Das Pentaeder der Flächen dritter Ordnung beim Auftreten von Singularitäten
Eine Untersuchung, welche Aenderungen das Pentaeder einer Fläche dritter Ordnung erleidet, wenn Knotenpunkte auf der Fläche liegen. Wenn nur conische Knotenpunkte auf der Fläche vorhanden sind, deren Zahl höchstens vier beträgt, so existirt noch ein eigentliches Pentaeder, mit dessen Hülfe sich die Gleichung der Fläche als Summe von fünf Kuben schreiben lässt. Die Ecken des Pentaeders haben in diesen Fällen ausgezeichnete Lagen gegen die Knotenpunkte, doch ist keiner von diesen ein Eckpunkt des Pentaeders. Sind aber die Knotenpunkte biplanare oder uniplanare, so existirt kein eigentliches Pentaeder. Ist nämlich ein biplanarer Knotenpunkt vorhanden, durch dessen Einfluss die Fläche von der \(9^{\text{ten}}\) Klasse wird, so giebt es nur 3; ist die Fläche \(8^{\text{ter}}\) Klasse, nur 2; und ist endlich die Fläche \(7^{\text{ter}}\) Klasse, nur eine Pentaederebene. Das letzte tritt auch ein, wenn die Fläche nur von der \(6^{\text{ten}}\) Klasse wird, während aber in den früheren Fallen nur mehrere Ebenen zusammenfielen, ist in diesem nur eine Ebene bestimmt. Hat die Fläche einen uniplanaren Knotenpunkt und ist sie von der \(6^{\text{ten}}\) Klasse, so giebt es eine ebene Curve \(3^{\text{ter}}\) Ordnung, deren Punkte die Eigenschaften der Pentaederecken haben. Diese Curve erhält einen Rückkehrpunkt, wenn der Knotenpunkt die Klasse auf 5 reducirt, und zerfällt in zwei Gerade bei der \(4^{\text{ten}}\) Klasse.
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