Über das Kriterium der Rationalität einer algebraischen Kurve.
Verf. gibt kurze und einfache Beweise für die folgenden zwei Sätze: (A) Jede irreduzible algebraische Kurve zweiter Ordnung ist rational. (B) Jede irreduzible Kurve von höherer als zweiter Ordnung ist nicht rational, falls sie keine vielfachen Punkte besitzt. Die Aussage (B) ist äquivalent mit dem folgenden ausführlicheren Satz : \textit{Voraussetzungen}: (1) \(S(x,y,z)\) sei homogen in \(x\), \(y\), \(z\) vom Grade \(n\) und nicht identisch Null. (2) \(f (u, v)\), \(g (u, v)\), \(h(u, v)\) seien homogen in \(u\), \(v\) vom Grade \(m > 0\) und ohne gemeinsamen Teiler. (3) \(S(f,g,h)\) sei identisch Null. (4) Die partiellen Ableitungen \(S_x\), \(S_y\), \(S_z\) von \(S\) haben keine gemeinsame nicht triviale Nullstelle (d. h. die Kurve \(S=0\) hat keinen singulären Punkt). \textit{Behauptung}: \(n < 3\). Dem Beweis dieser Sätze schickt Verf. Bemerkungen voraus über zahlentheoretische Folgerungen aus den bekannten Tatsachen, daß die Kurve zweiter Ordnung \(x^2+y^2-z^2=0\) eine rationale Parameterdarstellung \(x=u^2-v^2\), \(y=2uv\), \(z=u^2+v^2\) zuläßt, daß aber die Identität \[ \bigl\{ f(u,v)\bigr\} ^n+ \bigl\{ g(u,v)\bigr\} ^n - \bigl\{ h(u,v)\bigr\} ^n =0 \] mit positivem ganzem \(n\geqq 3\) unmöglich ist, falls \(f\), \(g\), \(h\) teilerfremde binäre Formen in \(u\), \(v\) bedeuten. (III 3, 6.)
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