Zur Differentialgeometrie der isotropen Kurven.
Für die Behandlung der isotropen Kurven hat Study (Trans. Amer. Math. Soc. 10 (1909), 1-49, 11 (1910), 249-279; vgl. F. d. M. 40, 658 (JFM 40.0658.*) 41, 678) den Weg gewiesen. Die homogenen Koordinaten sind auf ein Fundamentaltetraeder bezogen, dessen drei unendlich ferne Ecken zwei Punkte des absoluten Kegelschnittes und der Pol ihrer Verbindungslinie sind. Der Verf. nimmt diese von ihm neu zurechtgelegten Methoden der isotropen Kinematik und Differentialgeometrie auf. Sie arbeiten bekanntlich mit Definitionen, die an die ``anisotrope Differentialgeometrie anklingen und in möglichst weitem Umfang auch zu entsprechenden Folgerungen führen sollen. An Einzelheiten seien erwähnt: Der innere (natürliche) Parameter \(p\), der übrigens bis auf einen konstanten Faktor der Affinlänge gleich ist, der Hauptnormalen-Vektor, der durch Differentiation aus dem Tangentenvektor nach \(p\) entsteht, die Integration der inneren Gleichungen, die Schmiegschraubenlinie, deren Achse zugleich Schraubungsachse des begleitenden Dreikantes ist; sphärische Abbildung durch Parallele zu den Hauptnormalen -- sogar Filarevolventen, trotz der Isotropie, nämlich Kurven, deren Tangenten zu den isotropen Hauptnormalen parallel sind und deren Linienelemente jeweils in der Schmiegungsebene liegen. -- Die Arbeit ist ein Auszug aus der Karlsruher Habilitationsschrift des Verf.
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