{"entities":{"Q5891319":{"pageid":7927114,"ns":120,"title":"Item:Q5891319","lastrevid":51878111,"modified":"2026-01-20T11:14:55Z","type":"item","id":"Q5891319","labels":{"en":{"language":"en","value":"Experimental physics 2. Electricity and optics"}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 6231631"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5891319$74DF5052-1150-437E-B55A-8687999A7626","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"051ca353d5bd31ecaece93c464256f4007e1f041","datavalue":{"value":{"text":"Experimental physics 2. 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Da sich in diesem Sinne auch nach dem Erscheinen der f\u00fcnften Auflage die Optik weiterentwickelt hat, sind in dieser neuen Ausgabe neben einer verbesserten Darstellung der klassischen Grundlagen der Elektrodynamik und Optik viele Neuerungen ber\u00fccksichtigt worden.  Die vier B\u00e4nde erm\u00f6glichen dem Studenten einen reibungslosen \u00dcbergang von den in der Schule erworbenen Kenntnissen zur klassischen und modernen Physik, sind aber auch f\u00fcr eher theoretisch orientierte Wissenschaftler ein gutes Nachschlagewerk, da die experimentellen Ergebnisse der Physik die Grundlage theoretischer Modelle sind und letztere die Praxis widerspiegeln m\u00fcssen.  Der 482 Seiten lange zweite Band besteht aus zw\u00f6lf Kapiteln und einem zus\u00e4tzlichen Kapitel, in dem die L\u00f6sungen der \u00dcbungsaufgaben dargestellt sind. Die Kapitel sind in Abschnitte und Unterabschnitte eingeteilt. Die Texte des Buches sind farbig gestaltet. Die Darstellung der Gebiete wird durch eine Vielzahl guter Grafiken und Abbildungen illustriert. Am Ende eines jeden Kapitels befindet sich eine Zusammenfassung. Die auf Basis der experimentellen Physik hergeleiteten mathematischen Beschreibungen sind ausf\u00fchrlich dargestellt, in Einzelf\u00e4llen wird auf weiterf\u00fchrende Literatur verwiesen. Auf Band~1, ``Mechanik und W\u00e4rme'', wird nach Bedarf Bezug genommen. Neben den fachlichen Aspekten findet der Leser auch Hinweise auf die historische Entwicklung des Gebietes. Am Ende des Werks befinden sich ein nach Kapiteln geordnetes Literaturverzeichnis, ein Sachverzeichnis, Umrechnungshilfen sowie Listen physikalischer und astronomischer Konstanten und das griechische Alphabet.  Gegenstand des ersten Kapitels ist die Elektrostatik, d.h.\\ es werden Kr\u00e4fte behandelt, die unbewegte elektrische Ladungen aufeinander aus\u00fcben. Die elektrischen Felder sind station\u00e4r. Der Autor startet mit dem Coulombschen Gesetz. Das elektrische Feld wird eingef\u00fchrt als ein Feld, das unabh\u00e4ngig von einer Probeladung im Raum existiert, analog zu dem in Band 1 behandelten Gravitationsfeld. Die Definition der Ladungsdichte, der elektrischen Feldst\u00e4rke, das elektrostatische Potential, die Poissongleichung, Multipole und die praktisch wichtige Multipolentwicklung, die Influenz, Kondensatoren, die Energie des elektrischen Feldes, Dielektrika, die Polarisation und die Gleichungen des elektrischen Feldes in Materie werden diskutiert. Als Ma\u00dfsysteme werden unter Bezug auf den ersten Band das SI- und cgs-System verwendet. Ein Abschnitt ist den molekularen Grundlagen der elektrischen Ladungen gewidmet. Behandelt werden der Millikan-Versuch zur Messung von Elementarladungen, die Ablenkung von Elektronen und Ionen durch elektrische Felder sowie das Dipolelement eines Molek\u00fcls. Abgeschlossen wird das Kapitel mit der Darstellung elektrostatischer Ph\u00e4nomene in der Natur und Technik (u.a.\\ Reibungselektrizit\u00e4t, Gewitter, Kugelblitze, elektrostatische Kopierer).  Kapitel 2 ist dem station\u00e4ren elektrischen Strom, d.h.\\ dem Transport elektrischer Ladungen in fester, fl\u00fcssiger und gasf\u00f6rmiger Materie, gewidmet. Die Stromst\u00e4rke und -dichte werden definiert. Entsprechend der Ladungsart, die den Stromtransport bewirkt, wird zwischen elektronischen, Ionen- und gemischten Leitern unterschieden. Im Einzelnen werden die Driftgeschwindigkeit, die elektrische Leitf\u00e4higkeit, das Wiedemann-Franzsche Gesetz f\u00fcr den Zusammenhang zwischen der elektrischen Leitf\u00e4higkeit von Metallen und ihrer thermischen Leitf\u00e4higkeit sowie das Ohmsche Gesetz f\u00fcr die Relation zwischen Strom- und Feldst\u00e4rke einschlie\u00dflich Anwendungen dargestellt. Die Temperaturabh\u00e4ngigkeit des spezifischen Widerstandes von Metallen wird behandelt. Die Leitf\u00e4higkeit in Halbleitern wird prim\u00e4r durch die Dichte der freien Elektronen bestimmt. Die Erh\u00f6hung der Leitf\u00e4higkeit von Halbleitern durch Dotierungen mit Fremdatomen wird erl\u00e4utert. Die Supraleitung wird unter Hinweis auf die historischen Entdeckungen 1911 und 1986, die theoretische Erkl\u00e4rung durch \\textit{J. Bardeen}, \\textit{L. N. Cooper} und \\textit{R. Schrieffer} [``Theory of Superconductivity'', Phys. Rev. 108, No. 5, 1175--1204 (1957; \\url{doi:10.1103/physrev.108.1175})] und durch ein einfaches mechanisches Modell erl\u00e4utert. Die elektrische Leistung, die Joule'sche W\u00e4rme und die Kirchhoffschen Regeln f\u00fcr Netzwerke und Strommessger\u00e4te werden er\u00f6rtert. Weitere Themen sind elektrisch leitende Fl\u00fcssigkeiten (Elektrolyte) und der Ladungstransport durch Elektronen und Ionen in Gasen (Plasma, Ionisation durch W\u00e4rme und Photonen, Gasentladungen). Dargelegt wird ferner der Mechanismus von Stromquellen (galvanische Elemente, Akkumulatoren, Batterien, Brennstoffzellen). Ein Abschnitt ist den thermischen Stromquellen gewidmet. Besprochen werden das Kontaktpotential, der Seebeck-Effekt und der Peltier-Effekt. Insbesondere wird auf thermoelektrische Konverter, die Strom durch Temperaturdifferenzen erzeugen (Umwandlung von Abw\u00e4rme im Auspuffrohr in elektrische Energie) oder umgekehrt W\u00e4rmeenergie mit Hilfe von Strom transportieren (Abk\u00fchlung von Mikrochips), hingewiesen  Analog zum ersten Kapitel wird in Kapitel 3 die Magnetostatik er\u00f6rtert. Begonnen wird mit den bereits seit dem Altertum bekannten Permanentmagneten. In Zusammenhang mit den Magnetfeldern station\u00e4rer Str\u00f6me wird der magnetische Fluss betrachtet und daf\u00fcr das Gau\u00dfsche Gesetz formuliert mit der Aussage, dass es keine magnetischen Monopole geben kann. Das Amp\u00e8re'sche Gesetz wird diskutiert. Die Definitionsgleichungen f\u00fcr das Vektorpotential des Magnetfeldes bei Coulomb-Eichung und die Formeln zur Bestimmung des Potentials bei gegebener Stromverteilung im dreidimensionalen Raum werden hergeleitet, einschlie\u00dflich des Biot-Savart-Gesetzes, das entsprechend f\u00fcr d\u00fcnne Dr\u00e4hte gilt. In Zusammenhang mit den Kr\u00e4ften, die auf bewegte Ladungen im Magnetfeld wirken, wird die Lorentzkraft eingef\u00fchrt und der Hall-Effekt diskutiert. Die allgemeine Lorentzkraft wird als Summe aus Coulomb- und Lorentzkraft definiert.  In einem gesonderten Abschnitt wird unter der Voraussetzung, dass die in Band 1 behandelten Grundlagen der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie bekannt sind, gezeigt, dass die relativistische Behandlung des Coulomb-Gesetzes, angewandt auf bewegte Ladungen, direkt zu der Lorentzkraft f\u00fchrt. Das Magnetfeld ergibt sich als eine \u00c4nderung des elektrischen Feldes bewegter Ladungen, hervorgerufen durch die Lorentz-Kontraktion. Die Transformationsgleichungen f\u00fcr elektromagnetische Felder beim \u00dcbergang von ruhenden zu bewegten Ladungen werden hergeleitet.  Im Abschnitt ``Materie im Magnetfeld'' werden magnetische Dipole, die magnetische Suszeptibilit\u00e4t, Dia-, Para- und Ferromagnetismus, die Curie-Temperatur sowie Antiferro- und Ferrimagneten auf ph\u00e4nomenologischer Basis behandelt. F\u00fcr ein mikroskopisches Modell wird auf Band 3, ``Atome, Molek\u00fcle und Festk\u00f6rper'', verwiesen. Die Feldgleichungen in Materie werden formuliert. Gegenstand des letzten Abschnitts ist das Magnetfeld der Erde.  Zu Beginn des Kapitels 4 werden die Eigenschaften, die durch die statischen elektrischen und magnetischen Felder hervorgerufen werden, in Form von auf experimentellen Versuchen beruhenden Feldgleichungen formuliert. Die Gleichungen beschreiben, wie sich elektrische Feldst\u00e4rke und elektrisches Potential aus der Ladungsverteilung und magnetische Feldst\u00e4rke und Vektorpotential aus der Stromverteilung ermitteln lassen. Gegenstand des Kapitels ist die Erweiterung dieser Gleichungen auf zeitliche Ver\u00e4nderungen mit der Einschr\u00e4nkung, dass nur sogenannte langsame zeitliche Ver\u00e4nderungen betrachtet werden, bei denen die Zeit, die das Licht braucht, um den Ladungs- und Stromverteilungsraum zu durchlaufen, klein ist im Vergleich zu den zeitlichen Ver\u00e4nderungen von Ladungs- und Stromverteilung. Das Faradaysche Induktionsgesetz, die Leibnizsche Regel, die Erzeugung des elektrischen Wirbelfeldes durch ein sich zeitlich ver\u00e4nderliches magnetisches Feld werden auf der Basis experimenteller \u00dcberlegungen hergeleitet. Das Verschiebungsgesetz wird eingef\u00fchrt. Die station\u00e4ren Feldgleichungen werden auf den zeitlich ver\u00e4nderlichen Fall erweitert, die ber\u00fchmten Maxwellschen Gleichungen, die zusammen mit der Lorentzkraft und der Newtonschen Bewegungsgleichung alle elektromagnetischen Ereignisse beschreiben. Die Maxwellschen Gleichungen stellen ein System gekoppelter partieller Differentialgleichungen erster Ordnung dar. Sie werden abschlie\u00dfend durch die Einf\u00fchrung elektrodynamischer Potentiale und der Lorentz-Eichung in ein entkoppeltes System zweiter Ordnung \u00fcberf\u00fchrt.  Kapitel 5 ist elektrotechnischen Anwendungen gewidmet. Behandelt werden elektrische Generatoren und Motoren, Gleich-, Wechsel- und Drehstrom, Gleichrichtung, Transformatoren, Wechselstromkreise und Elektronenr\u00f6hren.  In den folgenden 3 Kapiteln wird die Beschr\u00e4nkung auf langsame zeitliche Ver\u00e4nderungen fallengelassen. Die vor allem f\u00fcr die Hoch- und H\u00f6chstfrequenztechnik wichtigen elektromagnetischen Wellen (Entstehung, Eigenschaften, Ausbreitung) im Vakuum und in Materie werden diskutiert.  In Kapitel 6 startet der Autor mit dem elektromagnetischen Schwingkreis. Er weist ausdr\u00fccklich auf die analoge Beschreibung mechanischer Schwingungen und Wellen in Band 1 hin und listet auf, welche Begriffe zwischen dem elektromagnetischen Schwingkreis und dem mechanischen Modell der schwingenden Masse einander entsprechen. Im Einzelnen werden ged\u00e4mpfte, erzwungene und unged\u00e4mpfte Schwingungen behandelt. Der Hertzsche Dipol, die Realisierung eines Senders und die Energieabstrahlung in Form elektromagnetischer Wellen mit Licht\\-ge\\-schwin\\-dig\\-keit einschlie\u00dflich abgestrahlter Leistung, D\u00e4mpfung und Frequenzspektrum werden pr\u00e4sentiert. Die Abstrahlung einer beschleunigten Ladung, die Bremsstrahlung und Synchronstrahlung werden dargestellt.  Nach der Beschreibung der Entstehung von Wellen werden in Kapitel 7 die Eigenschaften der Wellen im Vakuum studiert. Aus den Maxwellschen Gleichungen im ladungs- und stromfreien Vakuum werden die Vektor-Wellengleichungen f\u00fcr das elektrische und das magnetische Feld hergeleitet. Im Einzelnen werden ebene elektrische und periodische Wellen betrachtet. Bei der Polarisation wird zwischen linear, zirkular und elliptisch polarisierten und unpolarisierten Wellen unterschieden. Im Rahmen des Energie- und Impulstransportes durch elektromagnetische Wellen werden die Begriffe Intensit\u00e4t, Poytning-Vektor f\u00fcr die Richtung des Energieflusses, die zugeh\u00f6rige Impulsdichte und der Strahlungsdruck diskutiert. Ein Abschnitt ist verschiedenen Messmethoden der Lichtgeschwindigkeit gewidmet, ein weiterer Abschnitt befasst sich mit stehenden Wellen im Hohlraumresonator. In Resonatoren mit offenen Endfl\u00e4chen, den Wellenleitern, entstehen neben den stehenden auch propagierende Wellen. Deren Existenz ergibt sich f\u00fcr Wellen zwischen zwei planparallelen Platten als L\u00f6sung der Wellengleichung unter Ber\u00fccksichtigung der durch die Begrenzungen bestimmten Randbedingungen. Die senkrecht zur Ausbreitungsrichtung stehenden Wellen hei\u00dfen transversal elektrische (TE) und transversal magnetische (TM) Wellen. Die Ergebnisse werden auf Hohlleiter mit rechteckigem Querschnitt erweitert. Weitere Abschnitte sind der Funktion eines Koaxialkabels, der Reflektion elektromagnetischer Wellen an der Heaviside-Schicht der Ionosph\u00e4re, den f\u00fcr die Mikrowellentechnik wichtigen Mikrowellenleitern und den im Rahmen integrierter optoelektronischer Schaltungen bedeutsamen Lichtwellenleitern gewidmet.  In Kapitel 8 erfolgt der \u00dcbergang auf elektromagnetische Wellen in Materie, d.h.\\ zu den erweiterten Maxwellschen Gleichungen, in denen die Ladungs- und Stromdichte nicht mehr als von Null verschieden zu betrachten sind. Es werden Wellen in nichtleitenden und leitenden Medien und das Verhalten von Wellen an Grenzfl\u00e4chen zwischen zwei Medien diskutiert. In dem Zusammenhang wird der Leser unter anderem mit dem Reflexions- und Brechungsgesetz, den Reflexions- und Brechungseigenschaften an Grenzfl\u00e4chen, der Totalreflexion, dem Brewsterwinkel, mit Polarisations- und Phasen\u00e4nderungen, Medien mit negativem Brechungsindex und photonischen Kristallen vertraut gemacht. Weitere Abschnitte sind der Ausbreitung von Licht in anisotropen Medien, der Erzeugung von polarisiertem Licht und der nichtlinearen Optik (Beispiel Laser) gewidmet.  Durch die erweiterten Maxwellschen Gleichungen k\u00f6nnen die Ph\u00e4nomene der Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen gut beschrieben werden. Die Emission und Absorption elektromagnetischer Wellen durch die Atome der Materie im mikroskopischen Bereich bedarf dagegen quantenphysikalischer \u00dcberlegungen. Der Autor verweist diesbez\u00fcglich auf Band 3 seines vierb\u00e4ndigen Werkes, zeigt aber, wie diese Ph\u00e4nomene auch mit Hilfe des klassischen Models des in Band 1 vorgestellten ged\u00e4mpften harmonischen Oszillators bis zu einem bestimmten Grad erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen.  In Kapitel 9 werden Probleme der geometrischen Optik behandelt. F\u00fcr viele Anwendungen ist nur die Ausbreitungsrichtung einer Welle von Bedeutung, d.h.\\ der Wellencharakter des Lichts kann vernachl\u00e4ssigt werden. Es ergeben sich einfachere Gesetze. Nach der Definition eines Lichtb\u00fcndels werden unter Bezug auf das Snelliussche Brechungsgesetz und das Fermatsche Prinzip zun\u00e4chst die Grundaxiome der geometrischen Optik formuliert. Mit Hilfe farbiger graphischer Darstellungen wird die Entstehung der Bilder in Spiegeln, Prismen, Linsen und Linsensystemen einschlie\u00dflich auftretender Linsenfehler (z.B.\\ chromatische und sph\u00e4rische Aberration, Astigmatismus, Bildw\u00f6lbung) und ihrer Vermeidung mathematisch dargestellt.  Die Berechnungen f\u00fcr den Verlauf eines sich in einem homogenen Medium ausbreitenden Lichtstrahls werden in paraxialer N\u00e4herung in Form von linearen Systemen und Vektorgleichungen formuliert. Durch die Interpretation des elektrischen Feldvektors als Polarisationsvektor lassen sich auch die Polarisationseigenschaften des Lichts im Rahmen der geometrischen Optik behandeln. Die polarisationsver\u00e4ndernden Elemente werden durch sogenannte Jones-Matrizen beschrieben. Die so gebildeten Matrixmethoden dienen der Berechnung komplexer Linsensysteme durch numerische Verfahren auf Computern. Im letzten Abschnitt des Kapitels werden optische Erscheinungen der Erdatmosph\u00e4re auf Basis der geometrischen Optik erkl\u00e4rt: as\\-t\\-ro\\-no\\-mi\\-sche Refraktion des Sternlichts, Kr\u00fcmmung eines Lichtstrahls in der Atmosph\u00e4re, Fata Morgana, Regenbogen.  Kapitel 10 ist der Interferenz, Beugung und Lichtstreuung gewidmet. Ausgehend von der Linearit\u00e4t der Wellengleichung und dem Superpositionsprinzip wird das Wellenfeld als \u00dcber\\-la\\-ge\\-rung von Teilwellen beschrieben. Das Wellenfeld ist damit eine Funktion der Amplituden und der Phasen der Teilwellen. Die \u00dcberlagerung der Teilwellen wird als Interferenz bezeichnet. Als Folge r\u00e4umlicher Begrenzungen des Wellenfeldes kommen nicht alle Teilwellen zur Geltung. Diese unvollst\u00e4ndige Interferenz f\u00fchrt zu dem Ph\u00e4nomen Beugung.  Nach der Einf\u00fchrung der Begriffe Gesamtintensit\u00e4t, zeitliche und r\u00e4umliche Koh\u00e4renz, Ko\\-h\u00e4\\-renz\\-l\u00e4n\\-ge, -fl\u00e4che und -volumen wird die Erzeugung koh\u00e4renter Wellen und deren Superposition diskutiert. Es wird zwischen Zwei- und Vielstrahlinterferenz unterschieden und auf die Bedeutung der Interferenz f\u00fcr alle Interferometer hingewiesen, die insbesondere zur Messung von Wellenl\u00e4ngen verwendet werden. Im Einzelnen findet der Leser Darstellungen des Fresnelschen Spiegelversuchs, des Youngschen Doppelspaltversuchs, der Interferenz an einer planparallelen Platte, der Interferometer von Michelson, Sagnac, Mach-Zehnder und Fabry-Perot. Ausf\u00fchrlich wird insbesondere das Michelson-Morley Experiment von 1887 pr\u00e4sentiert, dessen Ergebnis erst durch die Spezielle Relativit\u00e4tstheorie erkl\u00e4rt werden konnte oder als einer der Ausgangspunkte f\u00fcr die Entwicklung der Theorie betrachtet werden k\u00f6nnte. Bez\u00fcglich der Anwendungen der Interferometrie findet man u.a.\\ Ausf\u00fchrungen zu dielektrischen Spiegeln, Antireflexionsschichten und zu interferometrischen L\u00e4ngenmessungen mit einer Genauigkeit \\(<50\\)nm f\u00fcr die Herstellung von Wafern in der Chip-Industrie.  Lichtb\u00fcndel, die auf begrenzende \u00d6ffnungen treffen, werden teilweise aus ihrer Richtung abgelenkt. Dieses Ph\u00e4nomen hei\u00dft Beugung und entsteht durch die Interferenz vieler Teilwellen. Nach der Behandlung der Fraunhofer- und Fresnel-Beugung wird eine vereinfachte Darstellung der Fresnel-Kirchoff'schen Beugungstheorie verwendet, um beliebige Beugungserscheinungen berechnen zu k\u00f6nnen. Die Fraunhofer- und Fresnel-Beugung ergeben sich als N\u00e4herungen der allgemeinen Beugungstheorie, je nachdem, ob in dem zugeh\u00f6rigen Beugungsintegral lineare bzw. nichtlineare Approximationen vorgenommen werden.  Kurz beschrieben ist die Anwendung der Fouriertransformation auf Beugungsprobleme f\u00fcr beliebige \u00d6ffnungen.  Im Rahmen der Behandlung der Lichtstreuung wird auch die Mie-Streuung thematisiert, f\u00fcr deren mathematische Behandlung aber auf weiterf\u00fchrende Literatur verwiesen. Abschlie\u00dfend werden Ph\u00e4nomene der Atmosph\u00e4re diskutiert, die auf Basis der Lichtstreuung erkl\u00e4rt werden. Dazu geh\u00f6ren die blaue Farbe des wolkenlosen Himmels, Halo-Erscheinungen, die r\u00f6tlichen Verf\u00e4rbungen des Himmels bei auf- oder untergehender Sonne, Aureole um den Mond und Glorien bei der Betrachtung von Wolken von einem Standpunkt oberhalb der Wolken.  Optische Instrumente (Auge, Lupe, Fernrohr, Spektrograph, Monochromator) und ihre Eigenschaften sind Gegenstand des elften Kapitels.  Die ``optische Revolution'' wird im abschlie\u00dfenden Kapitel~12 an einer Reihe neuer Techniken demonstriert. Der Autor startet mit der Beschreibung der konfokalen Mikroskopie, die gegen\u00fcber dem herk\u00f6mmlichen Mikroskop bei sehr kleiner Sch\u00e4rfentiefe eine starke Streulichtunterdr\u00fcckung aufweist.  Aufgrund der Beugung ist das Aufl\u00f6sungsverm\u00f6gen eines Mikroskops auf die halbe Wellenl\u00e4nge des Lichts beschr\u00e4nkt, durch das das Objekt beleuchtet wird. \u00dcberwunden wird diese Grenze durch ein Nahfeldmikroskop, dessen Wirkungsweise f\u00fcr die Untersuchung feiner Ober\\-fl\u00e4\\-chen\\-struk\\-tu\\-ren diskutiert wird. Die Rastermethode zur Ermittlung des dreidimensionalen Bildes auf dem Computer erfordert erheblichen numerischen Aufwand und ist nicht Gegenstand des Buches.  Ein weiterer Punkt ist die Verbesserung astronomischer Fernrohre. Beschrieben werden L\u00f6\\-sun\\-gen zur Verbesserung der Lichtleistung und des Winkelaufl\u00f6sungsverm\u00f6gens durch die aktive bzw. adaptive Optik.  Mit Hilfe der Holographie l\u00e4sst sich im Unterschied zur normalen Photographie ein dreidimensionales Bild des Objekts rekonstruieren. Der optische Aufbau zur Aufnahme eines Hologramms und die Rekonstruktion des Wellenfeldes werden beschrieben. Weitere Abschnitte sind der Wei\u00dflichtholographie, der Erweiterung der klassischen Interferometer durch holographische Interferometrie und den Anwendungsfeldern der Holographie gewidmet.  Optische Filterungen f\u00fchren zu einer Verbesserung der Qualit\u00e4t von Bildern, indem z.B.\\ Kontraste verst\u00e4rkt oder st\u00f6rende Muster unterdr\u00fcckt werden. Dabei wirken Linsen als Fouriertransformator. Unter anderem wird die optische Filterung durch Tief- und Hochpassfilter in diesem Abschnitt \u00fcber Fourieroptik er\u00f6rtert.  Im Abschnitt Mikrooptik wird zwischen der auf Lichtbrechung basierenden refraktiven und der auf der Beugung beruhenden diffraktiven Optik unterschieden. Die Mikrostrukturen der diffraktiven Linsen mit vorgegebener Oberfl\u00e4chenstruktur werden mit Hilfe der Lithographie hergestellt und sind f\u00fcr die Strukturierung von Chips von zentraler Bedeutung.  In weiteren Abschnitten wird das Zusammenspiel von optischen Wellenleitern und integrierter Optik, die Lichtausbreitung in optischen Wellenleitern und die optische Nachrichten\u00fcbertragung erl\u00e4utert.  In dem f\u00fcr Studierende der Naturwissenschaften empfehlenswerten Lehrbuch werden die Grundlagen der experimentellen Elektrodynamik und Optik unter Einbeziehung von Ph\u00e4nomenen der Natur und industrieller Anwendungen verbal, graphisch und mathematisch hervorragend dargestellt. Bez\u00fcge zur Mechanik und Verweise auf notwendige quantenmechanische \u00dcber\\-le\\-gun\\-gen unterst\u00fctzen den Leser bei der Erweiterung seines 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