{"entities":{"Q5912443":{"pageid":8027175,"ns":120,"title":"Item:Q5912443","lastrevid":41281907,"modified":"2025-04-28T09:33:23Z","type":"item","id":"Q5912443","labels":{"en":{"language":"en","value":"Theory of algebraic number fields."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2673027"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5912443$5BFC3ACD-D02E-41BD-AD9F-13E8BA4DDFB3","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"bf9698d9b16af8857d4f29591c0edfc6f38f9cd9","datavalue":{"value":{"text":"Theory of algebraic number fields.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q5912443$41B01625-B42F-41DB-BB04-29213DA6BA40","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"f292f4e09a3bf7f672c12f4f34233e15e8fd1c2e","datavalue":{"value":"28.0157.05","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5912443$AF8B84E6-DAA0-4BB8-A7B4-48C45A449938","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"e4e9f74f433df1c7c3e6e0c6ffc626db22235172","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":169192,"id":"Q169192"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5912443$D1C8C0A8-0E24-4F6C-BD7E-B5763753D47B","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"3573002833d4edbfe78ec99cefb4d72995876c92","datavalue":{"value":{"time":"+1897-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q5912443$03B6B2FE-FC38-49E1-B575-E1AC29F22209","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"3699827d05da3c9f58700e33a2dca4e7f9c4ca57","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/144518","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q5912443$7E1675B6-0409-49BA-9F47-2D3BB89E75C0","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"90521bdaa2468ac8974fe9f7f98d18d7c0d756ba","datavalue":{"value":"Es ist eine besonders erfolgreiche Th\u00e4tigkeit der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, dass sie zusammenfassende ,,Berichte'' \u00fcber einzelne mathematische Disciplinen durch die jeweils berufensten ihrer Mitglieder veranlasst. Hilbert und Minkowski \u00fcbernahmen es, einen Bericht \u00fcber den gegenw\u00e4rtigen Stand der Zahlentheorie auszuarbeiten, und haben diese Arbeit unter sich in der Weise geteilt, dass Minkowski die rationale Zahlentheorie, Hilbert die Lehre von den algebraischen Zahlen behandelt. Es ist ausgesprochenermassen das Princip der Darstellung, dass nicht eine encyklop\u00e4dische Aneinanderreihung aller Ergebnisse und Methoden der Zahlentheorie gegeben werden sollte, sondern vielmehr eine zwar alles Wesentliche umfassende, aber durch die pers\u00f6nlichen Anschauungen der Verf. zur Einheit umgeformte Entwickelung der modernen Zahlenlehre.   Erschienen ist zun\u00e4chst der Bericht Hilbert's ,,die Theorie der algebraischen Zahlk\u00f6rper'', begleitet von einem Vorwort, in welchem der Verf. eine begeisterte W\u00fcrdigung der Zahlentheorie giebt, sowie von ihrer Geschichte und ihrer Stellung innerhalb der neueren Mathematik handelt. Der Bericht selber ist in jeder Hinsicht, sowohl nach seinem ersch\u00f6pfenden Inhaltreichtum als auch durch seine pr\u00e4cise und klare Anordnung und Deduction im einzelnen, ein bewundernswertes Kunstwerk.   Die Hauptergebnisse kennzeichnet der Verf. in 169 fortlaufend numerirten ,,S\u00e4tzen'', unter denen zwanzig als Fundamentals\u00e4tze durch Cursivdruck ausgezeichnet sind. Im Verlaufe der Beweise der ,,S\u00e4tze'' wird von 49 ,,H\u00fclfss\u00e4tzen'' Gebrauch gemacht. Am Schlusse findet sich ein Register dieser S\u00e4tze und H\u00fclfss\u00e4tze, sowie ein Verzeichnis aller im Berichte vorkommenden ,,Begriffsnamen'', jedesmal unter Angabe der betreffenden Seite des Textes. Eine umfassende Zusammenstellung der Litteratur, auf welche im Texte fortlaufend Bezug genommen wird, ist gleichfalls am Ende des Werkes angeh\u00e4ngt.   Unter den f\u00fcnf Teilen der Darstellung behandelt der erste die allgemeine Theorie aller algebraischen Zahlk\u00f6rper. Es handelt sich hier um die Grundlagen von Dedekind's Idealtheorie und Kronecker's Formentheorie, deren gegenseitiges Verh\u00e4ltnis klar hervortritt. Man darf vielleicht sagen, dass jene Theorie mehr der Seite der allgemeinen Begriffsbildung, diese mehr der analytischen Durchbildung zuneigt. Man vergleiche zum Beispiel den Satz von der eindeutigen Zerlegbarkeit der Ideale eines K\u00f6rpers \\(K\\) in Primideale. In Kronecker's Theorie wird diese Zerlegung zum Beispiel f\u00fcr eine rationale Primzahl \\(p\\) dadurch vollzogen, dass die zu \\(K\\) geh\u00f6renden ,,Fundamentalgleichung'' mod. \\(p\\) in ihre irreducibeln Factoren zerlegt wird. Zu einem entsprechenden Ansatze war Dedekind bei seinen Untersuchungen \u00fcber den Zusammenhang der Idealtheorie mit der Theorie der h\u00f6heren Congruenzen gef\u00fchrt, ohne jedoch die Methode der Kronecker'schen ,,Unbestimmten'' zu kennen. Die ihm hier entgegentretenden Schwierigkeiten waren ein Hauptanlass f\u00fcr die begriffliche Entwickelung, welche die Idealtheorie nahm. --- Eine f\u00fcr Hilbert bezeichnende Wendung ist die Einf\u00fchrung der ,,Relativk\u00f6rper''. Ist ein K\u00f6rper \\(k\\) in einem anderen \\(K\\) enthalten, so kann man die Begriffe von Norm, Differente etc. f\u00fcr die Zahlen von \\(k\\) relativ zum K\u00f6rper \\(K\\) gerade so entwickeln, wie sie in der allgemeinen Theorie bez\u00fcglich des rationalen K\u00f6rpers entwickelt werden. Die hierbei in Betracht kommenden Gesichtspunkte werden in einem besonderen Kapitel er\u00f6rtert und kommen sp\u00e4ter mehrfach zur Verwendung. Weiter werden je in besonderen Kapiteln behandelt die Theorie der Einheiten, die Idealklassen und deren Anzahlbestimmung, die zerlegbaren Formen, endlich die ,,Zahlringe'', welche Dedekind's ,,Ordnungen'' sind, und welche Hilbert im Anschluss an Kronecker auch wohl als ,,Integrit\u00e4tsbereiche'' bezeichnet.   Specielle Ausf\u00fchrungen werden f\u00fcr vier verschiedene Arten algebraischer Zahlk\u00f6rper gegeben. Der allgemeinen Theorie am n\u00e4chsten steht diejenige der Galois'schen Zahlk\u00f6rper oder Normalk\u00f6rper, d. i. derjenigen Zahlk\u00f6rper, welche mit ihren s\u00e4mtlichen conjugirten K\u00f6rpern identisch sind. Die Kenntnis dieser Zahlk\u00f6rper verdankt man vornehmlich Hilbert selbst. Ihre Bedeutung f\u00fcr die allgemeine Theorie ist durch den Umstand begr\u00fcndet, dass jeder K\u00f6rper \\(n^{\\text{ten}}\\) Grades \\(k\\), mit seinen conjugirten K\u00f6rpern \\(k',\\dots,k^{(n-1)}\\) combinirt, einen Galois'schen K\u00f6rper \\(K\\) liefert, welcher als ,,Oberk\u00f6rper'' den ,,Unterk\u00f6rper'' \\(k\\) enth\u00e4lt. Die bereits im ersten Teile ergr\u00fcndeten Beziehungen zwischen einem K\u00f6rper \\(k\\) und einem ihn umfassenden Oberk\u00f6rper \\(K\\), angewandt auf den eben gemeinten K\u00f6rper \\(k\\) und den zugeh\u00f6rigen Normalk\u00f6rper \\(K\\), werden hier zu einer reichen Quelle neuer Ergebnisse. F\u00fcr die Theorie der Normalk\u00f6rper selbst aber wird die zum einzelnen \\(K\\) geh\u00f6rende ,,Gruppe'' zu einem neuen und wirksamen Mittel der Untersuchung.   Ist \\(\\theta\\) eine ,,den K\u00f6rper bestimmende'' ganze Zahl, so sind die \\(n\\) mit \\(\\theta\\) conjugirten Zahlen rationale Functionen \\(s_1(\\theta) = \\theta\\), \\(s_2(\\theta),\\,\\dots,\\,s_n(\\theta)\\) von \\(\\theta\\), welche, als Substitutionen aufgefasst, eine Gruppe \\(n^{\\text{ter}}\\) Ordnung bilden. Die in dieser Gruppe \\(G\\) enthaltenen Untergruppen \\(g\\) geben zur Bildung einer Reihe neuer Begriffe Anlass, welche ihrerseits f\u00fcr die Idealtheorie des Normalk\u00f6rpers \\(K\\) grundlegend werden. Ist \\(g_r\\) eine Untergruppe \\(r^{\\text{ter}}\\) Ordnung, so bilden alle Zahlen aus \\(K\\), welche durch die Substitutionen von \\(g_r\\) in sich \u00fcberf\u00fchrt werden, den ,,zu \\(g_r\\) geh\u00f6rigen Unterk\u00f6rper.'' Die s\u00e4mtlichen Substitutionen von \\(G\\), welche ein vorgelegtes Primideal \\(\\mathfrak P\\) invariant lassen, bilden die ,,Zerlegungsgruppe'' \\(g_z\\) des Primideals \\(\\mathfrak P\\), der nach dem eben angegebenen Satze ein ,,Zerlegungsk\u00f6rper'' des Primideals \\(\\mathfrak P\\) zugeh\u00f6rt. In \\(g_z\\) ist als ausgezeichnete Untergruppe die sogenannte ,,Tr\u00e4gheitsgruppe'' \\(g_t\\) des Primideals \\(\\mathfrak P\\) enthalten, bestehend aus allen Substitutionen \\(s\\) von \\(G\\), f\u00fcr welche \\(s(\\Omega)\\equiv\\Omega\\) (mod. \\(\\mathfrak P\\)) bei jeder ganzen Zahl \\(\\Omega\\) von \\(K\\) zutrifft. Ist \\(r_t\\) die Ordnung von \\(g_t\\), so gilt zum Beispiel der Satz, dass \\(\\mathfrak P^{r_t}=\\mathfrak p\\) ein Primideal ersten Grades im Zerlegungsk\u00f6rper ist. Um den Bau der Tr\u00e4gheitsgruppe n\u00e4her zu erforschen, wird eine Reihe sogenannter ,,Verzweigungsgruppen'' des Primideals \\(\\mathfrak P\\) und zugeh\u00f6riger ,,Verzweigungsk\u00f6rper'' definirt, welche zur Decomposition der Gruppe \\(g_t\\) in n\u00e4chster Beziehung stehen (siehe auch F. d. M. 25, 305, 1894, JFM 25.0305.01). Auch der algebraischen Bedeutung dieser Begriffsbestimmungen wird gedacht. Als charakteristisch werde zum Beispiel der Satz erw\u00e4hnt, dass der Zerlegungsk\u00f6rper jedes Primideals \\(\\mathfrak P\\) in \\(K\\) einen Rationalit\u00e4tsbereich bestimmt, in welchem die Zahlen des urspr\u00fcnglichen K\u00f6rpers \\(K\\) lediglich durch Wurzelausdr\u00fccke darstellbar sind.   Die beiden folgenden Teile des Berichtes behandeln die beiden klassischen Beispiele der quadratischen K\u00f6rper und der Kreisk\u00f6rper (Kreisteilungsk\u00f6rper), und es ist dem Verf. durch seine kunstvolle Darstellungsweise gelungen, alle wesentlichen Gesichtspunkte dieser reich entwickelten Theorien zur Geltung zu bringen (siehe jedoch \\S\\ 90).   Charakteristisch f\u00fcr Hilbert's Darstellung der Theorie der quadratischen K\u00f6rper ist der Gebrauch eines neuen Symbols \\(\\left(\\frac{n,m}w\\right)\\), wo \\(w\\) eine rationale Primzahl, \\(n\\) und \\(m\\) beliebige ganze rationale Zahlen sein sollen, von denen die letzte jedoch von einem Quadrat verschieden ist. Falls in dem durch \\(\\sqrt m\\) festgelegten K\u00f6rper die Zahl \\(n\\) bez\u00fcglich jeder Potenz von \\(w\\) mit der Norm einer ganzen Zahl congruent ist, so soll \\(\\left(\\frac{n,m}w\\right) = +1\\) sein; in allen \u00fcbrigen F\u00e4llen ist \\(-1\\) der Wert des Symbols. Es wird eine Reihe von Relationen f\u00fcr dieses Symbol aufgestellt; bemerkt sei etwa, dass dasselbe f\u00fcr \\(m=w\\) mit dem Legendre'schen Zeichen \\(\\left(\\frac nw\\right)\\) identisch wird, und dass f\u00fcr \\(w=2\\) gilt:  \\[ \\left(\\frac{n,m}2\\right)=(-1)^{\\frac{n-1}2\\cdot\\frac{m-1}2}\\text{ und also } \\left(\\frac{p,q}2\\right)=\\left(\\frac pq\\right)\\left(\\frac qp\\right) \\]  f\u00fcr zwei Primzahlen \\(p\\), \\(q\\). Das neue Symbol leistet gute Dienste beim Beweise des quadratischen Reciprocit\u00e4tsgesetzes, sowie vornehmlich bei der Geschlechtereinteilung der Idealklassen des K\u00f6rpers \\(k(\\sqrt m)\\). Sind n\u00e4mlich \\(l_1,l_2,\\dots,l_t\\) die unterschiedenen in der Discriminante dieses K\u00f6rpers aufgehenden Primzahlen, so legt man einer beliebigen ganzen rationalen Zahl \\(a\\) das ,,Charakterensystem'' bei:  \\[ \\left(\\frac{a,m}{l_1}\\right),\\,\\left(\\frac{a,m}{l_2}\\right), \\,\\dots,\\,\\left(\\frac{a,m}{l_t}\\right) \\]  und definirt in \u00e4hnlicher Weise auch f\u00fcr jedes Ideal \\(\\mathfrak a\\) von \\(k(\\sqrt m)\\), n\u00e4mlich unter Vermittlung der Norm von \\(\\mathfrak a\\), ein Charakterensystem. Die Genera entspringen dann auf Grund des Umstandes, dass \u00e4quivalente Ideale gleiche Charakterensysteme haben, und dass daraufhin alle Idealklassen gleicher Systeme zu einem Geschlechte zusammengefasst werden.   Ein Kreisk\u00f6rper ist zun\u00e4chst jeder aus den Einheitswurzeln eines beliebigen Grades entspringende Zahlk\u00f6rper, im weiteren Sinne aber auch jeder in einem solchen enthaltene Unterk\u00f6rper. Das Hauptinteresse innerhalb der Theorie der Kreisk\u00f6rper hat neuerdings das von Kronecker aufgestellte, von Weber 1886 und von Hilbert aufs neue 1896 bewiesene Theorem erregt, dass die Gesamtheit aller Kreisk\u00f6rper sich gerade mit der Gesamtheit aller im Bereiche der rationalen Zahlen Abel'schen Zahlk\u00f6rper deckt. Diesem Satze widmet der Verf. das 23. Kapitel seines Berichtes. Im weiteren Verlauf der Theorie der Kreisk\u00f6rper gewinnt der Begriff der ,,Wurzelzahlen'' eine fundamentale Bedeutung. Es sei ein Abel'scher K\u00f6rper vom Primzahlgrade \\(l\\) vorgelegt, und es werde angenommen, dass die Discriminante desselben eine Potenz der von \\(l\\) verschiedenen Primzahl \\(p\\) darstelle. F\u00fcr einen solchen K\u00f6rper kann man (Satz 132) stets eine sogenannte ,,Normalbasis'' von der Gestalt \\(\\nu,\\,t(\\nu),\\,t^2(\\nu),\\,\\dots,\\,t^{l-1}(\\nu)\\) ausw\u00e4hlen, unter \\(1,\\,t,\\,t^2,\\,\\dots,\\,t^{l-1}\\) die Substitutionen der zugeh\u00f6rigen Gruppe verstanden. Setzt man alsdann \\(\\zeta=e^{\\frac{2i\\pi}l}\\), so wird die ganze algebraische Zahl  \\[ \\Omega = \\nu + \\zeta\\cdot t(\\nu) + \\zeta^2\\cdot t^2(\\nu) + \\cdots + \\zeta^{l-1}\\cdot t^{l-1}(\\nu) \\]  als eine ,,Wurzelzahl'' des Kreisk\u00f6rpers \\(k(\\zeta)\\) bezeichnet; ihre \\(l^{\\text{te}}\\) Potenz geh\u00f6rt dem K\u00f6rper \\(k(\\zeta)\\) an. Diese Wurzelzahl wird zur Grundlage f\u00fcr wichtige Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Zerlegung von \\(p\\) in Primideale des K\u00f6rpers \\(k(\\zeta)\\). Von den Reciprocit\u00e4tsgesetzen der h\u00f6heren Potenzreste kommen hier zun\u00e4chst die Eisenstein'schen zur Behandlung, welche ein bislang unentbehrliches H\u00fclfsmittel beim Beweise der allgemeinen Kummer'schen Reciprocit\u00e4tsgesetze abgeben. Die Eisenstein'schen Entdeckung bezieht sich auf zwei ganze Zahlen, von denen eine rational ist, w\u00e4hrend die andere einem soeben mit \\(k(\\zeta)\\) bezeichneten Kreisk\u00f6rper eines primzahligen \\(l\\) angeh\u00f6rt.   Die quadratischen und die Kreisk\u00f6rper sind auch von H. Weber im zweiten Bande seiner Algebra, sowie von Dedekind im letzten Supplement zu Dirichlet's Vorlesungen zur Erl\u00e4uterung der allgemeinen Theorie behandelt. Dar\u00fcber hinaus ist Dedekind, durch seine Interessen f\u00fcr Modulfunctionen und complexe Multiplication geleitet, seit langer Zeit mit (demn\u00e4chst zu ver\u00f6ffentlichenden) Untersuchungen \u00fcber kubische K\u00f6rper besch\u00e4ftigt. Die Beziehung zur complexen Multiplication der elliptischen Functionen l\u00e4sst Hilbert bei Seite (cf. \\S\\ 90). Dagegen hat Hilbert, vielleicht in Anregung seiner Untersuchungen \u00fcber Relativk\u00f6rper sowie \u00fcber Reciprocit\u00e4tsgesetze, im f\u00fcnften Teile seines Berichtes eine h\u00f6chst wertvolle Theorie der von ihm so benannten ,,Kummer'schen Zahlk\u00f6rper'' entwickelt. Die Bezeichnung rechtfertigt sich dadurch, dass Kummer diese Zahlk\u00f6rper bei seinen Untersuchungen \u00fcber h\u00f6here Reciprocit\u00e4tsgesetze zu Grunde gelegt hat.   Es sei \\(l\\) eine ungerade rationale Primzahl und \\(k(\\zeta)\\) der durch \\(\\zeta = e^{\\frac{2i\\pi}l}\\) festgelegte K\u00f6rper. Ferner sei \\(\\mu\\) eine ganze Zahl aus \\(k(\\zeta)\\), deren \\(l^{\\text{te}}\\) Wurzel \\(k(\\zeta)\\) nicht angeh\u00f6re. Es entspringt dann aus \\(\\root l\\of{\\mu}\\) und \\(\\zeta\\) ein Kummer'scher K\u00f6rper \\(k\\left(\\root l\\of{\\mu},\\,\\zeta\\right)\\) vom Grade \\(l(l-1)\\), der in Bezug auf den in ihm enthaltenen Unterk\u00f6rper \\(k(\\zeta)\\) den Grad \\(l\\) besitzt. Bei der Erforschung dieses Kummer'schen K\u00f6rpers erweisen sich die bei den quadratischen und Kreisk\u00f6rpern von Hilbert angewandten Begriffsbestimmungen und Symbole gleichfalls als brauchbar. Die Zerlegung der Primideale \\(\\mathfrak p\\) von \\(k(\\zeta)\\) im Kummer'schen K\u00f6rper wird beherrscht von einem auch schon bei den Kreisk\u00f6rpern benutzten Symbol \\(\\left\\{\\frac{\\mu}{\\mathfrak w}\\right\\}\\). Ist \\(\\mathfrak w\\) ein in der Relativdiscriminante von \\(k\\left(\\root l\\of{\\mu},\\,\\zeta\\right)\\) nach \\(k(\\zeta)\\) aufgehendes Primideal von \\(k(\\zeta)\\), so soll \\(\\left\\{\\frac{\\mu}{\\mathfrak w}\\right\\}=0\\) sein; f\u00fcr alle \u00fcbrigen Primideale \\(\\mathfrak w\\) von \\(k(\\zeta)\\) ist das Symbol nach einer nicht ganz kurz wiederzugebenden Regel gleich einer bestimmten Potenz von \\(\\zeta\\). Es gilt dann der Satz, dass \\(\\mathfrak p\\) gleich der \\(l^{\\text{ten}}\\) Potenz eines Primideals oder zerlegbar in \\(l\\) von einander verschiedene Primideale oder selbst ein Primideal ist, je nachdem jenes Symbol \\(=0\\) oder \\(=1\\) oder \\(=\\) einer von 1 verschiedenen Potenz von \\(\\zeta\\) ist. Auch das bereits in der Theorie der quadratischen K\u00f6rper benutzte Symbol \\(\\left\\{\\frac{\\nu,\\mu}{\\mathfrak w}\\right\\}\\) wird jetzt f\u00fcr zwei beliebige, von 0 verschiedene ganze Zahlen \\(\\nu\\), \\(\\mu\\) und ein beliebiges Primideal \\(\\mathfrak w\\) von \\(k(\\zeta)\\) verallgemeinert und bedeutet eine eindeutig bestimmte Potenz der Einheitswurzel \\(\\zeta\\), welche nach einem in K\u00fcrze nicht wiederzugebenden Gesetze den Zahlen \\(\\nu\\), \\(\\mu\\) bez\u00fcglich des Ideals \\(\\mathfrak w\\) zugeordnet ist.   Alle und nur die Zahlen \\(\\nu\\) mit \\(\\left\\{\\frac{\\nu,\\mu}{\\mathfrak w}\\right\\}=1\\) sind ,,Normenreste des Kummer'schen K\u00f6rpers nach dem Primideal \\(\\mathfrak w\\)'', d. h. es giebt modulo jeder Potenz von \\(\\mathfrak w\\) wenigstens je eine ganze Zahl im Kummer'schen K\u00f6rper, deren Relativnorm mit \\(\\nu\\) congruent ist. Das in Rede stehende Symbol liefert wieder, analog wie bei den quadratischen K\u00f6rpern, die M\u00f6glichkeit, dem einzelnen Ideal des Kummer'schen K\u00f6rpers ein Charakterensystem zuzuordnen, welches die Grundlage f\u00fcr die Einteilung der Idealklassen dieses K\u00f6rpers in Geschlechter abgiebt. Andererseits spielt dieses Symbol eine grundlegende Rolle beim Beweise der allgemeinen Kummer'schen Reciprocit\u00e4tsgesetze f\u00fcr die \\(l^{\\text{ten}}\\) Potenzreste im K\u00f6rper \\(k(\\zeta)\\). Diese letzten Entwickelungen werden indes nur f\u00fcr die sogenannten ,,regul\u00e4ren'' Kreisk\u00f6rper und ,,regul\u00e4ren'' Kummer'schen K\u00f6rper durchgef\u00fchrt. Der Kreisk\u00f6rper \\(k(\\zeta)=k\\left(e^{\\frac{2i\\pi}l}\\right)\\) heisst aber regul\u00e4r, wenn die Anzahl \\(h\\) seiner Idealklassen nicht durch \\(l\\) teilbar ist, eine Annahme, die sehr wesentliche Vereinfachungen im Gefolge hat.   Jeder zu einem regul\u00e4ren Kreisk\u00f6rper geh\u00f6rende K\u00f6rper \\(k\\left(\\root l\\of{\\mu},\\,\\zeta\\right)\\) wird im Anschluss hieran als ein regul\u00e4rer Kummer'scher K\u00f6rper bezeichnet. Ein Hauptziel Hilbert's bei diesen Untersuchungen war, den grossen Rechenapparat, welchen Kummer bei seinen Arbeiten \u00fcber die h\u00f6heren Reciprocit\u00e4tsgesetze verwendet hatte, m\u00f6glichst herabzumindern und an Stelle desselben mehr eine Entwickelung der Gedanken treten zu lassen. Um diesem Grundsatze Riemann's noch weiter Folge zu leisten, giebt der Verf. in Kapitel 25 f\u00fcr die Theorie der regul\u00e4ren Kummer'schen K\u00f6rper eine neue Begr\u00fcndung, welche zugleich der k\u00fcnftigen Erweiterung dieser Theorie dienlich sein soll. Als eine Anwendung giebt der Verf. die interessanten Untersuchungen Kummer's \u00fcber Fermat's Behauptung, die Gleichung \\(a^m+b^m+c^m=0\\) sei f\u00fcr ganzzahlige \\(m>1\\) niemals in ganzen, von 0 verschiedenen Zahlen \\(a\\), \\(b\\), \\(c\\) l\u00f6sbar. Kummer beweist zun\u00e4chst sogar die Unm\u00f6glichkeit der Gleichung \\(\\alpha^l+\\beta^l+\\gamma^l=0\\) f\u00fcr drei von 0 verschiedene ganze Zahlen \\(\\alpha\\), \\(\\beta\\), \\(\\gamma\\) des K\u00f6rpers \\(k\\left(e^{\\frac{2i\\pi}l}\\right)\\), falls letzterer regul\u00e4r ist. Die Zahl \\(l\\), welche hierbei wieder eine ungerade Primzahl sein soll, wird im Falle eines regul\u00e4ren K\u00f6rpers \\(k\\left(e^{\\frac{2i\\pi}l}\\right)\\) selbst ,,regul\u00e4r'' genannt.   Es gilt das gleichfalls schon von Kummer aufgestellte Kriterium, dass die Zahl \\(l\\) dann und nur dann regul\u00e4r ist, wenn sie in den Z\u00e4hlern der ersten \\(\\frac12(l-3)\\) Bernoulli'schen Zahlen nicht aufgeht. Von den Primzahlen unter 100 sind nur die drei 37, 59, 67 irregul\u00e4r; doch geht bei ihnen \\(l\\) nur in erster, nicht in h\u00f6herer Potenz in der Klassenzahl \\(h\\) auf. Nun hat Kummer seinen Beweis auch noch auf die mit dieser letzteren Eigenschaft behafteten irregul\u00e4ren Primzahlen \\(l\\) ausgedehnt. Die Fermat'sche Behauptung ist demnach f\u00fcr alle primzahligen Exponenten \\(<100\\) und also \u00fcberhaupt f\u00fcr alle positiven ganzzahligen \\(m\\leqq100\\) bewiesen.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q5912443$6080DFF3-7EE3-4400-8D56-7AC69E321B4B","rank":"normal"}],"P226":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P226","hash":"067dd3e8e57dae9cdb00a71330df035b9357faf5","datavalue":{"value":"11-02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5912443$F16A9BC3-6C1F-4413-8E9B-B6F057F265C8","rank":"normal"},{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P226","hash":"d934d18e0a048db5f653e31cdb80ba9aa656322d","datavalue":{"value":"11Rxx","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5912443$21DF90CF-71B0-4EEC-B139-F3477EFCDE36","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"f430f46764f5f794c3d99dbaad49b31736ae934f","datavalue":{"value":"2673027","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5912443$40F15E8D-2BED-4057-827F-10DF7FDA9CD8","rank":"normal"}],"P1450":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1450","hash":"79235e1dc63cee69e464df94ff52730471165373","datavalue":{"value":"algebraic number fields","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q5912443$F71B4D24-9057-4BC9-856F-FB580C001905","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5912443$DAF90FCE-D4A2-4D2A-B19D-71DBB4FAF9F7","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"63f4e6b9ab2b2c08898c0c1fdb9359a9aae57735","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6480500,"id":"Q6480500"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5912443$562A346D-FDB2-418A-8B6B-757541093928","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:5912443","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:5912443"}}}}}