{"entities":{"Q5914388":{"pageid":8029799,"ns":120,"title":"Item:Q5914388","lastrevid":41007448,"modified":"2025-04-17T16:06:17Z","type":"item","id":"Q5914388","labels":{"en":{"language":"en","value":"Principien der Statik monocyklischer Systeme."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2702785"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5914388$54BB288F-303A-4C13-BB22-DFC6D92C7E1E","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"2103ef4e73bb38bc8c15aac727d0dfe5743fdca4","datavalue":{"value":{"text":"Principien der Statik monocyklischer Systeme.","language":"en"},"type":"monolingualtext"},"datatype":"monolingualtext"},"type":"statement","id":"Q5914388$567679ED-C17D-44FE-8783-964544D14F1A","rank":"normal"}],"P225":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P225","hash":"4d9f278a263804145e5dd425cf06c47dad4c7db3","datavalue":{"value":"16.0854.02","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5914388$A260D9ED-1634-4355-86A7-F9BFECDC3663","rank":"normal"}],"P200":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P200","hash":"79327704d6d4548ce97be34ab84df8a1bb1515ff","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":256938,"id":"Q256938"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5914388$024AC5BE-0162-46CC-87D7-DCBD11517AAF","rank":"normal"}],"P28":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P28","hash":"98332a3711366f2ff246763ccdea0906dc38b26b","datavalue":{"value":{"time":"+1884-00-00T00:00:00Z","timezone":0,"before":0,"after":0,"precision":9,"calendarmodel":"http://www.wikidata.org/entity/Q1985727"},"type":"time"},"datatype":"time"},"type":"statement","id":"Q5914388$F5AAC92E-6BBA-4F62-8138-8EDA04471E01","rank":"normal"}],"P205":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"1e2a1879f044190ba7085edd27e18955b934738e","datavalue":{"value":"https://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PPN=GDZPPN002159228","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q5914388$B738FEB2-851A-4F80-99E7-4ECD80C54946","rank":"normal"},{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P205","hash":"71508d780ddcd00119ee79cc6e1e2511b7e5303d","datavalue":{"value":"https://eudml.org/doc/148581","type":"string"},"datatype":"url"},"type":"statement","id":"Q5914388$5B30B362-753D-4007-980C-9F548C64A68E","rank":"normal"}],"P1448":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1448","hash":"054bfa6b4549a7d6d721e95c5d7ad73a8aa51536","datavalue":{"value":"(Siehe auch JFM 16.0854.01) Als monocyklische Systeme definirt der Verfasser solche mechanische Systeme, in deren Innerem eine oder mehrere station\u00e4re, in sich zur\u00fccklaufende Bewegungen vorkommen, wobei aber, wenn es mehrere sind, die Geschwindigkeiten nur von einem Parameter abh\u00e4ngen d\u00fcrfen. Zwischen den einzelnen K\u00f6rpern des Systems sollen nur conservative Kr\u00e4fte wirken, bezw. feste Verbindungen bestehen, w\u00e4hrend die \u00e4usseren Kr\u00e4fte nicht conservativ zu sein brauchen. Die zu behandelnden Aufgaben werden als statische bezeichnet, insofern vorausgesetzt wird, dass das System sich w\u00e4hrend der mit hinl\u00e4nglich geringer Geschwindigkeit erfolgenden Aenderungen niemals merklich von solchen Zust\u00e4nden entfernt, in denen es dauernd verweilen k\u00f6nnte. Die Untersuchungen gew\u00e4hren ein besonderes Interesse deshalb, weil auch die W\u00e4rmebewegung zwar nicht in strengem Sinne monocyklisch ist, aber doch die wesentlichen Eigent\u00fcmlichkeiten eines solchen Systems zeigt.  Nach einer Recapitulation der Gesetze der W\u00e4rme geht der Verfasser aus von den allgemeinen Lagrange'schen Bewegungsgleichungen:  \\[  P_{\\mathfrak a}=-\\frac{\\partial}{\\partial p_{\\mathfrak a}} (\\varPhi-L)-\\frac {d}{dt} \\left( \\frac{\\partial L}{\\partial q_{\\mathfrak a}} \\right) \\cdot  \\]  Hier bedeuten die \\(p_{\\mathfrak a}\\) eine Anzahl allgemeiner Coordinaten, welche die Lage des Systems vollst\u00e4ndig bestimmen, \\(q_{\\mathfrak a}\\) deren Differentialquotienten nach der Zeit, \\((-P_{\\mathfrak a})\\) die Momente der \u00e4usseren Kr\u00e4fte, welche auf Vergr\u00f6sserung der \\(p_{\\mathfrak a}\\) hinwirken, so dass \\(P_{\\mathfrak a}dp_{\\mathfrak a}\\) die Arbeit ist, welche die inneren Kr\u00e4fte in der Ueberwindung jener w\u00e4hrend der Aenderung \\(dp_{\\mathfrak a}\\) aus\u00fcben; \\(L\\) endlich ist die lebendige Kraft, \\(\\varPhi\\) die potentielle Energie des Systems. F\u00fcr die Kr\u00e4fte gelten die oben erw\u00e4hnten Voraussetzungen.  Wird \\(\\varPhi-L=H\\) gesetzt, so nehmen, da  \\[  \\frac{\\partial \\varPhi}{\\partial q_{\\mathfrak a}}= 0,  \\]  die Gleichungen die Form an:  \\[  P_{\\mathfrak a} = -\\frac{\\partial H}{\\partial p_{\\mathfrak a}} + \\frac{d}{dt} \\left( \\frac{ \\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak a}} \\right),  \\]  und die Gesamtenergie ist:  \\[  U=\\varPhi+L=H-\\varSigma \\left( q_{\\mathfrak a} \\frac{\\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak a}} \\right) \\cdot  \\]  Es wird nun zun\u00e4chst angenommen, dass f\u00fcr eine besondere Gruppe von schnell ver\u00e4nderlichen, durch den Index \\(\\mathfrak b\\) gekennzeichneten Coordinaten die ihrer Ver\u00e4nderung entsprechende Bewegung eine in sich zur\u00fccklaufende sei, und dass w\u00e4hrend derselben sich \\(\\varPhi\\) und \\(L\\) nicht merklich \u00e4ndern, also von \\(p_{\\mathfrak b}\\) unabh\u00e4ngig sind. Dann wird  \\[  P_{\\mathfrak b}=\\frac{d}{dt} \\left( \\frac{\\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak b}} \\right),  \\]  und wenn noch \\(\\frac{\\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak b}}=-s_{\\mathfrak b}\\), \\(P_{\\mathfrak b} q_{\\mathfrak b} dt\\) aber gleich \\(-dQ_{\\mathfrak b}\\) gesetzt wird, so dass \\(dQ_{\\mathfrak b}\\) die auf Beschleunigung der Bewegung \\(q_{\\mathfrak b}\\) verwendete \u00e4ussere Arbeit ist, so erh\u00e4lt man  \\[  dQ_{\\mathfrak b}= q_{\\mathfrak b}ds_{\\mathfrak b}.  \\]  Beispiele solcher Bewegung sind symmetrisch um die Rotationsaxe gebaute Kreisel, die in reibungslosen Axenlagern laufen, sowie der Fluss einer reibungslosen Fl\u00fcssigkeit in einem in sich zur\u00fccklaufenden Kanale mit elastischen W\u00e4nden. Dann wird vorausgesetzt, dass die Aenderungen aller anderen Parameter \\(p_{\\mathfrak a}\\) und die der \\(q_{\\mathfrak b}\\) mit verschwindender Geschwindigkeit erfolgen, so dass das System sich einem station\u00e4ren Zustande immer sehr nahe befindet, in dem es beliebig lange ausharren k\u00f6nnte; dies hat zur Folge, dass alle mit \\(q_{\\mathfrak a}, \\frac{dq_{\\mathfrak a}}{dt}\\) und \\(\\frac{dq_{\\mathfrak b}}{dt}\\) multiplicirten Ausdr\u00fccke als kleine Gr\u00f6ssen erster Ordnung verschwinden. Solches System wird ein polycyklisches genannt. Auch die Gleichungen, welche die Grundlage der mechanischen W\u00e4rmetheorie bilden,  \\[  dQ = dU+\\varSigma P_{\\mathfrak a}dp_{\\mathfrak a} =\\vartheta dS,  \\]  (wo \\(\\vartheta\\) die absolute Temperatur, \\(p_{\\mathfrak a}\\) eine Anzahl Parameter, \\(P_{\\mathfrak a}dp_{\\mathfrak a}\\) die frei verwandelbare Arbeit, welche das System bei einer Aenderung von \\(p_{\\mathfrak a}\\) in \\(p_{\\mathfrak a}+dp_{\\mathfrak a}\\) nach aussen abgiebt, \\(U\\) die gesamte innere Energie, \\(S\\) die Entropie des Systems, \\(dQ\\) die durch ihr Arbeits\u00e4quivalent gemessene W\u00e4rme, welche w\u00e4hrend einer verschwindend kleinen Aenderung der Gr\u00f6ssen \\(\\vartheta\\) und \\(p_{\\mathfrak a}\\) in das System eintritt) gelten nur f\u00fcr Aenderungen \\(d\\vartheta\\) und \\(dp_{\\mathfrak a}\\) von verschwindender Geschwindigkeit. Die Gleichungen eines solchen polycyklischen Systems werden:  \\[  P_{\\mathfrak a}=-\\frac{\\partial H}{\\partial p_{\\mathfrak a}}, \\quad dQ_{\\mathfrak b}=q_{\\mathfrak b}ds_{\\mathfrak b}, \\quad s_{\\mathfrak b}=-\\frac{\\partial H}{\\partial q_{\\mathfrak b}}.  \\]  Sind eine oder mehrere, durch \\(P_c\\) bezeichnete Kr\u00e4fte dauernd gleich 0, und wird der Wert von \\(H\\), den man durch Elimination der \\(p_{\\mathfrak c}\\) aus den Gleichungen \\( 0=\\frac{\\partial H}{\\partial p_{\\mathfrak c}}\\) erh\u00e4lt, mit \\(\\mathfrak H\\) bezeichnet, so gelten noch die Gleichungen:  \\[ {\\mathfrak H}=\\varPhi-L;\\quad P_{\\mathfrak a}=-\\frac{\\partial{\\mathfrak H}}{\\partial p_{\\mathfrak a}};\\quad s_{\\mathfrak b}=-\\frac{\\partial{\\mathfrak H}}{\\partial q_{\\mathfrak b}}\\,,\\quad 2L=\\sum(q_{\\mathfrak b} s_{\\mathfrak b}); \\]  aber dieses \\(L\\) ist nicht mehr, wie fr\u00fcher, eine ganze homogene Function 2. Grades der \\(q_{\\mathfrak b}\\), und die \\(s_{\\mathfrak b}\\) sind nicht mehr homogene, lineare Functionen der \\(q_{\\mathfrak b}\\). Das nach der Elimination der \\(p_{\\mathfrak c}\\) erhaltene System wird das unvollst\u00e4ndige, jenes das vollst\u00e4ndige System genannt.  Monocyklische Systeme sind nun solche, in denen in sich zur\u00fccklaufende Bewegung vorkommt, die durch die \\(p_{\\mathfrak a}\\) und ausserdem durch nur einen Parameter \\(\\sigma\\) bestimmt wird.  Der einfachste Fall ist hier der, dass nur eine Geschwindigkeit vorkomme. Aus den Gleichungen:  \\[  P_{\\mathfrak a}=-\\frac{ \\partial H}{\\partial p_{\\mathfrak a}};\\quad dQ=qds;\\quad s=-\\frac{\\partial H}{\\partial q}; \\quad U=H-q\\frac{\\partial H}{\\partial q}  \\]  folgt dann:  \\[  dQ=dU+\\varSigma(P_{\\mathfrak a}dp_{\\mathfrak a})=qds.  \\]  Hier herrscht vollkommene Uebereinstimmung mit den Gleichungen der mechanischen W\u00e4rmetheorie; die Temperatur \\(\\vartheta\\) (resp. eine von ihr abh\u00e4ngige Gr\u00f6sse \\(\\eta\\)) vertritt die Geschwindigkeit \\(q\\), so dass \\(q\\) integrirender Nenner der Gleichung \\(dQ = 0\\) ist. Besonders zu beachten ist, dass auch die lebendige Kraft, der ja bei der W\u00e4rmebewegung die Temperatur proportional ist, \\(L = \\frac 12qs\\), integrirender Nenner ist; f\u00fcr das zugeh\u00f6rige \\(\\mathfrak S\\) ergiebt die Integration der Gleichung \\(2Ld{\\mathfrak S}=qds\\):  \\[ {\\mathfrak S}=\\log\\left(\\frac sA\\right)=\\tfrac12\\log (2L)+\\tfrac12\\log\\left(\\frac{s}{A^2q}\\right)\\,, \\]  ein Ausdruck, welcher dem f\u00fcr die Entropie der Masseneinheit in der kinetischen Gastheorie ganz analog ist.  Der allgemeinere Fall monocyklischer Bewegung ist der, dass zwar mehrere Geschwindigkeiten vorkommen, die aber alle durch eine von ihnen und durch die Coordinaten \\(p_{\\mathfrak a}\\) bestimmt sind; entsprechend sind die mannigfaltigen Beziehungen, welche sich an mechanischen Apparaten zwischen Drehungsgeschwindigkeiten herstellen lassen. Das neue System wird das gefesselte genannt, indem n\u00e4mlich feste Verbindungen zwischen seinen Teilen angenommen werden, deren Wirkung die ist, dass sie keinen Einfluss haben, so lange die Bewegung an und f\u00fcr sich so vor sich geht, wie es ihnen entspricht, und dass sie nur beginnende Abweichungen verhindern; dass sie ferner weder Arbeit erzeugen noch vernichten. Denkt man sich die Geschwindigkeiten \\(q_{\\mathfrak b}\\) als Functionen der \\(p_{\\mathfrak a}\\) und einer neuen Ver\u00e4nderlichen \\(x\\), so lassen sich auch die \\(s_{\\mathfrak b}\\) als Functionen derselben Gr\u00f6ssen darstellen, und f\u00fcr die Arbeit \\(dQ\\) ergiebt sich  \\[  dQ=\\sum_{\\mathfrak b} (q_{\\mathfrak b}ds_{\\mathfrak b}) = \\sum_{\\mathfrak a} \\sum_{\\mathfrak b} \\left( q_{\\mathfrak b} \\frac{\\partial s_{\\mathfrak b}}{\\partial p_{\\mathfrak a}}\\;dp_{\\mathfrak a} \\right) + \\sum_{\\mathfrak b} \\left( q_{\\mathfrak b} \\frac{\\partial s_{\\mathfrak b}}{\\partial x} \\right) dx,  \\]  welche Gleichung sich in die Form bringen l\u00e4sst  \\[  dQ = \\lambda d\\sigma,  \\]  wo \\(\\sigma=\\)Const. das Integral der Gleichung \\(dQ = 0\\), und \\(\\sigma=\\)Funct. \\((p_{\\mathfrak a}, x)\\) nun als die Entropie des gefesselten Systems bezeichnet wird. W\u00e4hlt man statt des willk\u00fcrlichen \\(x\\) ein \\(\\sigma\\), so erh\u00e4lt man statt der obigen Gleichung folgendes System von Gleichungen:  \\[  \\sum_{\\mathfrak b} \\left( q_{\\mathfrak b} \\frac{\\partial s_{\\mathfrak b}}{\\partial p_{\\mathfrak a}} \\right) =0; \\quad \\sum_{\\mathfrak b} q_{\\mathfrak b} \\left( \\frac{\\partial s_{\\mathfrak b}}{\\partial \\sigma} \\right) =\\lambda.  \\]  Die L\u00f6sung dieser Differentialgleichungen wird in der Form gegeben: \\(F = \\sigma\\); \\(q_{\\mathfrak b} = \\lambda\\,\\frac{\\partial F}{\\partial s_{\\mathfrak b}}\\), wo \\(F\\) eine willk\u00fcrliche Function der \\(s_{\\mathfrak b}\\). Diese Form der L\u00f6sung ist ausreichend, wenn die letztgenannten Gleichungen von einander unabh\u00e4ngig sind; die Gleichungen gestatten dann, s\u00e4mtliche Gr\u00f6ssen \\(q_{\\mathfrak b},\\; s_{\\mathfrak_b},\\; \\lambda,\\; P_{\\mathfrak a},\\; U,\\; H\\) als Functionen der \\(p_{\\mathfrak a}\\) und des \\(\\sigma\\) darzustellen. Eine allgemeinere L\u00f6sung jener Gleichungen giebt Herr Kronecker in demselben Bande des Journals S. 141-145. Entsprechend den Formen f\u00fcr das einfache monocyklische System gelten, wenn \\(\\mathfrak U\\) der Wert der Gesamtenergie ist, nachdem alle \\(s_{\\mathfrak b}\\) durch \\(p_{\\mathfrak a}\\) und \\(\\sigma\\) ausgedr\u00fcckt sind, noch die Gleichungen:  \\[ {\\mathfrak H}={\\mathfrak U}-\\lambda\\sigma;\\quad P_{\\mathfrak a}=-\\frac{\\partial{\\mathfrak H}}{\\partial p_{\\mathfrak a}};\\quad \\sigma=-\\frac{\\partial{\\mathfrak H}}{\\partial \\lambda}\\,. \\]  W\u00e4hrend nun f\u00fcr die einfachen monocyklischen Systeme die lebendige Kraft immer ein integrirender Nenner ist, bedarf es f\u00fcr die Systeme mit festen Verbindungen einer besonderen Untersuchung der Bedingungen, unter welchen unter den integrirenden Nennern die lebendige Kraft ist; und die Erledigung dieser Frage ist f\u00fcr die Analogie mit der W\u00e4rmetheorie besonders wichtig. Es ergiebt sich die Bedingung, dass die Function \\(F\\), welche den Wert der Entropie des gefesselten Systems darstellt, eine homogene Function 1. Grades der Bewegungsmomente \\(s_{\\mathfrak b}\\) des ungefesselten Systems ist, und dass demzufolge die constanten Coefficienten von \\(F\\) nur reine Raumgr\u00f6ssen zu sein brauchen. Wird dann das vollst\u00e4ndige System der Parameter \\(p_{\\mathfrak a}\\) constant erhalten, so m\u00fcssen s\u00e4mtliche Bewegungsmomente \\(s_{\\mathfrak b}\\) und demgem\u00e4ss auch s\u00e4mtliche Geschwindigkeiten \\(q_{\\mathfrak b}\\) proportional mit \\(\\sigma\\) und \\(\\lambda\\) wachsen; letzteres ist nicht mehr der Fall, wenn einige Parameter \\(p_c\\) eliminirt sind. Die bekannten mechanischen H\u00fclfsmittel zu dauernder Bewegungs\u00fcbertragung, Schn\u00fcre ohne Ende, Zahnr\u00e4der, Reibungsrollen, ergeben immer nur Verh\u00e4ltnisse der Geschwindigkeiten, welche von der Stellung der Teile abh\u00e4ngig sein k\u00f6nnen, aber von der Gr\u00f6sse der Geschwindigkeit unabh\u00e4ngig sind. Es werden deshalb solche Verbindungen, bei welchen die lebendige Kraft integrirender Nenner ist, rein kinematische Verbindungen genannt.  Es wird nun die Koppelung zweier Systeme betrachtet, d. i. der Zustand zeitweiliger fester Verbindung von zwei urspr\u00fcnglich unabh\u00e4ngigen monocyklischen Systemen. Sollten dabei die beiden Systeme in der neuen Lage mit Druck- oder Fernkr\u00e4ften auf einander wirken, so soll vorausgesetzt werden, dass derartige Kr\u00e4fte bekannt und den \\(P_{\\mathfrak a}\\) hinzuzuz\u00e4hlen seien; eine solche Koppelung, bei welcher also nur Arbeitsgr\u00f6ssen von dem einen auf das andere System \u00fcbertragen w\u00fcrden, wird als reine Bewegungskoppelung bezeichnet. Analoge Verh\u00e4ltnisse bietet die Herstellung einer leitenden Ber\u00fchrung zwischen zwei K\u00f6rpern von gleicher Temperatur, welche infolge des Austausches ihrer inneren Bewegung von nun an gleiche Temperatur behalten, wenn die Ver\u00e4nderungen hinl\u00e4nglich langsam erfolgen. Besonderes Interesse gew\u00e4hrt der Fall der sogenannten isomoren Koppelung, einer solchen n\u00e4mlich, bei welcher die Gleichheit eines der integrirenden Nenner der Systeme bei der Verbindung erhalten bleibt. Die Ber\u00fchrung von zwei K\u00f6rpern mit gleicher Temperatur geh\u00f6rt hierher. Andere Beispiele sind zwei Kreisel, deren Axen so verbunden werden, dass sie gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit einhalten m\u00fcssen, und welche sich ohne St\u00f6rung verbinden lassen, wenn sie gleiche Rotation haben, oder zwei Str\u00f6me in ringf\u00f6rmigen R\u00f6hren, welche ungest\u00f6rt in einen vereinigt werden k\u00f6nnen, wenn beide gleiche Str\u00f6mung durch jeden Querschnitt haben. Genau wie in der W\u00e4rmelehre gelten dann die Gesetze f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, auf umkehrbare Weise Arbeit der Kr\u00e4fte \\(P_{\\mathfrak a}\\) auf Kosten der inneren Bewegung zu gewinnen. Rein kinematische Koppelung kann; wie die Rechnung zeigt, isomor nur dann ausgef\u00fchrt werden, wenn die gleichen integrirenden Nenner die Producte aus einer Constanten, der lebendigen Kraft und einer beiderseits gleich hohen Potenz des resultirenden Bewegungsmomentes sind.  Schliesslich wird in dem ersten Aufsatze noch das Gleichgewicht der inneren Bewegung f\u00fcr drei monocyklische Systeme untersucht. Es zeigt sich: wenn bei der oben definirten reinen Bewegungskoppelung die Bedingungen des Austausches der inneren Bewegung zwischen mehreren Systemen eintreten, so h\u00e4ngt das Gleichgewicht der inneren Bewegung zwischen ihnen davon ab, dass eine bestimmte Function der Parameter jedes einzelnen bei allen denselben Wert habe; diese Function, welche die Rolle der Temperatur spielt, muss dann ein integrirender Nenner des Systems sein, und daraus folgt die beschr\u00e4nkte Verwandlungsf\u00e4higkeit der inneren Arbeit, wie sie f\u00fcr die W\u00e4rme durch das Carnot'sche Gesetz ausgesprochen ist.  Die in dem ersten Aufsatze hergeleitete Bedingung daf\u00fcr, dass die lebendige Kraft integrirender Nenner eines zusammengesetzten monocyklischen Systems ist, war die, dass die Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen rein kinematische sind. Wenn dies nun auch bei allen bisher bekannten F\u00e4llen mechanischer Verbindung zutrifft, so wurde doch durch die fr\u00fcheren Betrachtungen die M\u00f6glichkeit anderer Verbindungen nicht ausgeschlossen. In dem zweiten Aufsatze untersucht deshalb der Verfasser den Charakter aller durch ponderable Naturk\u00f6rper herstellbaren Verbindungen bewegter K\u00f6rper und verallgemeinert den Satz von der lebendigen Kraft als integrirendem Nenner f\u00fcr alle diese F\u00e4lle. Es zeigt sich zun\u00e4chst, dass bei jeder durch physische K\u00f6rper herstellbaren Fesselung cyklischer Bewegungen eine proportionale Steigerung aller Geschwindigkeiten zul\u00e4ssig sein muss, wobei die Verh\u00e4ltnisse dieser Geschwindigkeiten unver\u00e4ndert bleiben, so lange der Wert aller Coordinaten \\(p_{\\mathfrak a}\\) constant bleibt. Wird \\(q_{\\mathfrak b} = nq_{\\mathfrak b}\\) und \\(s_{\\mathfrak b} = n{\\mathfrak s_b}\\) gesetzt, so ergeben sich zur Bestimmung der \\(\\mathfrak s_b\\) die Differentialgleichungen:  \\[  \\sum_{\\mathfrak b} {\\mathfrak q_b} \\frac{\\partial {\\mathfrak s_b}}{\\partial p_{\\mathfrak a}} = 0;  \\]  ferner zeigt die Gleichung:  \\[  dQ = 2Ld\\log n,  \\]  wobei das \\(n\\) die einzelnen Werte der Entropie charakterisirt, dass die lebendige Kraft notwendig einer der integrirenden Nenner des durch die Verbindung erzeugten monocyklischen Systems sein muss. Der Begriff der Entropie l\u00e4sst sich dann vollst\u00e4ndig auf diese Systeme \u00fcbertragen. Endlich wird noch die Integration der Fesselungsgleichungen f\u00fcr ein physisch verbundenes System gegeben:  \\[  0=\\sum_{\\mathfrak b} q_{\\mathfrak b} \\frac{\\partial {\\mathfrak s_b}}{\\partial q_{\\mathfrak a}}.  \\]  Im allgemeinen gen\u00fcgt wieder die der fr\u00fcheren entsprechende Form der L\u00f6sung:  \\[  F=C; \\quad q_{\\mathfrak b} = \\lambda\\;\\frac{\\partial F}{\\partial {\\mathfrak s_b}},  \\]  wo \\(C\\) der constant bleibende Wert der Entropie. Aber auch die F\u00e4lle, wo diese Gleichungen nicht ausreichen, werden noch eingehend untersucht.","type":"string"},"datatype":"string"},"type":"statement","id":"Q5914388$907B2DF3-E6EE-4B31-B297-4A751DCA8FEA","rank":"normal"}],"P1451":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1451","hash":"44a95d59064bc878f45cc7c3c0b1116e4bd82fdf","datavalue":{"value":"2702785","type":"string"},"datatype":"external-id"},"type":"statement","id":"Q5914388$B154DFE5-F8E4-4546-80FF-95744BDB2D38","rank":"normal"}],"P1460":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P1460","hash":"57f7fea50d2ce1b39b695c4a1313582eed405e38","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":5976449,"id":"Q5976449"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5914388$F121ECBA-23B5-44A1-A604-35F9B116001A","rank":"normal"}],"P16":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P16","hash":"00ef2aaef1c33db6290b46f409decd7d75004131","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":6481418,"id":"Q6481418"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5914388$8AF6A429-69FF-4D6F-BA64-C1B069797517","rank":"normal"}]},"sitelinks":{"mardi":{"site":"mardi","title":"Publication:5914388","badges":[],"url":"https://portal.mardi4nfdi.de/wiki/Publication:5914388"}}}}}