{"entities":{"Q2622142":{"pageid":2632885,"ns":120,"title":"Item:Q2622142","lastrevid":44512203,"modified":"2025-11-23T10:58:53Z","type":"item","id":"Q2622142","labels":{"en":{"language":"en","value":"Die Grundlagen der Geometrie. Ihre Bedeutung f\u00fcr Philosophie Mathematik, Physik und Technik."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2544306"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2622142$8095FDD8-041B-40B2-9A1C-02A80E060772","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"7a4e444d4c9ed7d2a8b3dd6926672663528091d4","datavalue":{"value":{"text":"Die Grundlagen der Geometrie. 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Sie stellt vor allem eine ganz neue Begr\u00fcndung der Geometrie insofern dar, als hier zum ersten Male ganz mit dem Wesen der antiken Axiomatik (welche \\textit{Hilbert} v\u00f6llig unver\u00e4ndert l\u00e4\u00dft) gebrochen und eine g\u00e4nzlich neue Basis daf\u00fcr geschaffen wird. Diese neue Form l\u00f6st dabei zugleich sozusagen automatisch die Probleme der Existenzart und Geltungsart der in den Axiomen auftretenden Grundformen der Geometrie, Probleme, die seit \\textit{Plato} den Kern der theoretischen Philosophie bestimmt haben. Zugleich erhellt sich dabei das Wesen der physikalischen Messung und Feinmessung, die zwar unser ganzes materielles und technisches Dasein heute beherrscht, deren fundamentale Bedeutung aber im Gesamtbereich des menschlichen Denkens noch nie die geb\u00fchrende Rolle gespielt hat.''  ``Die Schrift bildet zugleich die vollst\u00e4ndige und unangreifbare Widerlegung derjenigen Grundanschauungen, welche in der heutigen theoretischen Physik so viel Unheil angerichtet haben, die zwar aus der allgemeinen geistigen Situation der 2. H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts in den Naturwissenschaften in ihrem Entstehen verst\u00e4ndlich sind, die aber (nach der lautesten, sinnfernsten und skurrilsten \u00dcberspitzung, die sie erfahren) wohl heute am deutlichsten als \\textit{Einstein}sche bezeichnet werden. Alle die vielen von \\textit{Einstein} und seiner Schule ohne \u00dcberlegung und ohne Err\u00f6ten vorgebrachten Behauptungen \u00fcber die Geometrie sind damit f\u00fcr jeden, der noch konsequent und umfassend denken kann, inhaltslos und unm\u00f6glich geworden.''  ``Nicht als ob die Grundgedanken des hier Vorgetragenen durch ``\\textit{Einstein}'' bestimmt w\u00e4ren. In ihren ersten Grundz\u00fcgen lagen sie schon 1905 fest. Aber hier treten sie nun nach langen notwendigen Vorarbeiten in axiomatisierter Form auf und legen damit zum ersten Male nach \\textit{Euklid} ein v\u00f6llig neuartiges Fundament des Geometrischen \\dots ''  ``Exakte Wissenschaft ist nicht ein lebensfremdes Rechnen \\dots, sie ist in erster Linie Realisierung reiner Ideen durch manuelles Machen. Dies wird hier an dem Kernst\u00fcck aller exakten Naturbeherrschung und Forschung, an der Geometrie, durchgef\u00fchrt, die in der Tat seit ihren Entdeckern, den Griechen, stets das Fundament alles exakten Denkens und Machens gebildet hat. Hier wird nun gezeigt, wie dieses Fundament, das in der Niedergangsperiode der letzten 3 Jahrzehnte zu einem rein formalen Schematismus zu verfl\u00fcchtigen versucht worden war, untrennbar verkn\u00fcpft ist mit dem innersten Wesen aller Pr\u00e4zisionstechnik \\dots So d\u00fcrfte die Schrift f\u00fcr Theorie und Praxis von gleich grundlegender Bedeutung werden \\dots ''  ``Oberfl\u00e4chliches und wirklichkeitsfremdes ``Denken'' hat zu der Meinung gef\u00fchrt, die Aufgabe der Physik sei, eine einzige Gruppe von Differentialgleichungen auf\\-zu\\-stel\\-len, welche die Messungen der experimentellen Physik ``darstelle''. Die L\u00f6sung dieser Scheinaufgabe lief auf eine rein formalistische Rechenakrobatik hinaus, die dann von der sog. Relativit\u00e4tstheorie geleistet wurde \\dots Denken wir uns die sog. Relativit\u00e4tstheorie v\u00f6llig weg, so w\u00fcrde die wirkliche Physik, d. h. die auf Denkformen beruhende manuelle Beherrschung physikalischer Umst\u00e4nde, dadurch \u00fcberhaupt nicht ber\u00fchrt werden. Sie ist aber schon weggefallen, wenn man den Blick nur einmal von jenen in der Luft schwebenden angeblich das Fundament bildenden Differentialgleichungen auf das wirklich Physikalische richtet, das wir im folgenden behandeln werden.''  ``Es ist schade, da\u00df\\ die ungeheuren Leistungen der wirklichen Physik unserer Tage vom Nebel dieser naturphilosophischen Phantastereien auf scheinmathematischer Grundlage \u00fcberdeckt werden, so da\u00df\\ die wahre Leistung oft fast unsichtbar wird. Hier kann nur eine wirklich ernste Besinnung auf das eigentliche Wesen des Phy\\-si\\-ka\\-li\\-schen wieder klare und n\u00fcchterne Verh\u00e4ltnisse bringen. Dazu m\u00f6chte das Folgende die Hand bieten.''  ``Das manuskript wurde Weihnachten 1932 beendet.''  Das Vorwort enth\u00e4lt ferner eine pers\u00f6nlich gef\u00e4rbte Polemik gegen \\textit{H. Reichenbach}; diese nimmt Bezug auf einen von dem letzteren in einem popul\u00e4ren Aufsatz entwickelten Gedankengang, den Verf. wesentlich entstellend referiert. In \u00e4hnlicher Form polemisiert Verf. gegen die Interpretation des relativistischen Raumbegriffs bei \\textit{Sir Arthur Eddington}, den er als einen der ``bedenkenlosesten Phantasten der an solchen heute nicht armen Wissenschaft'' bezeichnet.  \u00dcber den Inhalt der sachlichen Ausf\u00fchrungen der Schrift sei hier folgendes mitgeteilt:  Der Verf. h\u00e4lt die auf die moderne Axiomatik gest\u00fctzte Kl\u00e4rung des Geltungsproblems der Geometrie \u00fcr unzureichend, vor allem einerseits deswegen, weil durch das \\textit{Hilbert}sche Verfahren der impliziten Definitionen nicht ein bestimmtes System von Gebilden eindeutig festgelegt, sondern nur eine Gesamtheit isomorpher Modelle charakterisiert werde, andrersets deswegen, weil man sich mittels der axiomatischen Methode der Verpflichtung zu einer stringenten Begr\u00fcndung der geometrischen Axiome entziehe (in diesem Zusammenhang wird nicht deutlich unterschieden zwischen der formalen Geometrie als einem Zweig der reinen Mathematik und der physikalischen Geometrie als einem Teilgebiet der Physik).  Der Verf. macht nun den Versuch, die Geometrie auf ein System definitionsartiger Ausgangss\u00e4tze zu st\u00fctzen, die die Grundbegriffe der Geometrie mit Hilfe anschaulicher Gegebenheiten - unmittelbares Gleichheits- und Verschiedenheitserlebnis, anschauliche Bewegung usw. - so definieren, da\u00df\\ sie zugleich eine Anweisung zur praktischen Herstellung dieser Gebilde f\u00fcr die physikalische Me\u00dftechnik enthalten.  Diese Ausgangsdefinitionen sucht nun Verf. so einzurichten, da\u00df\\ sie den euklidischen Charakter der durch sie festgelegten geometrischen Gebilde schon rein logischzur Folge haben (ob dies im einzelnen genau erreicht ist, l\u00e4\u00dft sich bei der Unsch\u00e4rfe der in die Ausgangss\u00e4tze eingehenden anschaulichen Begriffe und bei Art und Umfang der gegebenen Beweisf\u00fchrung nicht mit Sicherheit \u00fcbersehen), und er sucht ferner zu zeigen, da\u00df\\ das, was man in der experimentellen Physik unter ``Punkt'', ``Gerade'', ``Ebene'' usw. verstehe, gerade durch die von ihm gegebenen Definitionen erfa\u00dft werde. Sollten sich nun bei irgendwelchen Messungen scheinbare Abweichungen der geometrischen Struktur der untersuchten Gebilde vom euklidischen Verhalten zeigen, so h\u00e4tte man dies, Verf. zufolge, stets darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, da\u00df\\ die angewendeten Me\u00dfinstrumente in geometrischer Hinsicht noch nicht genau genug den erw\u00e4hnten Definitionen angepa\u00dft w\u00e4ren. Auf diese Weise werden offenbar die S\u00e4tze der euklidischen Geometrie auch in der empirischen Wissenschaft unwiderlegbar, und die M\u00f6glichkeit einer empirischen Entscheidung \u00fcber die geometrische Struktur des physikalischen Raumes wird von vornherein ausgeschlossen. Der logische Kern der \\textit{Dingler}schen \u00dcberlegungen besteht mit andern Worten in dem Versuch einer konventionalistischen L\u00f6sung des Geltungsproblems der physikalischen Geometrie.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2622142$BD68394B-8B2C-4334-B159-3CF7A2CC86DA","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"8f6ed871567c79e3cd3d9013f4961a6d40b65f63","datavalue":{"value":"2544306","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2622142$3D38F16C-F4B0-41DF-ABF0-E82EA4C1A6EB","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"44a3f0ada90ff7afc0013283afa2f0e882b6db78","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1437056,"id":"Q1437056"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2622142$A2B5D47B-DE0B-44D0-B7FC-F04BA633FB5B","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2622142$0E357075-B217-4B42-9C7E-9B644137DAAB","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2622142","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2622142"}}}}}