Beanspruchung und Formänderung zylindrischer Gefäße mit linear veränderlicher Wandstärke.

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Verf. gibt eine Anwendung der in früheren Arbeiten (Physik. Zs. 14, 343, F. d. M. 44, 930 (JFM 44.0930.*), 1913; Zürich. Naturf. Ges. 1915) entwickelten Integrationstheorie für das Elastizitätsproblem von Rotationsschalen. Bei der Formulierung der Hauptgleichungen des (früher von \textit{H. Reißner, H. Lorenz, C. Runge} behandelten) Problems der Beanspruchung eines zylindrischen Gefäßes mit linear veränderlicher Wandstärke wird eine Spannungs- und eine Formänderungsgröße beibehalten, ein zuerst von \textit{Reißner} verwendeter Gedanke; ihre Zusammenfassung führt auf folgende Gleichung: \(LL(u) + k^2u=0\), wo \(k\) ein von den Zylinderabmessungen und den Elastizitätskonstanten abhängender Parameter und \(L(u)=xu+u'-\frac ux\). Diese Differentialgleichung läßt sich in zwei adjungierte Differentialgleichungen zweiter Ordnung spalten, deren Lösungen durch komplexe Zylinderfunktionen gegeben werden. Damit gelangt Verf. zu geeigneten Reihenentwicklungen und asymptotischen Darstellungen für die gewünschten Spannungs- und Verschiebungsgrößen, wobei die Integrationskonstanten aus den Bedingungen am oberen und unteren Rande des Behälters zu bestimmen sind. Die ursprünglich geraden Zylindererzeugenden werden zu Wellenlinien verbogen, deren Amplituden in unmittelbarer Nähe des unteren Endes groß\ sind, aber sehr rasch nach einem Exponentialgesetz gegen oben abklingen, während auch die Längen der Wellen abnehmen. Es bestätigt sich eine Behauptung \textit{Reißners}, daß\ bis in unmittelbare Nähe des unteren Endes der Wasserdruck in der Hauptsache von den Ringspannungen aufgenommen wird. Für schlanke Zylinder, die am Boden eingespannt sind, ist die maximale Durchbiegung und ebenso die größte Ringspannung um 5 bis 10 \% größer als am freien Ende und die größte Biegungsspannung im Einspannungsquerschnitt übertrifft die größte Ringspannung. Es empfiehlt sich also, das untere Ende des zylindrischen Gefäßes zu verstärken. Die vom Verf. für schlanke Zylinder gegebenen asymptotischen Formeln sind für technische Anwendungen besonders geeignet.












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