{"entities":{"Q5913425":{"pageid":8028483,"ns":120,"title":"Item:Q5913425","lastrevid":26314230,"modified":"2024-03-05T02:46:20Z","type":"item","id":"Q5913425","labels":{"en":{"language":"en","value":"Zur Theorie der astronomischen Strahlenbrechung."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2688919"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5913425$5FACD431-2897-4D00-8B32-550214C019DA","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"a2256076985c33deb9a6ab5e7d6efa4cd4d668ca","datavalue":{"value":{"text":"Zur Theorie der astronomischen Strahlenbrechung.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q5913425$19620191-4192-4503-8CD8-8BF194FB6FEA","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"40618928ee845fe7b85af694173ab11cbda567e0","datavalue":{"value":"23.1215.03","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5913425$95499A7F-C7E9-4599-8981-14D55A6A3403","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"0afc703b2a9acd8433d92692cf38ab748e769b2b","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":1472402,"id":"Q1472402"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5913425$FFEA59E9-3EF2-4418-A4A6-02D998E9BC9E","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"aa20902c8521e59b6d55d44ece31e70d01d4c4e1","datavalue":{"value":{"time":"+1891-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q5913425$30DF9279-11EA-436E-B96B-221454414081","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"9f0a7f916358ba9451d9eca88df37f31bd1e8945","datavalue":{"value":"Diese Arbeit, durch welche f\u00fcr die Theorie der astronomischen Strahlenbrechung viele neue Gesichtspunkte gewonnen werden, zerf\u00e4llt in 10 Abschnitte. Im ersten werden die Differentialgleichungen f\u00fcr den Weg eines Lichtstrahls in einem brechenden Medium aus der Bedingung entwickelt, dass die erste Variation des die Zeit ausdr\u00fcckenden Integrals verschwinden muss. Darauf werden sie unter der Voraussetzung integrirt, dass die Fl\u00e4chenscharen mit constantem Brechungsexponenten concentrische Kugeln seien, deren Mittelpunkt auf der Lotlinie liegt. Die Refraction selbst, d. h. die gesamte Winkelablenkung des Strahles, wird dann durch ein Integral bestimmt, dessen Weg durch die ganze Atmosph\u00e4re hindurchgeht, das aber nicht eher berechnet werden kann, bis die Abh\u00e4ngigkeit des Brechungsexponenten von der H\u00f6he als gegeben angenommen wird. Im zweiten Abschnitt wird ausgef\u00fchrt, dass diese Abh\u00e4ngigkeit gerade das hypothetische Element aller bisherigen Refractionstheorien bilde, insofern die Temperaturabnahme mit der H\u00f6he hineinspielt, \u00fcber deren Art wir bis jetzt nur wenige und namentlich wenig systematische Beobachtungen haben, so dass stets irgend eine Interpolationsformel zu Grunde gelegt werden musste. Dieses Verfahren erkl\u00e4rt der Verfasser f\u00fcr einen zwecklosen Umweg, der von der W\u00e4rme und Dichte der Luft zu ihrer Brechbarkeit in verschieden H\u00f6hen genommen wird, weil man ebenso auf gut Gl\u00fcck den Brechungsexponenten selbst unmittelbar als Function der H\u00f6he interpolatorisch einf\u00fchren k\u00f6nne. Dies f\u00fchrt den Verfasser zur L\u00f6sung der Aufgabe, Refractionsformeln und -Tafeln aufzustellen, welche erstens auf die Beobachtungen selbst und dann auf tiefere Ueberlegungen gegr\u00fcndet sind, deren Auseinandersetzung den Hauptinhalt dieser Arbeit bildet. Hinterher liesse sich dann wohl durch Umkehrung des Verfahrens ein berechtigter Schluss \u00fcber die Art der Temperaturabnahme, wenigstens in den tieferen, zur Refraction am meisten beitragenden Luftschichten ziehen.  Die Beobachtungen lehren uns die Refraction als Function der Zenitdistanz oder der Richtung kennen, aber nur am Erdboden, nicht in jeder beliebigen H\u00f6he. Will man sie als Function beider Elemente (Zenitdistanz und H\u00f6he) darstellen, so muss man von dem oben genannten Integral ausgehen und in demselben als untere Grenze die H\u00f6he \u00fcber dem Erdboden nehmen, f\u00fcr welche die Refraction gelten soll. Da aber die Schichtung der Atmosph\u00e4re nach ihrer Brechbarkeit unbekannt ist, so wird von dem Verfasser aus dem analytischen Ausdruck f\u00fcr das Integral eine partielle Differentialgleichung abgeleitet, auf deren linker Seite nur jene beiden Elemente und die Differentialquotienten der Refraction nach ihnen stehen, w\u00e4hrend die rechte Seite durch den logarithmischen Differentialquotienten der Brechungsexponenten nach der H\u00f6he (oder vielmehr nach einer anderen Gr\u00f6sse, die der Verfasser durchg\u00e4ngig f\u00fcr die H\u00f6he setzt) gebildet wird. Diese partielle Differentialgleichung ist der Angelpunkt der nachfolgenden Untersuchungen, da ihr alle ``wahren'' Refractionsformeln, wie sie auch sonst sein m\u00f6gen, gen\u00fcgen m\u00fcssen. Um aber zu solchen zu gelangen, muss man doch wieder von denjenigen Formeln ausgehen, die mit gen\u00fcgender Sch\u00e4rfe die Refraction am Erdboden nur als Function der Zenitdistanz darstellen. Wenn nun eine derartige Formel mehrere Constanten \\(a,b,c,\\dots\\) enth\u00e4lt, die f\u00fcr den Erboden bestimmte Werte haben, so ist der Versuch nat\u00fcrlicher Weise gegeben, ob dieselbe Formel f\u00fcr jede beliebige H\u00f6he gelten k\u00f6nne, wenn \\(a,b,c,\\dots\\) mit der H\u00f6he sich \u00e4ndern. F\u00fchrt man aber \\(a,b,c,\\dots\\) als unbekannte Functionen der H\u00f6he ein, so giebt die partielle Differentialgleichung die Probe, ob dieser Versuch gelingen kann.  Nach einigen allgemeinen Bemerkungen \u00fcber die Eigent\u00fcmlichkeiten einer solchen Untersuchung wendet sich der Verfasser im vierten Abschnitt zu einem ersten Beispiel, n\u00e4mlich zu der Refractionsformel von Oppolzer  \\[ R=a\\varPhi(b\\cos\\vartheta), \\]  wo \\(a\\) und \\(b\\) zwei Constanten, \\(\\vartheta\\) die Zenitdistanz, \\(R\\) die Refraction und \\(\\varPhi\\) die Function:  \\[ \\varPhi(x)=e^{x^2}\\int_x^\\infty e^{-t^2}dt \\]  bedeuten. Hier zeigt sich, dass aus dieser Formel eine wahre Refractionsformel werden kann, wenn man noch ein Zusatzglied von \u00e4hnlicher Form hinzunimmt, in welches aber die Gesamth\u00f6he der Atmosph\u00e4re eingeht. Dasselbe ist \u00fcbrigens, wie nachgewiesen wird, in der Praxis so klein, dass es vernachl\u00e4ssigt werden kann. Im f\u00fcnften Abschnitt nimmt der Verfasser als Ausgangsformel eine Reihe von Partialbr\u00fcchen an, von der Form:  \\[ R=\\sum_\\alpha\\;\\frac{1}{a_\\alpha.\\text{cotg\\,}\\vartheta+b_\\alpha}\\,. \\]  Auch hier gelingt der Versuch, diese Formel unter der Voraussetzung, dass \\(a_\\alpha\\) und \\(b_\\alpha\\) Functionen der H\u00f6he seien, zu einer wahren Refractionsformel zu machen. Der sechste Abschnitt enth\u00e4lt Vergleichungen der Bessel'schen und Gyld\u00e9n'schen Tafeln, sowohl mit der urspr\u00fcnglichen Partialbruchformel, als auch mit der neuen, welche durch den eben genannten Process eine etwas abweichende Gestalt erhalten hat. Dabei wird zun\u00e4chst nur ein einziger Partialbruch angenommen, und erst sp\u00e4ter, im siebenten Abschnitt, die Untersuchung auf zwei ausgedehnt. Es zeigt sich, dass dann die Formel bereits biegsam genug geworden ist, um allen Anspr\u00fcchen, die man heute stellen kann, zu gen\u00fcgen. Hierbei bemerkt der Verfasser, dass die Theorien der Strahlenbrechung erst dort ihre wahre Bedeutung gewinnen, wo die astronomischen Beobachtungen heute (wenn es irgend angeht) Halt machen, n\u00e4mlich bei nur wenig gegen den Horizont geneigten Strahlen. Der achte Abschnitt f\u00fchrt den schon fr\u00fcher ge\u00e4usserten Gedanken durch, aus dem Verhalten der Refraction auf die Brechbarkeit der Luft, damit dann auf ihre Dichtigkeit und damit endlich auf die Temperaturabnahme mit der H\u00f6he zu schliessen. Die Formeln werden entwickelt und auf das vorher benutzte Material angewandt. Der Hauptschwerpunkt der Ergebnisse wird wohl durch den Satz dargestellt: Der Erfolg (n\u00e4mlich in Bezug auf unsere Kenntnis der Temperaturabnahme) wird von der benutzten Formel (n\u00e4mlich der Refractionsformel) nur in untergeordneter Weise, wesentlich dagegen von der Beschaffenheit des Beobachtungsmaterials beeinflusst. Aber diese m\u00fcsste noch bedeutend vervollst\u00e4ndigt werden, namentlich durch systematische Beobachtungen an den oben genannten Strahlen, wenn ``die Theorie der Refraction als Gegenstand der Geophysik'' behandelt werden sollte.  Der neunte Abschnitt enth\u00e4lt haupts\u00e4chlich analytische Entwickelungen, welche sich an fr\u00fcher gebrauchte Formeln anschliessen. Im zehnten endlich wird untersucht, wie Abweichungen der Fl\u00e4chen gleicher Dichte und also gleicher Brechbarkeit der Atmosph\u00e4re von der angenommenen Kugelgestalt auf die Refraction wirken. Unter der Annahme, dass das Verh\u00e4ltnis der Hauptkr\u00fcmmungen irgendwo von der Einheit sich so weit entfernt, als es die Erdabplattung im Maximum mit sich bringen kann, ergiebt sich, dass der Einfluss der Abweichungen von der sph\u00e4rischen Schichtung auf die normale Componente der Refraction v\u00f6llig unmerklich ist. Daher m\u00fcssen die thats\u00e4chlich vorhandenen Refractionsanomalien durch eine Art Schlierenbildung in der Luft, welche sich ja auch im Sternfunkeln kundgiebt, oder durch eine Ver\u00e4nderlichkeit der Schichtung in ihr mit dem Wetter und der Jahreszeit, oder endlich durch noch unbekannte Ursachen erkl\u00e4rt werden.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q5913425$8722A26D-6964-4967-8C3E-932D6F5F97D9","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"4e0d11e5bf52388e2b4a6aafd9e6ed052fdce2e3","datavalue":{"value":"2688919","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5913425$BE32744B-3D40-4935-A6F1-16A7D5D79C90","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5913425$85A1D6EA-AD2A-4AF4-8280-5D581E007985","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:5913425","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:5913425"}}}}}