Übertragung des Kreisproblems auf reell-quadratische Zahlkörper

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Sei \(K\) ein reell-quadratischer Zahlkörper mit der Diskriminante \(d\) und \(F(x,x')\) die Anzahl aller Paare \((\mu_1,\mu_2)\) von ganzen Zahlen in \(K\) mit \(\mu_1^2+\mu_2^2<x\), \(\mu_1^{\prime 2}+\mu_2^{\prime 2}<x^\prime\), wo \(\mu^\prime\) die Konjugierte von \(\mu\) bedeute. Für das Restglied \(R(x,x^\prime)\) in der asymptotischen Darstellung \[ F(x,x')=(\frac{\pi^2}{d}xx'+R(x,x')\qquad (xx'\to\infty) \] werden zum gewöhnlichen Kreisproblem analoge Abschätzungen bewiesen, nämlich Satz 1. Für jedes \(\delta>0\) gilt \[ R(x,x')=O\left((xx')^{2/3+\delta}\right). \] Satz 2. Es ist \[ R(x,x')\neq o\left((xx')^{1/4}\right). \] Satz 1 beweist man leicht mittels der Methode, die Siegel für derartige additive Probleme in algebraischen Zahlkörpern entwickelte. Als Beweis von Satz 2 hätte man eine Verallgemeinerung der beim Kreisproblem bekannten Schlußweisen von Hardy oder Erdő-Fuchs erwartet. Überraschenderweise präsentiert der Verf. eine neue Beweismethode, die auch einen neuen Beweis für \(R(x)\neq o(x^{1/4})\) beim Kreisproblem liefert. Verf. benutzt als erzeugende Funktion für \(R(x,x')\) eine \(K\) zugeordnete Thetareihe, die er in der Nähe ihrer singulären Mannigfaltigkeiten nach einer Methode von Hecke entwickelt. Sodann schätzt er ein Integralmittel dieser Reihe unter Verwendung der Siegelschen Fareyzerschneidung ab, woraus Satz 2 auf indirektem Wege gefolgert werden kann. \{Diese Arbeit wurde von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität zu Göttingen als Dissertation angenommen.\}











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