{"entities":{"Q2622326":{"pageid":2633069,"ns":120,"title":"Item:Q2622326","lastrevid":44502156,"modified":"2025-11-23T09:27:41Z","type":"item","id":"Q2622326","labels":{"en":{"language":"en","value":"Vorlesungen \u00fcber ausgew\u00e4hlte Gegenst\u00e4nde der Geometrie. Bd. III; Das Imagin\u00e4re in der ebenen Geometrie. 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Selbst in der Geometrie hei\u00dft es ``Konsequenzen tragen'', also z. B. die Geometrie der Kreis Verwandtschaften in Kauf nehmen, wenn man sich einmal dazu entschlossen hat, die nach dem Unendlichen hin offene Mannigfaltigkeit der reellen Punkte \\((\\xi,\\eta )\\) durch einen einzigen ``uneigentlichen'' oder ``unendlich fernen'' Punkt abzuschlie\u00dfen. ``Nicht alle Geometrie ist projektive Geometrie, die unendlich ferne Gerade existiert gleich andern Begriffen der Mathematik per definitionem, ist also nicht tabu''; so formuliert Verf. einleitend die aus der Theorie der Funktionen einer komplexen Ver\u00e4nderlichen wohlbekannte geometrische Ausgangssituation, um die Zielsetzung seiner folgenden Untersuchungen entscheidend zu motivieren: Gibt es nicht im Gebiet von mehreren komplexen Ver\u00e4nderlichen Analoga zur \\textit{Gau\u00df}schen Ebene und zur \\textit{Riemann}schen Kugel sowie zur zugeh\u00f6rigen Theorie der konformen Abbildung?  Das Kontinuum aller \\(\\infty ^4\\) komplexen Punkte in der Ebene der projektiven Geometrie ist ein tern\u00e4res Gebiet. W\u00e4hrend jedoch das Kontinuum der \\(\\infty ^4\\) reellen Punkte des vierdimensionalen Raumes der reellen projektiven Geometrie durch eine lineare dreidimensionale Mannigfaltigkeit ``uneigentlicher Punkte'' erg\u00e4nzt und abgeschlossen erscheint, bilden die uneigentlichen Punkte (im bin\u00e4ren Gebiet der komplexen Verh\u00e4ltnisgr\u00f6\u00dfen \\(\\xi :\\eta \\)) der komplexen Ebene (nur) eine zweifach ausgedehnte Mannigfaltigkeit, wenn man die komplexe Ebene durch Trennung von Real- und Imagin\u00e4rteil vierdimensional aufspaltet. So zeigt sich also wiederum eine erhebliche Diskrepanz. Auch der gew\u00f6hnliche Raum von vier Dimensionen ist f\u00fcr die Theorie der Funktionen von zwei komplexen Ver\u00e4nderlichen kein Analogen zu der durch einen uneigentlichen Punkt abgeschlossenen \\textit{Gau\u00df}schen Ebene. Dasselbe gilt f\u00fcr die Theorie der Funktionen von mehr als zwei komplexen Ver\u00e4nderlichen, worauf n\u00e4her einzugehen Verf. jedoch wegen des typischen Charakters der Problematik zweier Ver\u00e4nderlichen keinen Anla\u00df findet.  Die Zuordnung des tern\u00e4ren Gebietes einer komplexen Ebene zum quatern\u00e4ren Gebiet eines reellen vierdimensionalen Raumes verspricht um so fruchtbarer und aufschlu\u00dfreicher zu werden, je gr\u00fcndlicher man die Geometrie der komplexen Ebene pr\u00e4pariert. Geometrisch interessante Eigenschaften sind nun im reellen Gebiet recht h\u00e4ufig weniger durch Gleichheits- als vielmehr durch Ungleichheitsbeziehungen charakterisierbar, durch Attribute ``gr\u00f6\u00dfer'', ``kleiner'' formulierbar. Dieser Umstand ist beim \u00dcbergang zur komplexen Geometrie namentlich f\u00fcr alle herk\u00f6mmlichen Ma\u00dfbegriffe verh\u00e4ngnisvoll. Der Ausdruck  \\[ \\sqrt {(\\xi _2-\\xi _1)^2+(\\eta _2-\\eta _1)^2}\\leqno (*) \\]  als Ma\u00df der Entfernung zweier Punkte z. B. ist im komplexen Gebiet im allgemeinen eine komplexe Zahl, unverkettbar mit den Begriffen gr\u00f6\u00dfer oder kleiner. Aber noch kann in diesem Falle die Situation gerettet werden. Denn noch besteht die Freiheit, die Entfernungsdefinition (\\(*\\)) durch die folgende  \\[ \\sqrt {(\\xi _2-\\xi _1)(\\bar \\xi _2-\\bar \\xi _1)+(\\eta _2-\\eta _1)(\\bar \\eta _2-\\bar \\eta _1)}\\leqno (**) \\]  zu ersetzen, wo unter \\(\\bar \\xi _k, \\bar \\eta _k\\) die zu \\(\\xi _k,\\eta _k\\) konjugiert komplexen Gr\u00f6\u00dfen zu verstehen sind. Der Ausdruck (\\(**\\)) f\u00e4llt f\u00fcr reelle Koordinaten mit (\\(*\\)) zusammen und erfreut sich aller f\u00fcr (\\(*\\)) aus der reellen Geometrie bekannten Eigenschaften. Dasselbe gilt, wenn allgemeiner zu gleichen Zwecken die quadratische Form  \\[ \\varSigma a_{ik}x^ix^k,\\quad a_{ik}=a_{ki} \\]  durch die \\textit{Hermite}sche  \\[ \\varSigma a_{ik}x^ix^{-k},\\quad a_{ik}=\\bar a_{ki} \\]  ersetzt wird. So erscheint es bestechend, derartige \\textit{Hermite}sche Formen zu ``Fundamentalformen'' zu ernennen, d. h. sie als Invariante einer ihnen zugeh\u00f6rigen Transformationsgruppe zu verwenden. Die (kontinuierliche) Gruppe \\(G_8\\) dieser Transformationen ist achtgliedrig; ihre Elemente hei\u00dfen sinngem\u00e4\u00df ``\\textit{Hermite}sche Bewegungen'' und enthalten als Spezialf\u00e4lle s\u00e4mtliche euklidischen Bewegungen und Umlegungen. In diesem Resultat liegt aber bereits eine bemerkenswerte zwangsl\u00e4ufige Konsequenz der getroffenen Fundamentalinvariantenwahl: Innerhalb \\(G_8\\) besteht ein stetiger \u00dcbergang von reellen Bewegungen zu reellen Umlegungen; die \\textit{Hermite}sche Geometrie kennt keinen Unterschied der elementargeometrischen Begriffe Kongruenz und Symmetrie. Unter den \\textit{Hermite}schen Bewegungen sind die Drehungen um einen (beliebigen) eigentlichen Punkt von besonderem Interesse. Sie bilden eine viergliedrige Untergruppe \\(G_4\\) und \\(G_8\\), deren Elemente ein abgeschlossenes Kontinuum darstellen (jede unendliche Menge solcher Transformationen besitzt, im Gegensatz z. B. zu den Schiebungen, mindestens eine H\u00e4ufungsstelle). \\(G_4\\) zerf\u00e4llt seinerseits in zwei invariante Untergruppen, in die einparametrige Gruppe \\(G_1\\) aller Perspektiven Drehungen (z. B. um den Punkt \\((0,0)\\)), die jede Gerade durch den Drehungsmittelpunkt als Ganzes in Ruhe lassen, und in die dreiparametrige Gruppe \\(G_3\\) aller \\textit{Hermite}schen. Drehungen von der Determinante Eins, derart da\u00df jede Transformation aus \\(G_4\\) auf zwei verschiedene Arten in Transformationen von \\(G_1\\) und \\(G_3\\) zerlegt werden kann. F\u00fcr die Punkte der uneigentlichen Geraden ergibt sich der wichtige Satz: Die \\textit{Hermite}schen Bewegungen vertauschen die Punkte der uneigentlichen Geraden dreiparametrig, und zwar ausnahmslos transitiv. Bei geeigneter Abbildung der uneigentlichen Geraden auf den reellen Zug einer Kugelfl\u00e4che vom Radius Eins erh\u00e4lt man f\u00fcr die reellen Punkte dieser Kugelfl\u00e4che eine Gruppe \\(\\gamma _3\\) von Vertauschungen, die zusammenf\u00e4llt mit der Gruppe aller reellen euklidischen Bewegungen. Drehungen, die die Kugel in Ruhe lassen. Die Gruppe \\(G_3\\) der \\textit{Hermite}schen Drehungen von der Determinante Eins um einen eigentlichen Punkt ist meromorph zur Gruppe \\(\\gamma _3\\) aller reellen Drehungen um einen reellen eigentlichen Punkt des euklidischen Raumes.  Sind \\(\\lambda _k\\) die \\textit{Euler}schen Parameter einer Transformation \\(S\\) aus \\(G_3, \\lambda _k^\\ast \\) diejenigen einer weiteren derartigen Transformation \\(S^\\ast \\), so sind  \\[ \\begin{aligned} \\lambda _0^{\\ast \\ast } &= \\lambda _0\\lambda _0^\\ast -\\lambda _1\\lambda _1^\\ast -\\lambda _2\\lambda _2^\\ast -\\lambda _3\\lambda _3^\\ast,\\\\ \\lambda _1^{\\ast \\ast } &= \\lambda _0\\lambda _1^\\ast + \\lambda _1\\lambda _0^\\ast + \\lambda _2\\lambda _3^\\ast - \\lambda _3\\lambda _2^\\ast,\\\\ \\lambda _2^{\\ast \\ast } &= \\lambda _0\\lambda _2^\\ast + \\lambda _2\\lambda _0^\\ast + \\lambda _3\\lambda _1^\\ast - \\lambda _1\\lambda _3^\\ast,\\\\ \\lambda _3^{\\ast \\ast } &= \\lambda _0\\lambda _3^\\ast + \\lambda _3\\lambda _0^\\ast + \\lambda _1\\lambda _2^\\ast - \\lambda _2\\lambda _1^\\ast \\end{aligned}  \\]  die Parameter der zusammengesetzten Transformation \\(S^{\\ast \\ast }= SS^\\ast \\). Damit tritt die Bedeutung der \\textit{Hamilton}schen Quaternionen f\u00fcr die Theorie der \\textit{Hermite}schen Drehungen in Evidenz: Jeder Transformation der von \\textit{Hermite}schen Drehungen gebildeten Gruppe \\(G_3\\) entspricht eine reelle Quaternion \\(\\lambda \\) von der Norm Eins und umgekehrt. Zwei Transformationen von \\(G_3\\) werden zusammengesetzt, indem man die ihnen zugeordneten Quatemionen in der geh\u00f6rigen Reihenfolge miteinander multipliziert.  Allgemein liefern zwei Quaternionengleichungen der Art \\(x^\\ast =\\alpha x\\), \\(x^\\ast =x\\beta \\) unmittelbar zwei kontinuierliche vierparametrige Gruppen, die eine einparametrige kontinuierliche Untergruppe gemeinsam haben, deren Transformationen erhalten werden, indem \\(\\alpha \\) und \\(\\beta \\) auf skalare Wertsysteme beschr\u00e4nkt werden. Ihre Deutung im vierdimensionalen Raum f\u00fchrt auf \u00c4hnlichkeitstransformationen. Reduziert man die Parameterzahl jeweils durch die Forderungen \\(N(\\alpha )=1\\), \\(N(\\beta )=1\\), so ergibt sich: Die Quaternionentheorie liefert zwei dreiparametrige Gruppen ``einseitiger'' (``links''-bzw. ``rechts''-seitiger) Drehungen um, den Anfangspunkt der Koordinaten im euklidischen Raum in vier Dimensionen. Die Bedeutung dieser Gruppen innerhalb der sechsparametrigen Gruppe aller Drehungen um einen beliebigen eigentlichen Punkt charakterisiert der folgende Satz: Die sechsgliedrige Gruppe aller Drehungen des vierdimensionalen Raumes enth\u00e4lt zwei invariante kontinuierliche Untergruppen, die beiden dreigliedrigen Gruppen einseitiger Drehungen. Diese durchdringen einander au\u00dfer in der identischen Transformation noch in einer innerhalb der Gesamtgruppe ausgezeichneten Drehung, der Spiegelung am Mittelpunkt aller betrachteten Drehungen, die zugleich die einzige involutorische Drehung ist. Aus den einseitigen Drehungen entstehen durch Zusammensetzung dieser Gruppen mit den Schiebungen die im reellen Gebiet siebengliedrigen Gruppen der einseitigen Bewegungen  \\[ x^\\ast =\\alpha (x+\\gamma ),\\quad x^\\ast =(x+\\gamma )\\beta. \\]  Deutet man jetzt unter Ausschlu\u00df des Wertsystems \\((0,0,0,0)\\) die Koordinaten \\(x_k\\) als homogene Punktkoordinaten im komplexen uneigentlichen Raum, so. vertauschen diese links- bzw. rechtsseitigen Bewegungen die uneigentlichen Punkte gleichwie die links- bzw. rechtsseitigen automorphen Kollineationen der absoluten Fl\u00e4che  \\[ x_0^2+x_1^2+x_2^2+x_3^2=0. \\]  Betrachtet man noch die Invarianz aller uneigentlichen Punkte gegen\u00fcber allen Schiebungen \\(x_k^\\ast =x_k+c\\) und allen Spiegelungen \\(x_k^\\ast -d_k^\\ast =-(x_k-d_k)\\), so liegt darin das Ergebnis: Die Gruppe aller komplexen euklidischen Bewegungen des vierdimensionalen Raumes ist meromorph zur Gruppe aller komplexen automorphen eigentlichen Kollineationen der zugeh\u00f6rigen absoluten Fl\u00e4che; die Gruppe aller \\(\\infty ^{10}\\) reellen Bewegungen des betrachteten Raumes reduziert sich, wenn als Objekt ihrer Transformationen die uneigentlichen Punkte gew\u00e4hlt werden, auf die Gruppe aller \\(\\infty ^6\\) reellen automorphen eigentlichen Kollineationen der absoluten Fl\u00e4che. Zum. Beweis aller dieser Theoreme k\u00f6nnte man sich auf \\textit{Lie}s Theorie der kontinuierlichen Gruppen allein st\u00fctzen. Indessen zieht es Verf. aus geometrischen Gr\u00fcnden vor, auf direktem Wege die Erzeugenden der absoluten Fl\u00e4che analytisch in Evidenz zu setzen und aus deren Verhalten gegen\u00fcber den betrachteten Bewegungen die erforderliche Deduktion zu gewinnen.  Welches ist nun das Verh\u00e4ltnis der ebenen \\textit{Hermite}schen Geometrie zur (reellen) euklidischen Geometrie im vierdimensionalen Raume \\(R_4\\)? Die erste wird von der \\(G_8\\) der \\textit{Hermite}schen Bewegungen beherrscht, die zweite von der \\(\\varGamma _{15}\\) aller reellen euklidischen Bewegungen im \\(R_4\\). Die Parameterdiskrepanz l\u00e4\u00dft die folgende Meromorphie verst\u00e4ndlich erscheinen: Die Gruppe \\(G_8\\) der \\textit{Hermite}schen Bewegungen hat im \\(R_4\\) eine nichtinvariante Untergruppe \\(\\gamma _8\\) der Gruppe \\(\\varGamma _{10}\\) aller reellen euklidischen Bewegungen zum Bilde; \\(\\gamma _8\\) ist dadurch gekennzeichnet, da\u00df bei ihren Transformationen zwei konjugiert-imagin\u00e4re Erzeugende (``erste und zweite absolute Gerade'') der absolut en Fl\u00e4che einzeln in Ruhe bleiben. Die \\(\\infty ^4\\) (reellen) Verbindungsgeraden der Punkte dieser absoluten Geraden nennt Verf. absolute Kongruenz. Die nach dem Vorhergehenden zu erwartende Invarianz der so eingef\u00fchrten absoluten Kongruenz gegen\u00fcber der Bildgruppe der \\(G_8\\) erlaubt nunmehr die Formulierung der folgenden ``abschlie\u00dfenden'' Zuordnung: Mit der Zuordnung der eigentlichen komplexen Punkte \\((\\xi, \\eta )\\) des Punktkontinuums der ebenen projektiven Geometrie zu den reellen eigentlichen Punkten des euklidischen Raumes \\(R_4\\) ist eine ebenfalls eindeutige Zuordnung der uneigentlichen komplexen Punkte dieses Kontinuums zu den reellen Geraden der absoluten Kongruenz invariant verbunden.  Nun gilt es, das komplexe tern\u00e4re Gebiet in noch engere Beziehungen zum reellen quatern\u00e4ren zu setzen und im Sinne des ersten der beiden urspr\u00fcnglich gestellten Probleme ein vierdimensionales Analogen zur \\textit{Gau\u00df}schen Ebene zu finden. Dies gelingt Verf. jetzt mit Hilfe der Theorie der sogenannten synektischen bzw. charakteristischen Ebenen. Die synektischen Ebenen sind Ebenen, deren uneigentliche Spuren Geraden der absoluten Kongruenz darstellen. Die beiden absoluten Leitgeraden dieser Kongruenz sind die Spuren der sogenannten charakteristischen Ebenen. Jede eigentliche synektische Ebene ist Bild einer Geraden im tern\u00e4ren Gebiet und vermag - zun\u00e4chst mit Beschr\u00e4nkung auf eigentliche Punkte - f\u00fcr diese die Rolle einer zugeordneten \\textit{Gau\u00df}schen Ebene zu spielen. Wie kann man diesen Sachverhalt ``abschlie\u00dfend'' auf uneigentlichem Gebiet erg\u00e4nzen? Dazu hat man jetzt nur jeder synektischen Ebene einen einzigen uneigentlichen Punkt zuzuweisen im Sinne eines neuen \u00c4quivalenzbegriffes im reellen Gebiet des \\(R_4\\), wonach je \\(\\infty ^1\\) uneigentliche Punkte, die auf derselben Geraden der absoluten Kongruenz liegen, nicht unterschieden werden sollen, also in ihrer Gesamtheit eine andere Art von ``uneigentlichem Punkte'' bilden. Die Gesamtheit der \\(\\infty ^2\\) reellen, solcherart neu definierten uneigentlichen Punkte nennt Verf. die ``uneigentliche synektische Ebene''. Damit ist aus \\(R_4\\) ein neuer Raum \\(\\mathfrak R_4\\) entstanden, das gesuchte vierdimensionale Analogon zur \\textit{Gau\u00df}schen Ebene: Jedem Punkte im komplexen tern\u00e4ren Gebiet \\((\\xi, \\eta )\\) entspricht eindeutig umkehrbar ein Punkt des Raumes \\(\\mathfrak R_4\\) und jeder Geraden des tern\u00e4ren Gebietes desgleichen ausnahmslos und eindeutig umkehrbar eine synektische Ebene des \\(\\mathfrak R_4\\).  Nach dem vorhergehenden kann jeder Punkt von \\(\\mathfrak R_4\\) eindeutig umkehrbar den Wertsystemen dreier komplexer Verh\u00e4ltnisgr\u00f6\u00dfen zugeordnet werden. Dann liegt es nahe, tern\u00e4re Kollineationen, Antikollineationen (Kollineationen + Konjugium), Korrelationen, Antikorrelationen (Korrelationen + Konjugium) auf den \\(\\mathfrak R_4\\) abzubilden, wodurch man auf die Theorie der synektischen Kollineationen, Antikollineationen, Korrelationen und Antikorrelationen gef\u00fchrt wird. Die ersten beiden dieser erf\u00fcllen den Inbegriff aller Punkttransformationen im \\(\\mathfrak R_4\\), die synektischen Ebenen stets wieder solche zuordnen; die letzten beiden sind spezielle reelle Ber\u00fchrungstransformationen einer vierfach ausgedehnten Mannigfaltigkeit.  Setzt man  \\[ \\xi _k=\\mu _k+i\\nu _k\\quad (k=0,1,2), \\]  so erscheinen durch die Abbildung der Punkte des komplexen tern\u00e4ren Gebietes \\(\\xi _0:\\xi _1:\\xi _2\\) auf die Punkte des \\(\\mathfrak R_4\\) je sechs reelle homogene Koordinaten \\(\\mu _0, \\mu _1,\\mu _2,\\nu _0,\\nu _1,\\nu _2\\) einem reellen Punkt von \\(\\mathfrak R_4\\) zugewiesen. Nun bedarf es f\u00fcr das folgende einer doppelten Erweiterung des tern\u00e4ren Gebietes in Form einer Fortsetzung des Raumes \\(\\mathfrak R_4\\) ins komplexe Gebiet des achtdimensionalen analytischen Gebildes \\(\\mathfrak R_8\\), das entsteht, wenn man den sechs Koordinaten komplexe Werte beilegt, die der Einschr\u00e4nkung \\(\\mu _k\\pm i\\nu _k\\neq 0\\) unterliegen, wobei ferner noch alle Punkte der Form  \\[ \\mu '_k=\\sigma \\mu _k-\\tau \\nu _k,\\quad \\nu '_k=\\tau \\mu _k+\\sigma \\nu _k\\qquad (\\mu '_k\\nu '_k\\neq 0) \\]  als derselbe Punkt anzusehen sind. An Stelle dieser Koordinatendarstellung des \\(\\mathfrak R_8\\) setzt Verf. die \u00e4quivalente  \\[ m_0:m_1:m_2,\\quad n_0:n_1:n_2 \\]  in Form zweier Systeme von je drei komplexen Verh\u00e4ltnisgr\u00f6\u00dfen. Die eigentlichen komplexen Punkte des \\(\\mathfrak R_8\\) werden jetzt durch \\(m_0\\neq 0, n_0\\neq 0\\), die drei Arten uneigentlicher Punkte durch die drei Fallunterscheidungen \\(m_0=0, n_0\\neq 0; m_0\\neq 0, n_0=0; m_0=0, n_0=0\\) charakterisiert.  Damit wird schlie\u00dflich auch das zweite der ganzen Untersuchung vorangestellte Problem gel\u00f6st: Der Raum \\(\\mathfrak R_8\\) l\u00e4\u00dft sich eindeutig umkehrbar auf die zuerst von \\textit{C. Segre }(1891; F. d. M. 23, 696 (JFM 23.0696.*)-697) betrachtete achtdimensionale Mannigfaltigkeit sechster Ordnung \\(M_8^6\\) abbilden, derart da\u00df den ``charakteristischen Ebenen'' von \\(\\mathfrak R_8\\) (f\u00fcr die eines der beiden Verh\u00e4ltnissysteme \\(m_0:m_1:m_2\\) bzw. \\(n_0:n_1:n_2\\) konstant bleibt) die ``erzeugenden Ebenen'' auf \\(M_8^6\\) entsprechen. Der reelle Zug dieser \\(M_8^6\\), eine \\(M_4^6\\), l\u00e4\u00dft sich eindeutig umkehrbar und stetig auf den Raum \\(\\mathfrak R_4\\) oder auf ein komplexes tern\u00e4res Gebiet, also auch auf das ebene komplexe projektive Punktkontinuum, abbilden. Jeder komplexen Kollineation (Antikollineation) im tern\u00e4ren Gebiet entspricht jetzt eine ``eigentliche'' (``uneigentliche'') reelle automorphe Kollineation von \\(M_8^6\\) Aber alle diese Analogien zu den nicht reell geradlinigen Fl\u00e4chen zweiter Ordnung lassen sich noch weiter durchf\u00fchren, bis schlie\u00dflich sogar die metrischen Eigenschaften der \\textit{Rienann}schen Kugelfl\u00e4che auf \\(R_4^6\\) ihr Analogen finden. Verf. gelingt es, durch eine passend gew\u00e4hlte Kollineation die Mannigfaltigkeit \\(M_8^6\\) auf einer sph\u00e4rischen Mannigfaltigkeit vom Radius \\(\\frac 2{\\sqrt 3}\\) darzustellen, derart da\u00df schlie\u00dflich eine jede Gerade des tern\u00e4ren Punktkontinuums auf eine \\textit{Riemann}sche Bildkugelfl\u00e4che vom Radius Eins abgebildet wird und auch sonst eine Reihe weiterer Analogien zur gew\u00f6hnlichen. \\textit{Riemann}schen Zahlenkugel in Erscheinung treten.  Bei aller bekannten Gr\u00fcndlichkeit ist Verf. gleichwohl gezwungen, zahlreiche neu auftauchende Fragestellungen nur anzudeuten. So ist z. B. die Untersuchung der Urbilder dreidimensionaler Gebilde des Raumes \\(\\mathfrak R_4\\) im tern\u00e4ren komplexen Gebiet \u00fcbergangen worden. Fragen dieser Art wie auch z. B. solche nach den Bildern analytischer Kurven (den sogenannten synektischen Fl\u00e4chen) im \\(\\mathfrak R_4\\) werden, wie hier noch bemerkt sein mag, im letzten Heft der Vorlesungen dieses Nachlasses behandelt. ``Daneben'' d\u00fcrfte wohl jeder Geometer beim Studium dieser Vorlesungen den tiefen Eindruck einer Erkenntnis versp\u00fcren, die in des Verf. eigener Formulierung den Ausdruck findet: ``Bei unbestimmt gelassener Dimensionenzahl kann die Geometrie im komplexen Gebiet nicht im Gegensatz zu den Zweigen der Geometrie gestellt werden, die es ausschlie\u00dflich mit sogenannten reellen Figuren zu tun haben. Vielmehr umfa\u00dft die Geometrie im reellen Gebiete auch alle \u00fcblicherweise als imagin\u00e4r bezeichneten Figuren. Der genannte Gegensatz wird in die Geometrie hineingebracht durch eine bestimmte Art der Systematik. Diese Systematik selbst, die mehr oder minder bestimmte Reihenfolge, in der wir die Objekte der Geometrie in unseren Gedankenkreis aufzunehmen pflegen, hat einen nat\u00fcrlichen Ursprung: Sie wird bedingt (und im ganzen auch gerechtfertigt) durch die Besch\\dots des menschlischen \\dots (au\u00dferdem in gewissem Grade durch ihre besondern {\\dots }","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q2622326$A746FEBF-427F-4652-B68A-C67D9FD33CE8","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"1f73a2c6880d462d5c08da7b13df71b83b18b7ef","datavalue":{"value":"2544523","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q2622326$39420A7B-7EAC-48F4-AA97-8557306FC6A4","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2622326$7CD3AF60-9667-4DC9-BE4A-9BA33A15C103","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:2622326","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:2622326"}}}}}