{"entities":{"Q574229":{"pageid":575996,"ns":120,"title":"Item:Q574229","lastrevid":62865714,"modified":"2026-04-11T08:48:52Z","type":"item","id":"Q574229","labels":{"en":{"language":"en","value":"\u00dcber den algebraischen Inhalt der topologischen Dualit\u00e4tss\u00e4tze."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2557650"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q574229$013CF9ED-E909-45A5-BC54-72F4BBDFA16D","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"f6120b9241c84d7ffb8ab7db79c42209b5488932","datavalue":{"value":{"text":"\u00dcber den algebraischen Inhalt der topologischen Dualit\u00e4tss\u00e4tze.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q574229$9093513A-C9DF-43AA-A3BA-978AF0522B9A","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"11012aa14e621a6b8a4d600a834ae916b4509501","datavalue":{"value":"57.0717.01","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q574229$ACB20956-1A5B-4ADA-B9E3-3B9DA824BD15","rank":"normal"}],"P27":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P27","hash":"00ec05d686c64496ac0823cc448f50b3a11da2a0","datavalue":{"value":"10.1007/BF01455814","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q574229$6E13BB9B-D9CD-4DB6-9251-3E00A72F0AAC","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"7016073dc3661ad2b8fcf740b72e135f31d59f23","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":166142,"id":"Q166142"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q574229$A60802A2-D717-4E51-A81C-808FC6AE6A1E","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"e0130902a9dcdeca58c7452ef77c67f7d7741a88","datavalue":{"value":{"time":"+1931-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q574229$67B09B00-BB34-4E31-A1AC-1A6541E64BB6","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"7bd52bd628890767ec00572e71874fdae005461b","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/159508","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q574229$011824B5-EFB5-4522-A264-FE3B85CD7CFC","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"c318877a2781a4fce0637e7f292e67329e6f32a5","datavalue":{"value":"\\(M\\) sei eine zyklische Gruppe der Ordnung \\(\\mu\\) (f\u00fcr \\(\\mu = 0\\) die freie Gruppe mit einer Erzeugenden), geschrieben als additive Gruppe der ganzen Zahlen mod \\(\\mu\\). Zwei abelsche Gruppen \\(U, V\\) mit endlich vielen Erzeugenden bilden ein \\textit{Gruppenpaar} in bezug auf \\(M\\), wenn jedem Paar von Elementen \\(u\\in U\\), \\(v\\in V\\) ein Element \\(m = u\\cdot v\\) von \\(M\\) als ``Produkt'' zugeordnet ist, so da\u00df gilt:  \\[  (u_1+ u_2) \\cdot v = u_1 \\cdot v + u_2 \\cdot v, \\quad u \\cdot (v_1 + v_2) = u \\cdot v_1 + u \\cdot v_2.  \\]  Gibt es insbesondere zu jedem \\(u \\neq 0\\) ein \\(v\\) und zu jedem \\(v \\neq 0\\) ein \\(u\\), so da\u00df \\(u \\cdot v \\neq 0\\) wird, so hei\u00dft das Gruppenpaar \\textit{primitiv}. Die Grundlage der Arbeit, aus der sich nicht nur alle bekannten Dualit\u00e4tss\u00e4tze der Topologie, sondern auch wichtige Verallgemeinerungen ergeben, bildet der  \\textit{Algebraische Dualit\u00e4tssatz}: Bilden \\(U, V\\) ein primitives Gruppenpaar in bezug auf \\(M\\), so sind \\(U\\) und \\(V\\) (einstufig) isomorph. Genauer: Es gibt direkte Summenzerlegungen  \\[  U = A_1+A_2 + \\cdots + A_n, \\quad V = B_1 + B_2 + \\cdots + B_n  \\]  in zyklische Gruppen \\(A_i\\) bzw. \\(B_i\\), f\u00fcr deren Erzeugende \\(a_i\\) bzw. \\(b_i\\) gilt:  \\[  a_i \\cdot b_j = 0 \\quad \\text{ f\u00fcr } \\quad i \\neq j, \\quad a_i \\cdot b_i = k_i > 0  \\]  mit \\(k_{i+1}\\equiv 0 \\pmod{k_i}\\), \\(k_i\\) Teiler von \\(\\mu\\), \\(\\dfrac{\\mu}{k_i} =\\) Ordnung von \\(A_i\\) und \\(B_i\\).  Die \\(k_i\\), die ``invarianten Faktoren'' des Gruppenpaares, sind die Elementarteiler der Matrix \\((x_i \\cdot y_i)\\), wenn \\(x_i\\) bzw. \\(y_j\\) eine linear unabh\u00e4ngige Basis von \\(U\\) bzw. \\(V\\) sind. -- Im Falle \\(\\mu = 0\\) hei\u00dft ein primitives Gruppenpaar, dessen \\(k_i\\) alle gleich 1 sind, \\textit{orthogonal}. In den Anwendungen treten in der Regel f\u00fcr \\(\\mu \\geqq 2\\) primitive, f\u00fcr \\(\\mu = 0\\) orthogonale Gruppenpaare auf, so da\u00df die Ausdrucksweise ``ein primitives bzw. orthogonales Gruppenpaar'' (ebenso: ``ein Gruppenpaar bzw. konjugiertes Gruppenpaar'' -- s. unten) immer auf diese Fallunterscheidung zu beziehen ist.  Ist \\(U, V\\) ein Gruppenpaar, \\(A\\) eine Untergruppe von \\(U\\), so hei\u00dft die Untergruppe \\((V, A)\\) der Elemente \\(v\\) von \\(V\\), die \\(a \\cdot v = 0\\) f\u00fcr jedes \\(a \\in A\\) erf\u00fcllen, der Annullator von \\(A\\) in \\(V\\); entsprechend ist der Annullator \\((U, B)\\) einer Gruppe \\(B \\subset V\\) in \\(U\\) erkl\u00e4rt. -- F\u00fcr zwei Untergruppen \\(A \\subset (U, V)\\), \\(B \\subset (V, U)\\) des Gruppenpaares \\(U, V\\) bilden auch die Faktorgruppen \\(U/A\\), \\(V/B\\) ein Gruppenpaar (mit demselben \\(M\\)), indem sich die Multiplikation der Elemente von \\(U, V\\) auf die Restklassen \u00fcbertr\u00e4gt. Insbesondere ist das Paar \\(U/(U, V)\\), \\(V/(V, U)\\) primitiv; ist es -- f\u00fcr \\(\\mu = 0\\) -sogar orthogonal, so hei\u00dfen \\(U, V\\) ein \\textit{konjugiertes} Paar.  Die Paarbildung h\u00e4ngt mit den Homomorphismen der Gruppen \\(U\\) bzw. \\(V\\) in \\(M\\) zusammen: Ist \\(z(v)\\) irgendeine homomorphe Abbildung von \\(V\\) in \\(M\\), bei der \\((V, U)\\) auf 0 abgebildet wird, so wird \\(z(v)\\) stets durch ein -- und im Falle eines primitiven Paares nur ein -- Element von \\(U\\) erzeugt, d. h. f\u00fcr ein geeignetes \\(u_z\\) und alle \\(v\\) gilt \\(u_z \\cdot v = z(v)\\).  Versteht man unter \\(A\\) eine Untergruppe ``mit Division'' von \\(U\\), d. h. ist zugleich mit \\(\\lambda u\\) (\\(\\lambda\\) ganz, \\(\\neq 0\\)) auch \\(u\\) in \\(A\\) enthalten, so gelten folgende S\u00e4tze: (1) Ist das Paar \\(U, V\\) primitiv bzw. orthogonal, und ist \\(B = (V, A)\\), so ist \\(A = (U, B)\\). (2) Sind \\(U, V\\) ein Gruppenpaar bzw. konjugiertes Gruppenpaar, \\(A\\) und \\(B\\) Untergruppen, die die Annullatoren \\((U, B)\\) bzw. \\((V, A)\\) enthalten, so bilden auch \\(A\\) und \\(B\\) ein Gruppenpaar bzw. konjugiertes Gruppenpaar (mit derselben Multiplikation).  Die topologischen Dualit\u00e4tss\u00e4tze ergeben sich nun aus dem algebraischen Dualit\u00e4tssatz dadurch, da\u00df gezeigt wird: Die entsprechenden \\textit{Betti}schen Gruppen mod \\(\\mu\\), (f\u00fcr \\(\\mu = 0\\) sind immer die bei Homologie ``mit Division'' entstehenden reduzierten \\textit{Betti}schen Gruppen zu nehmen) bilden ein primitives bzw. orthogonales Gruppenpaar. Als Multiplikation tritt dabei im \\textit{Poincar\u00e9}schen Falle die Schnittzahl, im \\textit{Alexander}schen Falle die Verschlingungszahl mod \\(\\mu\\) auf. In der Behauptung ist jeweils die Isomorphie der beiden Gruppen und eine Aussage \u00fcber die Existenz von ausgezeichneten Basen enthalten.  \\(M^n\\) sei eine orientierbare \\(n\\)-dimensionale Mannigfaltigkeit in einer festen Simplizialzerlegung (wobei der nur auf Homologieeigenschaften beruhende verallgemeinerte Mannigfaltigkeitsbegriff zu Grunde gelegt wird), \\(K\\) ein Komplex auf \\(M^n\\). F\u00fcr festes \\(\\mu\\), seien \\(L^r\\), \\(Z^r\\), \\(H^r\\) die Gruppen mod \\(\\mu\\) der \\(r\\)-dimensionalen Komplexe, Zyklen und nullhomologen Zyklen (f\u00fcr \\(\\mu = 0\\): Homologie mit Division) von \\(K\\). Die Gruppen \\(\\mathfrak L^r\\), \\(\\mathfrak Z^r\\), \\(\\mathfrak H^r\\) seien entsprechend aus den zu den Simplexen von \\(K\\) dualen baryzentrischen Sternen der baryzentrischen Unterteilung von \\(M^n\\) gebildet, wobei f\u00fcr die Randbildung der Rand im \u00fcblichen Sinne nur soweit zu ber\u00fccksichtigen ist, wie seine Zellen zu Simplexen von \\(K\\) dual sind (``reduzierter'' Rand). Ein Element von \\(\\mathfrak Z^r\\) hat also keinen reduzierten Rand, aber im allgemeinen einen in \\(M^n - K\\) gelegenen Rand im gew\u00f6hnlichen Sinne. Ein \\(r\\)-dimensionaler Zyklus in \\(M^n - K\\) ist dort, falls er in \\(M^n\\) berandet, homolog dem Rand eines Elements von \\(\\mathfrak Z^{r+1}\\), und die Gruppe der Homologieklassen von \\(M^n - K\\), die in \\(M^n\\) berandende Zyklen enthalten, wird durch diese Zuordnung isomorph abgebildet auf die Faktorgruppe von \\(\\mathfrak Z^{r+1}\\) nach der Gruppe \\(\\dot{\\mathfrak H}^{r+1}\\) derjenigen Elemente von \\(\\mathfrak Z^{r+1}\\), deren R\u00e4nder in \\(M^n - K\\) homolog 0 sind. Ist insbesondere \\(M^n\\) ein verallgemeinerter \\textit{Poincar\u00e9}scher Raum, d. h. berandet in \\(M_n\\) jeder Zyklus au\u00dfer vielleicht \\(M_n\\) selbst, so f\u00e4llt \\(\\dot{\\mathfrak H}^{r+1}\\) mit \\(\\mathfrak H^{r+1}\\) zusammen; ebenso, wenn \\(K = M^n\\) ist; sonst ist im allgemeinen \\(\\dot{\\mathfrak H}^{r+1} \\supset \\mathfrak H^{r+1}\\).  Offenbar bilden \\(L^r\\) und \\(\\mathfrak L^{n-r}\\) ein primitives bzw. orthogonales Gruppenpaar mit der Schnittzahl mod \\(\\mu\\) als Multiplikation. Es ergibt sich  \\[  (L^r, \\mathfrak H^{n-r}) = Z^r, \\qquad (\\mathfrak L^{n-r}, H^r) = \\mathfrak Z^{n-r},  \\]  woraus folgt:  \\[  (\\mathfrak L^{n-r}, Z^r) = \\mathfrak H^{n-r}, \\quad (L^r, \\mathfrak Z^{n-r}) = H^r.  \\]  Infolgedessen bilden auch \\(Z^r/H^r\\) und \\(\\mathfrak Z^{n-r}/\\mathfrak H^{n-r}\\) ein primitives bzw. orthogonales Gruppenpaar und \\(Z^r\\) und \\(\\mathfrak Z^{n-r}\\) ein Gruppenpaar bzw. konjugiertes Gruppenpaar.  L\u00e4\u00dft man \\(K\\) mit \\(M^n\\) zusammenfallen, so liefert die Behauptung \u00fcber \\(Z^r/H^r\\) und \\(\\mathfrak Z^{n-r}/\\mathfrak H^{n-r}\\) den verallgemeinerten \\textit{Poincar\u00e9-Veblenschen Dualit\u00e4tssatz}: Die \\textit{Beiti}schen Gruppen mod \\(\\mu\\) der Dimensionen \\(r\\) und \\(n - r\\) bilden in einer \\(n\\)-dimensionalen Mannigfaltigkeit ein primitives bzw. orthogonales Gruppenpaar, mit der Schnittzahl mod \\(\\mu\\), als Multiplikation. -- Ist dagegen \\(M^n\\) ein verallgemeinerter \\textit{Poincar\u00e9}scher Raum und \\(K\\) ein echter Teil von \\(M^n\\), so erh\u00e4lt man den \\textit{Alexanderschen Dualit\u00e4tssatz} im ``engeren Sinne'': F\u00fcr einen Teilkomplex \\(K\\) eines \\(n\\)-dimensionalen verallgemeinerten \\textit{Poincar\u00e9}schen Raumes ist die \\(r\\)-dimensionale \\textit{Betti}sche Gruppe mod \\(\\mu\\) von \\(K\\) zu der \\((n - r - 1)\\)-dimensionalen \\textit{Betti}schen Gruppe mod \\(\\mu\\), von \\(M^n - K\\) primitiv bzw. orthogonal, mit der Verschlingungszahl mod \\(\\mu\\) der Zyklen entsprechender Homologieklassen als Multiplikation.  Ist \\(K\\) ein echter Teilkomplex einer beliebigen \\(M^n\\), so seien \\(W^r\\), \\(B^r\\), \\(\\mathfrak B^r\\) die \\(r\\)-dimensionalen \\textit{Betti}schen Gruppen mod \\(\\mu\\) von \\(M^n\\), \\(K\\), \\(M^n - K\\). Da jede Homologieklasse von \\(K\\) bzw. \\(M^n - K\\) in einer solchen von \\(M^n\\) enthalten ist, sind \\(B^r\\) und \\(\\mathfrak B^r\\) homomorph in \\(W^r\\) hinein abgebildet; die kleinsten Untergruppen mit Division von \\(W^r\\), in denen die Bildgruppen enthalten sind, seien \\(V^r\\) bzw. \\(\\mathfrak B^r\\). \\(A^r\\) und \\(\\mathfrak A^r\\) seien die Untergruppen von \\(B^r\\) bzw. \\(\\mathfrak B^r\\), die auf 0 in \\(W^r\\) abgebildet werden, und \\(\\overset {*}  A^r\\), \\(\\overset {*}  {\\mathfrak A}^r\\) die Untergruppen von \\(A^r\\), \\(\\mathfrak A^r\\), deren Elemente in \\(M^n\\) berandende Zyklen enthalten (f\u00fcr \\(\\mu \\neq 0\\): \\(A^r = \\overset {*} A^r\\), \\(\\mathfrak A^r = \\overset {*}{\\mathfrak A}^r)\\). Mit der Schnittzahl als Multiplikation sind \\(W^r\\) und \\(W^{n-r}\\) zueinander primitiv bzw. orthogonal, und es gilt  \\[  (W^r, \\mathfrak B^{n-r}) = V^r, \\qquad (W^{n-r}, V^r) = \\mathfrak B^{n-r}. \\tag{I}  \\]  Bedeutet \\(\\overline H^r\\) die Untergruppe der in \\(M^n\\) nullhomologen Elemente von \\(Z^r\\), so bilden wegen  \\[  (Z^r, \\mathfrak Z^{n-r}) = H^r \\subset \\overline H^r  \\]  zugleich mit \\(Z^r\\), \\(Z^{n-r}\\) auch \\(\\overline H^r\\), \\(\\mathfrak Z^{n-r}\\) ein Gruppenpaar bzw. konjugiertes Gruppenpaar, mit  \\[  (H^r, \\mathfrak Z^{n-r}) = H^r.  \\]  Nimmt man noch die Relation  \\[  (\\mathfrak Z^{n-r}, \\overline H^r) = \\dot{\\mathfrak H}^{n-r}  \\]  (die den wesentlichen Teil des Beweises ausmacht) hinzu und geht man zu den Faktorgruppen nach den Annullatoren \u00fcber, so erh\u00e4lt man: \\(\\overline H^r/H^r\\) und \\(\\mathfrak Z^{n-r}/\\dot{\\mathfrak H}^{n-r}\\) sind zueinander primitiv bzw. orthogonal, und diese Gruppen sind isomorph zu \\(A^r\\) und \\(\\overset {*}{\\mathfrak A}^{n-r-1}\\). Da hier \\(K\\) und \\(M^n - K\\) vertauscht werden d\u00fcrfen, ergibt sich:  (II) \\(A^r\\) und \\(\\overset {*}{\\mathfrak A}^{n-r-1}\\) sowie \\(\\overset {*} A^r\\) und \\(\\mathfrak A^{n-r-1}\\) sind primitive bzw. orthogonale Gruppenpaare, mit der Verschlingungszahl als Multiplikation.  (I) und (II) zusammen bilden den \\textit{Alexanderschen Dualit\u00e4tssatz} im ``weiteren Sinne'', in dem f\u00fcr \\(\\mu = 0\\) oder Primzahl eine fr\u00fcher von Verf. bewiesene allgemeine Dualit\u00e4tsformel f\u00fcr die R\u00e4nge der Gruppen enthalten ist (1928; F. d. M. 54, 608 (JFM 54.0608.*)).  Der Dualit\u00e4tssatz f\u00fcr abgeschlossene Mengen erfordert eine Erweiterung der gruppentheoretischen Hilfsmittel auf gewisse Gruppenfolgen. In einer Folge von Gruppen \\(U_i\\) \\((i = 1, 2, \\dots)\\) ist eine direkte Homomorphismenfolge \\(\\mathbf F(U_i, \\varphi)\\) definiert, wenn f\u00fcr jedes \\(U_i\\) eine homomorphe Abbildung \\(\\varphi_i(U_i)\\) in \\(U_{i+1}\\) hinein gegeben ist; entsprechend wird eine inverse Homomorphismenfolge \\(\\overline{\\mathbf F}(U_i, \\pi)\\) durch homomorphe Abbildung \\(\\pi_i(U_i)\\) von \\(U_i\\) in \\(U_{i-1}\\) definiert. In beiden F\u00e4llen ist auch in jeder Teilfolge der \\(U_i\\) durch Zusammensetzen der Homomorphismen der Zwischenglieder eine Homomorphismenfolge definiert. Die \u00fcblichen Gleichheitsaxiome sind erf\u00fcllt, wenn man zwei Homomorphismenfolgen als \u00e4quivalent bezeichnet, falls sie mit einer passenden dritten Homomorphismenfolge je eine Teilfolge gemeinsam haben. -- Jede direkte Homomorphismenfolge \\(\\mathbf F(U_i, \\varphi)\\) bestimmt eine Limesgruppe \\(U\\) mit den Elementen  \\[  u = (u_k, u_{k+1}, \\dots), \\quad u_\\varkappa \\in U_\\varkappa, \\quad u_{\\varkappa+1} = \\varphi_\\varkappa(u_\\varkappa),  \\]  wobei es auf endlich viele Glieder \\(u_\\varkappa\\) bei der Definition von \\(u\\) nicht ankommt und die Gruppenoperation in \\(U\\) durch Aus\u00fcbung derjenigen der \\(U_\\varkappa\\) auf entsprechende Glieder der Folgen gegeben ist. Die Limesgruppen \u00e4quivalenter Homomorphismenfolgen sind isomorph. -Die \\(U_i\\) und \\(V_i\\) seien kommutativ. Dann hei\u00dfen die Homomorphismenfolgen \\(\\mathbf F(U_i, \\varphi)\\) und \\(\\overline{\\mathbf F}(V_i, \\pi)\\) \\textit{orthogonal} in bezug auf \\(M\\), wenn die \\(U_i\\), \\(V_i\\) primitive bzw. orthogonale Gruppenpaare in bezug auf \\(M\\) sind und f\u00fcr jedes \\(u_i \\in U_i\\), \\(v_{i+1} \\in V_{i+1}\\) gilt:  \\[  \\varphi_i(u_i) \\cdot v_{i+1} = u_i \\cdot \\pi_i(v_{i+1}).  \\]  Die Limesgruppe von \\(\\mathbf F(U_i, \\varphi)\\) hei\u00dft die zu \\(\\overline{\\mathbf F}(V_i, \\pi)\\) \\textit{duale} Gruppe. Ist eine (direkte oder inverse) Homomorphismenfolge \\(\\mathbf F(U_i)\\) und f\u00fcr jedes \\(i\\) eine zu \\(U_i\\) in bezug auf \\(M\\) primitive bzw. orthogonale Gruppe \\(V_i\\) gegeben, so kann man zwischen den \\(V_i\\) Homomorphismen eindeutig so bestimmen, da\u00df eine zu \\(\\mathbf F(U_i)\\) orthogonale Homomorphismenfolge \\(\\overline{\\mathbf F}(V_i)\\) entsteht. Zwei zu \u00e4quivalenten Homomorphismenfolgen orthogonale Homomorphismenfolgen sind \u00e4quivalent; die dualen Gruppen \u00e4quivalenter inverser Homomorphismenfolgen sind also isomorph.  Ist \\(F\\) eine kompakte abgeschlossene Menge im euklidischen \\(R^n\\), \\(Q_i\\) eine Folge von sich auf \\(F\\) zusammenziehenden Polyederumgebungen, und \\(G_i = R^n - Q_i\\), so ist wegen \\(Q_{i+1} \\subset Q_i\\), \\(G_i \\subset G_{i+1}\\) jede Homologieklasse von \\(Q_{i+1}\\) bzw. \\(G_i\\) in einer solchen von \\(Q_i\\) bzw. \\(G_{i+1}\\) enthalten und dadurch in den \\textit{Betti}schen Gruppen (mod \\(\\mu\\)) \\(B^r(Q_i)\\) eine inverse, in den \\(B^r(G_i)\\) eine direkte Homomorphismenfolge definiert; beide sind zueinander orthogonal, und die Limesgruppe der zweiten ist zu \\(B^r(R^n - F)\\) isomorph. Approximiert man, nach \\textit{Alexandroff} (Annals of Math. (2) 30 (1928), 101-187; F. d. M. 54, 609 (JFM 54.0609.*)), \\(F\\) durch ein Projektionsspektrum, so ist durch die Projektionen der Komplexe \\(A_i\\) des Spektrums in deren \\textit{Betti}schen Gruppen eine inverse Homomorphismenfolge \\(\\overline{\\mathbf F}(B^r(A_i), \\pi)\\) gegeben. Nimmt man geeignete geometrische Realisationen der \\(A_i\\) in einem gen\u00fcgend hochdimensionalen Raum, der \\(R^n\\) samt \\(F\\) enth\u00e4lt, in der N\u00e4he von \\(F\\), so erkennt man, da\u00df \\(\\overline{\\mathbf F}(B^r(A_i), \\pi)\\) \u00e4quivalent ist zur Homorphismenfolge der \\(B^r(Q_i)\\). Die zu \\(\\overline{\\mathbf F}(B^r(A_i), \\pi)\\) duale Gruppe ist also unabh\u00e4ngig von der Wahl des Projektionsspektrums und eine topologische Invariante von \\(F\\), die ``zur \\(r\\)-dimensionalen Zyklosis von \\(F\\) duale Gruppe'' (ist F ein stetiger Komplex, so ist sie isomorph zu \\(B^r(F)\\)). Es gilt der \\textit{allgemeine Dualit\u00e4tssatz}: Die zur \\(r\\)-dimensionalen Zyklosis von \\(F\\) duale Gruppe ist isomorph der \\((n - r - 1)\\)-dimensionalen \\textit{Betti}schen Gruppe von \\(R^n - F\\), und daraus folgt der \\textit{Invarianzsatz}: Die \\textit{Betti}schen Gruppen von \\(R^n - F\\) sind topologische Invarianten von \\(F\\). Ein (f\u00fcr Primzahlmoduln g\u00fcltiger) Beweis dieses Satzes findet sich f\u00fcr \\(\\mu = 2\\) bei \\textit{Alexandroff} (Nachrichten G\u00f6ttingen 1927, 323-329; F. d. M. 54, 608 (JFM 54.0608.*)); bei Existenz einer endlichen Basis folgt er f\u00fcr \\(\\mu = 0\\) aus der Invarianz der R\u00e4nge der Gruppen (\\textit{Lefschetz}, 1928; F. d. M. 54, 607 (JFM 54.0607.*)). Das vorliegende Ergebnis ist weit allgemeiner, da, wie Verf. zeigt, jede abz\u00e4hlbare abelsche Gruppe ohne Elemente endlicher Ordnung als eindimensionale Bettische Gruppe eines \\(R^3 - F\\) auftreten kann, und deren gibt es -schon bei Beschr\u00e4nkung auf den Rang 1 -- kontinuierlich viele nicht isomorphe. -- Die Verallgemeinerung auf kompakte abgeschlossene Mengen in einer beliebigen \\(M^n\\) erfordert keine neuen Hilfsmittel mehr und wird hier nicht durchgef\u00fchrt.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q574229$089A6C5E-4902-4092-9165-392E5904A07A","rank":"normal"}],"P1447":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1447","hash":"144a6eebf639ea543bd03fa2e7064384b1e7bf2e","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":593326,"id":"Q593326"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q574229$892E8140-099C-4648-951A-6E7877223087","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"ff833b42f2be07a9fc48305754053709ba3f34b7","datavalue":{"value":"2557650","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q574229$3DEBCFF4-836C-4A9A-A7DF-BD8F10B8C201","rank":"normal"}],"P12":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P12","hash":"4d81b961fdb8bb1d95be9e5706f34a46de585718","datavalue":{"value":"Q109217295","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q574229$B0179F71-2B32-4D75-8946-315B5C509869","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"8a8aaa87a3a229e106832b4f53e997e5473e2116","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":913672,"id":"Q913672"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q574229$DAE80BDA-AD54-450E-ADFD-882EFBF23F26","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q574229$D824E9C8-C77C-4402-85A7-95EE64ABB3F6","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"\u00dcber den algebraischen Inhalt der topologischen Dualit\u00e4tss\u00e4tze.","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/%C3%9Cber_den_algebraischen_Inhalt_der_topologischen_Dualit%C3%A4tss%C3%A4tze."}}}}}