{"entities":{"Q559401":{"pageid":561168,"ns":120,"title":"Item:Q559401","lastrevid":62794410,"modified":"2026-04-11T08:29:14Z","type":"item","id":"Q559401","labels":{"en":{"language":"en","value":"Topologie dreidimensionaler gefaserter R\u00e4ume."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2547002"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q559401$78AFBAF1-6E17-4DD3-854A-961C093015D0","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"a5edad3eb267fa68605dfb3b3bed9c37afd7d3d3","datavalue":{"value":{"text":"Topologie dreidimensionaler gefaserter R\u00e4ume.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q559401$F2122112-675D-466C-9B89-8ED3896CDCE0","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"c8bfd5354931db385ef0a328cb3feb47e0c48fad","datavalue":{"value":"59.1241.02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q559401$5E0DA5CE-FFC4-4582-ADCB-9E01C53EC2BB","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"ed7c5a49d7d80e5d8d7ae7b66a8b380dba251d06","datavalue":{"value":"10.1007/BF02398271","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q559401$8DADB108-1E28-44AF-BDEB-724D1EE3C9E9","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"09f456a274e455e5e5b05b055e42e0cbb108679d","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":163102,"id":"Q163102"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q559401$8D63D766-ECD4-4AF2-B3DB-08F61790A5F0","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"5229eeedf2f969cf3cb5fc8ccac583c702705ed8","datavalue":{"value":{"time":"+1933-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q559401$80BFF7F6-7DD4-4B82-917D-DDDC03FA9F63","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"dcdc2f4388b54ac9eca11defac0a0c2d18ef9594","datavalue":{"value":"Eine dreidimansionale Mannigfaltigtkeit \\(F\\) (im \\textit{Poincar\u00e9}schen Sin\\-ne) hei\u00dft ein \\textit{gefaserter} Raum, wenn in ihr ein System von einfach geschlossenen Kurven, den ``Fasern'', definiert ist derart, da\u00df\\ durch jeden Punkt von \\(F\\) eine und nur eine Faser hindurchgeht und noch eine gewisse Bedingung (s. unten) \u00fcber die Umgebung der einzelnen Fasern erf\u00fcllt ist. Nicht jede Mannigfaltigkeit l\u00e4\u00dft sich fasern; aber man kennt viele Mannigfaltigkeiten, in denen die Faserung in nat\u00fcrlicher Weise gegeben ist: Diskontinuit\u00e4tsbereiche von Bewegungsgruppen der dreidimensionalen Sph\u00e4re, in denen die Fasern als Bahnkurven einer kontinuierlichen Bewegungsgruppe der Hypersph\u00e4re erscheinen. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Klassifikation der gefaserten dreidimensionalen Mannigfaltigkeiten und Bestimmung eines vollst\u00e4ndigen Invariantensystems solcher Mannigfaltigkeiten gegen ``fasertreue'' Abbildungen, d. h. topologische Abbildungen, die Fasern in Fasern \u00fcberf\u00fchren. Trotz der durch die Faserung bedingten Beschr\u00e4nkung der Mannigfaltigkeiten und der Abbildungen ergeben sich dabei wertvolle Beitr\u00e4ge zum Hom\u00f6omorphieproblem der Mannigfaltigkeiten.   Ein ``gefaseter Vollring'' entsteht aus einem geraden Kreiszylinder des euklidischen Raumes, wenn man Grund- und Deckkreis des Zylinders, um einen rationalen Winkel \\(2\\pi \\dfrac {\\nu }{\\mu }\\) gegeneinander verdreht, miteinander identifiziert, wobei die achsenparallelen Geraden des Zylinders die Fasern des Vollrings bilden. Dabei seien \\(\\mu \\) und \\(\\nu \\) teilerfremd; man erh\u00e4lt dann alle und nur die bei fasertreuer Abbildung wesentlich verschiedenen Typen von gefaserten Vollringen, wenn man noch \\(\\mu >0, 0\\leqq \\nu \\leqq \\dfrac 12\\mu \\) vorschreibt. Der Fall \\(\\mu =1\\), der ``gew\u00f6hnliche'' Vollring, nimmt hier eine Sonderstellung ein: in ihm sind alle Fasern einander homotop. Ist dagegen \\(\\mu >1\\), so schlie\u00dfen sich immer \\(\\mu \\) von der Zylinderachse verschiedene Parallelen zu einer Faser zusammen, und jede dieser Fasern ist erst der \\(\\mu \\)-fach durchlaufenen mittleren Faser (die von der zylinderachse allein gebildet wird) homotop; die aus der Achse entstehende Faser ist hier eine ``Ausnahmefaser'' der ``Vielfachheit'' \\(\\mu \\). - Die oben erw\u00e4hnte Forderung, die an die Faserung von Mannigfaltigkeiten noch zu stellen ist, lautet nun: Jede Faser \\(H\\) besitzt eine (abgeschlossene) ``Faserumgebung'', die sich auf einen gefaserten Vollring fasertreu so abbilden l\u00e4\u00dft, da\u00df\\ \\(H\\) in die Achse \u00fcbergeht. Die Invarianten \\(\\mu,\\nu \\) des Vollrings, auf den eine Faserumgebung von \\(H\\) abgebildet wird, h\u00e4ngen nur von \\(H\\), nicht von der Faserumgebung ab. Ist \\(\\mu >1\\), so hei\u00dft \\(H\\) eine Ausnahmefaser.   Die Fasern von \\(F\\) bilden auf Grund des Umgebungsbegriffs wieder eine topologischen Raum, und zwar infolge der Voraussetzung \u00fcber die Faserumgebungen eine zweidimensionale Mannigfaltigkeit, die ``Zerlegungsfl\u00e4che'' \\(f\\) von \\(F\\). Aus der Triangulierbarkeit der zweidimensionalen Mannigfaltigkeiten folgt, auf dem Wege \u00fcber \\(f\\), die Trinagulierbarkeit der dreidimensionalen gefaserten Mannigfaltigkeiten. Die Punkte von \\(f\\), die Ausnahmefasern von \\(F\\) entsprechen, hei\u00dfen Ausnahmepunkte. Ist \\(F\\) geschlossen, so auch \\(f\\), und umgekehrt, und Ausnahmepunkte bzw. - fasern k\u00f6nnen dann nur in endlicher Anzahl auftreten.   Jede Flache \\(f\\) ist Zerlegungsfl\u00e4che einer gefaserten Mannigfaltigkeit \\(F\\); man braucht nur \\(F=f\\times \\)Kreis zu nehmen. Es gibt aber auch gefaserte Mannigfaltigkeiten, die nicht Produktr\u00e4ume sind, und i. a. kann die Zerlegungsfl\u00e4che nicht, wie im Falle der Produktr\u00e4ume, in \\(F\\) durch eine Fl\u00e4che, die von jeder Faser genau einmal getroffen wird, realisiert werden. Beispiel: In der Hypersph\u00e4re \\(\\sum \\limits _{i=1}^{4}x_i^2=1\\) sei die durch den Punkt \\(y_1,y_2,y_3,y_4\\) hindurchgehende Faser betsimmt durch  \\[  \\begin{aligned} x_1(t)=y_1\\cos mt+y_2\\sin mt, \\qquad & x_3(t)=y_3\\cos nt+y_4\\sin nt,\\\\ x_2(t)=-y_1\\sin mt+y_2\\cos nt, \\quad & x_4(t)=-y_3\\sin nt+y_4\\cos nt \\end{aligned}  \\]   \\[  (m,n \\quad \\text{ganz}; \\quad (m,n)=1; \\quad 0\\leqq t\\leqq 2\\pi ). \\]  \\(x_3=x_4=0\\) liefert, falls \\(| m| \\neq 1\\), eine Ausnahmefaser mit  \\[  \\mu =| m|,\\quad \\pm \\nu \\equiv n(\\text{mod} | m| ), \\qquad 0\\leqq \\nu \\leqq \\frac 12m; \\]  analog \\(x_1=x_2=0\\). Die Zerlegungsfl\u00e4che ist stets eine Kugel, die aber jetzt nicht in der Hypersph\u00e4re realisiert werden kann.   \\(F\\) sei nunmehr \\textit{geschlossen}. Die allgemeine Untersuchung der gefaserten Mannigfaltigkeiten verl\u00e4uft folgenderma\u00dfen: Bohrt man aus \\(F\\) die Faserumgebung einer Faser \\(H\\) aus, so entsteht ein berandeter gefaserter Raum \\(\\bar F\\), dessen Rand eine gefaserte Ringfl\u00e4che \\(\\bar \\pi \\) ist. \\(\\bar F\\) h\u00e4ngt nicht von der speziellen Wahl der Faserumgebung von \\(H\\) ab, und, wenn \\(H\\) eine gew\u00f6hnliche Faser ist, auch nicht von der Wahl von \\(H\\). Man kann nun von \\(\\bar F\\) zu einer neuen geschlossenen Mannigfaltigkeit \u00fcbergehen, indem man in \\(\\bar \\pi \\) irgendwie einen gefaserten Vollring, einen ``Verschlu\u00df\\-ring'' \\(V\\) einheftet, derart, da\u00df\\ die Oberfl\u00e4che \\(\\pi \\) von \\(V\\) mit \\(\\bar \\pi \\) durch eine fasertreue Abbildung identifiziert ist. Nat\u00fcrlich besteht in der Wahl von \\(V\\) eine Willk\u00fcr: Zeichnet man auf \\(\\bar \\pi \\) eine Homologieklasse aus, die weder die Nullklasse noch die der Fasern von \\(\\bar \\pi \\) ist, so gibt es genau einen Vollring \\(V\\), der sich mit seiner Oberfl\u00e4che \\(\\pi \\) fasertreu so in \\(\\bar \\pi \\) einheften l\u00e4\u00dft, da\u00df\\ dabei der Meridiankreis von \\(\\pi \\) (d. h. der in \\(V\\) berandende Kreis) der in \\(\\bar \\pi \\) vorgeschriebenen Homologieklasse angeh\u00f6rt; durch Auszeichnung der Homologieklasse von \\(\\bar \\pi \\) ist die entstehende Mannigfaltigkeit eindeutig bestimmt. Insbesondere kann man - aber nicht in eindeutiger Weise - die ausgezeichnete Homologieklasse von \\(\\bar \\pi \\) so w\u00e4hlen, da\u00df\\ \\(V\\) ein gew\u00f6hnlicher gefaserter Vollring wird. Durch Ausbohren der Ausnahmefasern und Einheften gew\u00f6hnlicher Verschlu\u00dfringe kann man also eine gegebene \\(F\\) in eine Mannigfaltigkeit ohne Ausnahmefasern verwandeln. Bei diesem Proze\u00df\\ bleibt die Zerlegungsfl\u00e4che unge\u00e4ndert.   Die Einteilung der gefaserten Mannigfaltigkeiten nach der Zerlegungsfl\u00e4che leifert eine erste rohe Klassifikation. Es empfiehlt sich aber, eine feinere Einteilung vorzu\\-nehmen: \\(H_0\\) sei eine willk\u00fcrlich orientierte Faser von \\(F\\), \\(h_0\\) der entsprechende Punkt von \\(f\\) und \\(\\omega \\) ein geschlossener Weg durch \\(h_0\\) auf \\(f\\). L\u00e4\u00dft man einen Punkt \\(h\\) von \\(h_0\\) aus den Weg \\(\\omega \\) durchlaufen, und \u00fcbertr\u00e4gt man dabei die Orientierung von \\(H_0\\) stetig auf die entsprechenden Fasern \\(H\\), so kann bei Durchlaufen von \\(\\omega \\) die Orientierung von \\(H_0\\) erhalten bleiben oder sich umkehren; demgem\u00e4\u00df\\^^Mwerde dem Weg \\(\\omega \\) der ``Wert'' +1 oder -1 zugeordnet. Zusammenziehbare Wege und allgemeiner Wege, die der Kommutatorgruppe der Fundamentalgruppe von \\(f\\) angeh\u00f6ren, erhalten nat\u00fcrlich den Wert +1, so da\u00df\\ die Bewertung nur von den Homologieklassen abh\u00e4ngt und durch endlich viele Werte (einer Homologiebasis) bestimmt ist. Zwei gefaserte Mannigfaltigkeiten geh\u00f6ren in dieselbe ``Klasse'', wenn sie dieselbe ``bewertete Zerlegungsfl\u00e4che'' haben. Auch die bewertete Zerlegungsfl\u00e4che ist gegen Ausbohren und Einheften von Verschlu\u00dfringen invariant.   Die Gleichwertigkeit aller gew\u00f6hnlichen Fasern beim Proze\u00df\\ des Ausbohrens hat zur Folge, da\u00df, wenn man aus irgendeiner geschlossenen \\(F\\) ohne Ausnahmefasern mit gegebener bewerteter Zerlegungsfl\u00e4che \\(f\\) eine Faser ausbohrt, stets derselbe berandete gefaserte Raum \\(\\bar F_0\\) entsteht; zu \\(\\bar F_0\\) geh\u00f6rt als Zerlegungsfl\u00e4che eine einfach gelochte geschlossene Fl\u00e4che \\(\\bar f_0\\). In Verbindung mit den genannten Ergebnissen \u00fcber Ausbohren und Einheften von Verschlu\u00dfringen erh\u00e4lt man: Jeder Klasse von geschlossenen gefaserten Mannigfaltigkeiten ist umkehrbar eindeutig ein von einer gefaserten Ringfl\u00e4che \\(\\bar \\pi _0\\) berandeter gefaserter Raum ohne ausnahmefasern, der ``Klassenraum'' \\(\\bar F_0\\), zugeordnet. Man erh\u00e4lt aus \\(\\bar F_0\\) alle geschlossenen R\u00e4ume der Klasse, indem man eine beliebige Anzahl \\(r\\) von paarweise fremden Faserumgebungen ausbohrt und die \\(r+1\\) Randringfl\u00e4chen auf alle m\u00f6glichen Arten durch Verschlu\u00dfringe schlie\u00dft.   Die Bewertung einer Zerlegungsfl\u00e4che kann willk\u00fcrlich vorgeschrieben werden. Das erkennt man so: Aus einer kanonischen Zerschneidung der Zerlegungsfl\u00e4che \\(f\\) zu einem Polygon erh\u00e4lt man durch Abschr\u00e4gen der Ecken des Polygons eine Zerschneidung \\(\\bar f_0^{*}\\) der gelochten Fl\u00e4che \\(\\bar f_0\\). Man bilde das Produkt \\(\\bar f_0^{*}\\times \\)Kreis und denke sich darin die Fasern mit vom Ort stetig abh\u00e4ngender Orientierung versehen. Welche Fasern beim \u00dcbergang vom Produkt \\(\\bar f_0^{*}\\times \\)Kreis zum Klassenraum \\(\\bar F_0\\) zi identifizieren sind, steht schon durch die Identifikation der Seiten von \\(\\bar f_0^{*}\\) zu \\(\\bar f_0\\) fest. Man hat aber auf jedem Seitenpaar zwei M\u00f6glichkeiten: gleichsinnig oder entgegengesetzt orientierte Fasern zu identifizieren, und das erm\u00f6glicht die Herstellung einer vorgeschriebenen Bewertung von \\(\\bar f_0\\); Einheften eines Verschlu\u00dfringes in \\(\\bar F_0\\) \u00e4ndert daran nichts. - Im Gegensatz zur Zerlegungsfl\u00e4che der geschlossenen \\(F\\) l\u00e4\u00dft sich \u00fcbrigens \\(\\bar f_0\\) im Klassenraum \\(\\bar F_0\\) immer realisieren. Bei orientierbarem \\(\\bar F_0\\) ist die Einbettung von \\(\\bar f_0\\) in \\(\\bar F_0\\) bis auf Deformationen eindeutig bestimmt; insbesondere ist dadurch auf \\(\\bar \\pi _0\\) eine Klasse von Querkreisen, d. h. jede Faser genau einmal schneidenden Kurven, als Rand von \\(\\bar f_0\\) ausgezeichnet. Ist \\(\\bar F_0\\) nichtorientierbar, so unterscheiden sich die als Randkurven bei Einbettung von \\(\\bar f_0\\) auftretenden Querkreise um gerade Vielfache der Faser.   Ein vollst\u00e4ndiges Invariantensystem der orientierbaren und \\textit{orientierten} gefaserten Mannigfaltigkeiten erh\u00e4lt man folgenderma\u00dfen: Die Bewertung der Zerlegungsfl\u00e4\\-che \\(f\\) liegt von vornherein fest; ist \\(f\\) orientierbar, so mu\u00df\\ jeder Weg den Wert +1 erhalten; ist \\(f\\) nichtorientierbar, so erhalten alle und nur die Wege von \\(f\\), l\u00e4ngs deren sich die Orientierung auf \\(f\\) umkehrt, den Wert -1. Zur Kennzeichnung der bewerteten Zerlegungsfl\u00e4che gen\u00fcgt es also, Orientierbarkeit bzw. Nichtorientierbarkeit und Geschlecht von \\(f\\) anzugeben. Damit ist der Klassenraum bestimmt. Symbole: \\(O=\\)Orientierbarkeit von \\(F\\), \\(o\\) bzw. \\(n=\\)Orientierbarkeit bzw. Nichtorientierbarkeit von \\(f\\), \\(p=\\)Geschlecht von \\(f\\). Durch Angabe einer Zahl \\(b\\) wird eine eindeutig bestimmte Schlie\u00dfung von \\(\\bar F_0\\) zu einem Raum \\(F_0\\) ohne Ausnahmefasern festgelegt: Bezeichnet \\(H_0\\) die Faser, \\(Q_0\\) den durch Einbettung von \\(\\bar f_0\\) in \\(\\bar F_0\\) ausgezeichneten Querkreis aus \\(\\bar \\pi _0\\), beide bis auf eine gleichzeitige Umorientierung durch die Orientierung von \\(\\bar F_0\\) orientiert, so sei \\(Q_0+bH_0\\) der (bis auf die Orientierung bestimmte) Meridiankreis des einzuheftenden Verschlu\u00dfringes. Sind noch Ausnahmefasern - etwa in der Anzahl \\(r\\) - vorhanden, so kennzeichnen weitere \\(r\\) Zahlenpaare \\(\\alpha _{\\varrho }, \\beta _{\\varrho }\\) \\((\\varrho =1,2,\\dots r)\\) mit \\(\\alpha _{\\varrho }>1, 0<\\beta _{\\varrho }<\\alpha _{\\varrho }\\), \\((\\alpha _{\\varrho },\\beta _{\\varrho })=1\\), wie die Verschlu\u00dfrin\\-ge in \\(r\\) willk\u00fcrliche ausgebohrte Faserumgebung von \\(F_0\\) einzusetzen sind: Ist \\(H_{\\varrho }\\) die Faser, \\(Q_{\\varrho }\\) der Meridiankreis des ausgebohrten Ringes, beide bis auf gleichzeitige Umorientierung durch die Orientierung von \\(F_0\\) in bestimmter Weise orientiert, so sei \\(\\alpha _{\\varrho }Q_{\\varrho }+\\beta _{\\varrho }H_{\\varrho }\\) der Meridiankreis des Verschlu\u00dfringes. Dieses Invariantensystem wird durch das Symbol  \\[  (O, o \\quad \\text{bzw.} \\quad n; \\quad p| b; \\quad \\alpha _1,\\beta _1; \\alpha _2,\\beta _2; \\dots ; \\alpha _r,\\beta _r) \\]  gekennzeichnet. - Ist eine orientierbare und orientierte \\(F\\) gegeben, so kann man umgekehrt unmittelbar \\(o\\) bzw. \\(n\\) und \\(p\\) daraus ablesen; die \\(\\alpha _{\\varrho },\\beta _{\\varrho }\\) und damit \\(Q_{\\varrho }\\) sind, da ja ein Querkreis auf der Randringsfl\u00e4che bis auf Vielfache der Faser bestimmt ist, durch die Ungleichungen f\u00fcr die \\(\\alpha _{\\varrho }\\) und \\(\\beta _{\\varrho }\\) eindeutig festgelegt, die \\(Q_{\\varrho }\\) bestimmen den \u00dcbergang zum Raum ohne Ausnahmefasern, und \\(b\\) ergibt sich wie oben durch den durch \\(\\bar f_0\\) ausgezeichneten Querkreis. - Kehrt man in \\(F\\) die Orientierung um, so geht in dem Invariantensystem \\(b\\) in \\(-r-b\\), \\(\\beta _{\\varrho }\\) in \\(\\beta _{\\varrho }-\\alpha _{\\varrho }\\) \u00fcber; die \u00fcbrigen Invarianten \u00e4ndern sich nicht.   Im Falle der nichtorientierbaren gefaserten Mannigfaltigkeiten (Symbol \\(N\\)) liegen die Verh\u00e4ltnisse schwieriger. Ist \\(f\\) orientierbar (Symbol \\(o\\)), so kann man ein kanonisches Schnittsystem von \\(f\\) so ausw\u00e4hlen, da\u00df\\ alle Kurven des Systems den Wert -1 haben; in diesem Fall gen\u00fcgt also zur Kennzeichnung der bewerteten Zerlegungs\\-fl\u00e4che wieder Angabe des Geschlechts p. Ist \\(f\\) nichtorientierbar, so sind drei F\u00e4lle m\u00f6glich: (I) Alle Kurven von \\(f\\) haben den Wert +1 (Symbol \\(nI\\)). Anderfalls mu\u00df\\^^Mes einufrige Kurven vom Wert +1 und -1 geben; nimmt man als Fundamentalsystem ein Sytem von eiufrigen R\u00fcckkehrschnitten auf \\(f\\), so k\u00f6nnen darunter einufrige Kurven mit dem Werte -1 (II) in ungerader Anzahl (Symbol \\(n\\) \\(II\\)) oder (III) in gerader Anzahl (Symbol \\(n\\) \\(III\\)) auftereten. Weitere F\u00e4lle treten nicht auf, da man durch geeignete Transformation immer erreichen kann, da\u00df\\ genau eine oder genau zwei Kurven des kanonischen Systems den Wert +1 erhalten. Die Zerlegugngsfl\u00e4che wird also in diesem Fall durch Angabe des Geschlechts und eines der drei genannten Symbole gekennzeichnet. Der Fall \\(p=0\\) scheidet bei nichtorientierbarer \\(F\\) nat\u00fcrlich aus; f\u00fcr \\(p=1\\) kommt von den F\u00e4llen \\(n\\) nur \\(nI\\), f\u00fcr \\(p=2\\) nur \\(n\\) \\(II\\) in Frage. Im \u00fcbrigen werden durch \u00e4hnliche \u00dcberlegungen wie oben die Abschlie\u00dfung des Klassenraums zu einem Raum ohne Ausnahmefasern durch eine Zahl \\(b\\), die Ausnahmefasern durch Zehlenpaare \\(\\alpha _{\\chi },\\beta _{\\chi }\\) gekennzeichnet, wobei wegen des Fehlens der Orientierung aber die Ausnahmefasern der Vielfachheit 2 eine Sonderrolle spielen. Das Invariantensystem sieht so aus:   (\\(N\\), \\(o\\) bzw. \\(n\\) \\(I\\) bzw. \\(n\\) \\(II\\) bzw. \\(n\\) \\(III\\); \\(p| b\\); \\(\\alpha _1,\\beta _1; \\dots ;\\alpha _s,\\beta _s; \\alpha _{s+1},\\beta _{s+1}; \\dots ; \\alpha _r,\\beta _r)\\).   Dabei entsprechen die \\(\\alpha _{\\chi },\\beta _{\\chi }\\) mit \\(\\chi \\leqq s\\) den zweifachen Ausnahmefasern, so da\u00df\\ \\(\\alpha _{\\chi }=2\\), \\(\\beta _{\\chi }=1\\) wird, die mit \\(\\chi >s\\) den mehr als zweifachen Ausnahmefasern, wobei dann \\(\\alpha _{\\chi }>2\\) und \\(0<\\beta _{\\chi }\\leqq \\dfrac 12\\alpha _{\\chi }\\) ist. \\(b\\) ist nur dann von Bedeutung, wenn \\(s=0\\) ist, und dann ist \\(b=0\\) oder 1. Das beruht darauf, da\u00df\\ es im nichtorientierbaren Fall gleichg\u00fcltig ist, wie man die zweifachen Ausnahmefasern in die Ausbohrungen (von denen eine der Rand von \\(\\bar F_0\\) sein kann) einsetzt, w\u00e4hrend es f\u00fcr Fasern h\u00f6herer Vielfachheit wesentlich ist, von welcher der beiden Abschlie\u00dfungen des Klassenraums (die den beiden durch die Einbettung von \\(\\bar f_0\\) in \\(\\bar F_0\\) unterschiedenen Klassen von Querkreisen auf \\(\\bar \\pi _0\\) entsprechen) man ausgeht.   Ein unverzweigter \u00dcberlagerungsraum einer gefaserten \\(F\\) ist selbst gefasert, falls die \u00fcber den Fasern von \\(F\\) liegenden Kurven geschlossen sind. Es werden die Zusammenh\u00e4nge zwischen beiden Faserungen untersucht, und im Falle der orientierten zweifachen \u00fcberlagerung einer nichtorientierbaren \\(F\\) werden deren Invarianten aus denen von \\(F\\) bestimmt.   Aus den Invarianten eines gefaserten Raumes kann man seine Fundamentalgruppe berechnen; das geschieht auf dem Wege \u00fcber eine geeignete Zerschneidung des Klassenraumes. Die Fundamentalgruppe von \\(f\\) ist eine Quotientengruppe der Fundamentalgruppe von \\(F\\). Deshalb mu\u00df\\ bei endlicher Fundamentalgruppe von \\(F\\) auch die von \\(f\\) endlich, also \\(f\\) die Sph\u00e4re oder die projektive Ebene sein; dann kann im zweiten Fall die Anzahl der Ausnahmefasern h\u00f6chstens 1, im ersten h\u00f6chstens 3 sein; f\u00fcr r=3 kann man genaue Aussagen \u00fcber die Vielfachheiten der Ausnahmefasern machen. Die einzige geschlossene gefaserte \\(F\\) mit der Identit\u00e4t als Fundamentalgruppe ist die Hypersp\u00e4re mit den oben angegebenen Faserungen. Ferner ergibt sich folgendes Hom\u00f6omorphiekriterium: Zwei gefaserte R\u00e4ume mit der Kugel als Zerlegungsfl\u00e4che und \\(r\\) \\((\\geqq 3)\\) Ausnahmefasern sind dann und nur dann hom\u00f6omorph, wenn die Vielfachheiten der Ausnahmefasern paarweise \u00fcbereinstimmen. - Auch die gefaserten \\textit{Poincar\u00e9}schen R\u00e4ume (Homologiegruppe ist die Identit\u00e4t) m\u00fcssen als Zerlegungsfl\u00e4che die Kugel haben; sie besitzen wenigstens drei Ausnahmefasern, und die Vielfachheiten der Ausnahmefasern sind paarweise teilerfremd. Umgekehrt kann man, wenn Vielfachheiten diesen Bedingungen entsprechend vorgegeben werden, genau einen gefaserten \\textit{Poincar\u00e9}schen Raum mit Ausnahmefasern in vorgeschriebener Anzahl und Vielfachheit bestimmen. Ein \\textit{Poincar\u00e9}scher Raum ist also auf h\u00f6chstens eine Weise faserbar. Der einzige gefaserte \\textit{Poincar\u00e9}sche Raum mit endlicher Fundamentalgruppe ist der Dodekaederraum. Die \\textit{Poincar\u00e9}schen R\u00e4ume, die man nach dem \\textit{Dehn}schen Verfahren aus einem Torusknoten ableiten kann, sind dadurch gekennzeichnet, da\u00df\\ sie sich fasern lassen, mit drei Ausnahmefasern, zwischen deren Vielfachheiten die Beziehung \\(\\alpha _3=| q\\alpha _1\\alpha _2-1| \\) (\\(q\\) ganz) besteht; man kann einen solchen Raum nur aus einem einzigen Torusknoten in eindeutig bestimmter Weise ableiten.   Wenn sich in einem gefaserten Raum \\(F\\) die Fasern mit eindeutig und stetig vom Ort abh\u00e4ngender Orientierung versehen lassen, d. h. wenn \\(F\\) der Klasse \\(O\\) \\(o\\); \\(p\\) oder \\(N\\), \\(n\\)\\(I\\) ; \\(p\\) angeh\u00f6rt, kann man in \\(F\\) ``Schiebungsgruppen'' beleibiger endlicher Ordnung \\(g\\) definieren, die jede Faser in sich verschieben; sie sind zyklisch. Sind \\(g\\) und die Invarianten von \\(F\\) gegeben, so kann man die Invarianten des Diskontinuit\u00e4tsbereichs der Gruppe bestimmen. Ist \\(F\\) ein gefaserter \\textit{Poincar\u00e9}scher Raum mit Ausnahmefasern der Vielfachheiten \\(\\alpha _{\\varrho }\\), so entsteht auf diese Weise dann und nur dann ein \\textit{Poincar\u00e9}scher Raum oder die Hypersph\u00e4re, wenn \\(g\\) ein Teiler von \\(\\prod \\limits _{\\varrho }\\alpha _{\\varrho }\\) ist; die Vielfachheiten der Ausnahmefasern sind die von 1 verschiedenen unter den Zahlen \\(\\alpha _{\\varrho }/(\\alpha _{\\varrho },g)\\). Die \u00dcberlagerung ist verzweigt \u00fcber denjenigen Ausnahmefasern, f\u00fcr die \\((\\alpha _{\\varrho },g)>1\\) ist. Durch Spezialisierung ergeben sich hieraus noch weitere S\u00e4tze \u00fcber \\textit{Poincar\u00e9}sche R\u00e4ume.   Ein Kriterium, das die Existenz nicht faserbarer R\u00e4ume zu beweisen gestattet, erh\u00e4lt man so: Fa\u00dft man in einem gefaserten Raum eine Faser \\(H\\) und einen geschlossenen Weg \\(W\\) als Elemente der Fundamentalgruppe auf, so liefert Herum\\-f\u00fchren von \\(H\\) um \\(W\\) eine der beiden Relationen: \\(H=W^{-1}HW\\) oder \\(H^{-1}=W^{-1}HW\\). Nun kann man zeigen, da\u00df, abgesehen von gewissen F\u00e4llen - der Hypersph\u00e4re und bestimmten angebbaren Faserungen von Linsenr\u00e4umen -, eine ge\\-w\u00f6hnliche Faser niemals homotop 1 ist. Nicht faserbare R\u00e4ume erh\u00e4lt man also, wenn man R\u00e4ume angeben kann, die von den Ausnahmef\u00e4llen verschieden sind (z. B. unendliche Fundamentalgruppe haben) und in deren Fundamentalgruppe kein Element mit der f\u00fcr \\(H\\) notwendigen Transformationseigenschaft vorkommt. Nun gibt es ein solches Element in dem freien Produkt zweier (von der Identit\u00e4t verschiedener) Gruppen dann und nur dann, wenn beide die Ordnung 2 haben, und Mannigfaltigkeiten, deren Fundamentalgruppe ein freies Produkt ist, kann man durch Zusammenheften zweier Mannigfaltigkeiten l\u00e4ngs der Oberfl\u00e4che je eines ausgebohrten Elements herstellen. Ein konkretes Beispiel einer nicht faserbaren Mannigfaltigkeit entsteht etwa durch Zusammenheften zweier Produktr\u00e4ume   Kreis\\(\\times \\)Kugel.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q559401$EE48AF55-7C00-42E7-9415-4EB508E7335F","rank":"normal"}],"P1447":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1447","hash":"144a6eebf639ea543bd03fa2e7064384b1e7bf2e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":593326,"id":"Q593326"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q559401$D6BC9C0E-1CE8-4C6B-9CF5-9E280A6A5E73","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"a5149b5fb5f835d6e589fcbecc0f148c900d8909","datavalue":{"value":"2547002","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q559401$36C2013D-9278-4E3E-AAF9-1D8598621FEB","rank":"normal"}],"P12":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P12","hash":"c8f63bf6484c83da8e2538d709801e93358bba05","datavalue":{"value":"Q30048614","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q559401$FCC2CD95-38F0-4594-B00F-5D03585AFB6A","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q559401$72BDD92E-872A-4BE0-8FCB-0826C6A741F7","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"0b49a597ceca8443468748bed0e0fe39062a930a","datavalue":{"value":"https://doi.org/10.1007/bf02398271","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q559401$B0880B65-B519-4111-AD8C-045D3D607C5A","rank":"normal"}],"P388":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P388","hash":"8be4352ce4428b35193c0f96a6d751235cbe1a16","datavalue":{"value":"W2067880356","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q559401$3235871D-F551-437C-8D82-2E8F0E53A036","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"78ca93acce53e480c829657061171b86ca5a358f","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6481806,"id":"Q6481806"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q559401$7B5AFA35-1734-4039-8ACA-F8C3D8E178D9","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Topologie dreidimensionaler gefaserter R\u00e4ume.","badges":[]}}}}}