Es sei \( R \) die Reibungskraft, \(N\) der Normaldruck, so hat \textit{R. v. Mises} vorgeschlagen, statt des \textit{Coulomb} schen Gesetzes \( R/N = \) einer Konstante anzunehmen, daß\ \( R/N \) eine Funktion von \(N\) sei, die Null wird, wenn \(N\) unendlich groß\ wird (Zs. f. Math. u. Phys. 58, 194; F. d. M. 40, 800 (JFM 40.0800.*), 1909). Hierzu hatte \textit{Hamel} gleich bemerkt (a. a. O. S. 196): ``Ich glaube nicht, daß\ sich die \textit{Mises} sche Hypothese in allen Fällen durchführen läßt, wenn sie auch in allen bekannten Beispielen zum Ziele führt. Die vorliegende Arbeit untersucht den \textit{Mises} schen Ansatz auf seine theoretische Durchführbarkeit und zeigt an einem Beispiel, daß\ er mit experimentellen Beobachtungen übereinstimmt und durch sie bestätigt wird. Das Ergebnis der umfangreichen Untersuchung wird am Schlusse so ausgesprochen: ``Die \textit{v. Mises} sche Annahme stellt eine hinreichende Bedingung dar für die uneingeschränkte theoretische Brauchbarkeit eines stereodynamischen Reibungsgesetzes, wenigstens bei unserem allgemeinen Bewegungsproblem. Sie läßt der näheren, experimentell zu ermittelnden Form des Reibungsgesetzes einen weiten Spielraum. An einem Beispiel ist dann gezeigt, wie man ein Reibungsgesetz, der allgemeinen Forderung entsprechend, so annehmen kann, daß\ die Theorie auf die Selbstsperrung führt.
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