in einer gewissen Sprache nicht definierbaren arithmetischen Begriffe.  Es ergibt sich also: Alles Mathematische ist formulierbar, aber die Mathematikist nicht durch ein System ersch\u00f6pfbar, sondern erfordert eine unendliche Reihe immer reicherer Sprachen.  Im zweiten Teil der Arbeit wird gezeigt, da\u00df sich dem relationstheoretischenBegriff der Isomorphie, wie er z. B. in der Sprache der ``Principia Mathematica'' definiert wird, zwei syntaktische Isomorphiebegriffe an die Seite stellen lassen; syntaktische Isomorphie kann dabei nicht zwischen Beziehungen, sondern nur zwischen Zeichen f\u00fcr Beziehungen bestehen. Auf Grund dieser Unterscheidung gelingt es dem Verf., die Paradoxien der \u00fcberabz\u00e4hlbaren M\u00e4chtigkeiten auszuschalten, insbesondere diejenige, die sich aus dem bekannten Nachweis ergibt, da\u00df im \\textit{Fraenkels}chen Axiomensystem der Mengenlehre nur aba\u00e4hlbar viele Mengen konstruierbar sein k\u00f6nnen - w\u00e4hrend andererseits die Existenz einer abz\u00e4hlbaren Menge sowie der Potenzmengensatz in \\textit{Fraenkels} System beweisbar sind. \\textit{Carnap} zeigt, da\u00df der Beweis jener Abz\u00e4hlbarkeit sich auf eine syntaktische, im System nicht ausdr\u00fcckbare Isomorphie st\u00fctzt, und da\u00df allgemein zwei transfinite Mengen des \\textit{Fraenkels}chen Systems stets syntaktisch gleichm\u00e4chtig (jede von ihnen ist syntaktisch abz\u00e4hlbar), aber nicht notwendig gleichm\u00e4chtig (d. h. durch eine im System definierbare Isomorphie aufeinander abbildbar) sind. Es bleibt also sinnvoll, innerhalb eines Systems der Mengenlehre verschiedene transfinite M\u00e4chtigkeiten zu unterscheiden.  In analoger Weise wird auch die \\textit{L\u00f6wenheim-Skolems}che Paradoxie aufgekl\u00e4rt.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2619857$31038C17-66CD-4351-9D5F-E5AA8082F537","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"885c3fee876684eeab042621e66572cb4ef36932","datavalue":{"value":"2539686","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2619857$0C7CF8AA-E84F-4FB8-B6C1-C9479A56B4EE","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"bfa68c2b1a9c2a3b18e4e95dbf066622020e8f8a","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1437053,"id":"Q1437053"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2619857$656F0C33-0031-4C36-8B29-828D3C2F10E1","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2619857$437BD6FD-1F0A-49FE-9178-FF5F806239AB","rank":"normal"}],"P223":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P223","hash":"850b01f29d8fac6dd0ba94059ecf97677f06259b","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":4477873,"id":"Q4477873"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2619857$BEA45DF6-CE2E-4624-AC50-DC7402A6C517","rank":"normal"},{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P223","hash":"8ee1344a2ed12b3311034fc3a55882daf09fc915","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5835081,"id":"Q5835081"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2619857$6A0D4CD4-FEF0-4A1B-9306-F7E3CE47333D","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2619857","badges":[]}}}}}