Zur Theorie der Gasreibung. II. Teil.

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In dieser Fortsetzung der vorjährigen Mitteilung (Wien. Ber. 1880. 117-158, siehe F. d. M. XII. 819-821 (JFM 12.0819.01)) wird zunächst bewiesen, dass bisher bei Berechnung der Reibungsconstanten Grössen von der Ordnung der ausschlaggebenden vernachlässigt wurden. Zur Berechnung des Reibungscoefficienten giebt es keinen anderen Weg, als den der Bestimmung einer gewissen Function, über welche bereits in der ersten Mitteilung gesprochen wurde; denn auch die Maxwell-Meyer'sche Methode führt zu derselben jene Function enthaltenden Gleichung, sobald alle Glieder derselben Grössenordnung gleichmässig berücksichtigt werden. Der Verfasser will für jene Function verschiedene Reihenentwickelungen geben; so lange deren Convergenz nicht bewiesen ist, bleibt allerdings für diese Art der Bestimmung des Reibungscoefficienten eine gewisse Unsicherheit bestehen. Die Function \(\psi (x)\) ist zu bestimmen aus der Gleichung \[ (1) \quad v^2 e^{v^2} + \frac {1}{2 \pi} \int_0^{\infty} e^{-r^2} r^3 dr \int_0^{\pi} \gamma e^{-2vrg}dG \int_0^{\frac {\pi}{2}} s \sigma \; dS \int_0^{2 \pi} \Psi dO = 0 , \] wo \[ \Psi = 2J \psi \; (v'^2) - J_0 \psi \; (v_1^2) - 2v^2 \psi \; (v^2) \] ist. Der Reibungscoefficient ist \[ \mu = \frac {4p}{15 \pi \delta^2 \sqrt{h}} \int_0^{\infty} v^6 e^{-v^2} \psi \; (v^2) dv . \] Dabei ist \(\delta\) der Durchmesser eines Molecüls und \(h\) eine Constante, deren Wert dadurch bestimmt ist, dass das mittlere Geschwindigkeitsquadrat den Wert \(\frac 23 h\) hat. Der zweite Summand in Gleichung (1) wird für den Fall \(\psi \; (x) = x^p\) mit \(U_p\) bezeichnet. Diese Grösse wird unter Anwendung des Polynomialsatzes entwickelt, und darauf wird \(U_p\) successive für \(p = 0, 1, 2\) u. s. w. berechnet. Die erhaltenen Formeln können dazu dienen, \(\psi \; (x)\) in eine nach Potenzen von \(x\) oder \( x e^{-x}\) fortschreitende Reihe zu entwickeln. Setzt man im ersten Falle \(\psi \; (x) = \sum_{p = 0}^{p = \infty} c_p x^p\), so verwandelt sich Gleichung (1) in \[ v^2 e^{v^2} + \sum_{p = 0}^{p = \infty} c_p U_p = 0. \] Statt der relativen Geschwindigkeiten werden die Geschwindigkeiten beider Molecüle vor dem Stosse und deren Winkel als Integrationsvariabeln eingeführt. Die erhaltenen Gleichungen gestatten dann, die Grenze zu bestimmen, welcher sich die Function \(\psi\) für sehr grosse Werte von \(v\) nähert. Endlich wird (auf Seite 79-135) bei Benutzung der früheren Integrationsvariabeln \(\psi\) für sehr kleine Argumentwerte berechnet.












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